Willowmoos-Quellmoos

sanne76

Member
Hallo, mal ne Frage wo ist der Unterschied zwischen den Moosen,einer sagt es gibt keinen das ein und das selbe Moos,andere wiederum sagen da gibt es ein Unterschied.Es kann mir aber niemand sagen was davon stimmt.
Kennt sich den einer hier aus damit und könnte mir weiterhelfen.
MfG Sanne
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi

mit Moosarten ist es ja generell schwierig sie ohne wirkliches Fachwissen einer Spezies zuzuordnen. Viele Arten sehen unter anderen Wuchsbedingungen auch anders aus und so können schnell Verwechslungen eintreten.
Ebenso sind Mikroskopaufnahmen nur bedingt von Aussagewert, da hier ebenfalls genau gewusst sein muss worauf man achtet.

Was nun genau den Unterschied von Willowmoos und Quellmoos ausmachen soll weiss ich leider nun auch nicht. Hast du aber vielleicht mal ein Bildchen von deinem Moos ?

Grüße
Tobi
 

MasterChief

Member
Hallo,
auch wenns schon etwas älter ist, möchte ich hier mal folgendes Foto von "Fontinalis" zeigen. Da ich immer wieder gefragt werde, welche Arten bzw. welches "Willowmoos" es gibt, habe ich heute mal versucht ein möglichst gutes Bild davon zu machen. Leider wird auch immer wieder heimisches Quellmoos als Willowmoos angeboten, und das ist es definitiv nicht. Quellmoos (Fontinalis antipyretica) ist für den Einsatz im AQ nicht geeignet, wahrscheinlich aufgrund der andauernd höheren Temperaturen und niedrigen Strömungen.

Die Unterschiede sind deutlich. Links Willowmoos was bereits seit 6 Monaten in einem AQ bei durchschnittlich 23°C gehalten wurde, pH 7,7 / gh 4,4

In der Mitte ist das "Ausgangsmaterial" zu sehen, was ich aus Malaysia bekomme. Man sieht sehr schön wie es im Laufe der Zeit die wesentlich größeren Blätter bildet (links).

Damit niemand sagen kann, das wäre Stringymoos (es sieht ja wirklich täuschend ähnlich), habe ich rechts im Bild noch ein paar Fäden Stringymoos dazugepackt.


viele Grüße


René

 

diditsch

Member
Hallo,
MasterChief":ttbldr4g schrieb:
Quellmoos (Fontinalis antipyretica) ist für den Einsatz im AQ nicht geeignet, wahrscheinlich aufgrund der andauernd höheren Temperaturen und niedrigen Strömungen.
Meine Erfahrung zeigt etwas anderes. Ich habe Fontinalis antipyretica aus einem Bach im Bergischen gezogen und habe es über ein Jahr im Aquarium bei 24°C gehalten. Es wuchs sehr gut. Es hat sich auch nur geringfügig von dem sogenannten Willowmoos Fontinalis spec. "thai" unterschieden. Der Unterschied zu anderen Fontinalisarten wie F. hypoides oder zu Fontinalis antipyretica var. gigantea ist da wesentlich größer.

Gruß

Dieter
 

styro

Member
Hallo zusammen,

Ist vielleicht off topic, aber für Javamoos habe ich eine Seite, bei der selbst ich als Laie sehen kann welches Kraut ich (wohl) habe.... 8)

Link

Gruß

Georg
 

Heiko Muth (Sumpfheini)

Aquasabi Mitarbeiter
Teammitglied
Hallo Sanne,

soweit ich es bisher im www gesehen habe, steht der Name "Willow moss" (übersetzt „Weidenmoos“) für Fontinalis antipyretica, Quellmoos: http://www.killies.com/forum/viewtopic.php?p=4884#4884
. Das ist aber eine formenreiche Art, von der viele Varietäten beschrieben worden sind, und wenn das Moos, das als Willow moss aus Asien importiert wird, wirklich zu F. antipyretica gehört, ist es nur eine Form von vielen, wie auch die Form, die Dieter in einem Bach gefunden hat (wahrscheinlich gehört sie zu F. antipyretica var. antipyretica). Willow moss und Quellmoos sind eh nur Populärnamen, also nichts Verbindliches.

Die einzelnen Formen können unter gleichen Wachstumsbedingungen so große Unterschiede zeigen, dass man sie für verschiedene Arten halten könnte. Und wie Tobi schon geschrieben hat, kann sich das Aussehen ein und derselben Form je nach den Wachstumsbedingungen verändern.

Die schon genannte F. antipyretica var. gigantea und eine ähnliche F.-antipyretica-Form, die ich beide in stehendem Wasser gefunden hatte (ein Tongrubensee nördl v. Berlin und der Kalksee in Rüdersdorf b. Berlin), wachsen gut in meinem AQ (ca. 22-25°C), die erstere schon seit ca. 1997. Sie stocken aber im Wachstum bei CO2-Mangel. Eine Fließwasserform aus der Leine in Göttingen, die aussieht wie Dieters F. antipyretica, wuchs im selben AQ nicht gut. In Dieters AQ sind die Bedingungen (Nährstoffverhältn., CO2-Konz.?) für die Fließwasserform sicherlich besser.

Es gibt noch einige weitere Fontinalis-Arten, von denen aber bisher offenbar nur wenige in AQ's gehalten werden.
Mit F. hypnoides (Kalksee, Rüdersdorf b. Berlin) u. F. duriaei (F. hypnoides var. duriaei) aus dem Thermalteich von Tapolca (Ungarn) habe ich im selben AQ bisher auch gute Erfahrungen gemacht. Beide Arten (oder Varietäten?) sind zarter und schlaffer als F. antipyretica, die Blätter sitzen dichter, sind schmaler und nicht längsgefaltet

@René: Das mittlere Moos auf Deinem Foto habe ich ja von Dir bekommen, ich kann mit Sicherheit sagen, dass es keine Fontinalis ist, da die Blätter eine Mittelrippe haben (bei F. fehlt sie) und die Blätter zerstreut um den Stängel herum angeordnet sind (bei Fontinalis i.d.R. in 3 Zeilen). Mglw. gehört es zu Drepanocladus.

Gruß
Heiko
 
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