UVC-Klärer: Bedeutung der Wattstärke

kunzi

Member
Hallo zusammen,

dadurch dass ich seit einer guten Woche starke Trübung im Becken habe, und heute sogar einen Grünstich feststellen muss, hab ich natürlich versucht mich zu informieren, was man da tun kann oder sollte.

Einer der wohl schnellsten und sichersten Möglichkeiten wäre wohl ein UV-C- Klärer. Meine Frage was kann man z. B. mit einem 5 Watt oder einem z. B. 18 Watt KLärer anfangen, was sind die Unterschiede?

Ist das von der Wassermenge abhängig?
Würde ein schwacher genauso wie ein stärkerer funktionieren?- Muss dieser dann nur länger Laufen, bis das Problem bewältigt ist?

BTW: Würde vllt jemand einen verleihen?

lg Sebastian
 

flashmaster

Member
Hy Sebastian

wie groß ist dein Aqua?

Also ich kann dir nur aus eigener Erfahrung berichten ,
ich hatte an meinem 480er vor 3-4 Jahren mal einen 36W UVC hängen , damit war die Trübung innerhalb 2-3 Tagen Geschichte
Inzwischen habe ich nur noch einen 8W Klärer mit ner T5 UVC , er geht auch (durfete ich beim Neuaufsetzen im November testen :D ) aber brauchte wesendlich länger das große Becken klar zu bekommen .
Die Trübung war da aber auch absolut heftig , siehe Bild unten
ich habe von November bis Februar probiert die Algenblüte so in den Griff zu bekommen ,
große Wasserwechsel hintereinander von ungefähr 90% , und alles mögliche weiter ,
keine Chance , nach 3 Tagen sah das klare Wasser wieder so aus wie auf dem Bild .
dann hab ich halt das Becken einen Monat so laufen lassen weil es ja heist , die Algen würden irgendwann von allein zusammenbrechen , der Monat hat scheibar nicht gereicht
da ich den 36W UVC verkauft hatte , weil er einfach zu groß für meinen Unterschrank war , habe ich mir dann im Februar wieder einen UVC geholt , da Geldknappheit usw. hab ich den 8W genommen , den ich günstig gebraucht bekommen hab .
er hat zwar fast 14Tage gebraucht bis das Wasser richtig klar blieb , aber er hats gepackt :)

wichtig ist meiner Meinung nach auch den Durchfluss etwas runter zu setzen , das das Wasser nicht "zu schnell" an der Röhre vorbei rauscht ;) , vorallen bei kleineren UVC`s
also mein Fazit :
ein kleiner reicht zwar auch , aber wenn ich mir wieder einen kaufen müsste würde ich einen Größeren mit min. 18W nehmen .
 

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Biotoecus

Active Member
Hi Bryan,

warum fragst Du nach der Beckengröße wenn es doch um die Leistung das UVC geht und der damit zusammenhängenden Durchströmung?

Beste Grüße
Martin

PS: Die grüne Suppe bekommt man auch mit ein paar eleganten WW in den Griff.
 

flashmaster

Member
Hy Martin

ganz einfach , je größer das Becken um so länger dauerts mit nem kleineren UVC , wenn er denn überhaupt reicht
, deswegen meine Frage nach der Beckengröße.
und ich kann meine Erfahrungen nun mal leider nur an Beckengrößen in Verbindung der UVC Leistung ausmachen und daraus schließen .
ich sprach auch nicht von wissenschaftlichen fundierten Rechnungen , welche Leistung des UVC bei welcher Durchströmgeschwindigkeit besser ist , wobei dann trotzdem das Beckenvolumen eine Rolle spielt .
demnach müßte man die Vermehrungsrate der Algensporen bzw Bakterien auch noch mit einrechnen
wenn du es allerdings besser erklären kannst und die Leistung festlegen , warum tust du es nicht einfach ?



und mit paar "eleganten WW" ist es nicht immer getan , wie ich selbst leider feststellen durfte
es kann funktionieren , muß aber nicht
ich habe teils 4-5 mal 90% Wasserwechsel gemacht hintereinander und nach ein paar Tagen sah das Becken wieder genau so aus
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,

flashmaster":22offm7c schrieb:
ganz einfach , je größer das Becken um so länger dauerts mit nem kleineren UVC , wenn er denn überhaupt reicht , deswegen meine Frage nach der Beckengröße.
so ist es…

UVC- Auswirkungen folgen aus Durchflussgeschwindigkeit und Leistung/ Watt der UVC- Röhre.
Höhere Wattzahl = längere Röhren- maße = längerer Weg/Kontakt der mit entscheidend ist.
Zu kurze Kontaktzeit bzw. niedrige Bestrahlungswerte (was oft der Fall ist), werden nichts nützen.
Wenn die Bakterien sich schneller vermehren wie sie abgetötet werden kommt man schon ins grübeln.
Längere Laufzeiten :roll:
Ein besseres Biologisches Gleichgewicht ergibt sich glücklicherweise meistens von selbst wenn man nicht alles falsch macht,
(Grundregeln einhalten).
Diese natürlichen Abläufe werden dann der UVC- Röhre gutgeschrieben?
UVC- Licht ist ein Notbehelf aber kein muss, es geht auch biologisch.
Man kann auch nicht einfach Angabe-Werte aus anderen Aquarien eins zu eins übernehmen.
 

Biotoecus

Active Member
Hi,

ich kann in dem Zusammenhang nur mal De Bary verlinken:

http://www.debary.de/dba/web/index.php? ... 57&lang=de

Wenn ich nun noch weiter schnüffeln täte, dann würde es wohl daraus hinaus laufen, dass 5W oder 8W Geräte mal gerade so eben für Pumpen mit 200-300 l/h Leistung vorgesehen wären. Egal wie groß das Becken ist!

Beste Grüße
Martin
 

flashmaster

Member
Hy Martin ,
da geb ich dir auch recht , deswegen sollte man ja bei größeren Becken (meist auch größere Pumpen mit höherer Durchflussmenge) ja auch im Durchfluß begrenzen ,
nur dann ist halt die Frage , ob die Vermehrungsgeschwindigkeit der Bakterien/Algen , höher ist als die Menge die man durch den UVC abtöten kann .
wiederum sollte es keine Probleme geben , wenn ich ein 54l Becken mit einer 1500er Pumpe betreibe (was wiedersinnig wäre)
den Durchfluß soweit zu begrenzen das der UVC ordentlich arbeiten kann.
Da ich aber davon ausgehe , das hier die meisten die richtige Pumpengröße für ihre Beckengröße wählen , kann man aus der Beckengröße auch darauf schließen wieviel Leistung der UVC haben sollte oder? :)

Hy Kurt ,

Du hast recht , das Gleichgewicht im Becken sollte sich nach einer Weile von selbst stabilisieren .
Meist hat es auch immer funktioniert, einer der Gründe warum ich damals den ersten UVC auch wieder verkauft hatte ,
nur gerade im Großen hatte ich diesmal echte Probleme die Algenblüte in den Griff zu bekommen und nach 3 Monaten hatte ich dann die Schn.. voll und hab zum UVC gegriffen
und seit dem das Wasser klar war damit , ist das Problem auch nicht wieder aufgetreten .
Klar kann ein UVC die Stabilität im System nicht ersetzen , aber er kann helfen das Ganze zu beschleunigen :)

Auch hast du recht das man die Werte von einem Becken nicht ins andere übernehmen kann ,
deswegen habe ich ja auch geschrieben , das sind nur meine eigenen Erfahrungen die ich gemacht habe und ich würde auch keinen 8W UVC für ein 500l Becken empfehlen , nur das es gehen kann aber nicht muß :).
 

kunzi

Member
Hallo zusammen,

da ist ja schon einiges an Statements seit gestern zusammen gekommen. :wink:

Also erstmal anfangen:
Mein Becken hat die Maße 110x50x55 und ca. 10cm Sand als Bodengrund.
Der Filter war bis vor der Trübung nur mit Filterwatte bestückt, er hat eine Nennleistung von 950l/Std.
Nachdem die erste Trübung aufgetaucht ist, war mein erster Gedanke, Filter mehr bestücken, also gingen 2 Schaumstoffmatten dazu.
Wasserwechsel gleichzeitig, ganz normal ungefähr so 40% wie immer.

Nächster Tag kam die Trübung langsam zurück.
Nächster Gedanke: Die Schläuche sehen ziemlich zu aus, also abgebaut und gereinigt. Das war rein von der Verschmutzung auch dringends notwendig, da kam kaum noch Wasser durch...

Danach ca. 80-90% Wasserwechsel, am nächsten Tag wieder Trübung, und Tag für Tag dichter. Der aktuelle Zustand ist , dass man die hintersten Pflanzen kaum noch erkennen kann und evtl. ein Grünstich da sein zu scheint. Ich bin mir optisch aber nicht sicher, ob das von den grünen Pflanzen abstrahlt oder das Wasser selbst ist. Wobei bei den Wassertests die ich gestern machte, das Wasser in der Reagenz def. normal klar erscheint, aber da muss ja nix heißen.

Gestern hab ich Eisen, Nitrat, Ammonium, Nitrit, PH und KH gemessen.

Eisen n. n.
Nitrat ca. 20mg/l
Ammonium n. n.
Phosphat hab ich keinen Test mehr, wurde aber auch seit dem letzten WW nicht gedüngt.
PH 6,3
KH 8

Co2 ist nach Tabelle(also nach PH-KH) viel zu hoch, der Dauertest zeigt aber ein leicht hellgrün an, Fische machen auch keine unnormalen Verhaltensweisen. Wäre also möglich, dass Testungenauigkeiten sind, bzw. ein Test nicht mehr in Ordnung.

Naja, also nach den Tests, sind keine Werte recht hoch, speziell Nitrat und Ammonium sollten so in Ordnung sein.

Jetzt ist erstens die Frage, ist es eine Algen oder eine Bakterienblüte???

Die letzten Tage hab ich soweit ich Zeit hatte, recherchiert. Auch den Threat über die Grünwasseraquarianer gelesen.
Da kam es für mich so rüber, als wenn grundsätzlich ein Uvc-Klärer immer geholfen hätte.
Was tut man nun? Gibts neue Erkenntnisse dazu?

So, jetzt hab ich versucht auf die Schnelle zu erklären, wie ich zu der Frage nach der Stärke der Wattzahlen kam. Ist also nicht nur zur allg. Information gefragt, sondern schon da ich recht ratlos bin in meinem Fall, und nicht so recht weiß, wie, wo oder womit ich weitermache.

Was mich auch noch in Bezug auf die Wattstärke verunsichert, bei den Teichklärern sind schon bei unteren Wattstärken für mehrere Tausend Liter angegeben. Das bringt schon ziemlich durcheinander...

lg Sebastian

PS: Wäre nach wie vor toll wenn sich jemand bereit erklären würde, einen Klärer zu verleihen. Einzelheiten deswegen(Porto, Leihgebühr)sind natürlich selbstverständlich. Sofern also - bitte per PN melden.
 

Olli2

Member
flashmaster":1bc27u06 schrieb:
Hy Martin ,
da geb ich dir auch recht , deswegen sollte man ja bei größeren Becken (meist auch größere Pumpen mit höherer Durchflussmenge) ja auch im Durchfluß begrenzen ,
nur dann ist halt die Frage , ob die Vermehrungsgeschwindigkeit der Bakterien/Algen , höher ist als die Menge die man durch den UVC abtöten kann .
wiederum sollte es keine Probleme geben , wenn ich ein 54l Becken mit einer 1500er Pumpe betreibe (was wiedersinnig wäre)
den Durchfluß soweit zu begrenzen das der UVC ordentlich arbeiten kann.
Da ich aber davon ausgehe , das hier die meisten die richtige Pumpengröße für ihre Beckengröße wählen , kann man aus der Beckengröße auch darauf schließen wieviel Leistung der UVC haben sollte oder? :)

Mit zunehmender Nennleistung erhöht sich auch der Kontaktbereich zur Röhre, was das System eigentlich schon wieder so ineffektiv werden lässt, dass nur eine stärkere Pumpenleistung/Durchflussmenge Abhilfe schafft (Beispiel Teichklärer, die sicher nicht dadurch effektiver werden wenn man sie drosselt). Im Gegensatz zur Entkeimung sind Schwebealgen aber anfälliger gegen UV als z.B. Bakterien oder gar Viren, weshalb schon eine kurze Kontaktzeit reicht um sie zu schädigen.

Bei diesem Becken sollten 16 Watt locker ausreichen.
 

kurt

Well-Known Member
Hallo zusammen,

@ Martin
prima, schönes übersichtliches Datenblatt.
Ich selber habe noch ein Ausführung mit klaren Glaskörper im Pumpenkreislauf (abgeschaltet).
Die Röhre ist noch blitzeblank, spricht für sauberes Wasser. :D

kunzi":3h6pcwkp schrieb:
Mein Becken hat die Maße 110x50x55 und ca. 10cm Sand als Bodengrund.
@ Sebastian
Beachten…UVC -Röhren lassen in der Strahlungsintensität genau wie normale Neonröhren nach.
Ein gängige Röhre ist 15-Watt und würde reichen
Lebensdauer 8000 h
Glaslänge 378 mm
Durchmesser 26 mm
Strahlungsleistung 254 nm
Bei klaren Glaskörpern könnte man Schwebeteilchen beim Durchfließen sehen und die Pumpenleistung so einstellen
das die Durchflusszeit ca. 3 sek. Dauert, reicht für Bakterien / Algen.

Beobachtungen bei Bakterientrübung, bewusst kein UVC Einsatz.
Alles hat sich biologisch alleine geklärt, die verschiedenen Mikroorganismen (Populationen) passten sich an.
Es war zwar Zeit nötig,
die Wasserklärung selber fand dann plötzlich statt, fast von ein Tag zum anderen. :cool:
 

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