Umzug 240 l Becken

Hallo liebe Aquarianer,

ich habe mich bereits zu dem Thema in den anderen Foren durchgelesen, wollte aber trotzdem mal auf eure Expertenmeinung zurückgreifen:

Ich ziehe im März innerhalb von Köln (kurze Distanz) um. Ich habe seit 02/2021 eine 240 l Becken mit u.a. Neocaridina, Espei Keilfleckbärblingen und Kardinälchen und Schnecken. Ich habe in den bisherigen Foren verschiedene Aussagen über die Transportart gelesen:

1. die Tierchen in einem Zwischenbecken/-behälter lagern mit Teilen von Pflanzen, Untergrund und Filter, AQ komplett leer räumen und transportieren, am neuen Wohnort aufbauen, mit altem Kies und Teilen vom "alten" Wasser. Pflanzen einpflanzen. Einlaufphase. Tierchen überführen.
2. die Tierchen in einem Zwischenbecken/-behälter lagern mit Teilen von Pflanzen und Filter, Hardscape entfernen, Untergrund und Pflanzen mit einem Minimum an Wasser drinnen lassen, AQ mit einer möglichst stabilen Platte und 4 kräftigen Kerlen transportieren, am Wohnort wieder mit Hardscape und Wasser auffüllen und Tierchen unmittelbar überführen.

Bzgl den beiden Optionen habe ich ein paar Fragen:
zu 1.:
- Den Kies kann man jo sogesehen wiederverwenden, sollte ich an dem neuen Wohnort dann neuen Soil verwenden?
- Wie läuft die Einlaufphase ab, die Pflanzen müssen ja alle erstmal wieder neu anwachsen, ab wann kann ich die Tierchen überführen? Und wie lange können diese im provisorischen Becken verbleiben?

zu 2.:
- haltet ihr das für Realistisch vom Gewicht und Größe des Beckens? ich erinnere mich zumindest, dass das AQ schon im leeren Zustand sehr schwer war...
- Welche Transportplatte würdet ihr hierfür empfehlen?

Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen. Mir ist es wichtig, dass die Tiere möglichst heil und sicher überführt werden können.

Viele Grüße aus Köln,

Charlotte
 

WolfgangR

Member
Hallo Charlotte,

der Transport des Beckens unter Zuhilfenahme eines Transportbeckens halte ich für sehr riskant.
Ich würde das Becken profimäßig unter Zuhilfenahme von Transportsaugern an den Scheiben (ich kenne jetzt nicht den Fachbegriff dieser Teile, aber damit werden Aquarien von Profis immer getragen) transportieren.
Gruß
Wolfgang
 

Roby

Well-Known Member
Hi Charlotte

Ich würde zu Variante 1 raten - sehe keinen Vorteil 100kg statt 50kg zu schleppen, Bruch/Transport Risiko ist auch kleiner.

Transportsauger sind für ein 240er absolut nicht notwendig, so ein Becken wiegt leer ca. 50kg, mit Kies und Restwasser ca. 100kg (Variante 2) - beides kein Problem für zwei "mittlere" Personen.

Wichtig wäre es den den Filter laufen zu lassen und mit alten Filtermedien und altem Kies (2, 3 Kunststoffkübel) zu übersiedeln. Wenn das zügig erfolgt spricht wenig gegen eine sofortige Übersiedlung der Tiere bei Überwachung des Nitrit Wertes.

Soil ist eine gänzlich andere Fragestellung ...

LG Robert
 

omega

Well-Known Member
Hi,

Ich würde das Becken profimäßig unter Zuhilfenahme von Transportsaugern an den Scheiben (ich kenne jetzt nicht den Fachbegriff dieser Teile, aber damit werden Aquarien von Profis immer getragen) transportieren.
mein leeres 130x60x50 (LxBxH) habe die beiden Profis mit Gurtunterstützung längs unter'm Aquarium und über den Rücken umgezogen.
Sauger hatten die keine.

Grüße, Markus
 

Blechroller0

New Member
Hallo,

ich habe gerade einen Beckenwechsel hinter mir.
Fische in Mörtelwanne und laufenden Filter daran umgehängt. Sprudler dazugehängt
Pflanzen raus.
Becken (120x50x50, 10mm) mit Hilfe des Nachbarn die Treppe runter. Abends dann alleine mit etwas Gewürge auf den AQ-Schrank gewuchtet.

Ich habe neuen Bodengrund (Sand) genommen und etwas Mulmbaatz aus dem alten Bodengrund drüber gekippt. Dann mit den alten Pflanzen neu bepflanzt, ca. 20% des alten Wassers wieder rein und mit aufgehärtetem Osmosewasser mit gleichen Wasserwerten aufgefüllt. Fische wieder zurück, als das neue Becken halbwegs die Wassertemperatur der Mörtelwanne hatte.
Also trotz neuem Bodengrund keine Einlaufphase. Täglich 2x Nitirit gemessen; keine Nachweisbarkeit. Das ist jetzt 2 Wochen her. Pflanzen wachsen wieder, bei den Fischen keine Ausfälle.

Gruß

Olli
 

Craddoc

Active Member
Ich habe damals meinen Umzug mit einem Übergangsbecken gemacht. War eine gute Idee, wir haben das Becken nach 400km Umzug und zwei Treppenhäusern final am Rahmen der Zimmertür 2 Meter vom finalen Standort entfernt angehauen und eine Kante rausgeschlagen. Das neue Becken war dann erst 12 Wochen später da. o_O

Hatte in der neuen Wohnung glücklicherweise schon eine Woche vorher ein günstiges 60er aufgebaut, Fische und Pflanzen da drin zwischengelagert, den Filter in minimaler Stellung laufen lassen, dann entsprechend erst 3 Monate später das neue Becken bepflanzt, einlaufen lassen (den alten Filter als neue Becken, einen kleinen Eckfilter ins 60er) und dann alles umgesetzt. Für die Fische sicher stressig, 60cm sind für ausgewachsene Kongosalmler nicht gerade üppig, aber alles in allem hat es gut geklappt, obwohl die Fische final fast fünf Monate im Übergangsbecken bleiben mussten.
 

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