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Echinodorus schlueteri

Schlüters Froschlöffel

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund, Nano-Aquarium, Vordergrund Gruppe
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: mittel
Siehe auch: Echinodorus maculatus
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Hybride aus Echinodorus reptilis und E. maculatus; wahrscheinlich keine natürliche Verbreitung, sondern in Kultur entstanden


Höhe: 5 - 20 cm
Breite: 5 - 20 cm

Populärnamen [?]: 
  • Schlüters Froschlöffel
  • Mini-Froschlöffel

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Echinodorus aschersonianus
  • Echinodorus cordifolius 'Mini'

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus schluéteri Rataj

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus schlueteri ist eine nur in Kultur bekannte Echinodorus-Form, die von Karel Rataj 1981 als Art beschrieben wurde. Der Botaniker Jozef Somogyi (Bratislava) hat 2006 nachgewiesen, dass der Name meistens irrtümlich verwendet wird. Demnach ist die Pflanze, die in Deutschland seit den 1980er Jahren "E. schlueteri" genannt wird (z.B. in Kasselmann 2010), nicht identisch mit Ratajs ursprünglichem E. schlueteri. Sie wurde von Somogyi (2006) unter dem Namen Echinodorus maculatus als neue Art beschrieben.

Der hier gemeinte echte Echinodorus schlueteri wird in Rataj (2004) abgebildet. Er ist weniger bekannt als E. maculatus, aber identisch mit der als Echinodorus cordifolius 'Mini' gehandelten Pflanze. Der von Curt Quester vorgestellte "Echinodorus aschersonianus" (siehe auch Kramer 2009) lässt sich kaum vom echten E. schlueteri unterscheiden und kann sicherlich zu diesem gezählt werden.

Eine molekularsystematische Untersuchung hat gezeigt, dass E. schlueteri keine eigenständige Art ist, sondern eine Hybride, deren Elternarten sehr wahrscheinlich E. maculatus und der neu beschriebene Echinodorus reptilis aus dem südlichen Südamerika sind (Lehtonen & Falck 2011). Man müsste die Pflanze also Echinodorus × schlueteri nennen, um sie als Hybride zu kennzeichnen. In dieser Form ist der Name aber noch nicht veröffentlicht worden.

Haynes & Holm-Nielsen (1994) synonymisieren E. schlueteri mit Echinodorus cordifolius. Weil der echte E. schlueteri aber eine Hybride ist, kann er nicht zur Art E. cordifolius gezählt werden.

Submers ist E. schlueteri eine relativ niedrige Pflanze mit einfarbig hell- bis mittelgrünen Blättern. Die Blattspreiten sind länglich- bis breit-eiförmig und haben eine runde bis leicht herzförmige Basis. Im Unterschied zu E. maculatus haben die neu austreibenden Blätter keinerlei braune Fleckenzeichnung. Die Blattstiele sind etwa so lang wie die Blattspreiten.

In der emersen Form kann E. schlueteri bei guter Nährstoffversorgung bis über 30 cm hoch werden. Die emersen Blätter sind eiförmig bis herzförmig, haben eine abgerundete bis sehr kurz zugespitzte Blattspitze und relativ dünne Blattstiele, die teilweise länger als die Blattspreiten sind. Die Blütenstände sind dünn, niederliegend und haben meistens nur ein bis zwei Quirle und keine Verzweigungen. Die Blüten sind langgestielt und haben große, überlappende Kronblätter. Insgesamt hat E. schlueteri als emerse Pflanze viel Ähnlichkeit mit Echinodorus cordifolius und E. maculatus, die aber kräftiger sind und dickere, längere, allerdings ebenfalls niederliegende Blütenstände entwickeln. Sie haben meistens auch in der emersen Form eine rotbraune Fleckenzeichnung auf den austreibenden Blättern, die bei E. schlueteri fehlt. Die dünnen, kriechenden Blütenstände mit sehr wenigen Quirlen hat E. schlueteri mit E. reptilis gemeinsam.

Bei E. schlueteri fällt auf, dass die Wurzeln oft spiralig verdreht sind - nicht nur wenn sie beengt in einem Topf, sondern auch wenn sie in tiefgründigem Boden gewachsen sind.

(Weiteres siehe "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Somogyi, J. (2006): Taxonomic, nomenclatural and chorological notes on several taxa of the genus Echinodorus (Alismataceae). - Biologia (Bratislava) 61: 381–385.
  2. Kasselmann, C. (2010): Aquarienpflanzen. 3. Auflage. - DATZ Aquarienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart.
  3. Rataj, K. (2004): A new revision of the swordplant genus Echinodorus Richard, 1848 (Alismataceae). Aqua (Neu Isenburg), Special Publication No. I.
  4. Quester, C. (2001): Echinodorus aschersonianus Graebner, eine selten kultivierte Schwertpflanze. - Aqua Planta 2-2001: 93-102.
  5. Lehtonen, S. & Falck, D. (2011): Watery Varieties: aquarium plant diversity from aesthetic, commercial, and systematic perspectives. In: Aquino, J. C.: Ornamental Plants: Types, Cultivation and Nutrition. - Nova Science Pub Incorporated, 2011.
  6. Lehtonen, S. (2012): Zwei kürzlich beschriebene Echinodorus-Arten (Alismataceae). - Aqua Planta 2/2012: 44-49.
Licht mittel bis hoch 
Temperatur-Toleranz 15 bis 30 °C
Temperatur-Optimum 20 bis 28 °C
Karbonathärte 0 bis 21 °dKH
pH-Wert 5 bis 7 
Kohlendioxid (CO2) 10 bis 40 mg/l
Nitrat (NO3-) 10 bis 50 mg/l
Phosphat (PO43-) 0,1 bis 3 mg/l
Kalium (K+) 5 bis 30 mg/l
Eisen (Fe) 0,01 bis 0,5 mg/l

Wachstum: mittel

Vermehrung: Jungpflanzen am Blütenstand, Rhizomteilung, Teilung, Abtrennen von Tochterpflanzen

Kann emers wachsen?: ja

Für Gartenteich/Freiland geeignet [?]: ja

Winterhärte [?]: unbekannt

Beschreibung : 

Der echte Echinodorus schlueteri hat höhere Lichtansprüche und ist insgesamt weniger robust als der meistens "E. schlueteri" genannte E. maculatus. Mittlere Beleuchtungsstärke ist zwar ausreichend, doch die Pflanze sollte einen freien, unbeschatteten Platz im Aquarium haben.

Zwar ist E. schlueteri meistens eine relativ kleine Schwertpflanze, doch bei üppiger Nährstoffversorgung kann er ziemlich groß (über 20 cm hoch) werden und langgestielte Blätter entwickeln (wie auch E. maculatus). Man kann dann versuchen, ihn durch Abschneiden der großen Blätter niedrig zu halten.

Unter günstigen Bedingungen treibt E. schlueteri auch submers seine dünnen Blütenstände, an denen sich Adventivpflanzen entwickeln. Man kann die Pflanze effektiver in Emerskultur vermehren. Oft treiben dann die Adventivpflanzen ihrerseits wieder Blütenstände, so dass sich die Pflanze wie durch Ausläufer vermehrt. Bei älteren Pflanzen entwickeln sich oft auch Tochterrosetten an der Basis. Man kann dann versuchen, die Pflanze zu teilen, indem man die Jungpflanzen vorsichtig mit einem scharfen Messer vom Rhizom abschneidet.

Für diese Wasserpflanze liegen keine Gestaltungsinformationen vor.
Für diese Galerie sind keine Bilder hinterlegt.
Beschreibung : 

Echinodorus schlueteri ist einer der wenigen Echinodoren, die relativ klein bleiben. Man platziert ihn am besten im Aquarien-Vorder- oder Mittelgrund als kleinen Solitär oder als Gruppe von wenigen Pflanzen, in kleinen bzw. Nano-Becken auch im Hintergrund. Anders als die unzähligen bunten Echinodorus-Sorten wirkt E. schlueteri mit seinem frischen, einfarbigen, hellen Grün wie eine Wildform, obwohl er wahrscheinlich auch eine in Kultur entstandene Hybride ist. Der Handelsname Echinodorus cordifolius 'Mini' passt gut zum Aussehen der Pflanze, die wie eine Miniaturform von E. cordifolius wirkt.

Aber wie schon erwähnt, kann E. schlueteri bei guter Nährstoffversorgung submers auch langgestielte, ziemlich große Blätter bilden und ist dann nicht mehr im Vordergrund zu gebrauchen. Wenn er klein bleiben soll, pflanzt man ihn besser in nicht allzu nährstoffreiches Substrat und schneidet langstieligere Blätter ab, sobald sie sich entwickeln.

Echinodorus schlueteri wird als emerse Pflanze nicht so wuchtig wie z.B. E. cordifolius und würde sich deshalb wahrscheinlich gut für nicht allzu große Paludarien oder für Wabi-kusa eignen. Interessant wirken bei diesem Echinodorus auch die recht großen, weißen Blüten an den dünnen, grazilen Blütenständen.

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Die Wasserpflanze Echinodorus schlueteri ist vom Wachstum her als mittel einzustufen. Echinodorus schlueteri ist auch bekannt als Schlüters Froschlöffel und Mini-Froschlöffel. Die Schwierigkeit für die Pflege dieser Wasserpflanze in einem Aquarium ist mit einfach angegeben.

Wasserpflanzen sind ein fester Bestandteil der meisten Aquarien. Beim Aquascaping, dem Naturaquarium, Biotop-Aquarium oder dem Gesellschaftsaquarium sind Wasserpflanzen nicht nur für die Wasserqualität entscheidend, sondern sorgen auch stets für eine optische Aufwertung des Aquariums.