Ein kleines Experiment/auf gut Glück!

Öhrchen

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Hallo,

ohne viel Hintergrundwissen zu haben, habe ich mich auch an einen Versuch gewagt, einige Pflanzen emers wachsen zu lassen.
Dazu kam es unter anderem, weil an einem getauschten amerikanischen Wassernabel Schneckenegel saßen und ich die Pflanze somit nicht ins Aquarium setzen konnte, wegschmeissen wollte ich sie aber auch nicht. Außerdem habe ich hier noch eine nicht genau bestimmte Cryptocorynen-Art, von der ich hoffe, daß sie irgendwann einmal durch Blüten verrät, was sie genau ist!

Eingepflanzt habe ich nun
  • Hydrocotyle verticillata (Hutpilzpflanze, amerikanischer Wassernabel), die Pflanze ist praktisch sofort weitergewachsen unter emersen Bedingungen
  • Rotala rotunfolia
  • Marsilea hirsuta (Kleeblatt)
  • Cryptocoryne unbekannter Art, wahrscheinlich wendtii oder beckettii

Substrat ist normale Blumenerde, die gut feucht gehalten wird, es wird 1-2mal täglich eingesprüht. Beleuchtung nur Tageslicht.
Das Ganze steht jetzt ca 4 Wochen.

Gestalterisch nicht so wertvoll, aber für mich ein interessanter erster Versuch
 

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Sumpfheini

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Hallo Stefanie,

sieht nett aus! Wenn aber die Hydrocotyle mit ihren unterirdischen Trieben richtig loslegt, könnte es für die anderen Pflanzen evtl. bald eng werden.
Zumindest von Hydrocotyle vulgaris, H. bonariensis, H. umbellata und H. sibthorpioides weiß ich, dass sie auch in nur mittelmäßig feuchtem Boden wachsen können. H. sibthorpioides habe ich schon öfter als Unkraut in Bonsaitöpfen gesehen. Die H. verticillata lässt sich wahrscheinlich ebenfalls gut als normal gegossene Zimmerpflanze halten.

Gruß
Heiko
 

Öhrchen

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Hallo,

ja, ich glaube die H. verticillata hat schon alles durchwandert...Und macht sich wirklich nicht schlecht als Zimmerpflanze, hat nicht jeder :D
Vielleicht lasse ich sie einfach da und setze die anderen Pflanzen um.
 

moss-maniac

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Sumpfheini

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Moin Ev,

ahja, die Centella asiatica, die wollte ich schon lange mal versuchsweise unter Wasser setzen, aber vermutlich wächst die nicht wirklich submers, sondern versucht dann mit langen Blattstielen aus dem Wasser zu wachsen (so im "Aquatic Plant Book" von C.D.K. Cook dargestellt). Emers kenne ich sie aus dem Botanischen Garten Göttingen, wuchert noch doller als Hydrocotyle leucocephala. Soll schon weltweit als Unkraut in warmen Gegenden verschleppt sein. Habe die auch schon als Frischgemüse im Kühlregal von Asiashops gesehen.
Die Systematiker haben Centella in der Familie Apiaceae (Doldenblütler) gelassen, die richtigen Hydrocotyles dagegen sind mit der nicht näher verwandt und wurden in letzter Zeit zu den Araliengewächsen (Araliaceae) gesteckt:
http://www.mobot.org/mobot/research/apweb/welcome.html
Irgendwo stand, dass auch Hydrocotyle-Arten in Asien wie Centella verwendet werden, weiß aber nicht mehr wo das geschrieben wurde.

Gruß
Heiko
 

Öhrchen

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Hi,

also kann ich mir aus meiner Pflanze einen leckeren Hutpilz-Salat machen, oder ein leckeres Hutpilz - Reisgericht *lach*
Vorausgesetzt, die Essbarkeit trifft auch auf den amerikanischen Wassernabel zu.
 

moss-maniac

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Ja aber die Schneckenegel würde ich weglassen Stefanie :D

kulinarische Grüße
Ev

PS: Ich glaub ich besorg mir mal einen indischen Wassernabel, könnte die blutdrucksenkende Wirkung gebrauchen... :pfeifen:
 

Sumpfheini

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Öhrchen

Active Member
Mir ist heute im Gartencenter eine (Hydrocotyle) Centella asiatica in den Wagen gesprungen :D
Mal schauen, ob die genauso wuchert wie ihr amerikanischer "Verwandter"!
 

Öhrchen

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Hallo

Ich habe die "Beipflanzen" des Hutpilzes gerettet und extra gesetzt, jetzt hat er die Schale für sich allein.

Der "Gota Kola"/Centella asiatica wurde ebenfalls umgetopft, wuchert, und sieht dem amerikanischen Wassernabel recht ähnlich.

Der Hutpilz


Siehe Beschriftung
 

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Hallo Stefanie,

ich bin gerade auf deinen berischt gestoßen. nimm die hirsuta da wieder raus, ich habe im letzten jahr unter anderem diese pflanze emers auf dem balkon gehalten, die wird emers nicht nur sehr hoch (bei mir war sie gut 20 cm hoch) sondern wächst auch enorm schnell und vor allem wird sie sehr dicht. bei mir hat der kleine anfangsbestand von wenigen pflanzen den 15 * 15 cm kulturtopf in 6 wochen voll in beschlag genommen. sie wird dann den anderen arten alles licht und jeden platz nehmen.

mfg

klaus
 

Öhrchen

Active Member
Hallo Klaus,

ja, das kann ich inzwischen bestätigen. Das Marsilea wird recht hoch und verbreitet sich gut. Allerdings sind die anderen Pflanzen in dem Topf alle schon schnell eingegangen (irgendwelche Milben saßen dran), so hat das Kleeblatt nun den Platz für sich.
Der Wassernabel hat ebenfalls seinen kompletten Topf eingenommen und blüht nun.
 
Hallo Stefanie,

ja so ganz leicht ist das nicht mit der emersen kultur. allerdings sollte es mit h. polysperma und r. rotundifolia ohne großes zicken klappen, bei cryptos ist das wieder ne andere sache. wenn ich alles richtig verstanden habe dann hast du dir bei der hygrophíla und der rotala eine schwierigkeit selbst geschaffen: die pflanzen wurden bis dahin submers kultiviert. das erschwert das ganze, denn du musst die pflanzen vom submersen in den emersen habitus bekommen. mit der hammermethode "raus aus dem wasser, rein in die erde und dann abwarten" geht das oft den bach runter. bei submersen pflanzen sollte man die töpfe in denen die pflanzen emers kultiviert werden sollen nach dem einpflanzen soweit unter wasser setzen das die pflanzen gerade noch mit wasser bedeckt sind. dann den wasserstand ganz ganz langsam senken oder sogar die geduld aufbringen die pflanzen aus dem wasser wachsen zu lassen. vor allem aber darf weder die luft anfangs zu trocken sein noch sollten die pflanzen in den ersten tagen kein direktes sonnenlicht bekommen.

mfg
klaus
 
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