Frage zu emers/submers

kamore

Member
Hallo,

ich habe seit kurzem Rotala sp. green und Ludwigia repens rubin in meinem Becken. Von der Gärtnerei habe ich sie jeweils emers erhalten. Die Rotala hat runde kleine Blättchen und sieht eher wie Vogelmiere aus als eine nach oben strebende Pflanze mit glattem Stängel und filigranen spitzen Blättchen. Die Blätter der Ludwigia sind am Blattende auch eher rundlich als spitz. Ich weiß, dass sich die Pflanzen erst an das Leben unter Wasser gewöhnen müssen und dann ihr submerses Aussehen annehmen.

Hierzu habe ich zwei Fragen:

1. Wie muss ich mir die Verwandlung von emers zu submers vorstellen - verliert die Pflanze ihre emersen Blätter und es wachsen die submersen Blätter nach oder entstehen aus den runden Blättern nach einer Weile längliche, spitze Blätter?

2. Wie lange dauert die Umstellung von emers auf submers?

Des Weiteren hatte ich zuvor massig Egeria densa gepflanzt, welche mir binnen 2 Tagen komplett eingegangen ist, und das zum zweiten Mal. Blätter wurden komplett glasig und fielen ab, so dass nur noch die Stängel übrig blieben. Aus den Stielen neu austreibende Triebe hingegen waren grün. Kann es sein, dass ich die Egeria, obwohl sie ja eine reine Unterwasserpflanze ist, aus der Gärtnerei trotzdem emers erhalten habe? Ich habe schon öfter gelesen, dass diese als reine Aquarienpflanze angeboten wird, obwohl sie emers gezüchtet wurde.

Gruß und Danke
Katrin
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Hallo Katrin,
eben sehe ich, dass Andy schon gepostet hat, lasse aber mal meinen Text stehen:

Egeria densa kenne ich als reine Unterwasserpflanze. Habe bisher zwar gar nicht erst Wasserpest-Emerskultur probiert :wink: - aber bin mir sicher, dass das nicht klappen würde. In Gärtnereien sieht man sie auch immer nur submers.

Rotala sp. "Green" ist sehr wahrscheinlich eine Form von R. rotundifolia, und für die sind runde bis spatelförmige emerse Blätter typisch.
Die alten Blätter vom emersen Typ verändern sich nicht in der Form, die Submers-Umstellung von Stängelpflanzen besteht im Weiterwachsen unter Wasser, wobei die neuen Sprosse den submersen Blatttyp ausbilden. Irgendwann sterben die alten emers entwickelten Blätter ab. Man kann die submers entwickelten Triebe abschneiden, neu stecken und den Rest wegwerfen.
Zur Dauer kann ich nichts genaues sagen... aber bei Rotalas und Ludwigias geht es allgemein "schnell". - Habe letztens auch gestaunt, wie innerhalb von wenigen Tagen ins Aq. gesetztes emerses Myriophyllum aquaticum lange submerse Stängel gebildet hat.

Gruß
Heiko
 

kamore

Member
Danke euch beiden.

Habe mir den Artikel durchgelesen. Klingt alles sehr wissenschaftlich.

Dann werde ich mich in Geduld üben müssen, was die Umstellung von emers auf submers angeht.


Auch wenn es nicht zum Thema direkt passt: Ich bin auf der Suche nach einer feinfedrigen Pflanze (evtl. Tausendblatt, Majaca oder Rotala erectus o. ä.), die ziemlich hoch wächst - so um die 40 - 50 cm - und nicht zu anspruchsvoll ist bzw. 26 °C gut verträgt. Kann mir jemand einen Tipp geben? Cabomba möchte ich jedoch nicht in meinem Becken haben.

Danke und Gruß
Katrin
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Hallo Katrin,

ach so, um meinen Artikel geht's... da geht es ja darum, was hormonell hinter der Umstellung steckt, weniger darum, was konkret bei der Pflanze vor sich geht und beobachtet werden kann. Also wie gesagt, Emers => Submersumstellung ist praktisch nichts weiter als das weitere Wachstum der emers vorgezogenen Pflanze unter Wasser, man muss dabei nur beachten, dass die Wachstumsbedingungen für die Pflanze stimmen, wie sonst auch bei Aquarienpflanzen.

Gruß
Heiko
 

kamore

Member
[edit von Heiko (Sumpfheini), 09.09.2011: Ich hatte versehentlich auf "Ändern" statt auf "Zitieren" geklickt. Dieses Posting enthält Zitate aus Katrins (kamore) ursprünglichem Posting, die Antworten darauf sind von mir geschrieben. Sorry! :oops:]

Hi Katrin,
auch das mit dem Transport. Vielleicht war meine Egeria einfach nur zu lange unterwegs (obwohl sie ja bei Lieferung total putzmunter und gesund aussah, mhhh).
Damit waren nur submerse Pflanzen von solchen Arten gemeint, die eine emerse Form bilden können. Ist ja bei Wasserpest nicht der Fall. Schwer zu sagen, warum die Egeria sich aufgelöst hat... aber wenn wieder was ausgetrieben ist und gesund wächst, ist ja alles o.k. Wie lange war sie unterwegs?

Hättest du einen heißen Tipp für eine lang wachsende feinfedrige Pflanze? Stehe da irgendwie auf dem Schlauch. Ich möchte sie hinten in eine Ecke platzieren.
Da gibt es einige; hat die Pflanzendatenbank was hergegeben? Spontan fallen mir z.B. Limnophila sessiliflora, indica, aquatica oder Myriophyllum-Arten ein; mit Rotala erectus meinst du wahrscheinlich Pogostemon erectus, mit dem habe ich keine Erfahrungen, aber der wäre vielleicht auch was...

Gruß
Heiko
 

kamore

Member
Sumpfheini":1qxyf3pv schrieb:
Rotala sp. "Green" ist sehr wahrscheinlich eine Form von R. rotundifolia, und für die sind runde bis spatelförmige emerse Blätter typisch.

Aber die Rotalas sp. Green, die ich hier bei den Aquarienvorstellungen gesehen habe, waren alle spatelförmig. Die emerse Form ist - jedenfalls bei mir - kreisrund und sieht alles andere als eine Hinguckerpflanze aus - eher wie Unkraut - zumindest noch. Aber ein schönes grün hat sie trotzdem :wink: . Sie wird sich schon noch mausern, die gute Rotala :lol: .

Grüße
Katrin
 

Sumpfheini

Active Member
Teammitglied
Das kann an der selben Pflanze variieren. Auf dem 3. Foto hier hat die "Green" relativ runde Blätter: pflanzen/Rotala-sp-Green-187.html
Man sieht auch öfters Übergangsformen zwischen runden emersen und schmalen submersen Blättern.

Gruß
Heiko
 

Ähnliche Themen

Oben