MDS Das Microsash Dünge System

Microsash

Member
Hallo ihr !

Die letzten 2 Wochen mache ich fast nichts anderes , wie I netSeiten, Foren , Google und herstellerseiten zu durchzupflügen......warum ?

Ich möchte mein Aquarium richtig düngen.

Ich möchte wenig bis keine Algen.

Ist doch einfach...steht alles irgendwo (sehr viel hier bei flowgrow)...doch irgendwie passte mir immer irgenwas nicht, daher habe ich meine eigene Vorgehensweise entwickelt und möchte sie mit euch teilen , man weis ja nicht, vieleicht übersehe was dabei. Habe sicher nichts neues erfunden...nur mal anderst kombiniert und habe auch noch ein paar Knackpunkte zu lösen...später mehr.(Ausführungen mal auf mein Becken bezogen)

Ausgangsbasis:

Pflanzen wachsen halbwegs, Algenbefall vorhanden, aber im Rahmen, Becken mit normalen Fischbesatz.

Jetzt die Vorgehensweise:

1.Grundvorraussetzungen

Licht+CO2+Nährstoffe im richten Wasser haben pflanzenwuchs zur Folge (schlau oder )

Licht......mit 100w auf einem 450l Becken ist ansprechender Wuchs kaum möglich also 200w aufgerüstet, was sicher noch nicht zu viel ist.
Co2.....Druckgasanlage ist eigentlich Pflicht...habe vorher mit Bio gearbeitet, aber das war zu unkonstant.......konstant um 25mg/l sind über Ph Controler einfach zu halten ( bin mir dabei der Kh/Co2 ungenauigkeit bewusst, aber hauptsache konstant)

Wasser......mit dem Beton der meist aus dem Hahn kommt kann man wenig anfangen.......hier sind ca Gh/Kh 5 anzustreben, viele empfehlen tiefer, aber hier hat man schnell wieder mangelerscheinungen und hat beim angestrebten Co2 Gehalt gleich niedrige Ph werte. Ich benutze Kati-Ani um mein Gh12 Leitungswasser zu verweichlichen...um nicht alles rauszuziehen wird entsprechend gemischt...Versuche mit vollentsalzung und definierter aufhärtung stehen noch aus. (Stichwort Mg/Ca Verhältniss)

wo wir schon zu den Nährstoffen kommen.....

Mein System basiert darauf, was vernünftig testen kann wird gemessen....der Rest nach gefühl/Beobachtung/wissen.
Die Basisrate beruht dann auf 80% tagesdüngung und Nachdüngung wöchentlich bei Bedarf.

Hauptnährstoffe wären NPK

N und P werden einfach ermittelt über stossdüngung und ausmessen....ich habe hierfür einfachen NPK Blumendünger genommen und auf max aufgedüngt p5mg/l und N20mg/l.....Zielwert sind hier ca 1 mg/l p und 10 mg/l N (so genau können wir eh nicht mesen).
Na toll.....nach der Stossdüngung kamen erstmal Grünalgen im Becken auf......mh....der Dünger enhält Ammoniumnitrat.
Einzelversuch hat gezeigt das einzeldosierung von Hirschhornsalz über 5 mg/l umgehend zu Algenzuwachs bedeutet. Daher ist meine Empfehlung kein Ammonium zu dosieren...ähnliches glit wohl auch für Urea (nicht getestet)
Für die Tagesdüngung verwenden wir dann entsprechend P und N in 80% des ermittelnden Verbrauchts ...gibts ja einzeln von mehreren Herstellern zu kaufen...oder selbermischen.
Seit korrektem P zu N praktisch keinerlei Grünalgenbildung im Becken, nicht auf der Scheibe und erstrecht nicht im Wasser.

Jetzt Kalium...da habe ich noch die größten Probleme....nachlesen hat ergeben das man mit regulären Volldüngern (ich hatte immer provito) eigentlich immer zu wenig dosiert. Hier sind 1-2mg/l täglich anzustreben.....aber das Problem ist, das es hier kaum vernünftige tests gibt, bzw die nicht einfach zu handhaben sind...daher hier noch Defizit....aber meine Methode sagt ja dauerhaft etwas zu wenig wie viel zu dosieren (80% Ansatz)....daher die Menge aktuell nach Berechnung auf 1 mg/l.
Aktuell benutze ich noch Kaliumhydrogencarbonat.....möchte aber aufgrund der Härtebeinflussung noch auf Kaliumnitrat oder Fertigdünger umstellen und dann noch nach oben optimieren (man hat ja gern 100 statt 80...aber hier eben die Gefahr der Anreicherung)


Damit auch schon die Brücke von Makro zu Micro....und da demnke ich ist ganz oft der Hund begraben bei vielen Anwendern....ich habe die Erfahrung auch gemacht.

Liest man so durch die Welt ist eigentlich ganz klar.....helle/bleiche Blätter....klar Eisenmangel,
Es wird kräftig gedüngt und gedüngt....die Pflanzen bleiben ähnlich blass....aber was spriest ? ....uh Pinselalgen und Bartalgen...na super....Pflanzenwuchs war allesumsonst, da man ja ständig die befallenen Pflanzen rausschneidet.

Nochmal...wir sind bei Macro...daher werden in wirklichkeit nur kleinste mengen benötigt und nicht 0,5 mg/l wie manchmal empfohlen.
D.h. wir dosieren zu viel Eisen...aber warum ? Der test zeigt ja nahezu 0 an. Knackpunkt sind hier wohl chelierte, ausgefälltes, gespeichertes und Rückgelöste Eisenanteile.
Bei gut eingestellter NPK Düngung würde ein Eisenmangel auch wirklich auffallen...aber hier wirken wir entgegen und düngen wochentlich auf 0,1 mg/l berechnet auf....das reicht in der Regel aus keinen Mangel zu riskieren....sollte es dazu kommen , 2mal in der woche auf 0,1 .
Die restlichen Makros können wir eigentlich nicht messen, daher nehmen wir die bei der Benutzung eines Volldüngers nach Anweisung als aureichend an....die enthalten meist aber auch Eisen, daher hier nicht den extraviel Eisen nehmen, hab bei aquarichtig sogar einen gefunden der sogar gar kein enthält ( muss ich noch testen)

So viel geschrieben....

.....ich hoffe keinen totalen Bockmist.

Sicher nicht der Weisheit letzter Schluß, aber seit dem ich so fahre, gehts ständig bergauf mit den Pflanzen und bergab mit den Algen.....ich bin ja Anfänger.

So jetzt ihr......wer weis...vieleicht kann ja jemand anderst mit meinen Erfahrungen etwas anfangen oder sieht Potential zur Verbesserung.
Ich möchte so mein neues Becken dauerhaft fahren, das hoffentlich nächste Woche geliefert wird, wenn es keine massiven Einwände gibt.

Gruß

Sash
 

Microsash

Member
Mh...

Ist so schlimm was ich da zusammengeschustert habe, oder scheints doch brauchbar ?


Gruß

Sash
 

Roger

Active Member
Hi Sash,

grundsätzlich denke ich das Dir soweit klar ist worauf es bei der Düngung ankommt. :D

Ich benutze Kati-Ani um mein Gh12 Leitungswasser zu verweichlichen...um nicht alles rauszuziehen wird entsprechend gemischt...Versuche mit vollentsalzung und definierter aufhärtung stehen noch aus.
Beim verschneiden mit Leitungswasser reduzieren sich verschiedene Spurenelmente die meist ohnehin schon zu gering vertreten sind und man muß in manchen Bereichen selbst nachbessern.
Wenn Du zu 100% aufgehärtetes VE-Wasser verwendest, hast Du bei jedem Wasserwechsel gleiche Bedingungen mit kontrollierten Voraussetzungen! Besser geht es nicht! :wink:

Wenn man dann einen guten Volldünger benutzt und dafür sorgt das genug Stickstoff zur Verfügung steht, hat man schon fast gewonnen. Noch ein bisschen beobachten ob´s vielleicht ein wenig Phosphat braucht und gut iss......
In den meisten Fällen dürfte es so funktionieren.
 

Microsash

Member
Hallo Roger,

Mit dem Aufsalzen bin ich mir noch nicht ganz sicher....

Was ich bisher so gesehen habe gefällt mir Equilibrum am ehsten , da kann ich die Kh unabhängig mit Natriumhydrogencarbonat nachhärten. Tendenziell hab ich kh über gh und was man so liest sollte es eher anderstherum sein.
Oder was ist hier Mittel/Methode der Wahl ?

Im aktuellen Becken muss ich praktisch kein phosphat dosieren, da der Fischbesatz/Fütterung wohl genug bringt.
Dazu sinkt mir Nitrat noch schnell wieder ab....aktuell bin ich auch überfiltert da der Filter fürs neue Becken schon mit einläuft.

Fe werd ich bewusst mal nierig halten, da eben nach meinen Versuchen Pinselalgen so gut unterdrückt werden.
Kalium bin ich wohl noch recht nieder....aber da muss ich mal noch rantasten.

Gruß

Sash
 

Roger

Active Member
Hi!

Was ich bisher so gesehen habe gefällt mir Equilibrum am ehsten , da kann ich die Kh unabhängig mit Natriumhydrogencarbonat nachhärten. Tendenziell hab ich kh über gh und was man so liest sollte es eher anderstherum sein.
Oder was ist hier Mittel/Methode der Wahl ?
Das Equilibrium geht in Verbindung mit dem Natriumhydrogenkarbonat. Alternativ kannst Du zur flexiblen Aufhärtung von Gh/Kh "Duradrakon M" verwenden, oder einfach Gips, Bittersalz und wenn gewünscht ein wenig Kaliumsulfat. :wink:

Fe werd ich bewusst mal nierig halten, da eben nach meinen Versuchen Pinselalgen so gut unterdrückt werden.
Die Eisenreduzierung kann schon durchaus helfen bei der Bekämpfung von Rotalgen, jedoch sollte man beachten das durch Verminderung der Volldüngergaben andere Spurenelemente auch reduziert werden und das kann u. U. kontraproduktiv werden.

Kalium bin ich wohl noch recht nieder....aber da muss ich mal noch rantasten.
Wenn Du das Vollentsalzte Wasser mit einem KNO3 basierten Dünger aufdüngst passt das in der Regel automatisch mit dem Kalium bei regelmäßigen und großzügigen Wasserwechseln.
 

Microsash

Member
Hallo,

Das Was ich benutzte ist für GH sollte Gips sein...also müste mit MG fehlen......habe aber nur Meerwassertests gefunden....gibts da was für Süßwasser.

Oder um VE Wasserzu mischen....wieviel gramm Gips mische ich mit wieviel Gramm Bittersalz ( hab ich schon hier )?

Alternativ , wiviel gramm davon kannn ich davon ohne Überzudosieren aktuell auf 450l zugeben ?

Gruß

Sash
 

Roger

Active Member
Hi Sash,

um die Gh von 100 Liter Wasser um etwa 1Grad anzuheben gibst Du
1,7gr. Gips (CaSO4)1/2.H2O
und
1,5gr. Bittersalz MgSO4.7H2O

Daraus ergibt sich ein Ca:Mg-Verhältniss von 3,14:1

Magnesium kannst Du sehr gut und genau mit dem Tropfentest von Anton Gabriel messen. Wenn ausserdem noch die zu messende Gh bekannt ist, kannst Du mit dem Ca:Mg-Rechner den Calciumgehalt ermitteln.
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hi,

also Seachem Equilibrium ist nen geniales Mittel, um die GH zu erhöhen. Würde da gar nicht von abweichen. Fürht Ca, Mg und K sowie etwas Fe und Mn zu.

Das MIttel ist zudem spottbillig im Vergleich zu einigen anderen Härtesalzen. Lediglich PMS oder die Preis Diskusmineralien spielen preislich in einer ähnlichen Liga.
 
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