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Postby CarstenLogemann » 24 Dec 2010 16:10
Hallo,
erstmal Euch allen ein frohes Fest. :bier:

Ich plage mich seit einiger Zeit in einem Becken mit diesen harten, grünen Punktalgen rum....
Hier im Algenratgeber steht, dass es an zu wenig CO2 und zu wenig Phosphat liegen kann. Bin da grad am schrauben, dass die Werte höher kommen. Dort steht aber auch, dass man nicht zuviel füttern soll und zu hoher Besatz auch nicht gut wäre.... gut, zuviel ist zuviel und wohl nie gut, aber bisher dachte ich dass z.B. grade viel füttern und hoher Besatz in der Regel doch auch hohe Phosphatwerte mit sich bringt. Dies wäre doch aber anzustreben im Bezug auf die Beseitigung der Punktalgen, oder? Ich stehe hier etwas auf dem Schlauch und würde mich freuen wenn mich da wieder jemand runter holt :D und mir erklären kann, warum hier eher wenig füttern und wenig Besatz gut wäre.
Bisher ist in dem Becken kaum Besatz und ich füttere fast gar nicht.... ist der 20er Dennerlecube, den Ihr hoffentlich in Hannover sehen werdet. :wink:

Grüße
Carsten
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Postby Roger » 24 Dec 2010 16:32
Hallo Carsten,

diese grünen Punktalgen an den Scheiben haben mich früher auch genervt, aber mit höheren PO4-Gehalten bis hin zu 5mg/l ließen die sich auch nicht vertreiben.
Erst seit ich den Kaliumgehalt auf einem niedrigen Niveau von nicht mehr als 20mg/L halte, sind die Punkte verschwunden und bisher nicht mehr aufgetaucht.

Frohe Weihnachten! :santa:
Gruß
Roger
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Postby Sebi » 24 Dec 2010 17:37
Hi

Das mit dem niedrigen Kaliumwert kann ich bestätigen.

Habe oft viele Punktalgen auf meinen Anubien/Wurzeln und an den Scheiben gehabt. Seit ich weniger Kaluim Dünge bin ich sie los!!

Frohes Fest!

Gruss Sebi
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Postby CarstenLogemann » 25 Dec 2010 15:19
Hallo,
vielen Dank für den Hinweis, ich dünge in der Tat recht gut Kalium.... werde dies mal reduzieren, Phosphat leicht anheben und auch mehr CO2 zugeben.... mal schaun ob sie verschwinden.

Grüße
Carsten
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Postby kunzi » 25 Dec 2010 19:50
Hallo Zusammen, hallo Carsten,

erstmal ein Frohes Fest euch allen. Habe Heute erst diesen Threat mit den Punktalgen zufällig gelesen und mir dasselbe gedacht, das wiederspricht sich ja eigentlich. Bei meiner letzten Messung von Po4 hatte ich einen Wert von mind. 2,0. Das ist ja schon in der oberen Grenze, und dennoch habe ich immer wieder veralgte Scheiben, vor allem oberhalb der Kieslinie. Machte mich also schon stutzig. Das mit dem Kalium kann ich aber auch überhaupt nicht nachvollziehen, da ich kalium wenn dann nur über den Nitratdünger von Easy Life zudünge, und hohe Werte dann normal auch nicht sein können. Ist schon ne komische Sache mit dieser Algenart, die vor allem bei mir auch auf den älteren Blättern von eher langsamwachsenden Pflanzen anzufinden sind.

lg Sebastian
Grüße
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Postby nik » 25 Dec 2010 20:05
Hi,
kunzi wrote:Das mit dem Kalium kann ich aber auch überhaupt nicht nachvollziehen, da ich kalium wenn dann nur über den Nitratdünger von Easy Life zudünge, und hohe Werte dann normal auch nicht sein können.

oh doch. EL Nitro basiert auch auf KNO3 - und da habe ich hier lernen müssen, dass sich dann schon K, sogar erheblich akkumulieren kann. Muss nicht sein, denn beide Becken, die ich hier verfolgen kann, haben entweder keine oder nur eine geringe K-Anreicherung. Wieso sich diese Unterschiede ergeben, bin ich noch völlig fantasielos.

Ausgleichen lässt sich das über eine teilsubstituierende Mg(NO3)2 Düngung oder ergänzende Stickstofftagesdüngung mittels Urea oder Ammoniumcarbonat.

Gruß, Nik
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Postby kunzi » 25 Dec 2010 20:30
Hallo Nik,

klar basiert es darauf, allerdings gebe ich pro Woche zusammenaddiert ca. nicht mal 10mg/l zu, wobei davon ein gewisser Teil wohl auch verbraucht wird. Nach Wasserversorger ist in meinem Leitungswasser weniger als 1mg K enthalten. Roger sprach aber von Werten unter 20mg/l. Auch wenn ich den Microdünger zu addiere komme ich auf Werte von insgesamt max 13mg/l.

Und dann folgt ja wieder der wöchentliche WW von mind. 50%- wie es meistens der Fall ist 75%.

Dünge tgl. auch Ammonium über eine Hirschhornsalzlösung zu, allerdings nur 3ml (ca. 8gr/500ml Wasser). Also recht vorsichtig, da ich noch Grünalgen im Becken habe, die zwar kaum weiterwachsen, aber trotzdem ich aufpassen will, und einem PH von max 7, nach D... -Ei und Tropftest(also eher unter 7, aber man kann es mit beiden Tests nicht hundertpro ermitteln, ich tendiere immer dazu sicherheitshalber lieber etwas höher zu gehen, auch wenn es farblich unter 7 anzeigt)

lg Sebastian
Grüße
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Postby Roger » 25 Dec 2010 21:03
Hallo Sebastian,

die Erfahrung bzgl. Kalium an meinem Becken sind, das sich der Nitratverbrauch bei 3mg/L am Tag bewegt. Dem gegenüber steht aber nur ein läppischer Kaliumverbrauch von 0,15mg/L.
Bei einer reinen Düngung mit einem KNO3-basierten Dünger läßt sich trotz üppigster WW einer Kummulation kaum entgegen wirken.
Dieses ungünstige Verbrauchsverhältniss von K zu N mag bei mir extrem sein, aber auch an anderen Becken hat sich inzwischen gezeigt das der Kaliumverbrauch gar nicht so hoch ist wie man bisher angenommen hat. Die Punktalgen lassen sich jedenfalls bei mir reproduzierbar mit einer verstärkten K-Düngung herbei führen.
Gruß
Roger
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Postby kunzi » 25 Dec 2010 22:35
Hallo roger,

dass sich diese Punktalgen sichtbar vermehren bei zusätzlicher Kaliumdüngung kann ich ja schon bestätigen. allerdings bewegen sich meine mom Düngungen weit unter 20mg/l. Außerdem ist es ja eigentlich unumgänglich, da ich ja Nitrat und Micro zugeben muss. Wie Nik meine z. B. Ammonium zu düngen ist ja nicht wirklich das gelbe vom Ei.

lg Sebastian
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Postby Roger » 26 Dec 2010 00:43
Hallo Sebastian,

Wie Nik meine z. B. Ammonium zu düngen ist ja nicht wirklich das gelbe vom Ei.

in manchen Becken kann die Ammoniumdüngung tatsächlich zu vermehrtem Algenwuchs führen, aber es gibt ja auch noch andere Alternativen die durchaus brauchbar sind.
Der Spezial N von Tobi besteht z. B. unter anderem aus Mg-Nitrat, Ca-Nitrat und Urea. KNO3 ist auch noch drin in einer Menge die sehr oft immer noch ausreicht den Kaliumbedarf eines Beckens zu decken. :wink:

allerdings bewegen sich meine mom Düngungen weit unter 20mg/l.

Dann müßte etwas mehr PO4 das beseitigen können.
Gruß
Roger
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Postby Warlock34 » 23 Aug 2011 10:46
Hallo,

erstmal sorry dass ich den alten Thread wieder hochhole :) . Aber ich habe seit ich mit dem JBL Ferropol und dem JBL 24 Tagesdünger dünge massive Grüne Punktalgenprobleme. Meine Anubias sind geradezu übersät damit und es wird immer schlimmer. Nach dem Thread hier zu urteilen müsste es ja dann wahrscheinlich zu viel Kalium sein wenn ich das richtig verstanden habe. Weiss einer von euch denn ob bei diesen Düngern zu viel Kalium ins Becken kommt? Weil leider sind da keine gescheiten Angaben drauf. Vor allem bei dem JBL 24 Tagesdünger steht garnix drauf. :?
LG Martin
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Postby Roger » 23 Aug 2011 11:05
Hallo Martin!

Mit dem Ferropol wird bestimmt nicht viel mehr Kalium dem Becken zugefügt als mit anderen Volldüngern auch. Das dürfte gering und vernachlässigbar sein.
Du kannst versuchen den Kaliumeintrag der besonders oft im Zusammenhang mit der Stickstoffdüngung recht hoch ist zu reduzieren und Dich an ein erforderliches Minimum heran tasten.
Andererseits kann aber auch der von Dir verwendete Volldünger die Punktalgen begünstigen. Nicht weil er jetzt schlecht wäre, sondern weil evtl. einfach die Nährstoffverteilung darin nicht zu Deinem Becken passt oder die Dosierung falsch abgestimmt ist.

Damit Du nicht ganz verwirrt bist fasse ich mal die Maßnahmen zusammen die ich ergreifen würde.
Stickstoffdüngung mit einem kaliumreduzierten Dünger durchführen. Dafür eignet sich z. B. AR Makro-Spezial-N oder eine selbst hergestellte Düngerlösung mit Urea, Ammonium, Magnesiumnitrat usw.
Phosphat in einen sicher nachweisbaren Bereich von >0,5mg/L bringen.
Volldünger in täglicher Menge geben, die so weit zu reduzieren ist, das keine Eisenmangelerscheinungen an den Pflanzen auftreten. Ggf. das Produkt wechseln oder eine Verschiebung der Mikronährstoffzufuhr durch eine gesonderte Eisendüngung herbei führen.
Gruß
Roger
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Postby Warlock34 » 23 Aug 2011 11:14
Hallo Roger,

also an zu wenig Nitrat und Phosphat sollte es nicht liegen. Habe schon sehr viel im Leitungswasser. hier mal die Werte vom Versorger: http://www.stwab.de/aschaffenburgGips/G ... .NavId=186
LG Martin
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Postby Roger » 23 Aug 2011 11:18
Hallo Martin,

dann würde ich es zuerst mit einer Veränderung der Mikrodüngung wie von mir beschrieben versuchen.
Gruß
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Postby Warlock34 » 23 Aug 2011 11:23
Hallo Roger,

Danke Dir :) . Dann werde ich das mal probieren. Habe grade mal noch eine Frage zu den Versorgerwerten. Mit dem Phosphat ist doch das Gesamtphosphat beim Versorger gemeint oder? Weil das ist ja mit 1,44 mg/L ganz schön hoch oder?
LG Martin
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