Ceratopteris thalictroides

Sumatrafarn

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Laichpflanze, Mittelgrund, Solitär, Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: sehr schnell
Siehe auch: Ceratopteris cornuta , Ceratopteris richardii
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Populärnamen [?]: 
  • Sumatrafarn
  • Feinblättriger Sumatrafarn
  • Filigranfarn

Synonyme [?]: 
  • Acrostichum thalictroides L.
  • Ceratopteris froesii Brade
  • Ceratopteris gaudichaudii Brongn.
  • Ceratopteris siliquosa (L.) Copel.

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
  • frei treibende Unterwasserpflanze
  • frei an der Oberfläche treibende Schwimmpflanze
  • Farn
Botanischer Name [?]: Ceratópteris thalictroídes (L.) Brongn.

Großgruppe [?]: Farne (Monilophyten)
Ordnung [?]: Polypodiales - Tüpfelfarnartige
Familie [?]: Pteridaceae - Saumfarngewächse
Gattung [?]: Ceratopteris

Beschreibung: 

Ceratopteris thalictroides ist bis 2010 als eine formenreiche Art verstanden worden, die in vielen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde vorkommt. Neuerdings wird diese Art in mehrere Arten und Varietäten aufgeteilt, dazu weiter unten mehr. Die Hornfarn-Arten aus dem C. thalictroides-Formenkreis sind amphibische Farne, die in flachem Wasser und auf schlammigem Boden vorkommen, unter anderem in Reis- und Taro-Feldern. Ihre Blätter werden in einigen Gegenden des tropischen Asiens als Gemüse genutzt.

In der Natur sollen diese Farne einjährig sein, sie können aber ausdauernd kultiviert werden und sind schon seit langem als Aquarienpflanzen bekannt. Die Pflanzen entwickeln Unterwasserblätter, wenn sie in tieferem Wasser im Boden wurzeln, und Luftblätter in flachem Wasser oder auf nassem Boden. Sie können aber auch als Schwimmpflanze frei an der Wasseroberfläche treiben. An älteren Blättern entwickeln sich Jungpflanzen aus Brutknospen. So wie alle anderen Ceratopteris-Arten bilden sie als Sumpfpflanzen sporentragende (fertile) Blätter, die schmalere, längere Fiedern als die sterilen (nicht sporentragenden) Blätter haben. Der Blattrand der fertilen Blätter ist nach unten eingerollt und verdeckt dadurch die Sporenkapseln (Sporangien). Die Blätter sind in einer Rosette angeordnet und sitzen an einer sehr dünnen, kurzen, kaum erkennbaren aufrechten Sprossachse. Die Wurzeln wachsen aus der Basis der Blattstiele heraus.

Nach neueren Untersuchungen stellt Ceratopteris thalictroides eine Gruppe von schwer unterscheidbaren (kryptischen) Arten dar. Zwei von ihnen wurden schon vor langer Zeit als eigene Arten beschrieben, aber später mit C. thalictroides synonymisiert. Zur Zeit werden die folgenden Sippen unterschieden (nach Masuyama & Watano 20101):

  • Ceratopteris thalictroides im engeren Sinne: tropisches Asien, Ozeanien, Australien, Mittelamerika. Blattstiele länger als Blattspreiten.
  • Ceratopteris gaudichaudii var. gaudichaudii: endemisch auf der Pazifik-Insel Guam.
  • Ceratopteris gaudichaudii var. vulgaris: subtropisches und warm-gemäßigtes Asien nördlich bis Korea und Japan; Ozeanien.
  • Ceratopteris oblongiloba: Südostasien; eine Art mit besonders fein gefiederten Blättern.
  • Ceratopteris froesii: Südamerika (Brasilien), sehr kleine Pflanze mit bis 4 cm langen Blättern.

Früher wurde auch Ceratopteris cornuta teilweise zu C. thalictroides gezählt, gilt aber heute als eigenständige Art, die auch nicht zur C. thalictroides-Artengruppe gehört.

Im Aquarienhobby versteht man unter "Ceratopteris thalictroides" meistens den fein gefiederten "Filigranfarn" oder "Sumatrafarn" (siehe Fotos). Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Farn aber um die Art C. oblongiloba. Hornfarn-Formen mit gröber gefiederten oder gelappten Blättern werden in der Aquaristik sowohl "Ceratopteris cornuta" als auch "C. thalictroides" genannt. Doch es ist noch zu klären, zu welchen Ceratopteris-Arten diese Pflanzen tatsächlich zählen, und ob echter Ceratopteris cornuta sowie C. thalictroides im engeren Sinne überhaupt in Aquarienkultur sind. Hornfarn-Arten sind schwer zu unterscheiden, weil ihre Blattform sehr veränderlich je nach Bedingungen ist. Wichtige Merkmale sind unter anderem die Chromosomenzahl und die Anzahl von Sporen pro Sporenkapsel (Sporangium).

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Masuyama, S. & Watano, Y. (2010): Cryptic species in the fern Ceratopteris thalictroides (L.) Brongn. (Parkeriaceae). IV. Taxonomic revision. - Acta Phytotax. et Geobot. 61 (2): 75-86 (11/2010).
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