Wasserwechsel erleichtern

HeWa471

Member
Hallo,

ich überlege aktuell wie ich den Wasserwechsel meines 250l Aquariums noch einfacher gestalten kann.

Wie mache ich es bisher:
* 10m Gartenschlauch mit Gardena Anschlüsse von Bad bis Aquarium.
* Zum Absaugen des Wassers eine Mulmglocke mit Schutzgitter und Rücklaufventil angeschlossen.
* Zum Wasser einlassen nutze ich eine einfache Gartenbrause.

Meine Überlegungen:
* Ist es nicht besser das Wasser unter der Wasseroberfläche einzubringen um weniger CO2 auszutreiben? Oder ist die Brause sicherer um ggf. Chlor auszutreiben? (Stimmt das überhaupt?)
* Womit kann ich das Wasser im Aquarium absaugen und einlassen ohne etwas zu wechseln? Die Tiere dürfen natürlich nicht angesaugt werden können.
Also eine Mulmglocke mit Gitter aber ohne Rücklaufventil wäre da für mich ideal.
Und einen Absperrhahn nahe der Mulmglocke um das Wasser dort abstellen zu können.

Kennt ihr so eine Mulmglocke oder habt ihr noch weitere Ideeen?
Wie macht ihr es denn bei großen Aquarien?
 

Andreas M

Member
Hi,

ich wollte das ganze "kinderfest" und praktisch gestalten.

Also beschleunige ich das Absaugen mit einer externen Pumpe die ich an einem IKEA-Wagen montiert habe. Der Ansaugschlauch ist fest am Wagen und wenn ich genug abgesaugt habe schalte ich die Pumpe aus, hebe den Saugschlauch an damit er Luft zieht und lasse einen Meter Luft einlaufen. Dann schließe ich schnell das Ventil hinter der Pumpe am Ablaufschlauch. So bleibt genug Wasser vor der Pumpe im Saugschlauch stehen um beim nächsten mal "selbstansaugend" zu sein. Einfach Pumpe an und Ventil wieder aufdrehen.


Das Bogenrohr ist verlängert damit es bei großem WW bis auf den Boden reicht. (Die Länge war ursprünglich durch Verschieben verstellbar aber dann zieht es etwas Nebenluft und so habe ich es mit selbstvulkanisierendem Gummiband abgedichtet) Zum wegräumen wickle ich den Saugschlauch um den Wagen und hänge das Bogenrohr an IKEA-Küchenhaken auf die ich auch am Wagen festgeklemmt habe.

Ich habe außerdem zwei von diesen EHEIM Gitterkappen für den Sauger, die eine leer, die andere mit etwas blauem Filterschwamm gefüllt. So kann ich ggf. auch Jungtiere vor der Rutsche bewahren.


Der Ablaufschlauch ist fest am Küchensyphon angeschlossen und im Unterschrank der Spüle aufgerollt. Beim Trennen des Ablaufschlauchs von der Pumpe genügt ein Lappen um etwas Altwasser aufzunehmen. Wenn man regelmäßig wechselt entsteht nur wenig Gammel im Schlauch, keine Gerüche o.ä.

Mulm sauge ich -wenn überhaupt- klassisch mit Schlauch und Eimer, mehr als 5 Liter kommen da nie zusammen.

Im Unterschrank ist auch meine Osmose nebst Thermostat und Abwasser-Wärmetauscher. Mit dem wärmeren Wasser vermeide ich speziell im Winter starke Temperaturschwankungen im Becken, erhöhe spürbar den Durchsatz der Osmose und durch den Wärmetauscher habe ich nur kaltes Abwasser.

Der Unterschrank ist auch so mit Leisten ausgestattet, dass das Wasser bei einem Leck, egal wo, hochstaut und so zwei Wasserwächter Kalt- und Warmwasser direkt am Wandauslass schließen. Bis auf die eigentlichen Wandanschlüsse liegen alle Bauteile über dieser "Wanne".

Viel Aufwand aber das Wasser in diesem Stadtteil ist eher für Malawis als für Südamerikaner geeignet.


Ich kann das Wasser in einer Mietwohnung leider nicht im Fass vorbereiten sondern mische "Just in Time" das Osmosewasser beim Einfüllen mit Leitungs- oder aufgesalzenem Wasser. Probleme mit Gasblasenkrankheit hatte ich bisher nicht. Nicht optimal für die Fische aber da hat die Familie einfach Vorrang.

Der Spülenschrank ist verschlossen und der Wagen verschwindet im Putzraum zwischen Meister Proper und Getränkekisten, so kommt mein Sohn weder an Testchemikalien noch an Wasserhähne.

Vielleicht etwas "over-engineered" aber für mich die beste Lösung und sie funktioniert auch stressfrei wenn mein Sohn dabei "hilft" ;-)

HTH,
Andreas
 

Biotoecus

Active Member
Moin,

omega":1bcc7fmd schrieb:
Hi,

Andreas M":1bcc7fmd schrieb:
Nicht optimal für die Fische aber da hat die Familie einfach Vorrang.
nichts für Ungut, aber eigene Bequemlichkeit vor Fischgesundheit?

Grüße, Markus

Bei mir im Keller steht ein 200 Liter Fass für Permeat.
Dadrin ist eine einfache Tauchpumpe für nen Fuffi.
Das Wasser ist für alle AQ, da wird nix vorgemischt .
Permeat- und Leitungswasseranteil wird im Becken selbst gemischt.
Düngesalze werden im Becken verabreicht.
Kann man garnicht anders händeln bei 20 Becken.

Beste Grüße
Martin
 

Andreas M

Member
omega":3rrdewhm schrieb:
Hi,

Andreas M":3rrdewhm schrieb:
Nicht optimal für die Fische aber da hat die Familie einfach Vorrang.
nichts für Ungut, aber eigene Bequemlichkeit vor Fischgesundheit?

Grüße, Markus

Mmm ... ich finde der wertfreie Begriff des Pragmatismus ist hier angemessener als "eigene Bequemlichkeit". Es stellt sich also die Frage, ob eine pragmatische Herangehensweise angemessen ist oder ob man die reine Lehre befolgen sollte.

Da meine Erfahrungen mit dem Mischen im Becken bisher keine nachteiligen Ergebnisse erbracht haben steht unter pragmatischem Blickwinkel der Fischgesundheit gar nichts im Wege. Insofern entsteht kein Konflikt weil hier nichts vorgeht und nichts zurück steht. Es mag hochempfindliche Arten geben auf die das nicht zutrifft aber offensichtlich halte ich die nicht.

Die "reine Lehre" mag sein, sich entweder für "Kind und kleine Wohnung" oder "Tierhaltung" zu entscheiden. Meine gewonnene Erfahrung, dass das bei umsichtiger Herangehensweise aber problemlos vereinbar ist zeigt mir, dass die Theorie in diesem Fall nicht greift.


HAND,
Andreas
 

Matchbox

Member
Moin,

ich hatte mir mal ein System gekauft, was man direkt an einen Wasserhahn anschließen kann. Dieses System besteht eigentlich nur aus einem Absperrhahn und Schlauch.

Das System wird an den Wasserhahn angeschlossen. Der Schlauch kommt ins Aquarium. Durch den Absperrhahn bestimmt man die Fließrichtung des Wassers. Somit kann man also entweder Wasser aus dem Aquarium ansaugen, oder welches hineinpumpen.
Sehr simple und kein Schmodder mehr im Mund :)

Leider weiß ich gerade nicht mehr wie es heißt.

Viele Grüße

Claas
 
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