Heiko Muth (2008)

Echinodorus maculatus

Gefleckte Schwertpflanze

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: mittel
Siehe auch: Echinodorus schlueteri
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

unsicher, möglicherweise aus in Argentinien gesammelten Samen gezogen


Populärnamen [?]: 
  • Gefleckte Schwertpflanze

Handelsnamen, Fantasienamen [?]: 
  • Echinodorus aspersus

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Echinodorus schlueteri
  • Echinodorus aschersonianus ''rubromaculatus''

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus maculátus Somogyi

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus maculatus ist die Pflanze, die in Deutschland seit den 1980er Jahren als "Echinodorus schlueteri" bekannt ist. Im Jahr 2006 wies der Botaniker Jozef Somogyi nach, dass sich diese Pflanze von dem echten E. schlueteri unterscheidet, der von Karel Rataj 1981 beschrieben worden war, und beschrieb sie unter dem Namen E. maculatus als neue Art. Der Name (maculatus = "gefleckt") bezieht sich auf die rotbraunen Flecken auf den jungen Blättern der Pflanze (solche Flecken hat u.a. auch Echinodorus cordifolius, doch nicht der echte E. schlueteri).

E. maculatus ist unter anderem auch als "Echinodorus aspersus" im Handel. Der Ursprung der Pflanze lässt sich bis zur Gärtnerei von Karel Rataj zurückverfolgen, wo sie unter dem Namen Echinodorus aschersonianus "Rubromaculatus" geführt wurde. Nach Angabe von Rataj stammt sie aus einer Aussaat von Echinodorus-Saatgut, das in Argentinien gesammelt worden war (Somogyi 2006). Von den zur Zeit akzeptierten Echinodorus-Wildarten hat E. maculatus die meiste Ähnlichkeit mit Echinodorus cordifolius.

Echinodorus maculatus wurde ab Anfang der 1980er Jahre unter dem Namen "E. schlueteri" im Aquarienhobby rasch populär, ist aber inzwischen nicht mehr sehr oft im Handel.

Eine der ersten Echinodorus-Zuchtsorten, Echinodorus schlueteri 'Leopard', ist in den 1980ern in der Gärtnerei Hans Barth (Dessau) aus einem Bestand von E. maculatus (als "E. schlueteri" bezeichnet) ausgelesen worden. Der korrekte Name dieser Sorte ist somit Echinodorus maculatus 'Leopard'.

Echinodorus maculatus unterscheidet sich vom echten E. schlueteri unter anderem durch die erwähnten rotbraunen Flecken an austreibenden Blättern (statt rein grüner Blätter), eine stärker abgesetzte Blattspitze, Blütenstände mit meist mehr als zwei Quirlen und unter gleichen Bedingungen insgesamt kräftigeren, größeren Wuchs. Echinodorus schlueteri (im Sinne von Rataj) wiederum lässt sich nicht unterscheiden von der als E. cordifolius 'Mini' gehandelten Pflanze (Jozef Somogyi, persönl. Mitteilung).

Submerse Pflanzen von E. maculatus sind mit 5-25 cm Höhe relativ niedrig. Die Größe ist offenbar stark von der Nährstoffversorgung abhängig. Die Blattspreiten sind hell- bis mittelgrün, schmal-eiförmig bis eiförmig, etwa 6-16 cm lang, haben einen schwach welligen Rand, eine runde bis herzförmiger Basis und eine zugespitzte (acuminate) bis bespitzte (apiculate) Spitze.

Emerse Pflanzen werden bis ca. 45 cm hoch und haben bis 23 cm lange Blattspreiten mit 5-9 Längsadern. Die Blattstiele sind im Querschnitt rundlich-dreikantig und rinnig. Die Blütenstände sind bis ca. 70 cm lang, überhängend oder niederliegend, verzweigt oder unverzweigt, oft mit nur 3 Blütenquirlen, an denen sich Adventivpflanzen entwickeln. Die Blütenstands-Achse ist zwischen den Quirlen dreikantig.

Aus den langgestielten, bis ca. 3,5 cm großen Blüten entwickeln sich nach Selbstbestäubung Sammelfrüchte mit vielen keimfähigen Nüsschen. Echinodorus maculatus ist offenbar "samenecht", aus Samen gezogene Jungpflanzen unterscheiden sich praktisch nicht von den Mutterpflanzen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Somogyi, J. (2006): Taxonomic, nomenclatural and chorological notes on several taxa of the genus Echinodorus (Alismataceae). - Biologia (Bratislava) 61: 381–385.
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