Garnelen als unerwünschte Begleitfauna verhindern

Grau

New Member
Hallo zusammen,

ich habe ein Problem, für das ich beim Durchstöbern des Forums keine Lösung gefunden habe, daher frage ich hier mal nach einem Tipp. Ich habe zwei Low-Tech-Becken, in denen ich Aufsitzer nach- bzw. großziehe. Minimaler Bodengrund, umgerührt von einer kleinen Seliger, das war's. Darin wachsen auf Steinen und Hölzern meine Aufsitzer, bevor ich sie in andere Becken verteile. In den Becken habe ich Neocaridina-Besatz, einmal Blue Dream und einmal Green Jade, die dort ein wenig aufräumen. So weit, so unproblematisch.

Wenn ich nun bspw. eine üppig mit Bucen bewachsene Wurzel oder einen großen Trident-Busch aus dem Becken in ein anderes setzen will, dann würde ich gerne Garnelen als blinde Passagiere vermeiden. In den anderen Becken sind zum Teil andersfarbige Neocaridina und auch bei Fischbesatz sind die Garnelen mitunter unerwünscht, wenn ich bspw. Haftlaicher nachziehen will. Trotz sorgsamer und tagelanger Beobachtung in einem Zwischengefäß gelingt es mir aber so gut wie nie, die Pflanzen absolut garnelenfrei im neuen Becken zu platzieren. Mitunter sehe ich erst nach Wochen, dass plötzlich unerwünschte Gäste im Zielbecken vorhanden sind. Das ist ebenso lästig wie mitunter ärgerlich.

Hat jemand vielleicht einen guten Tipp, wie ich das Übersiedeln von Garnelen in die neuen Becken effektiv verhindern kann?

Danke & beste Grüße
Michael
 

Craddoc

Member
Tja, die einfachste wie - potentiell - brutalste Möglichkeit wäre ja, die Pflanze in eine Flüssigkeit zu tauchen die die Garnelen möglichst Instant killt und sie danach nochmal in frischem Wasser ordentlich auszuspülen, damit dann nichts von dem Gift ins neue Becken gelangt. Womit du das aber am humansten machen kannst (wenn sowas überhaupt geht) kann ich leider nicht sagen.
 

Rio-Negro

Member
Hi, entweder musst du die Teile Dipen mit was auch immer oder einige Tage emers unter gespannter Luft kultivieren. Die Lösungen würden mir einfallen.
 

Grau

New Member
Hallo und danke für die Rückmeldungen.

In den Becken sind jeweils mehr als genug Garnelen, Verluste wären also kein Drama. Vielleicht wäre es dann eine Möglichkeit, die entsprechende Wurzel oder den entsprechenden Stein einfach eine Nacht ins Paludarium zu stellen. Die Pflanzen sollten dort im emersen Bereich vorübergehend eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit vorfinden und blinden Passagiere können entweder den Weg in den aquatischen Teil finden oder haben eben Pech gehabt. Das werde ich mal ausprobieren.

Gruß
Michael
 
Ich würde die Wurzel/ Stein ein paar Tage separat im Eimer halten und täglich schauen ob doch evt eine Garnele rum schwimmt. Absichtliches töten geht garnicht;(
'ein paar Tage' - und dann meinst du, siehst du sie alle?
ich lasse durchsichtige Eimer, mit nix drin außer Wasser, nach dem Wasserwechsel, bis ich sie auskippe (das ist nur bei den zwei letzten Eimern "bis zum nächsten Tag") direkt neben einem bodentiefen Fenster stehen. Ich fange sofort alles zurück, was ich bei gründlicher Inspektion sehe, aber wer in den Eimern davor übersehen wird, nunja, ist halt so. Am nächsten Tag sind trotzdem oft noch winzige Garnelen drin, die ich am Vortag übersehen habe... ich hab sogar schon Fischlarven am 2. Tag gefunden. Aquaristik ist kein gutes Hobby für gläubige Jainas.
 

moskal

Well-Known Member
Hallo,

ich habe da die gleichen Erfahrungen wie Sonja. Das krasseste war bisher ein kleiner Channa pulchra den ich mit Pflanzen verschleppt hatte. Die waren auch erst im Eimer und ich war mir sicher, daß da nichts verschleppt wird. Allerdings hatte ich ja gesehen, daß die Alten Junge führen. Bis der sich zu erkennen gegeben hat hatte er ganz schön aufgeräumt...
Das Problem mit Einrichtungsgegenständen und Pflanze in Eimern zwischenzulagern ist, daß sich da kleine Garnelen und Fische genauso bis mehr drin verstecken wie im Aquarium. Die einzige Möglichkeit sicher nichts zu verschleppen ist nichts umzusetzen.

Gruß, helmut
 

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