Echte Mayaca sellowiana - wer hat sie?

Sumpfheini

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Hallo,

weil Rotala sp. 'Nanjenshan' einmal irrtümlich als Mayaca sellowiana im Handel war, wird oft übersehen, dass es auch noch die Art Mayaca sellowiana gibt - die nichts mit Rotala zu tun hat und auch kein Synonym von R. sp. 'Nanjenshan' ist, wie offb. manchmal geglaubt wird.
Mglw. bekommt man im Handel unter dem Namen Mayaca sellowiana sowohl Rotala als auch Mayaca geliefert, je nach Firma/Händler.
Man kann die Gattungen u.a. an der Blattstellung unterscheiden: bei Rotala quirl- oder gegenständig (mehrere Blätter pro Stängelknoten), bei Mayaca wechselständig (1 Blatt pro Knoten, diese aber dicht am Stängel angeordnet). Datenbankeintrag:
pflanzen/Mayaca-cf-sellowiana-159.html
Wie es scheint, ist Mayaca sellowiana dichter beblättert und hat gedrungenere Stängel als Mayaca fluviatilis.

Mayaca sellowiana habe ich zwar nicht, aber wollte einmal fragen, wer sie pflegt und welche Erfahrungen damit gemacht wurden - auch um daran zu erinnern, dass es diese Mayaca-Art gibt und sie nicht identisch mit Rotala sp. 'Nanjenshan' ist.

Gruß
Heiko
 

arcusflyer

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Hallo Heiko,

ich hatte einige Triebe von vermutlich M. sellowiana (Quirle ca. 30mm Durchmesser) Ende letzten Jahres einige Zeit in meinem Becken. Sie scheint eine echte Weichwasserpflanze zu sein. Ich konnte trotz guter Nährstoffversorgung mit meinem Wasser von 8/16* dKH/dGH trotz 30 mg/l CO2 keine dauerhaften Kulturerfolge verzeichnen. edit: Herkunft -> O. Krause (Dessau).
Beste Grüße
Jörg
 

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ich hab sie auch noch im becken, zumindest überreste. versuche sie seit meiner dunkelkur wieder zu einem schönen bund zu pflegen aber ist dermaßen empfindlich bei fadenalgen und schon bei geringstem eisenmangel ist sie mehr weiß als hellgrün.
wahrscheinlich eine der empfindlichsten pflanzen überhaupt. wallichi, najean usw.. alles pflegeleicht dagegen . wuchs war bei mir in besten zeiten so kanpp 5cm/woche.
 

Sumpfheini

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Hallo Jörg und mitschurin,

dank Euch - die Pflanze ist sicher genau das Richtige für Becken mit Tonina, Syngonanthus & Co. - und ist dann wohl auch für das Thema "Schwarzwasser" interessant.

@Nik:
In Andrés "The tonina garden"-Aquarienvorstellung hast Du geschrieben:
Die M. sellowiana wirkt noch zarter und sollte bei deinem Licht schon deutlich rot überhauchen.
Tut sie das - oder meintest Du Rotala sp. 'Nanjenshan'? :wink:

Jessica (Merrick) hatte 2008 in Franz. Guayana im Crique Morpio neben Tonina fluviatilis auch eine Mayaca fluviatilis 'sellowiana' fotografiert:
pflanzen-allgemein/sudamerikanische-pflanzenbiotope-t4536.html
Sieht sehr nach Schwarzwasser aus!

Gruß
Heiko
 

Bastian

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Hallo Heiko,

ich habe sie vor 3 Wochen als Zugabe bei einer Bestellung bei Roland bekommen. Die alten Triebe sind irgendwie abgestorben aber sie treibt willig neu aus. Sie steht bei mir im 20 Nano direkt neben Rotala nanjenshan. Die beiden Pflanzen unterscheiden sich bis jetzt doch deutlich. Mayaca hat sehr helle Triebspitzen und die Rotala eher gelblich rötlich. Sie hat als Bodensubstrat Amazonia 2 + Powersand und bei der letzten Messung hatte das Becken ne GH von 18.

Gruß Bastian
 

nik

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Hallo Heiko,

Sumpfheini":20gkxa5f schrieb:
@Nik:
In Andrés "The tonina garden"-Aquarienvorstellung hast Du geschrieben:
Die M. sellowiana wirkt noch zarter und sollte bei deinem Licht schon deutlich rot überhauchen.
Tut sie das - oder meintest Du Rotala sp. 'Nanjenshan'? :wink:

Ne ne, die Rotala sp. 'Nanjenshan' hatte ich noch nicht. Ich sag es mal so, wenn es gut läuft, dann ist die M. sellowiana unproblematisch. Solange ich sie hatte, war sie das, habe sie dann aber abgegeben, weil mir die M.fluviatillis besser gefällt. Zurzeit habe ich mit der M. fluviatillis Probleme und dann ist Schluss mit Rot überhaucht und die kann ebenfalls erstaunlich hell in der Triebspitze werden. Das ist definitiv ein Problem, auch in dem Bild hier im Thread. Da meine fluviatillis zickt und ich nicht entscheidende Unterschiede zur M. sellowiana sehe, finde ich vielleicht den Grund. Ich habe die sellowiana nur problemfrei erlebt, die fluviatillis nicht nur.
Von der M.sellowiana habe ich keine Fotos verfügbar, mein Netbook ist im Eimer, da könnte ich Bilder von der sellowiana haben, muss da aber erst die Festplatte ins Netbook der Tochter basteln.
Hier ein Bild von der M.fluviatilis mit rötlichen Triebspitzen, die sellowiana konnte das auch. Ich weiß es nicht mehr, aber insgesamt sieht das Bild nach "Nitrat knapp" aus. Da ist noch R.rotundifolia und P. spec. drum herum, die sind auch rötlicher als sonst.

Gruß, Nik
 

Sumpfheini

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Hallo Bastian und Nik, danke für Eure Infos! Dann ist M. sellowiana also recht gut verfügbar.

Auf Fotos sieht die sellowiana irgendwie kräftiger aus als fluviatilis, aber ich kenne sie nicht live. Aber dann sind die Triebe nicht breiter als die von fluviatilis? Hat evtl. jemand beide gleichzeitig (gehabt)?

Gruß
Heiko
 

Sumpfheini

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Ach so, Jörgs Info hatte ich übersehen:
arcusflyer":zphfiv8j schrieb:
ich hatte einige Triebe von vermutlich M. sellowiana (Quirle ca. 30mm Durchmesser)
Dann bildet M. sellowiana (wenn es sie wirklich war) also deutlich breitere Triebe als M. fluviatilis.

Gruß
Heiko
 

nik

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Hallo Heiko,

Sumpfheini":3df4iu8y schrieb:
Dann ist M. sellowiana also recht gut verfügbar.
Ja, hier in F ist sie von Zeit zu Zeit erhältlich. Bestellen sollte kein Thema sein.

Auf Fotos sieht die sellowiana irgendwie kräftiger aus als fluviatilis, aber ich kenne sie nicht live. Aber dann sind die Triebe nicht breiter als die von fluviatilis? Hat evtl. jemand beide gleichzeitig (gehabt)?
Im direkten Vergleich wirkt die sellowiana zarter und dichter. Von der Größe geben sie sich kaum was.

Gruß, Nik
 

Sumpfheini

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Hi Nik,
Im direkten Vergleich wirkt die sellowiana zarter und dichter. Von der Größe geben sie sich kaum was.
Aha, ok - stelle ich mir bsd. für Nanobecken vor, wo so etwas Filigranes, Kleines gut wirkt. Würde sicher nicht nur von den Ansprüchen, sondern auch optisch gut zu Tonina, Eriocaulon usw. passen.

Gruß
Heiko
 
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