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Postby Andreas 49 » 16 Apr 2012 12:36
Hallo zusammen ,

hat jemand von euch eventuell Erfahrungen mit ( sehr ) hohen Silikatwerten ?!
Ich habe seit etwa zwei Wochen ein verstärktes Aufkommen von Fussel und
Haaralgen . An den Blatträndern von L. arcuata und vor allem an den Scheiben
wachsen vermehrt kleine grüne Haare , etwa 4-5 cm lang und ganz dünn .
Auf dem Bodengrund sind neben Kieselalgen kleine , etwa " fünfmarkstückgroße"
olivgrüne Flecken .Da ich den Verdacht auf Cyanos hatte , versuchte ich diese
Flecken abzusaugen und stellte fest , d. die Kieselchen ebenfalls durch diese dünnen
Fäden miteinander verwachsen sind und wie ein Netz in den Schlauch gezogen wer-
den . Da meine Wasserwerte soweit OK sind ( trotz einer leichten Chlorose an
Pogost. er. ) und die Pflanzen an sich gut wachsen , habe ich am WE mal auf
Silikate getestet und einen Wert , jenseits von gut und böse gemessen .
In meinem Leitungswasser sind ca . 10 mg/l , wahrscheinlich sogar mehr !
Das Testwasser wird schwarz ( J**-Test ) .
Könnte das der Auslöser für oben genannte Erscheinungen sein ?
Für ein paar Erfahrungsberichte wäre ich dankbar !!!

Gruß , Andreas
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Postby Rainbowfish » 20 Apr 2012 13:33
Hallo

Ich denke dass Du das gleiche Problem hast wie ich. Dein Problem dürften nicht nur die Silikate liegen, sondern auch beim Phosphat. Daran beteiligt sind Polyphosphate, die zusammen mit Silikaten zur Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Beide Stoffe dürfen nur zusammen eingesetzt werden. Polyphosphate und Silikate werden von den öffentlichen Wasserversorgern als Korrosionsschutz (Schutzschichtaufbau) im Versorgungssystem eingesetzt. Darüberhinaus wird durch Polyphophate das Wasser entsäuert (ausfällen von Kalk, wenn vorhanden und chemisches Austreiben von CO²) auch Eisen und Trübstoffe werden maskiert, zudem wirken höhere Gaben desinfizierend. Vor allem in Weichwassergebieten wird dieses Verfahren gern eingesetzt.
Betrachtet man das ganze mit Lupe, bzw. Mikroskop kann man ein Geflecht aus Kiesel-, Fadenalgen und Cyanobakterien feststellen. Dieses kann man sogar aus dem Wasser als ganzes herausheben. Es riecht nicht ganz so unangenehm nach Blaualge, hat aber schon einen fauligen Geruch.
Polyphosphate können mit herkömmlichen Tests leider nicht nachgewiesen werden. Wasserlabore haben jedoch die Möglichkeit dazu. Der Test ist allerdings sehr aufwendig und Kostenintensiv (rund 50,-€ für einmal).
Bei deinem Wohnort könnte es durchaus möglich sein, denn die Wasserwerke greifen auf diese Methode zurück. Bei meinem Vater in Suhl und auch bei meinem Schwiegervater in Meiningen konnte ich diese Kombination nachweisen. Auch sie haben diese Probleme mit den von dir beschriebenen Algen.
Frag doch mal Tante Google was Deine Wasserwerke dazu sagen.
Interessant ist auch hier die Seite der Stadtwerke Augsburg zu diesem Thema
http://www.stawa.de/downloads/Phosphatdosierung_-_muss_das_sein.pdf
Gruß Micha
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Postby Andreas 49 » 20 Apr 2012 17:05
Hallo Micha ,

erstmal danke für die Info ! Du hast es genau beschrieben .Die Frage ist , ob man das
Zeug mit dem handelsüblichen Silikat Ex rausbekommt . Um die Nährstoffe im Aqu.
damit nicht zu sabotieren , wende ich das Mittel außerhalb des Beckens an . Phospht.
soll das ja auch binden . Mal sehen , was es bringt .
Das mit unserem Wasser etwas nicht stimmt , hatte ich vor zwei Jahren schon vermutet .
So viele Fehler konnte man gar nicht machen , um ein Becken so aussehen zu lassen
wie damals . Zum Glück wachsen meine Pflanzen jetzt eigentlich gut , bis auf ein paar
eher kleine Baustellen . Allerdings passt das , was ich dünge , irgendwie nicht mit
dem zusammen ,was ich messe . Ich gehe aber davon aus , d. die Tests von Anton
exakte Werte liefern . Aber jetzt ist wenigstens klar , d. ich da kein Phantom jage .
Werde mich mal kundig machen , was die ins Wasser reinschweinsen und bin auf alles
gefasst .

Gruß , Andreas
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Postby Rainbowfish » 20 Apr 2012 19:05
Hallo

Das Silikat bekommst Du zumindest reduziert mit dem Mittel. Das eigentliche Problem liegt aber bei den Polyphosphaten. Den Test hab ich auch schon hinter mir. Das ganze half aber nur kurzfristig. Längerfristig hilft nur die Reduzierung von Polyphosphat. Das von mir verwendete Eisenhydrat funktioniert in meinem Biofilter sehr gut, ist allerdings für eine normale Anwendug in Außen- bzw. Innenfiltern ungeeignet, da das Granulat zu fein ist. An einer Lösung dieses Problems wird aber schon gearbeitet und auch an einem Test der es dem gemeinen Aquarianer ermöglicht diesen Mist im Wasser nachzuweisen.
Übrigens die Stadtwerke empfehlen das Wasser nicht so zu trinken sondern erst auf 70-80°C zu erwärmen, da beide Stoffe in diesem Bereich zerfallen sollen. Vieleicht sollten wir das auch erst nach so einer Behandlung ins Aquarium füllen :?
Ich dachte immer man könnte es direkt Trinken.

Gruß Micha
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Postby Dash » 20 Apr 2012 20:36
Hallo Andreas,

sehen die Algen etwa so aus?!
Ich hab nun auch welche bekommen und meine Silikatwerte tendieren auch gegen 10 oder mehr!

Grüsse
Dash

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Viele Grüsse
Dash
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Postby Andreas 49 » 21 Apr 2012 06:19
Hallo Dash ,

Bingo..... genau so sehen sie aus ! Der Rest spielt sich in den oberen
ca. fünf mm des Bodengrundes ( stellenweise ) ab . Micha hat es noch
besser beschrieben , als ich .

Gruß, Andreas
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Postby nik » 21 Apr 2012 11:15
Hallo zusammen,

sorry, ich habe Zweifel! - Was niemanden irgendwie von irgend etwas abhalten soll. Einfach nur als mögliche Erweiterung der Sicht betrachten.

Warum werden zum Einen Phosphat und Silikat und zum Anderen auch kondensierte Phosphate (Polyphosphate) zugegeben?
Phosphat, Silikat finden Verwendung als so genannte Korrosionsinhibitoren, dient dem Korrosionsschutz von Wasserleitungen. -> häufig kommen Silikat, Phosphat im Leitungswasser, wenn beides hoch, daher.

Jetzt werden hier die Polyphosphate ins Spiel gebracht, was ich ja durchaus interessant finde und mich ein bisschen in meiner Lektüre schmökern ließ. Ich gehe aufgrund dessen davon aus, dass die häufig zugegeben werden, weil die, kein Mensch weiß übrigens wirklich wie, die Kalkausfällung in Warmwasserleitung wirksam erheblich verringern. Des weiteren verändert es die Kristallform des entstehenden Calciumcarbonats, es entsteht nicht mehr anlagerungsfähiges Calcitkristall, sonder vom Wasser abtransportierbares Aragonit. Wichtig ist: die Dosierung von Polyphosphaten erfolgt nicht stöchiometrisch, d.h. irgendeine Menge auf soviel Wasser, sondern in Spuren! Zusammengefasst werden Polyphosphate in Spuren genutzt um die Wasserhärte zu stabilisieren.
Dann zerfallen kondensierte Phosphate auch früher oder später zu Orthophosphaten.

Selbstverständlich kann ich es nicht ausschließen, aber es müsste schon sehr unglücklich laufen um Mengen an Polyphosphaten im Wasser zu haben.

Das ist die Theorie. Die Praxis: Ich habe hier ein Leitungswasser mit hohem Phosphat-/Silikatgehalt(1-1,5/>8mg/l) und habe früher auch gedacht, das muss ein Problem sein. Ist es auch, aber ein geringes. Ich habe früher, trotz erheblicher Anstrengungen, kein vernünftiges Becken aufsetzen können. Die waren immer erheblich veralgt. Das ich das heute anders sehe, lässt sich über eine Forensuche mit den Stichworten Mikroflora & Geringfilterung aufzeigen.
Zwischen drin hatte ich als letzte Maßnahme, bevor ich das Hobby an den Nagel hänge, das Aquarium mit Reinstwasser (VEA stark sauer, stark basisch und ein Reinstwasserharz hinten dran), wieder aufgesalzen betrieben und hatte dann unglaubliche Erfolge. Nach einem Abbau der VEA war ich bis heute zu faul (könnte auch Zeitnot sein, mangelnde Notwendigkeit) die wieder in Betrieb zu nehmen, also wechselte ich zum sonst durchaus ordentlichen Leitungswasser. Jetzt komme ich zu den "geringen Problemen", die Phosphat, Silikat mit sich bringen. Die durchaus gefühlte Praxis 15-18-jähriger variantenreicher Düngung lässt mich vom Phosphat als ständigem Stoff im Wasser wegen unerwünschter Wechselwirkungen mit anderen Stoffen als sowieso nicht notwendig Abstand nehmen. Stichworte Phosphat und Stoßdüngung.
Beim Silikat habe ich mit dem Wechsel auf Leitungswasser wieder Kieselalgen gesehen, das erste mal sogar ziemlich üppig! Deren Abhängigkeiten vom Biofilm sind geradezu offensichtlich und vor allem das erklärt das Verschwinden der Kieselalgen nach einer Anfangsphase. Heute fahre ich Becken trotz dieser ungünstigen Bedingungen trotzdem näherungsweise algenfrei ein. Bei Kieselalgen lässt sich ein bräunlicher Anflug nicht ganz vermeiden. Wer es nicht kennt, den müsste ich darauf hinweisen.

Mit dem gleichen Wasser habe ich es früher überhaupt nicht geregelt bekommen, heute funktioniert es einfach und ich weiß recht genau was ich tun muss um das reproduzierbar hin zu bekommen. Die VEA werde ich trotzdem wegen Meerwasser dranstöpseln und bei der Gelegenheit mir den Luxus Reinstwassersüßwasseraquarien leisten. Es hat schon was eigenes.

Früher habe ich mich wegen der Probleme im Becken auch mit möglichen Ursachen im Wasser beschäftigt, heute halte ich das im Trinkwasser a) für ausreichend übersichtlich und b) mögliche daraus resultierende Probleme für überbewertet. Gerade die Kieselsäure. Ich habe es damals übrigens nicht glauben können. Ich kann Probleme mit dem Leitungswasser nicht in Gänze ausschließen, halte es aber für sehr unwahrscheinlich und würde mich eher auf das Aquarium als Biotop konzentrieren als im Fehler des Wassers die Ursache zu vermuten.

BTW, willst du Polyphosphate erkennen, dann erst auf Phosphat testen und dann über 80°C erhitztes Wasser messen - die Polyphosphate zerfallen bei höheren Temperaturen in Orthophosphate. Oder ansäuern bis runter ~ pH 4, da zerfallen sie auch.

Gruß, Nik
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Postby Andreas 49 » 21 Apr 2012 12:40
Hallo Nik ,

danke für Deine ( interessanten ) Ausführungen . Ich habs ehrlich gesagt dreimal gelesen , da Chemie
nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört . Also wenn ich richtig verstanden habe , wäre eine Voll-
entsalzung eine Option ?!
Geringfilterung habe ich mir vor zwei Jahren schon zu Herzen genommen .Im Filter ist so gut wie nichts
mehr .
Ich hoffe , ich habe auch richtig verstanden , d. die Polyphosphate nicht identisch mit dem von uns als
Dünger verwendetem Phosphat sind und mit unseren Tests nicht erfassbar sind . Also wäre es in grösseren
Mengen , möglicherweise im Zusammenwirken mit anderen Komponenten eine unbekannte Größe , Un-
wägbarkeit ?! Meine Mikroflora schien bis vor ein paar Wochen OK zu sein , da ich die Scheiben ( z.B.)
wochenlang nicht abzuwischen brauchte , Kieselalgen und leichte Anflüge von Cyanos von selbst ver-
schwunden sind .Erst als ich vor mehreren Wochen jeden zweiten Tag ein Drittel Wasser gewechselt habe ,
um eine Bartalgenplage zu bekämpfen ( was mir auch gelungen ist ) begannen die Probleme . Beim Ver-
such , abgestorbene Algen und Mulm abzusaugen habe ich ganze Bündel von dünnen grünen Fädchen sammt
Kieselchen im Umkreis von zehn Zentimetern in den Schlauch gezogen . Unter der Lupe betrachtet , sieht
man genau das , was Micha weiter oben beschrieben hat . Tage später kamen die grünen Fusseln dazu .
Die beiden langen Scheiben sind nach Stunden wieder davon besiedelt .Auf der Arcuata sitzen sie auch .
Nun bin ich auch am Überlegen , in wieweit Easy Carbo auf die Mikroflora wirkt , da ich letztens nicht
wirklich sparsam damit war .
Was mich auch umtreibt , ist die Aussage von ein paar Aquarianern hier im Wohnort , die vor einiger Zeit
die Brocken hingeschmissen haben . Die Begründung war : Es funktioniert nicht mehr , Algen , Algen , Algen !
Und was hatten die früher für schöne Becken .
Jetzt werde ich mir alles nochmal durchlesen und erstmal sacken lassen , Licht im Becken geht eh gleich an . :? :D

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Postby nik » 21 Apr 2012 14:10
Hallo Andreas,

Andreas 49 wrote:Also wenn ich richtig verstanden habe , wäre eine Voll-
entsalzung eine Option ?!

Ja, allerdings bekommt man die Kieselsäure nur mit einem stark basischen Harz und einem Reinstwasser-/Mischbettharz hinten dran sicher raus. Das ist Wasser mit einer Leitfähigkeit von weit unter 1µS/cm.
Das ist aufwändig, weil wegen des nicht regenerierbaren Mischbettharzes das Kationen- und Anionenharz relativ früh regeneriert werden muss. Muss man abwägen. Mit meiner 20l 3-Säulen-VEA(6/8/6l Harz) bekam ich bei zeitweise GH 20 nur 500l Reinstwasser heraus, habe dafür nie das Mischbett tauschen müssen. Wasserwechsel haben sich aber soweit erübrigt, dass das über die Zeit zu einem super funktionierenden, schon ziemlich extremen Weichwasser-/Altwasserpflanzenbecken wurde.
Ich musste das mit der 3-Säulen-VEA damals für mich machen um in Sachen Wasser jeden Zweifel ausräumen zu können. Die Zweifel saßen schon sehr tief. Hatte halt auf Anhieb durchschlagenden Erfolg. Im speziellen Fall passte es zum Glück, aber ein 100%er ist das auch nicht, die Mikrobiologie spielt IMHO immer eine maßgebliche Rolle

Geringfilterung habe ich mir vor zwei Jahren schon zu Herzen genommen .Im Filter ist so gut wie nichts
mehr .

Ich schreibe ja nix mehr dazu, es ist alles geschrieben und diese auch hier häufig praktizierte Sicherheitsfilterung k..zt mich an. Man kann ja auch tüchtig Substratfiltern, aber es wird niemand aufzeigen können, dass gemäß den Notwendigkeiten im Becken eine reichliche Substratfilterung grundsätzliche Vorteile mit sich bringt! Tut es nicht, nur potenzielle Probleme.

Ich hoffe , ich habe auch richtig verstanden , d. die Polyphosphate nicht identisch mit dem von uns als
Dünger verwendetem Phosphat sind und mit unseren Tests nicht erfassbar sind .

Mit der Messung von Polyphosphaten habe ich mich nicht weiter beschäftigt und setzte das hier geschriebene erst mal als richtig voraus. Theoretisch machen Polyphosphate im Wasser nichts weiter als mehr oder weniger schnell zu Orthophosphaten (PO4---) zu zerfallen. Das PO4 ist das interessante und das wird von den Pflanzen nur(!) als H2PO4- oder HPO4-- aufgenommen. Es wäre sehr gewagt anzunehmen, Algen könnten kondensierte Phosphate verwerten. Die müssen zuerst zerfallen.

Unter der Lupe betrachtet , sieht
man genau das , was Micha weiter oben beschrieben hat . Tage später kamen die grünen Fusseln dazu .
Die beiden langen Scheiben sind nach Stunden wieder davon besiedelt .Auf der Arcuata sitzen sie auch .
Nun bin ich auch am Überlegen , in wieweit Easy Carbo auf die Mikroflora wirkt , da ich letztens nicht
wirklich sparsam damit war .

Mal schauen ob "Eumel6", man verzeihe mir mein schwaches Namensgedächtnis, was dazu sagt. Frag ihn mal.

Mit Chladophora spec. hatte ich ja auch erstmalig eine Alge, die mich Respekt lehrte. :D

Ob EC auf die Mikroflora wirkt, habe ich auch schon drüber nachgedacht. Dazu benutze ich es aber zu wenig und wenn, dann nur als ziemlich bestimmungsgemäß dosiertes Pflanzenspeed. Also eher selten.

Was mich auch umtreibt , ist die Aussage von ein paar Aquarianern hier im Wohnort , die vor einiger Zeit
die Brocken hingeschmissen haben . Die Begründung war : Es funktioniert nicht mehr , Algen , Algen , Algen !
Und was hatten die früher für schöne Becken .

Das ist besonders geeignet die Unsicherheit zu erhöhen, aber auch nur ein Indiz und keine Sicherheit.

Wenn man wirklich Pflanzenaquaristik betreiben will, dann ist die Anschaffung einer guten Wasserentsalzung nur einmal schmerzhaft. Um da nicht nur von Austauscherharzen zu sprechen, kann man das natürlich auch mit einer guten UOA und einer Mischbettsäule hinterher machen.

Jetzt werde ich mir alles nochmal durchlesen und erstmal sacken lassen , Licht im Becken geht eh gleich an . :? :D

Ja.

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Postby Andreas 49 » 21 Apr 2012 14:56
Hallo Nik ,

das mit Jo ( Eumel ) ist ne Idee , sicher meldet er sich noch . Ansonsten nehme ich Kontakt auf .
Die Option Entsalzung überdenke nochmal , vor hatte ich es schon lange . Werde dieser Tage mal
ein Foto reinstellen . Es ist ja nicht so , d. ich wieder eine Algenzucht betreibe , :D
Im Gegenteil , ich mag , was ich da sehe . Wenn nur diese Schönheitsfehler nicht wären . Ich bin es
auch leid , jeden zweiten Tag diese Batzen auf dem Substrat abzusaugen und die Löcher wieder auf-
zufüllen . Wenn man es aus zwei Metern Entfernung sieht , ist die Welt in Ordnung , noch , ich habs
aber schon erlebt , d. aus diesen Anfängen eine Katastrophe wird und alles aus dem Ruder läuft .
Jedenfalls werde ich mich vor Schnellschüssen hüten !

Gruß , Andreas
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Postby ghostfish » 21 Apr 2012 19:48
hi

bei mir sieht der Silikattest so aus:


Und ich habe auch sehr lange Haaralgen (glaube das es die sind) in 2 Becken, in einem anderen Becken mit dem selben Wasser allerdings gar keine.
Auch die kurzen grünen die oben abgebildet sind, habe ich in einem Becken.

Also das es nur am Silikat liegt, daran glaube ich eher auch nicht.

Wobei JBL sagt das 2mg/l noch tolerierbar wären. Manch einer ist sogar der Meinung das Silikat ein Grund für Cyanos wären (hatte ich auch schon 2x)
Gruß Thomas
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Postby java97 » 21 Apr 2012 23:49
Hallo Andreas,

Meiner Meinung nach ist eine Säule stark saures Harz und eine Säule stark basisches Harz völlig ausreichend. Das Nachschalten des nicht regenerierbaren Mischbettharzes kann man sich sparen. So mache ich es schon seit 2 Jahren und es funzt wunderbar. Allerdings solltet Du die Menge des basischen Harzes (je nach Silikatwert) ungefähr doppelt so hoch veranschlagen wie die des sauren Harzes oder aber Du musst das basische Harz ca. doppelt so häufig regenerieren. Silikat bricht nämlich so ziemlich als erstes durch, was Du durch Testen des Wassers oder mit einem Leitwertmessgerät überprüfen kannst. Ich habe hier übrigens 26 mg/l Silikat im LW. Wer bietet mehr?
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 22 Apr 2012 10:02
Hallo Volker,

wie du schon schreibst, erschöpft sich stark basisches Harz zuerst in Kieselsäure. Das Problem ist allgemein die schwache Rückhaltefähigkeit der stark basischen Harze in Kieselsäure. Da soll es einige, wenige geben, die das besser können. Ich weiß, das sich über eine aufwändigere Regeneration was machen lässt. Ein frisches stark basisches Harz entfernt noch recht gut Kieselsäure, aber nach den üblichen Regenerationsanleitungen wird SiO4 nur mehr oder eher weniger gut verdrängt. So ich das bis jetzt verstanden habe, lässt sich über eine stärker konzentrierte Lauge was erreichen, aber da spielen wohl Überlegungen in Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Deshalb traue ich eher weniger allein dem Silikatrückhaltevermögen stark basischer Harze.


Was hast du denn für ein stark basisches Harz?
Was für Kationenharz?
Wieviel Kat-/Anionenharz?
Häufig riechen die stark basischen Harze bis hin zum durchgelaufenen Wasser "intensiv", was durch das Mischbett ebenfalls beseitigt wird. Wie würdest du deines beschreiben?
So ich das verstanden habe, misst du die Leitfähigkeit zur Überprüfung, wie verhält die sich über die Gebrauchszeit?

Da die Kapazität der stark basischen Harze sowieso schon um einiges geringer ist als die stark saurer Harze, würde ich - eine ausreichende SiO4-Rückhaltefähigkeit nach Regeneration vorausgesetzt - das stark basische Harz vorneweg mit der doppelten Menge des stark sauren Harzes ansetzen. Da wird der Unterschied zur gründlicheren 3-Säulen-VEA immer geringer. Prinzipbedingt ist ein Mischbett in der Wirkung an Effizienz nicht zu toppen und hält bei entsprechender Rücksicht sehr lange. Das ist durchaus schwarz-weiß-Sicht, meine Kompromissfähigkeit bezüglich des resultierenden Wassers geht gegen Null - entweder voll entsalzt oder Leitungswasser.

Gruß, Nik
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Postby Andreas 49 » 22 Apr 2012 10:10
Hallo zusammen ,

nun habe ich ja doch einige Infos gesammelt , danke erstmal !
Ich scheine nicht der einzige zu sein , der zumindest mit diesen
Fussel oder Haaralgen kämpft . Was es mit den Fäden im Kies
auf sich hat , werde ich auch noch herausfinden . Dank Niks Er-
klärungen kann ich auch diese Poly bzw. Orthophosphate einord-
nen .

@Thomas

Mein Test sieht genauso aus , auch nachdem mein Wechselwasser
jetzt schon fast eine Woche im Silikat Ex kreiselt . Diese Variante
kann ich also in die Tonne kloppen , bringt gar nichts .
Die Cyanos sind bei mir völlig verschwunden , zumindest dort , wo
ich sie vor einer Weile wahrgenommen habe . Einzig auf den selt-
samen Fäden im Kies scheinen sie es immer wieder zu versuchen .

@Volker

Gratuliere , 26 mg/l kann ich nicht bieten . :D
Auf VE wirds wohl hinauslaufen , optimale Bedingungen , eine VEA
zu betreiben , hätte ich zumindest schon . In der Wand neben dem
Aqu. befindet sich ein 50l-Behälter ( vom Nachbarraum zugänglich ),
in dem ich mit dem Wasser alles mögliche anstellen kann .
Er ist durch Schläuche in der Wand mit dem Filterkreislauf des Aqu.
verbunden , so das der WW praktisch ohne Schläuche und Eimer
abläuft . Der Behälter verfügt über Strom / Wasseranschluss , Hei-
zer , Umwälzpumpe ( mit allen möglichen Filtermedien auszustatten )
und einer elektr. Fasspumpe um das Wasser in Wohnzimmer bzw.
Aquarium zu bringen . Da könnte ich das Wasser entsalzen und was
sonst noch nötig ist . Ich hänge mal ein Bild dran .
Werde mich nachmittags mal schlau machen ( VEA ) , Größe , Preise
usw. .

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Postby Andreas 49 » 22 Apr 2012 10:33
Hallo Nik ,

habe ich das jetzt richtig verstanden ( unsere Beiträge sind fast gleichzeitig raus ) ,
d. ein Mischbettfilter die gleiche Wirkung hat , wie Eine VEA mit zwei Säulen ?!
Ich frage deshalb , weil ich vorhin im Netz ein derartiges Angebot gefunden habe ,
welches sich preislich nicht allzuviel nimmt .Sorry , falls ich jetzt Quatsch scheiben
sollte , aber ich betrete hier totales Neuland ! :?

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