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Postby DaWo » 14 Apr 2020 07:59
Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und habe mich angemeldet weil mich folgendes Thema umtreibt:

Vor kurzem habe ich mir eine Eheim Proxima Kombination mit 175l zugelegt. Der Kombi ist eine Beleuchtung mit den classic LEDs beigelegt. Diese beläuft sich auf 2x 800 Lumen, was bei der Beckentiefe von 50cm in meinen Augen viel zu wenig ist . Darum habe ich mir im Zoogeschäft eine Eheim Fresh Plants PowerLED+ (LK2) mit 3319 Lumen dazu gekauft . Die 2 classicLED Leisten will ich gar nicht erst benutzen, weil mir die Lichtfarbe nicht gefällt. Ich würde mir gerne noch eine Leiste der LK2 (=Leistungsklasse 2, ca. doppelt so starker Lichtstrom wie bei den normalen Modellen) holen. Das Problem dabei ist, dass Eheim die allerdings nur in begrenzter Stückzahl produziert hat und ich in Deutschland keine mehr finden kann (in der Länge 664mm). Wann und ob es Mal wieder eine neue Auflage geben wird, ist unklar.

Das Fresh Plants LK1-Modell besitzen 1941 Lumen. Umd nun endlich zur eigentlichen Frage:
Habe ich einen Denkfehler wenn ich davon ausgehe, dass 2 LK1 LEDS eine LK2 LED ersetzen können? Rechnerisch habe ich ja sogar einen etwas mehr als 500 Lumen stärkeren Lichtstrom.
Macht es etwas aus, ob das Licht aus einer starken Lichtquelle kommt, oder aus 2 sehr nahe liegenden schwächeren (von einigen oben liegenden, durch den Abstrahlwinkel beeinflussten, Bereichen abgesehen; ich denke vor allen an den Beckengrund)?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Ich möchte gerne bei Eheim bleiben, da ich mir schon ein entsprechend starkes Netzteil gekauft habe (für 2x LK2 oder 1xLK2+2xLK1) und vor allem auch eine Steuerung für die LED-Leisten, die ich sehr gut und einfach zu bedienen finde. Noch dazu gefallen mir die verbauten Lichtfarben und die damit möglichen Beleuchtungsszenarien gut.

Ich danke Euch sehr für eure Zeit und wünsche allen eine schöne Woche

Daniel


Für die die es interessiert, kommen hier noch ein paar Eckdaten zu meiner Person:

- Ende 30, 2 Kinder (noch ;-))
- erste Berührung mit Aquaristik als Kind (Ende 80er) durch meinen Papa und sein selbst gebautes Aquarium
- in den frühen 2000ern ein Becken mit 80x40x50cm und noch T8, Aufgabe aus beruflichen Gründen
- seit 6 Monaten ein 35l Scapers tank mit Co2 (Natron/Zitronensäure, Neo-Diffusor), Trocal LED, Nano-Eckfilter, nur Pflanzen (Microsorum pteropus, Cryptocoryne wendtii, Ludwigia spec. "dark orange", Dennerle Nährboden mit feinem Sand darüber) und Schnecken, Weichwasser mit KH 0 (VE), später sollen ein paar Bienen hinein (wenn ich vertrauter mit dem Umgang des Aufhärtesalzes und der Einstellung des CO2 bin und es möglichst geringe Schwankungen des PH-Werts gibt), Düngung über Dennerle Düngesystem inkl. Plantagold als NPK-Komponente
- neu: besagtes Proxima 175 als mein "großes" Hauptbecken, hier habe ich richtig Geld in die Hand genommen und es soll alles gut passen, Co2 aus der Druckflasche mit hochwertigem Druckminderer, besagte Eheim-LED, Außenfilter, externe Heizung, Thema Asien mit ausschließlich "asiatischen" Pflanzen, vorauss. Besatz: auf jeden Fall Amanos, Puntius titteya (nichts Außergewöhnliches, aber ich mag sie einfach sehr), Düngung: habe alle Einzelkomponenten des JBL-Systems geholt und möchte gerne deren Einsatz mit Hilfe des Firmeneigenen Düngerechners testen
DaWo
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Postby Lixa » 14 Apr 2020 09:51
Hallo Daniel,

Welche Pflanzen möchtest du mit dem Licht versorgen? Habe diese Pflanzen Zeichen von Mangel an Licht?

50 cm Beckenhöhe ist ohne eine erhebliche Färbung oder Trübung meist kein großes Problem.

3300 Lumen auf die Fläche ist schon eine solide Lichtstärke. Klar geht mehr, aber ob das doppelte der Lichtleistung nicht mehr Probleme schafft als das es löst muss immer bedacht werden. Sollte Lichtmangel herrschen, könnte schon 150 % der jetzigen Leistung reichen. Bei viel Leistung in geschlossener Abdeckung muss die Wärme abgeführt werden, sonst ergibt sich ein Hitzeproblem, gerade wenn es wieder ein heißer Sommer wird.

Bei der Optik ist die Ausleuchtung mit mehr Lampen meist besser. Für offene Becken sieht eine einzelne Lampe besser aus, aber bei geschlossenen Systemen sieht man die Lampen ohnehin nicht.

Und ich stimme zu: Die Lichtfarbe muss gefallen und die anderen Leistungsdaten sind eher zweitrangig.

Viele Grüße

Alicia
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Postby DaWo » 15 Apr 2020 10:33
Hallo Alicia,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich werde wohl erstmal nichts ändern. Habe jetzt 1x LK2 und 1xLK1 über dem Becken, das bis auf Bodengrund und Steine noch nichts enthält. Durch die Pandemie hat sich eh alles verzögert.
Die Pflanzen die ich halten will, sind jetzt nicht so fordernd. Die anspruchvollsten sind: Hygrophila pinnatifida und Rotala H`ra. Sie werden oft den Pflanzen mit "mittleren" Anforderungen zugeordnet. Massenweise Microsorum, Hygrophila difformis und Vesicularia montagnei sind noch als anspruchslose Vetreter dabei.
Sollten Hygrophila pinnatifida und Rotala H´ra nicht ihre volle Farbenpracht zeigen, kann ich ja immernoch die Anschaffung einer 2. LK1 bedenken. Ich hatte vor ein paar Wochen Mal den Eheim Kundenservice angeschrieben und die sprachen von einer Leuchttiefe bis 60cm, egal ob LK2 oder LK1. Von dieser Größe hatte ich zuvor noch nie gehört, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei meinen fast 50cm Tiefe wirklich noch richtig viel von der LK1 ankommt (eine ganz leichte Braunfärbung durch Huminstoffe ist geplant). Aber vielleicht bin ich ja auch von den ganzen Aquascaping-Videos auf Youtube verzogen? :shocked:

Ja, die Abwärme ist nicht gerade unerheblich. Ich kannte bisher nur eine 18W Trocal-LED offen über einem 35l Scapers tank. Die wird höchstens handwarm. Die LK2er wird regelrecht heiß. Eheim empfielt auch, denn Deckel leicht geöffnet zu lassen.

Viele Grüße

Daniel
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Postby Lixa » 15 Apr 2020 21:30
Hallo Daniel,

Bis zum Sommer solltest du erwägen den Deckel komplett offen zu lassen oder als Sprungschutz ein Gitter anzubringen. Nicht nur um die LED zu schützen, sondern um ein Überhitzen des Wassers bei Außentemperaturen über 25 °C zu verhindern.

Viele Grüße

Alicia
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