Moos aus Bach ... bitte Mithilfe bei Bestimmung

Zeltinger70

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Hi,

vorgestern als ich in einem ausgetrockneten Bachbett (eher ein dauerhafter Entwässerungsgraben für die umliegenden Felder) spazierte fand ich einen Rest vertrocknetes Moos.
Daheim angekommen gab ich es für zwei Tage in eine Schale Wasser.

Zu meiner Überraschung sah es heute aus als wäre es nie trocken gewesen.

Bevor ich es ins AQ setzte habe ich noch paar Fotos gemacht.

Ggf. kann von Euch jemand es bestimmen?

Eine Verdacht habe ich nach einiger googelei ... will aber niemanden in eine Richtung beeinflussen, deshalb behalte ich es derweil für mich.

Gruß u. Dank

Wolfgang
 

Zeltinger70

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Hi Dieter,

das könnte es auch sein,
obwohl ich auf ein anderes getippt hätte.

Mal sehen ob sich noch jemand äußert.

Gruß Wolfgang
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hallo Wolfgang,

Dieter hat's schon geschrieben, und ich vermute auch, dass es Leptodictyum riparium (aber nicht die "Stringy"-Form) ist.
Zumindest das auf dem untersten Foto. Der Trieb auf dem mittleren Foto hat für L. riparium ungewöhnlich breite Blätter. Ich würde nicht ausschließen, dass mehrere Moosarten in dem Batzen drin sind. Ähnlich sehen z.B. Rhynchostegium riparioides oder Brachythecium rivulare aus.
Leptodictyum riparium ist ein sehr häufiges einheimisches Wassermoos, und die Wahrscheinlichkeit dass man es erwischt, ist groß. Aber man kommt beim Moosbestimmen meistens nicht um mikroskopische Untersuchung und mühsames Durchhangeln durch Bestimmungsschlüssel herum.
Auf der Website vom Umweltministerium von Brandenburg gibt es Bestimmungsschlüssel und Detailzeichnungen für die Bestimmung von "aquatischen Makrophyten", auch Moosen:
http://www.mluv.brandenburg.de/cms/deta ... .416666.de
http://www.mlur.brandenburg.de/cms/medi ... kroph3.pdf

Gruß
Heiko
 

Sumpfheini

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Hi,
Zeltinger70":18kws83g schrieb:
Zu meiner Überraschung sah es heute aus als wäre es nie trocken gewesen.
Das ist typisch für Moose. Kurzfristiges, nicht zu rasches Austrocknen können viele Moose gut überleben.
Sie entfalten sich nach Befeuchten aber auch dann noch zur ursprünglichen Form, wenn sie schon längst tot sind. Das ist auch sehr praktisch, wenn man sie als Herbarexemplare aufheben will. Die Mooskundler trocknen einfach die gesammelten Moosproben (ohne sie zu pressen) und bewahren sie in beschrifteten Papiertüten auf.

Gruß
Heiko
 

Zeltinger70

Active Member
Hi Dieter u. Heiko,

danke für Eure Hilfe.

Ich hätte auf Fontinalis antipyretica getippt.

Mal sehen wie es sich im AQ weiter entwickelt, im Moment jedoch ist es eher ein trauriger Anblick, die hälfte ist mittlerweile braun.

Gruß Wolfgang
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hallo Wolfgang,

bei Fontinalis sind die Blätter deutlich in 3 Längsreihen angeordnet, so dass die Sprosse dreikantig aussehen. Falls Du eine starke Lupe oder ein Mikroskop hast: bei Fontinalis ist keine Blatt-Mittelrippe vorhanden, aber die Blätter von F. antipyretica sind in der Mitte scharf gefaltet bzw. gekielt. Leptodictyum und viele andere Wassermoose haben eine deutliche Blatt-Mittelrippe.

Gruß
Heiko
 

crypto

Member
Hallo Wolfgang

Du packst in deinen Becken, Pflanzen "unbekannte Auskunft" :?:
Ich würde sie erstmal mindestens 3 Wochen separat halten falls
irgendetwas ungebetenes drin sein könnte wie Dünger Rückstände
und/oder Parasiten.

Liebe Grüße
Christine
 

Zeltinger70

Active Member
Hi

@ Christine,

jepp mache ich, da bin ich für manche Aquarianer anscheinend etwas leichtsinnig,
jedoch birgt mein täglicher Lebendfutterfang wohl mehr Gefahren ...
das AQ ist momentan bis auf einen Makropoden und paar TDS und PHS nicht besetzt.

Wegen eventuell vorhandener Düngemittelrückstände mache ich mir bei etwas Moos keine Gedanken, sind 250 L, denke das verdünnt sich.

Tjo und Parasiten vertilgt mein Makropoden obs ins Maul passt oder nicht, sogar Karpfenläuse ... *g*

Allerdings sind Deine Bedenken natürlich nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

@ Heiko,

danke für die Erklärung, ich hänge nochmal ein vergrößertes Foto an.

Gruß Wolfgang
 

Sumpfheini

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Teammitglied
Hi Wolfgang,

danke für das Detailfoto - ich bin mir jetzt sicher, dass es Leptodictyum riparium (die "Nicht-Stringy-Form") ist. Die Blätter haben eine Mittelrippe, die bis über die Hälfte, aber nicht bis in die Blattspitze geht.
Das auf dem mittleren Foto in Deinem ersten Posting könnte was anderes sein, wie ich schon geschrieben habe.

Gruß
Heiko
 
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