Welche Pflanze mag das sein und was stört sie?

Stefan_L

Member
Ich habe eine mir unbekannte Pflanze im Becken die sich vermehrt und ausbreitet jedoch bekommen die älteren Blätter erst braune Punkte die dann zu Löchern werden.
Kennt Jemand den Namen dieser Pflanze und kann mir einen Hinweis geben was die Ursache für die Löcher sein kann?
Anubia, Javafarn, Javamoos, Büschelfarn und Froschbiss wachsen problemlos und müssen regelmäßig entsorgt werden.



GH um die 15°
KH um die 10°
PH ca. 7,0
CO2 ca. 20 mg/l
Fe ca. 0,08 mg/l
K ca. 10 mg/l
PO4 ca. 0,3 mg/l
No3 ca. 8 mg/l
 

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Hi zusammen,

GH um die 15°
K ca. 10 mg/l
Bei einer Gh von 15° kann K=10 mg/l schon zu wenig sein.

Wie sieht denn der Calcium- und Magnesiumwert aus? Falls Du den nicht kennst, reicht auch die amtliche Wasseranalyse Deines Wasserversorgers.
 

Stefan_L

Member
Danke für die schnellen Antworten!

Das Berliner Leitungswasser soll 100 mg/l Ca und 10 mg/l Mg haben.

Ich habe zusätzlich 1 g/l MgSO4 zugesetzt um das Verhältnis Ca/Mg zu verschieben.
 
Hallo Stefan,

Ich habe zusätzlich 1 g/l MgSO4 zugesetzt um das Verhältnis Ca/Mg zu verschieben.

Stimmt diese Angabe genau oder hast Du 1g auf 10l hinzugefügt?
Bei 1g auf 1l hättest Du rund 100 mg/l Magnesium hinzugefügt, dann würde mich der Kaliummangel nicht wundern, weil Kalium und Magnesium bei der Aufnahme durch die Pflanze konkurrieren (d.h. je mehr Mg da ist, desto schlechter wird K aufgenommen und umgekehrt). Du hättest so viel Calcium und Magnesium im Becken, dass Kalium nur noch schwer durch die Pflanzen aufgenommen wird.

In Deinem Fall würde ich MgSO4 nur mit ca. 1,5 g - 4 g pro 10l Aquarienwasser zusetzen, wobei die 4 Gramm schon hoch angesetzt sind und Du Kalium dann auch auf mindestens 25 mg/l bringen solltest.

D.h. einen maximalen Wasserwechsel durchführen um die 100 mg/l Magnesium zu entfernen und dann auf obige Zielwerte aufdüngen.

Dieser Artikel fasst die Zusammenhänge nochmal sehr gut zusammen.
 

Stefan_L

Member
Hallo Stefan,

:tnx:

natürlich stimmen die 1 g/l nicht, 1 g / 100 l habe ich zugesetzt.

Also die Mg- Gehalt von 10 mg/l um satte 1 mg/l erhöht :lol: also deutlich zu wenig.

Ich werde mal auf ca. 25 mg/l Mg gehen und abwarten.

Das wären dann für die ca. 250 l im Becken 37,5 g MgSO4 bei 10 mg/l Ausgangswasser sofern die Angabe 1 g MgSO4 enthält 100 mg Mg zutreffend ist..
 

Frank2

Active Member
..womit bewiesen wäre dass es kein K-Mangel ist sondern, wie vermutet, Mg.

Bei einer Gh von 15° kann K=10 mg/l schon zu wenig sein.

Nein. Weil bei größerer GH das Verhältnis von 2/1 Mg/ K nicht korrekt ist. Hier wächst Hygro. P. auch bei Verhältnissen von 5/1 noch hervorragend.
Hier würde auch K von 5 reichen. Locker. Mg dann Minimum 10, besser etwas mehr....

Grüße
Frank
 

Andreas S.

Member
Hallo!
Dieser Artikel fasst die Zusammenhänge nochmal sehr gut zusammen.
Da wäre ich vorsichtig. Ich halte die folgend zitierten..."Zusammenhänge" für unrichtig.
Zitat: "(...) Da viele im Wasser gelöste Metall-Ionen um die Nährstoffaufnahme der Wasserpflanzen konkurrieren, wird in den Berechnungen der Verhältnisse der Makronährstoff Kalium (K) hinzugefügt (...)"
Den Satz kann ich schon rein logisch nicht nachvollziehen. Ich kenne zahlreiche AQen, die ohne K-Düngung auskommen (vermutlich ist dann aber K im TWW-Wasser, wer weiß). Die Pflanzen "stehen"trotzdem gut. Zudem muss kein K hinzugefügt werden, um einen Metall-Ionen-Antagonismus zu vermeiden, da sich K pflanzenphysiologisch sehr reaktionsträge verhält. Allenfalls mit Ca und Mg interagiert es. Mit denen allerdings: ungemein.
Und "...modern" ist der ..."Ansatz" (2:1:0,5) auch nicht. Vielleicht in der Hobbyistik, mag sein- ansonsten eher ein alter Hut.
Vielleicht kann jemand schreiben, seit wann das dortige "Verhältnis" bei AquaSabi Einzug hielt!?
Gruß, Andreas
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo, wenn man regelmäßig düngt, sollte kaliummangel kein thema sein.
Wer aber schonmal bei wachtumsstockungen ohne staubalgen an den scheiben kalium solo gedüngt hat, und die pflanzen losgeschossen sind, der weiß, das alle theorie/formeln und regeln grau sind :besserwiss:
Nach dem motto, rechnerisch müßte genug da sein, is es aber nicht :sceptic:

Chiao moni
 

Frank2

Active Member
Hallo Moni

wenn man wie ich und Du mit V30 düngt und in den niedrigen Mengen, die man davon benötigt, reicht K nioht aus.
Wenn kein KNo3 hinzukommt macht es Sinn bei jedem WW mit K solo das Wechselwasser aufzudüngen. Aber nicht auf 10 oder 20 oder was weiß ich was für Werte, in den allermeisten Fällen reicht ein Wert von 3-5 aus, ganz sicher bei durchschnitlicher Beleuchtung (und ich glaube auch bei stärkerer ist dem so) ! Selbst K-Zeigerpflanzen, wie die angesprochenen Hygros oder auch Javafarn, zeigen dann keinen Mangel an.
Insofern stimmt es schon dass K-Düngung zu einem Schub führen kann bei etlichen Pflanzen.
Aber hier ist bereits K=10 vorhanden, da macht eine zusätzliche K Düngung keinerlei Sinn.
Das Problem hier ist möglicherweise, das relativ bereits zuviel K vorhanden ist. Hierdurch kann es zu Pseudomagn.-und Ca.-mangelsymptomen kommen.
Eine Anhebung von Mg kann Besserung bringen. Die Frage ist nun, ob man bei einer GH von bereits 15 ewig viel Mg reinschütten will, um Ca/Mg auf 2/1 zu bringen. Das ist nicht notwendig Eine Anhebung Mg auf 20-25 hier aureichend, ggf bringt man K sogar noch etwas runter.
Die hier abgebildete Hygro P. scheint ein frischer Kopfsteckling zu sein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das älteste Blattpaar hinüber geht bis sie wieder verwurzelt hat. Von daher darf man natürlich auch nicht zuviel hineininterpretieren in dieses Bild.

Und "...modern" ist der ..."Ansatz" (2:1:0,5) auch nicht. Vielleicht in der Hobbyistik, mag sein- ansonsten eher ein alter Hut.

ist dem so Andreas? Ich kenne dieses "enge" Verhältnis noch nicht sooo lange und ich halte es im übrigen auch nur für Becken für relevant, in denen sehr weiches Wasser (GH) verwendet wird. Hier würde ja ein weiteres Verhältnis Ca/Mg zu absolut zuwenig Mg führen, ergo muss die Spreizung geringer sein wie in einem mittelharten oder harten Wasser (GH) da hier auch bei 4/1 (Ca/Mg) absolut ausreichend Mg vorhanden ist und es dennoch zu keinen antagonistischen Problemen kommt. Dieses "alte" Verhältnis ist ebenso korrekt aber für sehr weiches Wasser eben einfach ungeeignet. Insofern würde ich hier schon in "alt" oder "neu" unterscheiden. Aber man muss dann noch einen Schritt weitergehen und sich die GH des jeweiligen Beckens konkret anschauen. Und da gibt es dann Spielräume und schematisches Denken führt nicht weiter. Aber genau das machen viele.... (bist damit natürlich nicht gemeint).

Ansonsten stimme ich Dir zu.
Grüße
Frank
 

java97

Active Member
Hallo Frank,
schöner Beitrag! :thumbs:
Angegregt von der Diskussion hier habe ich gestern nach Ewigkeiten mal wieder Kalium gemessen.
Lag bei ca. 1mg/l...
Erstaunlicherweise wuchsen selbst da die Pflanzen noch. Nur die Hygroph. Polysp. wollte nicht mehr so recht....nun weiß ich auch, warum... :wink:
 

Plantamaniac

Well-Known Member
Hallo, bei wasserpanscher at. Steht auf der seite,

Zitat sinngemäß
5mg/liter kalium werden in 3 tagen verbraucht.
10mg, machen sich gereits als staubalgen bemerkbar.
--------
1. Sind die 10 mg ruckzuck weg
2. Glaub ich das nicht, wenn er keine staubalgen hat.

Chiao moni
Ähm, ich dünge eigentlich nur becken über 54 liter mit dennerlesystem. Die kleinen sind schlecht zu dosieren. Und alle becken bekommen zusätzlich alles was der düngerschrank hergibt, je nachdem was augenscheinlich fehlt :sceptic:
Das dennerlesystem ist für meine bedürfnisse aber immernoch die beste und zuverlässigste grundlage.
Ich blicks einfach nicht, wie ich mit anderen düngern, egal welche das gleiche ergebnis erziele.
Vielleicht passt er einfach am besten zu meinem wasser?
 

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