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Postby java97 » 04 Oct 2010 13:34
Hallo!

Mich würde interessieren, ob ein zuviel an Kalium im Wasser für vermehrtes Grünalgenwachstum an den Scheiben (Staubalgen?) verantwortlich sein kann.

Ich habe immer mal wieder Anflüge von verstärkten Grünalgenbelägen und habe mir jetzt ein Fotometer bestellt um endlich mal den Kaliumgehalt genau messen zu können. Habe den Verdacht, daß es sich über die KNO3-Düngung kumuliert (der A.Gabriel Test zeigt eine starke Trübung, läßt sich aber so schlecht einschätzen, daher jetzt das Fotometer).
Alle anderen Werte sind eigentlich top...

Habt Ihr da Erfahrungswerte?
schöne Grüße
Volker
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Postby Arami Gurami » 04 Oct 2010 13:37
Hallo Volker,

auf den Wuchs von Staubalgen oder grünen Scheibenbelägen haben viele Faktoren Einfluss. Darunter fallen vor allem die Lichtsituation (starkes Licht scheint das Algenwachstum zu begünstigen), die Konkurrenz der verschiedenen Biofilme (in eingefahrenen Aquarien mit einer stabilen Mikroflora ist das Problem weniger vorhanden, als bei Becken in der Einfahrphase) und Ungleichgewichte in der Nährstoffsituation. Meine persönliche Erfahrung ist die, dass bei extrem hohen Kaliumgehalten die Scheiben eher zum Vergrünen neigen. Grüne Scheiben und Hardscape lassen sich jedoch durch geeigneten und ausreichenden Wirbellosenbesatz (Geweihschnecken!) sehr gut in Schach halten.

Ich würde aber den Satz verneinen, dass Kalium an sich etwas sehr Böses ist und ganz allein für das Wachstum sämtlicher Grünalgen-Arten verantwortlich ist. Es gibt durchaus Aquarien, die auch mit hohen Kaliumgehalten funktionieren (zum Beispiel nach dem Prinzip des Estimative Index). Oder andersherum: Auch in Aquarien mit einem geringem Kaliumgehalt können Staubalgen auftreten. Letzten Endes kommt es auf die Verhältnisse der verschiedenen Makronährstoffe untereinander an.
Liebe Grüße,
Aram
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Postby java97 » 04 Oct 2010 13:45
Hi, Aram!

Hast Du ein Fotometer? Welche Werte siehst Du als optimal an?
schöne Grüße
Volker
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Postby SvenD73 » 04 Oct 2010 13:49
Hi Volker,

kann ich so auch bestätigen. Idealer Kaliumwert gibts wohl kaum, als grobe Richtlinie 5-20 mg/l, kann in jedem
Becken anders sein.
Gruß Sven
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Postby Sash » 04 Oct 2010 14:04
Hallo,

das wird dir zwar nicht helfen, aber ich habe genau das gleiche Problem mit den Staubalgen und frage mich nun ob ich zuviel Kalium eintrage, da sowohl in meinem AR Macro Basic NPK als auch im Ferrdrakon Kalium enthalten sind.

Vllt. werde ich demnächst von AR mal den reinen Nitrat Dünger testen und PO4 Seperat mittels Salz von Tobi anmischen.
Laut Nährstoffrechner bringe ich momentan ca. 2,29 mg/l Kalium täglich ein, was auf die Woche gerechnet dann 16,03 mg/l ergibt und eigentlich doch noch im grünen Bereich (bei wöchentl. TWW von 50%) sein sollte, oder?

Leider kann ich Kalium auch nicht messen, und kenne meinen Verbrauch somit nicht :(


Viele Grüße,

Sascha
Grüße aus dem Norden,
Sascha
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Postby Arami Gurami » 04 Oct 2010 15:29
Hi zusammen,
ich würde das Kalium ungefähr so hoch setzen wie das Nitrat. Ich teste das Kalium übrigens mit dem Test von Anton Gabriel :D .
Liebe Grüße,
Aram
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Postby channaobscura » 04 Oct 2010 15:41
Hallo Volker,

hast du den Test von Anton mal mit Verdünnung der Probe versucht? Möglicherweise ist die Ablesung dann besser möglich. Zum Beispiel 1:1 mit dest. Wasser verdünnen und das Ergebnis dann mit 2 multiplizieren.

Viele Grüße,
Werner
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Postby DrZoidberg » 04 Oct 2010 16:01
Hallo Volker,
da muss ich mich einfach ranhängen. :bier: Seit unserem letzten Kontakt bin ich die grünen Scheiben auch nicht losgeworden. :( Ich habe zwar keine Möglichkeit Kalium zu messen, teste dafür aber seit Samstag Tobis nahezu K-freien Stickstoffdünger. Noch kann ich keine Einschätzung dazu abgeben.

Gegen die hohe Kaliumkonzentration als Ursache für die Staubalgen spricht nach meinen persönlichen Erfahrungen, dass ich früher sogar noch Kaliumsulfat zusätzlich zum KNO3 gedüngt hatte und damals keine Probleme mit Staubalgen hatte.

Erst seit meinem Umzug (nur minimale Änderungen im Trinkwasser, da Umzug innerhalb Bremens erfolgte) habe ich dieses Problem. Allerdings nur im großen Becken, das unbesetze Nano bekommt deutlich weniger Wasserwechsel und muss so einige Düngeexperimente (z.B. 100mg/l NO3) über sich ergehen lassen. Trotzdem läuft es in Bezug auf Algen deutlich stabiler als der 10x größere Pott....? :bonk: Beide sind nahezu filterlos (im großen Becken nur ein 5cm Würfel Schaumstoff am Ansaugrohr), werden nur über die Wassersäule gedüngt, kräftig durchströmt, gleiche Düngerpalette, kräftige Beleuchtung... kurz und gut ich bin eigentlich völlig ahnungslos wie es dazu kommt.
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby SvenD73 » 04 Oct 2010 16:19
Hi @all,

dann sage ich auch noch mal was dazu :D . Als ich noch VE-Wasser mit Leitungswasser verschnitten habe, hatte ich
erheblich mehr Algen. Jetzt, wo ich reines VE-Wasser mit Duradrakon aufhärte und überhaupt kein Leitungswasser
mehr verwende, sind die Algen (Faden, Pelz + Staub) bereits fast auf Null. Ich habe das Gefühl, dass in unseren
Leitungswässern Zuegs drin ist, was vielleicht nicht angegeben wird, bzw. wir und unseren Standarttests
nicht nachweisen können, was die Algen begünstigt.

Ich kann auch jetzt fett oder mager düngen, die Algen sind kontinuierlich zurück gegangen, egal, was ich gemacht
habe.
Gruß Sven
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Postby java97 » 04 Oct 2010 16:50
Hi!

@ Werner:
Das werde ich vielleicht mal ausprobieren aber das Fotometer ist jetzt eh unterwegs. Danke für den Tipp.

@ Christian:
Ich hatte schon fast vor, Dir deshalb eine PN zu schreiben, habe dann aber doch einen Thread draus gemacht und gehofft, daß Du Dich da "reinhängst"... :wink: Eigentlich schade, daß Du keinen Zusammenhang zum Kalium siehst...aber das wäre vielleicht auch zu einfach?? Ich werde trotzdem versuchen, meinen Kaliumgehalt kontrolliert zu senken und schauen, was passiert. Es ist ja nicht so, daß ich ständig und massig Staubalgen an den Scheiben habe aber ich muß schon regelmäßig ran und die Frontscheiben reinigen...

@Sven:
VE Wasser benutze ich auch ausschließlich nur mit Duradrakon und wenig Gips und PMS auf ca. GH 5 und KH 3 aufgehärtet. Und trotzdem...
schöne Grüße
Volker
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Postby SvenD73 » 04 Oct 2010 16:56
Hmmm, mir fällt dazu nur noch eins ein: Das Aquarium....unendliche Weiten :D

Es gibt so viele Möglichkeiten und Ursachen, Lösungen die bei einem funzen, beim anderen nicht. Das kann doch kein
Zufall sein. Irgendiwe muss es doch Erklärungen geben :(
Gruß Sven
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Postby Skout » 04 Oct 2010 18:37
Bei auch so mit den Algen und Kalium.
Egal was der Kaliumtest dann anzeigt due wirst die Kaliumnitratzufuhr, sprich Kaliumnitratzufuhr mit Urea + Magnesiumnitrat zum Teil ersetzen müssen.

Musst dich an deinen optimalen/minimalen Kaliumwert herantasten.
Viele Grüße,
Alexander
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Postby Arami Gurami » 04 Oct 2010 18:52
Hiho,
ich würde empfehlen auf den AR NPK nach E.I. umzusteigen, da ist nicht soviel Kalium drin.
Liebe Grüße,
Aram
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Postby java97 » 04 Oct 2010 18:57
Hi, Alexander!

Nee-nee, ich werde nicht auf (fast) blauen Dunst die Kaliumzufuhr reduzieren sondern erst dann, wenn ich das Kalium vernünftig messen kann. Nur so kann ich das ganze kontrolliert von statten gehen lassen. Ich werde entweder Tobis Kaliumarmen Stickstoffdünger testen (wenn er mich lässt) oder aus Magnesiumnitrat und Calciumnitrat selbst was mixen. Vor Urea (ist ja auch in Tobis Variante enthalten) habe ich allerdings ein wenig Respekt...führt das nicht unter Umständen auch zu Staubalgen??
schöne Grüße
Volker
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Postby java97 » 04 Oct 2010 19:01
Arami Gurami wrote:Hiho,
ich würde empfehlen auf den AR NPK nach E.I. umzusteigen, da ist nicht soviel Kalium drin.


Hi, Aram!

Meinst Du den NPK Spezial Licht?
Da ist in etwa genau so viel Kalium wie in KNO3 drin und für meine Bedürfnisse zuviel PO4.
schöne Grüße
Volker
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