Dosierpumpe für die "Stetig-Düngung"

Roger

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Hallo Uwe,

Spricht eigentlich etwas dagegen, den Dünger ( z.B. easycarbo oder profito ) zu verdünnen, um größere Mengen dosieren zu können?
bei EasyCarbo lohnt wohl das nachdenken nicht, da das ja eigentlich kein richtiger Dünger ist und von den meisten nur vorübergehend bei Algenbefall angewendet wird.
Beim ProFito und anderen Volldüngern denke ich das es möglich ist die zu verdünnen, würde aber das zugegebene Wasser mit 1gr. pro Liter Ascorbinsäure ansäuern damit das Eisen nicht vorzeitig ausfällt. Bei längerer Aufbewahrung sollte man es ggf. sogar noch mit Methylparaben versetzen damit es nicht schimmelt.
 

Inni

Member
hallo,

ich bin zwar neu hier, aber ich verfolge die ideen und moechte etwas dazu anmerken.

die idee mit der umwaelzung von ingo ist ja gut, aber wenn man den vorratsbehaelter zb im unterschrank hat (was ich annehme) und die dosierung doch ein sehr geringen flow im zuleitungsschlauch hat, setzt sich da nicht auch das *dicke* (Profito) unweigerlich in einer sicke ab, bzw am bypassventil?

gruesse, majo
 

moeff

Member
Hi,

kann jetzt nicht für Ingo sprechen, aber bei einem täglichen Durchfluss gibt es eigentlich keine Probleme, schlimmer sind die Vorratsbehälter selbst! Bei ProFito sollte man den "Kanister" öfters mal rütteln. Am Ende kommt man zwar auch billiger mit einem Kanister, aber der Dünger flockt, hat Luftverbindungen und es fallen mit der Zeit wichtige Stoffe aus. Daher steige ich demnächst wieder von 5L auf 1L um. Einmal geöffnet will ich einen Dünger doch lieber "schnell" verbrauchen als ewig damit zu reichen.

Ein nirgendswo bisher erwähnter wichtiger Punkt ist, dass die Kanister leicht geöffnet sein müssen um auch eine konstante Dosierung zu ermöglichen. Wenn eine Flasche/Kanister fest verschlossen ist, kommt es nach ein paar Düngungen unweigerlich zum Unterdruck, was die Düngung erschwert, bis letztendlich kein Durchfluss mehr vorhanden ist. Abweg schafft zur not ein kleines Luftloch etc!

Grüße Marco
 

uwe59

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Hallo,
im Netz habe ich für 35,- Euro eine gebrauchte Ernährungspumpe ersteigert. Die kleinste einstellbare Fördermenge ist 1ml /h . Ich versuche jetzt die Fördermenge noch weiter zu reduzieren in dem ich andere Schläuche verwende. Leider erkennt die Elektronik den eingelegten Schlauch und gibt eine Fehlermeldung wenn ihr dieser nicht passt. Aber es soll ja auch nicht zu einfach werden. :roll:



Gruß, Uwe.
 

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moeff

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Hi,

nicht schlecht das Teil, aber warum 1ml/h noch reduzieren? Willst du dauerhaft düngen (ich weiß das der Thread von der Stetigdüngung spricht)? Ist das Gerät Akku/Batteriebetrieben? Sonst würde ich empfehlen die Düngung halt zeitlich zu steuern! Hoffe du berichtest weiter, mich würde der vor allem der Aufbau interesieren, befindet sich auch hier ein "Flügelrad" was den hinalt durch den Schlauch drückt?

Grüße Marco
 

uwe59

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Hallo Marco,
1 ml /h sind 24 ml am Tag. Bei einer empf. Menge von 40 ml die Woche, währe die Menge etwas zu hoch. Bei dieser Pumpe kann man nur die ml in der Stunde (min. 1 ml, max. 600 ml) und die max. ml gesamt einstellen. Eine zeitliche Unterbrechung geht leider nicht. Wenn ich die Menge nicht reduziert bekomme werde ich den Dünger verdünnen und nach dem Tipp von Roger aufbereiten. Danke Roger.
Die Pumpe arbeitet nach dem Prinzip einer Schlauchpumpe. Nur läuft der Schlauch nicht um ein Rad sondern wird von zwei Stempeln durchgeknetet. Die EP. hat einen 230V Netzanschluss und eine Akku der ca. 24 Std. hält. Da durch bleibt der Patient mobil und kann auch mal spazieren gehen. Aber wer geht schon mit seinem Aquarium spazieren.
:)
Gruss, Uwe.
 

Ork

Member
Hallo Uwe,

nettes Teil. Berichte bitte weiter. Wenn ich das Teil hätte würd ich in die Standardschläuche ein T-Stück einbauen. Eine Leitung in's AQ gelegt mit einem Absperrhahn zur Durchflussreglung, den anderen zum Vorratsbehälter zurückgeführt. So wird das überschüssige Düngemittel im Kreis gepumpt und das AQ kann dauerhaft mit geringen Mengen gedüngt werden.
 

S_o_l_S

New Member
Hi,

finde diese Idee für mich Ideal!

Aber.. mit der Druckspitze (die Grosse) habe ich 2 Probleme.

1. Wenn die Spritze länger in einer Position steht, "saugt" sich der Pfropfen an und braucht mehr Kraft um frei zu gehen. Wenn dieser Punkt überschritten ist geht die Spritze wieder sehr leichtgängig.

2. Meine verwendete Membranpumpe (Hagen Elite 800) dichtet voll ab wenn sie nicht läuft, daher kann die Druckpumpe nicht in Ihre Position zurück.

Betreibt jemand das ganze in der angegebenen Konfiguration und hatte die gleichen Probleme?
War jetzt schon am überlegen ob ich eventuell eine Ulka EX5 Hochdruckpumpe (hab ich noch von Terra-Beregnungsanlage) für die grosse Spritze verwende, dann aber mit Überdruckventil (aber welches?).
Aber so wird auch langsam aus der "einfachen, kleinen Möglichkeit" eine immer grössere Apparatur.

Wer weiss was?


Beste Grüße und Danke im Vorraus,
Oli
 

Bratfisch

Member
Hallo.

Ich hatte die Pumpe damals mit der Schego M2K3 empfohlen. Diese baut erstens einen für Membranpumpen recht hohen Druck von ~ o,35 bar auf, zweitens hat sie bei nicht ganz angeknallter Luftmengenschraube dieses hilfreiche Undichtichtigkeitsverhalten.

Die Stopfen der Druckspritze sind das weitaus größere Problem. Der stickslip-Effekt wird mit der Zeit immer hartnäckiger. Die Schego hat es trotzdem immer geschafft. Aber nicht jeder hat gerade die oder mag sie extra zukaufen.

Das (verzweifelte) Testen verschiedenster Schmiermittel hatte obengenanntem Problem nicht abhelfen können. Auch die üppige Anwendung von Siliconöl oder Siliconfett brachte nicht die erhoffte Linderung, ja schien in diesen Mengen sogar gegenteilig zu wirken. Auch telefonisch zu Rate gezogene Schmierstoffexperten waren ratlos. Es war / ist wie verhext. Dort wo der Kolben eine längere Zeit verweilt, drücken die Dichtlippen den Schmierstofffilm beiseite, sodaß letztlich ein Gummi- / Spriztenkörperkontakt ensteht, stumpf wie morsche Knochen.

Eine Möglichkeit hätte sich jedoch aufgetan: Eine Firma hatte eine Spezialbeschichtung im Portfolio welche in der Hitze eine Dünnschicht auf- und ein Stück weit in das Stopfenmaterial eingetragen hätte wonach der Reibwert zwischen dem Gummistopfen und der Kunststoffkolbenwandung erheblich gemindert worden wäre. Selbst ein Trockenlauf hätte vieleicht damit möglich sein können.

Jedoch hätte dieser part des Dosierpumpenbaus dann kommerzialisiert werden müßen, in der Form, dass ich erstens eine Mindestmenge von 1oo Druckspritzen hätte einkaufen und folgend jeder DIY´er sie in der modifizierten Form wiederum bei mir dann hätte erwerben müßen.

Sicher nicht DAS Problem und es hätte auch nicht die Welt gekostet, jedoch war damit der Gedanke dass Jedermann eine hochgenaue Pömpe (sie ließ sich mit der kleinsten Düngespritze auf reproduzierbare o,o1ml einstellen!) sich für ein "paar" Euro mit Teilen aus den Kaufläden um die Ecke und ein wenig Bastelgeschick hinstellen konnte, erschosssen.

Zumal die Pumpe ja konzeptionell open-source war und somit auch diejenigen es tun können sollten welche in keinem Foren- oder sonstigen Kontakt zu mir standen sondern diese Anleitung um x-Ecken herum aufgegabelt hatten.

Eine Möglichekit gäbe es noch:

Wer mit einer Druckgasflasche (CO²) arbeitet, könnte diese weit größere Kraft folgendermaßen nutzen: Über eine Schaltuhr wird ein Magnetventil geöffnet. Folgend drängt CO² in die Druckspritze und treibt dieser den Kolben aus und jenen gegen den Mengen-Anschlag. Je nachdem wie lang nun die kürzeste Schaltzeit der Uhr ist, bleibt er für diesen Zeitraum am Anschlag stehen. Nichts anderes also, als in der Orignalversion mit "undichter" Membranpume.

Schaltet nun die Uhr das Magnetventil ab (schließt es also), ja ... was dann? ... Wo ist nun die benötigte Undichtigkeit welche den in der Druckspritze aufgebauten Arbeitsdruck wieder aus ihr entläßt und ihren Kolben einfahren läßt??

Ganz einfach! Da Arbeitsmedium in Form der Druckgasflasche nun im Überschuß (mengen- u. kraftmäßig) vorhanden ist, wird in die Druckspritze von vornherein eine permanente Undichtigkeit, bewußt ein kleines Loch gebohrt oder mit einer heißen Nadel, Draht wasauchimmer eingeschmolzen. Durch dieses WINZ-Loch kann nach Schließen des Magnetventils der Überdruck sich langsam gegen Null abbauen und den Kolben entspannt zurückfahren lassen.

Das Gas welches während der kurzen Arbeitsphase über diese Undichtigkeit entweicht, sollte (je nach Lochgröße) vernachlässigbar sein. Zudem kann man mit einer Sekunden-Schaltuhr diesen Zeitraum noch zusätzlich dem tatsächlichen, vom reinen Kolbenhub diktierten, anpassen und "verliert" letztlich Gas für einen Zeitraum von lediglich ~ 2 sec.

Hier nochmal Bilder vom damaligen Original-Aufbau der "DüDosiKoPu" (der entspr. thread im AiD ist ja mit Hopsnehmen der Datenbank verlorengegangen):



















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Ingo
 
Hallo Forum,

erstmal danke für diesen Thread. Ich habe ihn erst kürzlich gefunden und eifrig verfolgt. Habe vor ein paar Jahren bei eb** eine Dosierpumpe der Firma prominent aus Heidelberg ersteigert. Habe sie für 55€ bekommen und dann rausgefunden, dass sie dmals 1100DM gekostet hat. Scheint ein absolut geiles Teil zu sein. Es gibt auch noch Ersatzteile. die kleinste dosierbare Menge sind 0,014ml/Minute !!!!

Habe es aber bisher noch nicht umgesetzt bekommen. Hatte die ganze Zeit auch Diskus, da war eine gezielte Düngung aufgund der Einrichtung nicht nötig. Nun habe ich aber viele Anregungen bekommen. Also Danke nochmal.

Für das Problem mit dem Unterdruck hätte ich vielleicht eine Lösung. ch weiss aber nicht, ob meine Denkweise richtig ist.

Lösung a) Ich meine mich zu erinnern, dass es z.B. bei der Flschengärung Ventile gibt, die sich erst ab einem gewissen Druck öffnen, um so den Überdruck abzulassen. Dreht man dieses Ventil um, müsste es sich erst bei einem geissen Unterdruck öffnen. So wäre der Behälter verschlossen, und das zusätzliche Luftloch würde sich nur temporär zum Druckausgleich öffen. Vielleicht mal einen Winzer fragen.

Lösung b) 1 Kanister (1l) mit Dünger. Verbunden mit 2 weiteren Kanistern in Reihe (ebenfalls je ein Liter). Der letzte Kanister hat unten ein Luftloch mit einem Schlauch, der überhalb des letzten Kanisters enden bzw. fixiert sein muss. Nun füllt mann den letzten Kanister mit Wasser. Der Unterdruck wird durch das Luftloch ausgeglichen. Dabei wandert das Wasser vom letzten Kanister in den vorletzten und verhindert (so meine vage Theorie), dass der Dünger dauerhaft Kontakt mit der Atmosphäre bekommt. Inwieweit der Dünger trotzdem verfällt (Sauerstoff diffundiert durch das Wasser???) kann ich nicht sagen. Ist ja auch nur ein Denkansatz, der auch etwas umständlich ist. Vielleicht lässt sich ja daraus etwas aufbauen.

Viele liebe Grüsse Volker
 

Boiled_Frog

Member
Hallo ihr,
mein Gebastel ist jetzt auch endlich fertig. Es handelt sich zwar nicht um die Stetigdüngung aber ich packe da jetzt hier mal mit rein. Muss ja nicht wegen allem ein Neuse Thema weröffnet werden.

Ich habe mir bei Ebay zwei Schlachpumpen gekauft (jeweils 15€). Da ich das Ganze schön verpackt in einem Gehäuse haben wollte a la http://www.bubbles-shop.com/loja/images/tec_3.jpg habe ich mir zwei Hobby Terra Timer auseinander gebaut. Das war nicht besonders schwer. Diese schalten jetzt jeweis einen Trafo, wecher dann die Dosierpumpen mit Strom versorgt.
Man hätte es sicher schöner machen können, aber da die Dosieranlage ja eh nur unterm Schrank steht, habe ich jetzt nicht so ein Augenmerk auf die Optik gelegt.
Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden.
Grüße Flo
 

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xenusion

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Moin,

man könnte die Pneumatik, die eine Einwegspritze aufzieht und entleert auch durch durch einen kleinen Elektromotor, der eine Gewindestange antreibt ersetzen. Zum Abschalten in Endposition und Umschalten der Drehrichtung nimmt man im einfachsten Fall Mikroschalter. Wahrscheinlich spielt dann die Schwergängigkeit der Spritze keine Rolle mehr.

Olli

EDIT: Vielleicht wäre - Achtung Overkill :bonk: - auch ein Scheibenwischermotor als Aktor geeignet - der könnte dann gleich eine ganze Batterie Spritzen bedienen. Es gibt auch Systeme, bei denen der Hebel am Wischermotor nur eine reversierende Bewegung durchführt.
 

Vlad

Member
Hi,
hier mal ein kleiner Test mit Druckflasche und Nadelventiel.
Wenn sich das als tauglich erweist werde ich eine normale 0,5-1L Düngerflasche passiv mit co² bei 0,5bar betreiben und die Tropfen mit hilfe vom Nadelventiel regulieren.

MfG
Vladi
 

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