© Heiko Muth (2014)

Anubias afzelii

Afzelius' Speerblatt

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Barschfest, Hintergrund, Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: langsam
Siehe auch: Anubias barteri var. angustifolia , Anubias congensis
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Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Senegal, Guinea, Sierra Leone, Mali


Höhe: 30 - 40 cm
Breite: 30 - 40 cm

Populärnamen [?]: 
  • Afzelius' Speerblatt

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Anubias congensis

Pflanzentyp [?]:

  • Rhizom oder Kriechspross
Botanischer Name [?]: Anúbias afzélii Schott

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Anubias

Beschreibung: 

Bei den Speerblatt-Arten im Handel gibt es seit Jahrzehnten einen ziemlichen Namenswirrwarr. Anubias afzelii ist zwar schon lange im Handel und Aquarienhobby, wird aber oft nicht unter seinem richtigen Namen, sondern als "Anubias congensis" geführt. Anubias congensis ist jedoch ein Synonym einer anderen Art: A. heterophylla. Es gibt aber auch Pflanzen mit sehr schmal-lanzettlichen Blättern und rotbraunen Blattstielen, die als "A. afzelii" verkauft werden, doch bei diesen handelt es sich um Anubias barteri var. angustifolia.

Die echte Anubias afzelii gehört zu den größeren Anubias-Arten. Sie besiedelt im nördlicheren Westafrika (Senegal, Guinea, Sierra Leone, Mali) sonnige bis schattige Fluss- und Bachufer und bildet dort oft dichte Bestände.

Im Unterschied zu den anderen größeren Anubias-Arten, die sich in erster Linie als emerse Paludarienpflanzen eignen, kann A. afzelii auch gut als ständig submerse, wenn auch sehr langsamwüchsige Aquarienpflanze verwendet werden. Aufgrund ihrer Robustheit eignet sie sich gut für Cichlidenbecken.

Diese kräftige Sumpfpflanze kann in der Landform maximal einen Meter hoch werden und ein bis 1 m langes und 1-4 cm breites, kriechendes Rhizom ausbilden. In Kultur bleibt sie aber meistens kleiner. Der Blattstiel ist halb so lang bis etwa so lang wie die Blattspreite, bei kultivierten Pflanzen bis 29 cm lang, und hat ein Blattstielgelenk am oberen Ende. Die Blattspreiten sind mehr oder weniger aufrecht und bis über 40 cm lang und am breitesten in der Mitte. Ihre Form reicht von lanzettlich über schmal eiförmig bis elliptisch. Die Basis der Blattspreite ist etwas gestutzt bis keilförmig. Die Blattspitze hat ein schwaches aufgesetztes Spitzchen oder ist spitz bis zugespitzt. In Kultur gibt es offenbar mehrere Varianten von A. afzelii mit unterschiedlicher Blattform.

Der Blütenstand hat eine grüne Spatha (Hochblatt), die wie eine enge Röhre den Blütenkolben (Spadix) umgibt. Der obere Kolben-Teil mit den männlichen Blüten ragt aus der Spatha heraus.

A. afzelii wurde 1857 von Heinrich Wilhelm Schott als die erste Art der Gattung Anubias beschrieben. Der Name bezieht sich auf den schwedischen Botaniker Adam Afzelius (1750–1837).

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Crusio, W. (1987): Die Gattung Anubias. - Aqua Planta, Sonderheft 1: 1-44. Electronic re-edition, 2009.
  2. Kasselmann, C. (2010): Aquarienpflanzen. 3. Auflage. - DATZ Aquarienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart.
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