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Postby Biotoecus » 28 Jul 2018 15:10
Moin,

nach drei Wochen EL Alg Exit nach Anleitung sieht es immer noch finster aus





Habe jetzt auf Femanga " Algen Stopp! General" umgestellt.

Wächst alles gut nur die Grünalgen nerven.

Beste Grüße
Martin
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Postby -MerlyN- » 29 Jul 2018 13:53
Hi.

AlgExit wirkt gut gegen Fadenalgen.
Gegen Haaralgen kann es dagegen nichts ausrichten.

Solange aber das Nährstoffungleichgewicht, das zum Algenwuchs führt, nicht behoben wird, kommen die Algen immer wieder, egal was für ein Mittelchen du da rein kippst. Alle Algenvernichter sind nur Symptombekämpfer.
Wenn du die Algen dauerhaft los werden willst, musst du die Ursache ermitteln und korrigieren.

Fadenalgen treten zum Beispiel bei einem Kaliumüberschuß und gleichzeitigem Nitratmangel auf. Haaralgen dagegen wachsen gut bei zu geringem Phosphatwert.
VG,

Merl
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Postby Biotoecus » 29 Jul 2018 16:26
Moin,
sehr interessant das mit den Ungleichgewichten der Nährstoffe.
Hier mal die Wasserwerte der letzten 2 Monate.
pH 6,4
KH 2
GH 8

Ca 35
Mg 14

Fe 0,05 - 0,1
NO3 15-25
PO4 0,05 - 0,3

K folgt.

Beste Grüße
Martin
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Postby Haeck » 29 Jul 2018 18:38
Moin Martin,

Mit wieviel Lumen/ l und fuer wieviel Stunden wird das Becken/d beleuchtet ? Becken frisch aufgesetzt (ca. 1 Monat), korrekt ?

Lg
André
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Postby Biotoecus » 29 Jul 2018 21:17
Hallo André,

Beleuchtungszeit:
Mo-Do 14.30-20.30 Uhr
Fr-So 11.00 - 20.30 Uhr

Lumen derzeit etwa 45 pro Liter.

Aufgesetzt Anfang Juni.

Beste Grüße
Martin
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Postby Haeck » 30 Jul 2018 05:39
Hallo Martin

Ohne die tatsaechliche Beckenhoehe zu kennen, vermute ich zunaechst, ein durch die (starke ?) Lichtintensitaet und die derzeitge Beleuchtungszeit verursachtes Naehrstoffungleichgewicht. Eine vermutlich nicht funktionierende Beckenbiologie leistet ihr uebriges. Reduzier die Beleuchtungszeit auf maximal 6 Stunden/Tag, halte den Algenentferner vom Becken fern, und versuch die Beckenbiologie durch Animpfung, wenn nicht bereits geschehen, in Schwung zu bringen. Stehen dir Starkzehrer aus einem eingefahrenem, biologisch intaktem Becken zur verfuegung ? Das Absammeln der Algen und erhoehte Wasserwechsel (2x 50% woechentlich), koennen solche Becken in die richtige Richtung schieben, was jedoch, wie hier bereits unzaehlig demostriert wurde, kein Garant ist. Die Beckenbiologie und ein passendes Naehstoffgleichgewicht sind gewichtiger.

Lg
André
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Postby nik » 30 Jul 2018 07:49
Moin,

Biotoecus wrote:Moin,

nach drei Wochen EL Alg Exit nach Anleitung sieht es immer noch finster aus

hm, in meiner Empirie habe ich eine hundertprozentige Erfolgsquote. Fabelhaftes Zeugs!
Allerdings verwende ich es nur bei Cladophora sp., da konnte sich die (nicht sonderlich konsequente) Anwendung schon mal vier, fünf, evtl. sogar sechs Monate hinziehen. Passiert mir aber vermutlich nicht noch mal, ich kann es jetzt besser. ^^

Das ist übrigens das was ich als Turbobecken bezeichne ...
... was weiters keine Rolle spielt. Eher im Gegenteil, üblicherweise steckt in den Köpfen, dass schnelles Wachstum ein Qualitätsmerkmal, günstig wäre. Das ist es nur insofern, alsdass leichter ein hohes Sauerstoffniveau erreicht wird. Nachteilig sind die wegen des starken Wachstums häufiger notwendigen Pflegeeingriffe.

Wächst alles gut nur die Grünalgen nerven.

Eigentlich bin ich ungeduldig, aber nicht so wie du und Grünalgen(, Rotalgen auch,) halte ich für keinen Anwendungsfall für Algizide.
Das Becken hat keine Clado ,Cyanobakterien kann ich auch nicht sehen, die finde ich nervig. Für mich ist das Becken soweit schön und die Grünalgen kannst du in so einem Becken wegdüngen. Das meine ich ernst.

Ist halt schon mal langwierig und trotz meiner Ungeduld mache ich sowas trotzdem mit. Deins mag langwierig werden, kompliziert ist es nicht. Was ich dazu zu bemerken hätte, die Blasenschnecken fehlen mir, auch am WE muss das mit 6h Licht laufen und ich würde mir eine leicht praktikable Düngung neben das Becken stellen. Mein Tipp wäre meine beschriebene Düngung, gleich mit Urea und Phosphat erst zugeben, wenn die Pflanzen meckern. Das fällt dir dann schon zeitnah auf obwohl du es vorher noch nicht gesehen hast. Und dann nimm es mal hin, dass es dauern kann. Ich schere mich um solche Algen schon lange nicht mehr.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby copalethri » 30 Jul 2018 11:22
nik wrote:...die Blasenschnecken fehlen mir...

...seh ich auch so - dabei bitte beachten, dass nennenswerte Levels von AlgExit im Becken exzellentes Schnecken-Exit sind... :shock:
Viele Grüße, Kay.
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Postby Biotoecus » 30 Jul 2018 17:31
Hallo an Alle,

eigentlich wollte ich gar nicht so ein großes Brimborium um dieses Becken machen.
Aber wie wir alle wissen muss das Sommerloch sorgfältig gefüllt werden. :bier:
Das ist mal wieder so ein "Spielbecken" von mir. Läuft nebenbei und irgendwie kann man ja bestimmt wieder was lernen und beobachten.
Also gleich vorweg: Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. :smile:

Das Becken hat 40/30(30cm also 36 Bruttoliter und wird mit sechs Cree LEDs beleuchtet.
Start irgendwann Anfang Juni dieses Jahr.
Die ersten vier Wochen war die Beleuchtung auf etwa 25 Lumen pro Liter runter geregelt.
An den Beleuchtungszeiten lässt sich nicht ändern, das hängt mit im gesamten Keller geltenden Beleuchtungszeit zusammen.
Die Intensität kann ich allerdings runter dimmen.

Die Pflanzenableger wurde alle hier von emersen Trieben genommen.
Als da waren:
Heteranthera zosterifolia
Rotala rotundifolia
Rotala sp. ''Nanjenshan''
Pogostemon erectus

Sand neu.
Filter JBL e401 voll mit Matten.

Das Becken am 9.7.18:

37671

Die erste Verwunderung waren das sich trotz größter Sorgfalt überhaupt mal wieder diese Algen eingeschlichen hatten.
Irgendwo ist also immer eine Möglichkeit mit den Paddelfingern verschiedenste Algen einzuschleppen.
In soweit habe ich mal geistig an so manches Posting einen "Vergiss-es" Zettel geklebt was da lautete: "Wenn Du nix reinbringst, ist auch nix drin" :lol:
Ich bin nicht in der Lage so sauber zu arbeiten dass ich nichts an Algen weiter transportiere´.

Da fing ich an EasyLive AlgExit zu verwenden. 6ml auf 36 Bruttoliter.

Am 28.7.18 (Nach Rückschnitt, Scheibenputzen und grobem Absaugen) sah das dann so aus:

37677

Ich wunderte mich warum nun ja gerade die Grünalgen nicht im entferntesten zurück gingen.
Nach drei Wochen hätten doch zumindest mal Ansätze von Eindämmung/Minderung zu sehen sein sollen.
Aber nöö. Nix.
Das war der eigentliche Grund für dieses Thema.

Also eine neue Pulle Fermanga besorgt und nun wird das eben so durchgezogen.
Animpfen aus anderen Becken oder mit Kompostschiet erspare ich mir mal.
Clados sind in meinen anderen AQ latent vorhanden und ich will mir da nun nix importieren was Nebenschauplätze eröffnet.

Die 7 Posthornschnecken die ich eingesetzt habe sind alle verendet. Aber schon vor der AlgExit Gabe.
Die wollen es nicht so weich und sauer.
Irgendwo vor mir im Panzerwelsbecken habe ich Blasenschnecken, OK ich klaube mal welche raus und siedel die um.

Nur damit wir den Faden nicht verlieren.
Mir geht es in erster Linie um die Wirkung der AntiAlgenMittel.
Sicherlich muss man die Beleuchtung und Düngung im Hinterkopf haben.
Das ist mal wieder so ein "Ich-will-mit-dem-Kopp-durch-die-Wand" Versuch und er wird auch nicht jedem gefallen.
OK. In dem Fall einfach weglesen, wegriechen oder wegbeamen. :bier:

Beste Grüße
Martin
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Postby Biotoecus » 30 Jul 2018 18:43
Hallo noch mal an Alle,

da ja hier auch auf "Nährstoffungleichgewichte" hingewiesen wurde würde mich natürlich auch interessieren wo diese bei meinen Wasserwerten sind:
pH 6,4
KH 2
GH 8

Ca 35
Mg 14

Fe 0,05 - 0,1
NO3 15-25
PO4 0,05 - 0,3

KH, GH und ph sind fix. Da geht der pH im Tagesgang um 0,5 Einheiten.
Ca und Mg sind ebenfalls konstant.
Fe, NO3 und PO4 sind hier als Durchschnittswerte der letzten 8 Wochen angegeben.
Das pendelt eben in diesen Größenordnungen.
Und ich habe täglich gemessen mit frischen Tests.

Frage: Welches Nährstoffungleichgewicht in diesem AQ begünstigt/fördert/lässt diese Grünalgen entstehen?

Beste Grüße
Martin
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Postby moskal » 30 Jul 2018 19:38
Hallo Martin,

mich würde die Wirkung von mehr P interessieren.
Ich höhre immer mehr von Leuten die sich beklagen, daß sie zwar wunderbar NO3 im Aquarium haben und auf einem ordentlichen Level halten können aber seit das Fischfutter wohl (fast)nichts mehr einträgt P ein wenig mehr im Auge behalten werden muß und im Gegensatz zu früher auch in nicht turbobecken zugedüngt wird. Fische sind ja bei dir keine drin also gibts so und so kein Futter aber NO3 ist ja recht ordentlich vorhanden. Also wäre ein wenig mehr P ein Versuch? Allerdings ist ja PO4 0,05-0,3 recht weit gefasst.

Ich finde übrigens nicht, daß Algenbekämpfungsmittel generell Unsinn sind weil sie nicht die Ursache für die Algen bekämpfen. Ich denke es gibt Situationen in denen es sehr hilfreich sein kann die selbigen einfach rauszubekommen um überhaupt was zu ändern und neuem ein Chance geben zu können.

Gruß, helmut
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Postby nik » 31 Jul 2018 07:26
Moin,
Biotoecus wrote:Frage: Welches Nährstoffungleichgewicht in diesem AQ begünstigt/fördert/lässt diese Grünalgen entstehen?

keins.

Habe ich im letzten Post versäumt zu erwähnen, warum mich Grünalgen, Rotalgen sowieso, nicht scheren. Ich muss schlicht und ergreifend nichts weiter tun als eine ständige und vollständige Nährstoffversorgung zu gewährleisten und dann erledigt sich das von alleine. Das kann auch mal dauern, funktionierte aber immer. Algen unterliegen auch einer Konkurrenz im Biofilm! Das wird gerne vergessen, so man das überhaupt auf dem Schirm hat und dann schaut man ersatzweise um so verzweifelter auf Nährstoffgehalte. Für die Galerie muss ich im Zusammenhang noch die Bedeutung der Geringfilterung erwähnen.

Mein Eindruck ist, insgesamt wird den einzelnen Nährstoffen in ihren für günstig angenommenen Gehalten zu große Bedeutung beigemessen. Mit Stickstoff kann man nichts kaputt machen, Hauptsache es ist genug. Sage ich mal 10 mg/l und wenn es 20 oder 30 sind, ist es auch gut. Der grassierenden Kaliumphobie kann ich mich auch nicht anschließen, ich kann einer K-Anreicherung (in einem gut laufenden Becken) keine allgemeinen, explizit negativen Erscheinungen zuordnen. Das ist genauso wie mit dem Volldünger, ein Becken muss(!) davon auch höhere Mengen vertragen können! Ich halte reichlicher SE für günstiger, auch da werden Phobien gepflegt, die ihre Ursache in der Qualität des Biofilms haben, nicht im Nährstoffniveau. Man kann, muss aber nicht, fett düngen. Deine Pflanzen sind schon als fett zu bezeichnen, mir schon zu mastig, das zu beeinflussen ist aber schon high sophisticated, ein nachfolgender Schritt und bezüglich des Erreichens eines gut funktionierenden Beckens nicht relevant.

Phosphat sehe ich sowieso anders, das sollte wegen seiner Bindungsfreudigkeit und resultierenden Fällungen möglichst nicht nachweisbar sein. Dem angenommenen Mangel von P kann ich mich schon gar nicht anschließen. Es hat hier im Flowgrow mein jahrelanges Pregeln gebraucht bis endlich von Einzelnen die Geduld, ja der Mut aufgebracht wurde P soweit in den Mangel laufen zu lassen, dass es auch tatsächlich einer ist und eine Pflanze das auch anzeigt. Die eindeutigen P-Mangelsymptome sind hier - der Wasserpflanzencommunity in D - faktisch unbekannt. Da kann man mir vom Phophatmangel gerne einen erzählen, ist idR. auch bei n.n. nicht der Fall. Da fasel ich ja auch von der P-limitierten Düngung, ist es aber nicht, denn wenn sich der Mangel zeigt, wird er sofort ausgeglichen. Es ist wegen der unerwünschten Bindungsfreudigkeit des P lediglich eine in P minimierte Düngung und das ist etwas anderes als das übliche Beseitigen des Zustandes von nicht nachweisbarem P, denn alles was mehr als n.n. ist führt geradezu zwangsläufig zu unerwünschten Nährstofffällungen und entsprechenden Nährstoffdepots. P = n.n. erweckt schlicht den falschen Eindruck von ungenügendem Phosphat und das stimmt in dieser Verallgemeinerung einfach nicht. Ich praktiziere die P-Stoßdüngung schon seit locker 20 Jahren und ich habe immer stärker den Verdacht, dass mir das einige Probleme erspart hat mit denen sich sonst häufiger herumgeschlagen wird.

Meine Kritik ist in diesem Fall, dass das Algizit schlicht überflüssig ist. Bei Algiziden gilt, keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Vor allem die belastende Wirkung auf den Biofilm stört mich. So wenig Algizide wie notwendig. ^^ Ansonsten bin ich bei Helmut, in bestimmten Fällen macht die Anwendung Sinn. Ich sehe da nur Cladophora spec. - und die ist nach der Anwendung von AlgExit auch völlig raus aus dem System, also nicht mehr irgendwie latent vorhanden, wie gerne kolportiert wird. Die latente Anwesenheit mag für manche Algen gelten, für einige ziemlich sicher nicht! Rotalgen z.B., Clado ist ganz sicher so eine, selbst kleinste Fitzelchen explodieren zwangsläufig in meinen Setups. Die war nie in einem erträglichen Rahmen beherrschbar - in meinen Becken blüht die Clado immer.

edit: und noch was: es wundert mich nicht sonderlich, dass das trotz deiner emersen Pflanzen nicht so gut und auch nicht algenfrei läuft. Ich habe das ja schon mal gemacht ein Aquarium ohne Biofilm, ohne Pflanzen einzufahren. Das erwies sich als grundsätzlich schwierig, weil eben eine aquarienspezifischere Mikroflora fehlte. Die musste ich erst über das flutende Einbringen für ein paar Tage von ein paar Stängeln aus einem funktionierenden Aquarium importieren, dann bekam das Richtung. Dein Algizid ist eine zusätzliche Belastung für den Biofilm. Du bekommst vielleicht die Algen weg, aber der Biofilm bleibt schwach - und anfällig. Die Pflegedosis Special Blend und Nite Out II erst einmal dauerhaft vorzusehen machte mehr Sinn. Wenn es optisch einwandfrei ist und stabil scheint, dann kannst du es weglassen.

Ich würde dir gerne ein gut funktionierendes Becken nahebringen, aber du wehrst dich - nun mit dem unsinnigen Algizid - und das Becken scheint mir eine gute Basis zu sein.

Amen

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Biotoecus » 31 Jul 2018 18:24
Moinsen :smile:

Helmut, das mit dem PO4 liegt natürlich am Zeitraum, den ich hier mit 2 Monaten angegeben habe.
Wenn ich also mal so ein paar Milliliter PO4 Dünger aus meiner Flasche zugesetzt habe dann ging das mal bis 0,3 mg/l hoch und flachte dann wieder runter auf 0,05mg/l. Da gabs dann mal wieder ein paar Milliliter usw.
Maximum eben 0,3 und Minimum 0,05 über die zwei Monate.
Ich denke das ist genug PO4.

Und es sind Fische drin!
1/1 Poecilia wingei "Blue Star" :D :bier:
(Von Elke W., damals noch die Originale aus Frankreich so um 2011 rum).
Es muss also umsichtig gehandelt werden in Sinne der Tiere! :roll: :lol:

Algizide sind mir von berufswegen nicht fremd und ich habe da eh keine Hemmungen.
Deswegen darf man nie aus den Augen verlieren, dass es hier immer noch um die Wirkung von handelsüblichen Algiziden auf eben dier´se komischen Algen geht.
Mittel 1 hat nichts gebracht.
Mal sehen wie sich Proband 2 schlägt (jetzt muss ich ne einigermaßen zackige Überleitung zu Nik finden und alles wird gut :grow: )

Tja Nik, und nun anwortest Du doch wieder auf eine Frage die nie Dir galt!
"Nährstoffungleichgewicht".
Ich habe nun nochmals nachgefragt was das ist.
Ich habe dies in der Vergangenheit getan und nie eine nachvollziehbare Antwort erhalten.
Aber dieses "Nährstoffungleichgewicht" (NUGG) ist immer dabei wenn es ans Algen erklären geht.
Und Nik, ans "wegdüngen" glaube ich immer noch nicht so richtig. Sorry für meine Ablehnung in der Sache.

Du weisst das Du bei mir keine dicken Bretter bohren musst, da ich in der Sache schon weiss das Du richtig liegst. :thumbs:

Nur bleiben immer noch Fragen über die man sich stellt.
Und so ist es eben hier.

Ich habe gerade eben 6 Liter Wasser abgesaugt und mit einem 6/8mm Schlauch dabei soviele Algen wie möglich entfernt.
Frischwasser gabs dann 3 Liter UOA und 3 Liter Leitung.

Damit einhergehend verringert sich dann ja auch schon wieder die Femanga " Algo Stopp! General" Dosierung von Wochenende.
Rund 1/5 der Wochendosis wäre ja wieder weg.
Da müsste ich heute dann ja eigentlich nachsdosieren.
Die Rechnerei erspare ich mir und setze die nächste Gabe Algen Stop auf Sonntag fest.
Wenn ich mir nun vorstelle, dass ich Morgen eh wieder diese fussligen Grünalgen absaugen werde kann man sich auch schon mal vorstellen wo hier Dosierungsempfehlungen und rechnerisch zugeführte Nährstoffe so landen.

Genau. Zielgenau voll am Arsch. :lol:

Animpfung fällt nun mal flach!
Ich ziele da auch mal auf andere Leute ab, die eben dieses nicht durchziehen können.
Bliebe also die Sache mit NiteOut und SpecialBlend.
Mein Aquarienhändler im O-Ton: "Habe ich aus dem Programm genommen weil wir nur Ärger hatten und das Zeug mal gut war aber nun nicht mehr zu gebrauchen ist!"
Und das Kerlchen haut solche Sachen nicht raus wenn da nicht Kennung hinter steht.

Man bedenke da auch immer die Kosten wenn es sich wie hier um das einzige 36iter AQ handelt.
(Ja, ich weiss, das ist ein vorgeschobenes Argument :cool: )

Wie auch immer.
Ich will nun die zwei Wochen mit Femanga durchziehen.
Es wird bedarfsgerecht nach den obigen Werten nachgedüngt.
Wenns wirklich dusselig läuft verliere ich ein paar Pflanzen.

Let it go. Dümmer kann man nicht werden. :bier:

Und vielen Dank für Eure Einschätzungen, Gedanken und Ideen!

Beste Grüße
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Postby Biotoecus » 05 Aug 2018 17:00
Moin,

jetzt mal die "Wasserstandsmeldungen" von heute.
Wasserwechsel bis Oberkante pH-Meter.
Fadenalgen so gut als möglich abgesaugt.
UOA Wasser aufgefüllt.
Aufgedüngt mit Preiss Mineral-Salz, Fe Dünger, NO3, Mg.
Kein Algizid zugesetzt.

Foddos:
37710

37709

37708

37707

37706

37705

Beste Grüße
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Postby nik » 07 Aug 2018 08:04
Moin,
Biotoecus wrote:UOA Wasser aufgefüllt.
Aufgedüngt mit Preiss Mineral-Salz, Fe Dünger, NO3, Mg.
Kein Algizid zugesetzt.

Das PMS taugt nicht als Basis einer Wasseraufbereitung. Keine Karbonate ist jetzt nicht so entscheidend, aber deutlich zuviel Mg. Das taugt vor allem um Mg anzuheben mit ein paar SE.

Es fällt mir schwer dir ein Aufhärtesalz zu empfehlen. Ich nehme als Basis für meine kleinen, mit demineralisiertem Wasser betriebenen Becken übrigens Volvic, das ist aquaristisch höchst geeignet. Wären bei deinem Becken 1-2 Flaschen.

Später ginge auch ein Aufhärtesalz von SaltyBee, wobei das weit über die üblichen Salze hinaus geht. Vom Konzept ist es geradezu spektakulär. Es ist in der Anwendung allerdings etwas unflexibel, denn es setzt wöchentliche Wasserwechsel von 20% voraus. Das erspart dafür den Volldünger, es wäre nur bei Bedarf Phosphat und Stickstoff (täglich Urea) zuzugeben. So richtig ausgetestet habe ich es noch nicht, d.h. ob die Düngung alleinig (plus P, N) für ein intensives Pflanzenbecken reicht. Ich nutze es zurzeit zusätzlich zu meiner in der Sig beschriebenen Düngung.

Gruß, Nik
nik wrote:
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