Grünalgenphase nach 8 Wochen normal oder durch Rückschnitt provoziert?

Arekusu

Member
Hallo zusammen!

Problembeschreibung
Aktueller Stand des Aquariums:
Mein Aquarium (siehe Beitrag ) läuft jetzt seit 8 Wochen und steckt gerade in einer "Algenphase" die immer stärker wird.

Bisher hatte ich absolut garkeine Spuren von Algen auf den Blättern von Pflanzen. Lediglich die bekannte Kieselalgenphase innerhalb der ersten 3 Wochen und ab und zu Staubalgen an den Scheiben. Meine Pflanzen waren bisher komplett Algenfrei.
Jetzt habe ich Angst, dass es schnell überhand nimmt, da es von Tag zu Tag schlimmer wird

Aktuelles Problem:

Seit ich jedoch vor knapp 14 Tag den ersten starken Rückschnitt der Hintergrundpflanzen und 1 Woche danach des Bodendeckers gemacht habe sind viele Pflanzen von Grünalgen (Pelzalgen? Fusselalgen?) befallen

Frage meinerseits:
F1) Ist dies normal im Rahmen der Einfahrphase
, obwohl ich schon bei Woche 8 bin und bisher keine Grünalgenplage hatte?

F2) Um welche Algen handelt es sich bei mir genau. Ich würde sagen Pelzalgen?(oder Fadenalgen)?

F3) Habe ich eventuell durch den starken Rückschnitt diese Algenphase provoziert?

F4) Gehen diese Algen bei richtigen Maßnahmen (welche?) von alleine weg, oder muss ich diese mechanisch entfernen/ Blätter u. Pflanzen abschneiden/kürzen?

F5) Bin ich viel zu hysterisch und sollte lieber chillen ? :D :D

Viele Grüße,
Alex :)
Sind in letzter Zeit Änderungen am Aquarium erfolgt?
1. Großer Pflanzenrückschnitt vor ca 14 Tagen
- Rotala H'Ra und Myriophyllum guyana wurden radikal gekürzt

2. 1 Woche danach habe ich den Bodendecker stark gekürzt
- Glossostigma elatinoides

3. Ich habe ein in vitro Becher Alternanthera reineckii 'Mini' ins Becken gepflanzt und jeweils an die Pflanzenstellen eine Düngerkapsel (Tropica) in den Soil gedrückt

4. Umstellung von Keramik Difussor auf CO2 Reaktor. Dadurch war im Becken 2-3 Tage lang nicht die optimale Menge CO2 im Wasser (Dauertest dunkelgrün; nicht blau!)
Allgemeine Angaben zum Becken
Standzeit des Aquariums: 55 Tage / knapp 8 Wochen
Maße des Aquariums LxBxH: 100x50x50
Bruttoliter: 250
~Nettoliter: 220
Bodengrund, evtl. -aufbau: VOn unten nach oben
1. 9L Volcano Mineral mit Mironekuton
2. 2x 9L ADA Amazonia ("1") ohne Zusätze.
3. 2L ADA Amazonia Powder Soil
Sonstige Einrichtung, Wurzeln, (aufhärtende) Steine, etc.
52kg "Seiryu/Minilandschaft"-Steine
Beleuchtung
Leuchtstofflampen/Reflektoren, HQI oder LED
LED:
2 x Eheim Classic LED (standard daylight mit 13,5W bei je 1420lm)
2 x NICREW ClassicLED G2 Aquarium 2x (48W, 2600lm)
Gesamt Lumen = 8040
31 lm / Bruttoliter
Mittelwert Farbtemperatur in K(elvin) 6500K
Beleuchtungsdauer 8,0 std
mit Dimmphasen? Wie lange?
Keine Unterbrechungen
Filterung
Oase Biomaster Thermo 600
Wassertemperatur bei 23-23,5°C
Filtermaterialien?
- 1x Filterschwamm fein
- Restliche Körbe mit Eheim Substrat Pro
- Letzter Korb mit feiner Filterwatte und kleines Säckchen Seachem Purigen
Durchsatz lt. Hersteller in l/h? (Wenn bekannt) effektiv?
CO2-Versorgung
Druckgas 2kg mit MV
Art der CO2 Zugabe? JDaquatec midi 16mm Reaktor
CO2 Dauertest befüllt mit 20 mg/l Lösung von AquaRebell. Flüssigkeit wird alle 3-4 Wochen ausgetauscht
Farbe des Dauertests? Grün bis hellgrün. Niemals dunkelgrün (außer nach Wasserwechsel)
Heizer, Bodenfluter, UV-C, sonstige Technik?
Eheim Skimmer "Skim 250" Im Dauerbetrieb während der Beleuchtungszeit
JBL Strömungspumpe ProFlow t300 Im Dauerbetrieb während der Beleuchtungszeit
Trinkwasseranalyse des lokalen Wasserversorgers
KH 12°dH
GH 14°dH
Ca XXX mg/l
Mg XXX mg/l
K 2mg/l
NO3 0mg/L
Wenn angegeben:
PO4 0 mg/l
Kieselsäure/Silikat XXX mg/l
Hydrogencarbonat XXX mg/l
Wasseraufbereitung?
Wenn ja, bitte beschreiben wie? Entsalzung, verschneiden mit LW, Aufhärtesalze, Bittersalz, etc.
Nein
Wasserwechsel, Menge/Intervall
1. 1-2 x wöchentlich mind. 50% mit temperierten Leitungswasser (22-23°C)

2. Die ersten 4 Wochen wurden 3 x die Woche 50-70% WW durchgeführt. In Woche 5 2-3 x und ab Woche 6 1-2x

3. Die Scheiben werden bei jedem WW gründlich gereinigt bis ins letzte Eck

4. Hardscape wird mit einer Zahnbürste geschrubbt bei jedem WW
Womit wird wieviel pro Woche gedüngt
- NO3: AR GH Boost N: Minimale Aufdüngung auf 15mg/L falls nötig. Der Soil gibt aktuell noch genug NO3 ins Wasser ab
- PO4: MICROBE-LIFT Plants P: Nicht nachweißbar, deshalb "blinde" Aufdüngung auf 0,1 mg/L
- Mikro: Einmal wöchentlich auf Stoß Minimaldüngung (chelatiert)
Ermittelte Wasserwerte im Aquarium
rechnerisch nein
Wassertests, JBL Aquatest Pro
pH 7,4
GH 12
KH 11
Fe unbekannt
NO3 15mg/L (jederzeit!)
PO4 nicht nachweißbar trotz Düngung
wenn vorhanden (oder rechnerisch)
K 7-10mg/L (Werte der letzten Wochen)
Mg kein Test verfügbar
NH4 kein Test verfügbar
NO2 0 / nicht nachweißbar (wird regelmäßig gemessen)
Liste Pflanzen
Glossostigma elatinoides (Bodendecker front)
Eleocharis pusilla mini (Bodendecker Mitte)
Staurogyne repens (Zwischen den Steinen)
Myriophyllum sp. "Guyana" (Als Hintergrundpflanze)
Rotala sp H Ra (Als Hintergrundpflanze)
Riccardia chamedryfolia (Aufsitzer auf Felsen)
Alternanthera reineckii 'Mini'
"Blubbern" die Pflanzen im Laufe des Tages? z.B. nach 5 von 8h Beleuchtungsdauer?
Ja, beginnt schwach nach ca 1-2 Std nach Start der Beleuchtung und wird graduell stärker bis es nahezu überall massiv blubbert
Besatz
  • 23 x Espes Keilfleckbärbling (Trigonostigma espei)
  • 25 x Augenfleckbärbling (Brevibora dorsiocellata)
  • 25 x Zwerggarnele (Neocaridina Rili Red)
  • 18 x kleine Geweihschnecken <1cm (Clithon corona)
  • 3 x Stahlhelmschnecke ausgewachsen (Neritina pulligera)
  • 2 x kleine Amano Garnele (Caridina multidentata) --> Ich möchte ungern mehr einsetzen, da die Amanos bekannt dafür sind Reineckii mini zu fressen als wäre es leckerer Salat mit Dressing :D
Nachtrag: Der Besatz ist so "final". Tiere zur Algenbekämpfung möchte ich vermeiden
Allgemeine Beschreibungen und Bilder
Gesamtbild Becken 18.01.2022

Algen_3.jpg

Algenbefall auf Staurogyne repens

- "Langflauschige" Grünalge
- Was ist das für eine Alge? Keine Fadenalgen oder?
Algen_1.jpg

Algenbefall auf Staurogyne repens

- "Kurzflauschige" Grünalge
3.jpg



Algenbefall auf Reineckii mini

- "Kurzflauschige" Grünalge
Algen_2.jpg

Algenbefall auf Staurogyne repens

- "Kurzflauschige" Grünalge
Algen_5.jpg

Algenbefall auf Staurogyne repens

- "Kurzflauschige" Grünalge
Algen_6.jpg
Großes Dankeschön an Alle im voraus
 
Zuletzt bearbeitet:

Thiemo

Active Member
Hi,

also dramatisch sieht das ganze nicht aus. Ich gebe dir mal ein paar Ideen mit wie ich da rangehen würde:

Kannst du die Algen absaugen oder mit dem Finger abwischen?
Falls ja würde ich das mit einem dünnen Schlauch regelmäßig machen. Dadurch nehmen sie nicht überproportional zu. Zur Unterstützung könntest du in dem vorderen Bereich ein paar Schwimmpflanzen setzen.

Deine KH ist mit 11 ziemlich hoch. Hast Du dir mal überlegt mit Osmosewasser zu arbeiten?

Ansonsten könnte der Einsatz von Otocinclus hilfreich sein. Bitte allerdings an dieser Stelle bedenken, dass die Fische ins Aquarium passen. Das sie die Algen vertilgen, sollte dabei immer nur ein kleiner Nebeneffekt sein.
 

Trizonas

Active Member
Hallo Alex,
so im ganzen sieht das doch noch harmlos aus, schönes Becken übrigens!
1.Was ich ändern würde - Co2 "Grün bis hellgrün", da würde ich definitiv auf hellgrün (dauerhaft!) einstellen! Bei deinem eher Lichthungrigen Becken dürfte "Grün" schon zu wenig sein.
2. Po4 wird mit Sicherheit bei dir der limitierende Faktor sein, hier würde ich mal probieren, auf 2,0mg/l zum testen (auf Stoß) aufzudüngen.
3. Lass mal die Düngekapsel weg, die brauchst du bei Soil nicht.
4. (wie andere schon sagten), besorg dir eine Umkehrosmose! Ich habe auch lange Zeit ohne, weil auch "funktioniert hat", aber mit reinem Osmosewasser und Aufhärtesalz fühlen sich nicht nur die Bewohner wohler, sondern
die Pflanzen sind jetzt auch "toleranter" geworden und verzeihen schneller mal kleine Düngefehler. (Meine Erfahrung)
 

Arekusu

Member
@ Thiemo:
Ja auf Dauer werde ich wohl eine Osmoseanlage anschaffen.

@ Trizonas
Danke für die Hinweise. Kannst du noch die Grünalgen identifizieren? Ich kenne mich nicht genug aus, trotz der Algen-Ratgeber-Beiträge

1. Werde ich ausprobieren und auf hellgrün einstellen
2. PO4 habe ich noch die kleine halbvolle Flasche von Microbe Lift, danach würde ich auf Kaliumdihydrogenphosphat umsteigen. Allgemein will ich, wenn sich alles eingependelt hat auf Einzelkomponenten gehen. Kann man Phosphat eigentlich überhaupt jemals im Wasser messen? Oder dauert das, bis die Pflanzen nichts mehr aufnehmen können?
3. Okay, dachte das kann nicht schaden die besonderen Pflanzen extra zu versorgen.
4. Jop, wird eh notwendig wenn der Soil nicht mehr puffert
 

Trizonas

Active Member
@ Trizonas
Danke für die Hinweise. Kannst du noch die Grünalgen identifizieren? Ich kenne mich nicht genug aus, trotz der Algen-Ratgeber-Beiträge

Kann man Phosphat eigentlich überhaupt jemals im Wasser messen? Oder dauert das, bis die Pflanzen nichts mehr aufnehmen können?
3. Okay, dachte das kann nicht schaden die besonderen Pflanzen extra zu versorgen.
Hallo,
leider bin ich kein Algenexperte, es gibt einfach zu viele Arten. Aber nach so wenigen Wochen würde ich da etwas "entspannter" an die Sache gehen die ZEIT wird es richten, wenn sonst alles passt!
Phosphat kann man natürlich mit einem entsprechenden Test messen (sehr gut sogar). Wenn das Becken eingefahren ist, dann sind auch dauerhaft "messbare" Phosphatwerte überhaupt kein Problem.
Bei mir hat z.B. Phosphatlimitierung durch "knappe" Stoßdüngung (1x Woche) immer wieder zu Wachstumsstops und Algenproblemen geführt, jetzt versuche ich Phosphat immer nachweisbar zu halten, aber jedes Becken ist eben auch
völlig anders. Ich betreibe z.B. eher "Geringfilterung", du hast dein Filter voll mit Zeugs (am Anfang aber bestimmt nicht verkehrt).
Achso übrigens - du solltest gerade am Anfang (beim EInfahren) versuchen, nicht so intensiv zu beleuchten! Wenn du deine Leuchten dimmen kannst, dann probier mal aus, bis wie weit du runterdimmen kannst, ohne das deine Pflanzen
unglücklich werden.
 

Thiemo

Active Member
Hi Zusammen,

wie ihr vielleicht schon gesehen habt, tue ich mir mit der PO4 Düngung auch noch schwer.

Ich versuche möglichst viele Informationen, Erfahrungswerte und Tipps in einem separaten Thread zu sammeln.
Gerne mal vorbeischauen :D
https://www.flowgrow.de/threads/die-richtige-phosphat-düngung.54305/

hier würde ich mal probieren, auf 2,0mg/l zum testen (auf Stoß) aufzudüngen.
Darf man fragen wie du auf die 2mg/L kommst? Das ist schon heftig. Diese dann wöchentlich nach dem WW?
Bei mir hat z.B. Phosphatlimitierung durch "knappe" Stoßdüngung (1x Woche) immer wieder zu Wachstumsstops und Algenproblemen geführt, jetzt versuche ich Phosphat immer nachweisbar zu halten
Mittlerweile glaube ich auch, dass zu ängstliche Phosphat Dosierung Probleme bereiten kann. Wie machst du das mit dem "immer nachweisbar halten"?
Auf welchen Wert versuchst du da zu kommen?
Gerne die Infos mal in den Phosphat Thread schreiben :)

Danke.
 

Trizonas

Active Member
Darf man fragen wie du auf die 2mg/L kommst? Das ist schon heftig. Diese dann wöchentlich nach dem WW?

Mittlerweile glaube ich auch, dass zu ängstliche Phosphat Dosierung Probleme bereiten kann. Wie machst du das mit dem "immer nachweisbar halten"?
Auf welchen Wert versuchst du da zu kommen?
2mg/l ist meiner Erfahrung nach noch unproblematisch. Ich würde diese Menge einfach als Einmaldüngung auf Stoß einbringen und dann die Tage mal messen, wie schnell
es verbraucht wird, daran kann man "gefühlt" erkennen, wie hungrig die Pflanzen sind. Wird es eher langsam aufgebraucht, korrigiert man die Dosis nächstes mal nach unten.
Er hat ja geschrieben, das PO4 n.n. war, also vertragen die Pflanzen schon ein wenig mehr!
Es gibt nichts schlimmeres, als wenn in einem gut beleuchteten Becken Phosphat fehlt, da die Auswirkungen eher schleichend kommen und man genau so zeitverzögert warten muss, bis die
Pflanzen wieder in Fahrt kommen. (MEINE Erfahrung)

Ich selbst habe eine Dosieranlage und dünge PO4 daher täglich (1x ganz früh morgens, 1x ganz spät abends). Direkt vor jedem TWW messe ich die Wasserwerte und gebe Po4 (bei Bedarf) als Extrastoß hinzu.
Ist PO4 noch nachweisbar, gibts eben nichts extra.
Ich habe mein Becken gerade neu aufgesetzt (mit altem, ausgewaschenem Kies, ohne Bodengrund, ohne alles) und muss nun auch wieder den Anfang finden.
Ich mache das nicht mehr so an "Werten" fest, sondern mehr nach dem tatsächlichem Bedarf. Ich hatte bisher mehrere Settings mit unterschiedlichen, teils stark abweichenden Bedürfnissen, daher
sind "Werte" wie Schall und Rauch. Wenn es "funktioniert", würde ich immer PO4 nahe Null laufen lassen, aber das muss jeder tatsächliche selbst herausfinden. Ich hatte auch schon Becken, die mit >= 5mg/L liefen bzw,
keine Probleme zeigten. Allerdings habe ich auch kein "Scape", sondern eher was Richtung Hollandbecken.
 

Arekusu

Member
Update:
So ziemlich das ganze Becken ist jetzt voll mit diesen Grünalgen. Jede Pflanze, bis auf die Rotala und Myroiophyllum sind übersäht mit diesen Grünalgen. Kann ich wirklich nichts machen, außer normale Aquarienpflege (WW, Scheiben putzen etc).

Änderungen:
- CO2-Dauertest ist jetzt auf hellgrün eingestellt (~25mg/L)
- Beleuchtungszeit auf 7,5 Std reduziert (31lm/L); ab morgen werde ich eine Standard Eheim LED ausgeschaltet lassen (-1400lm)
- Twinstar Nano Plus ist in Betrieb
- Phosphat wird aufgedüngt, sodass es stets nachweißbar ist (ich taste mich langsam heran mit einer täglichen Zudüngung auf Zielwert 0,2mg/L)


Ich finde halt schon, dass es so übel aussieht.

Geht das wirklich wieder einfach so wieder weg?? Diese borstig aussehenden Grünalgen?

Kann ich in solch einer Algenphase eigentlich Pflanzen kürzen, oder besser warten?

Nachtrag @Thiemo:
Phyllanthus fluitans habe ich schon bestellt : )

Bodendecker Glossostigma
1.jpg

Nahaufnahme Glossostigma:
1.jpg



Staurogyne repens und reineckii mini
2.jpg


nochmal staurogyne
3.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Thiemo

Active Member
Hi,

Puuh ich denke Augen zu und durch. Immer möglichst viel täglich entfernen.

Wie schon vorgeschlagen würde ich Schwimmpflanzen reinsetzen.
Froschbiss oder phyllantus fluitans.
 

Arekusu

Member
Heutige Messwerte:

NO3 = 15 mg/L (Durch den Soil, muss praktisch kaum/nie die Wassersäule düngen)
K = 7 mg/L (stelle ich immer auf 7-10mg/L ein)
PO4 = 0,4 mg/L ( zuvor immer nicht nachweißbar; heute zum ersten Mal so hoch gedüngt)
pH = 7,4

Ich würde mich über mehr Feedback freuen, da die Algen jetzt schon von der Menge eine andere Dimension haben. Wüsste gerne ob ich was beeinflussen kann, oder ob das im Rahmen der Einfahrphase, nach 8 Wochen noch "normal" ist... Ich brauche Soforthilfe

Die ersten 6 Wochen lief ja alles perfekt. Keine Spur von Grünalgen und ein extremes Pflanzenwachstum. Und nach dem dringend benötigten Rückschnitt der Hintergrundpflanzen BANG... die Plage.

Sind meine Pflanzen jetzt für den Müll??

Werden die jemals wieder Algenfrei werden in so einem Zustand oder muss ich die zurückschneiden irgendwann?
 
Zuletzt bearbeitet:

Trizonas

Active Member
Also 15mg/L Nitrat sind viel zu viel für ein noch nicht eingefahrenes Becken, ich denke auch das es vom Soil kommt. Damit ist natürlich klar, das du jegliche Nitratdüngung einstellen musst.
Ich würde umgehend ein größeren TWW machen, um diese Nitratspitzen klein zu bekommen (und das dann erstmal regelmäßig). Vermutlich setzt der Soil auch Ammonium frei, da freuen sich zwar deine Pflanzen, aber die
Algen umso mehr. Beobachte jetzt mal weiter den Pflanzenwuchs und parallel dazu den PO4 Verbraucht und lass PO4 jetzt mal wieder gegen Null laufen.
Die Beleuchtungsdauer würde ich schon bei 8Std lassen, aber die Intensität (wenn möglich) senken, Nitrat soll ja auch verbraucht werden. Eisen weiterhin nur minimalst düngen und auf jeden Fall die CO2 Zugabe im
Auge behalten (Dauertest hellgrün) schon wegen dem Ammonium. Und dann halt das Übliche - stark veralgte Blätter entfernen, sparsam und dosiert füttern und die Pflanzen nicht alle auf einmal schneiden. Wenn du einen
regelbaren Außenfilter hast, könntest du die Strömungsgeschwindigkeit reduzieren um so den Nitratabbau zu beschleunigen, auch Mulm am Bodengrund (den man eigentlich nicht haben will) könnte dir jetzt nützlich sein.
Achja, Easylife Easy Carbo könntest du auch mal probieren, als Zusatz zum TWW mit erhöhter Dosis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Arekusu

Member
Danke fürs Feedback

1. Okay dann schau ich mal, dass ich den Nitratpegel etwas nach unten bekommen kann, ohne das Die Pflanzen leiden.

2. Stark veralgte Blätter entfernen: Es werden immer mehr: Wenn ich mir mein Becken anschaue, dann müsste ich echt einiges an befallener Pflanzenmasse entfernen. Wie sollte ich da am besten vorgehen? Da die Pelzalgen ja fest an den Blättern sitzen, müsste ich ja den Großteil der Pflanzen des Vorder und Mittelgrundes kürzen unter Anderem:
Eleocharis pusilla mini
und
Staurogyne repens

- Gibt es Infos darüber ob Pelzalgen einfach wieder "verschwinden" oder bleiben die gewachsenen Algen weiterhin auf den Blättern?

3. Mein Außenfilter ist schon durch den CO2 Reaktor sogesehen schon gedrosselt und läuft nicht so schnell wie ohne. Weiter reduzieren kann ich ihn mit dem Hahn an der Schnellkupplung

Ich will da echt hinterher sein, da ich ne Menge Zeit und Geld in das Aquarium gesteckt habe.
 

omega

Well-Known Member
Hi,

grüne Fadenalgen gab' bei mir nach starkem(!) Rückschnitt auch, aber nur einzelne Fäden, dafür aber teilweise über 30cm lang.
Bei mir gab's zu Starklichtzeiten 8mg/l NO3, 0,2mg/l PO4, 5mg/l K und 10ml/100l Ferrdrakon einmal die Woche nach dem Wasserwechsel. Bis zum nächsten Wasserwechsel waren NO3 und PO4 auf Null. KH knapp 2, GH 5, ~30mg/l CO2, Umkehrosmosewasser mit Duradrakon und Duradrakon GH-Plus aufgehärtet, >50lm/l.
Keine sichtbaren Algen bis auf den grünen Belag auf den Scheiben.

Grüße, Markus
 

Trizonas

Active Member
Hallo Alex,
also erstmal - ganz ruhig bleiben, Algen im Aquarium sind nichts ungewöhnliches und man muß sich deshalb nicht gleich verrückt machen.
Ich verstehe ja, das du viel Geld/Willen investiert hast, aber "Resultate auf Knopfdruck" funktionieren in der Aquaristik nicht.
Ich würde die schwerst befallenen Blätter entfernen und zwar so, das jede Pflanze rundum noch genug Licht zur Photosynthese bekommt. Wenn ein Blatt komplett veralgt ist, nützt es der Pflanze
leider nicht mehr viel.
Mit reduzieren der Fließgeschwindigkeit meine ich halt, das du sie soweit reduzierst, das natürlich noch ein Strömungskreislauf im AQ stattfinden kann - so wenig wie möglich aber so viel wie nötig.
Ich weiß ja nicht, wie du finanziell aufgestellt bist, aber in einer Algenphase könnte man auch ein UV-Wasserklärer einsetzten, um die frei schwimmenden Algensporen zu eliminieren, in deinem Fall hast du ja ein gut bestückten Außenfilter, da braucht man sich um die Bakterienkulturen nicht so viel Gedanken machen. Suche mal nach "Eheim Reflex UV", sollte man eh für den Notfall liegen haben (meine Meinung).
Wie gesagt - Nitrat/Ammonium reduzieren sollte absolute Priorität haben, da dies der Hauptauslöser sein wird.
 
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