Dosierpumpe für die "Stetig-Düngung"

Roger

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Hallo,

beruhend auf Ingo´s Theorie der Stetig-Düngung suche ich nach einer möglichst automatisierten technischen Lösung den Pflanzendünger gleichmäßig über 24 Stunden ins Aquarium einzubringen.

Ich hatte dazu einige eigene Überlegungen angestellt wie so etwas aussehen könnte und möchte das als Denkanstoß hier vorstellen.

Als Basis würde mir die von Martin Krüger auf seiner Webseite vorgestellte Düngerpumpe sehr gut gefallen. http://www.aquaristik-normal.de/html/fl ... pumpe.html

Diese ist im Selbstbau relativ einfach herzustellen, müßte aber für die Stetigdüngung meiner Ansicht nach mit z. B. einem Schrittmotor mechanisch angetrieben werden und mit abwechselnd arbeitender doppelter Spritze ausgerüstet werden. Das Prinzip ist dann wohl ähnlich eines Perfusors nur das das nachfüllen der Spritzen entfallen würde.
Ich hatte überlegt, ob man nicht auf der Uhrenscheibe einer normalen und preiswerten mechanischen Zeitschaltuhr eine Schiebekulisse mit Zapfen anbringen kann, der dann über eine Pleuelstange den Spritzenkolben betätigt. Allerdings ist fraglich ob der Minimotor der Uhr genug Kraft und Ausdauer aufbringt das langfristig zu bewerkstelligen.

Hier gibt es doch ein paar technisch begabte! :)
Wie würdet Ihr das machen?
Wo gibt es die Bauteile zu welchem Preis?
Wer wäre u. U. in der Lage und bereit mechanische Teile anzufertigen?

:idea: Ideen sind gefragt :!:
 

Hardy

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RogersPark":3tlhxhdi schrieb:
... die von Martin Krüger auf seiner Webseite vorgestellte Düngerpumpe sehr gut gefallen. http://www.aquaristik-normal.de/html/fl ... pumpe.html ...
*LOL* Roger,
das ist genau Ingos ngerDosierKolbenPumpe, wie er sie erstmals im AiD vorgestellt hatte. Martin hat die nach der dort veröffentlichen Vorlage kopiert. Super Teil, gell? :D
Und Ingo scheint auch eine gute Quelle für die 3-teiligen Spritzen zu haben. Der Rest findet sich in jeder Grabbelkiste. Aber Ingo hat auch schon komplette Bausätze verschickt.
 

Bratfisch

Member
Hallo Roger,

ich will obige Pumpe nicht schlecht machen, aber für Deinen Einsatzzweck taugt sie meiner Meinung nach nicht und eine Modifikation Richtung Elektroauto wird den Jedermann-Charakter wahrscheinlich hinfällig machen ...

Was könnte man tun ?

1.) Eine permanente Düngung macht (meiner laienhaften Meinung nach) nur für die chelatierten Spurenelemente Sinn ?

2.) Der "SchlizuDüDü" (schlimmste zu düngende Dünger) für diesen Fall scheint mir der ProFito zu sein. Einerseits übervoll mit guten Wünschen für die Pflanzen, andererseits, wegen genau dieser Völligkeit, aber eben nicht ohne vorherige Rührung zu applizieren. Ansonsten hat man irgendwann einen fetten Bodensatz in der Flasche welcher eigentlich auf den Salat sollte. Und wer weiß, vieleicht ist dieser Bodensatz letztendlich sogar einseitig zusammengesetzt, will sagen, mit zunehmender Bildung des Bodensatzes verändert sich womöglich die Zusammensetzung des ProFitos (?) ...

Aber dazu weiß ich nichts konkretes.

Man benötigt also zwei Dinge. Einerseits die Kontinuität einer wie auch immer gearteten Düngepumpe, andererseits eine mechanische Gummihand ala Wallace & Gromit´s hilfreichen gimmicks, die den Dünger immer wieder mal durchrührt.

Wie könnte man es machen ?

Ich hatte überlegt ob man die beiden Dinge, pumpen und rühren, von einem einzigen Mechanismus erledigen lassen könnte.

Über dem Aquarium brauchen quasi einen tropfenden Wasserhahn. Damit der Hahn (Microdrip, einfache Quetsche, Lufthahn, was auch immer) vor sich in tropft muß ihm jemand Druck machen. Im Wasserwerk und für unseren Hauswasserhahn macht das eine Pumpe. Das geht hier auch ...

Die Idee ist nichts neues.

Nun aber in bezug auf das zweite Problem eine Erweiterung :

Wir wollen das der problematische ProFito ständig aufgerührt wird. Da wir schon permanent düngen, können wir ja auch permanent rühren. Und so hatte ich gedacht in den an den Auslaß der Pumpe angeschlossenen Schlauch einen bypass in Form eines Regulierhahns mit Abzweig anzubringen.

Die Pumpe wird in den Kanister mit der (z.B. in dest. Wasser verdünnten) Spurenelementelösung versenkt. Ich habe da dieses winzige Eheim-Dings, 15o - 3oo Liter die Stunde und nur ein paar mal ein paar Centimeter groß, im Kopf.

Diese Pumpe baut den Druck im Schlauchsystem auf und wird druckseitig bei noch geschlossenem Dosier-Wasserhahn so abgewürgt das sie die Düngelösung, über den bypass in selbige blasend, immer leicht in Bewegung hält.

Das druckseitige "Abwürgen" macht einer Pumpe gar nichts. Abgewürgt verbaucht sie sogar weniger Energie als voll im Eingriff stehend.

Sodann geht man hin und stellt den Wasserhahn über dem Becklen ein daß er die tägliche Düngemenge in´s Becken tropfen läßt. Da muß man sich dann ranstasten. Und supergenau braucht das nicht zu sein ...

Mit diesem günstigen und schnell gelöteten Mechanimus hätte man somit Pommes mit Sosse UND Majo. Der Dünger würde stetig in´s Becken tropfen UND die Düngelösung würde stetig gerührt und vor dem Absetzen bewahrt werden, wobei die Rührung des Düngers in meinen Augen wie schon erwähnt eine sehr wichtige Sache ist !

Unsicherheiten über die nachzudenken wären :

1.) Wie stark erwärmt dieses (gedrosselte) 5 Watt-Pümpchen ein vorgehaltenes Düngevolumen ?

2. ) Wie verhindere ich ein Trockenfallen bei einem altersheimernden Aquaristiker oO?

3.) Wäres es sinnvoll (einen) Schwimmkörper mit auf die Oberfläche des Düngebehälters zu geben um die Luftontaktfläche des (permanet bewegten) Düngers zu verringern ?


Bild :










Ingo
 

uwe59

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Hallo,
wenn ich mir die Einwegspritze von meinem ProFito ansehe, hat diese schon nach ein paar Wochen ziemliche Verschleißerscheinungen. Ob eine Kreiselpumpe in dieser Suppe lange überlebt ? :?:
Der Bauplan mit der Membranpumpe und den besseren, dreiteiligen Spritzen könnte da wohl länger halten. Mit dem Rührwerk habe ich da einen anderen Ansatz. Wenn man das Magnetfeld vom Pumpenmotor nutzen könnte um damit so eine Art Laborrührwerk zu bauen.
Einen kleinen , aber starken Magneten, an einer Schnur in den Topf mit Dünger hängen und dann auf den Motor stellen. Ich habe mal einen Versuchsaufbau gemacht und es scheint zu funktionieren.

Filter aus.
Filter an.

Gruss, Uwe.
 

Hardy

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Super - besonders auch das Foto!
 

Fritz

Member
Laufen die Eheim und Co. Pumpen nur submers – kann man das Gemisch nicht auch über einen Schlauch zuführen?

…bei Rühren & Fördern fällt mir als erstes die Archimedische Schraube ein!
 

Bratfisch

Member
Hallo Uwe.

Ich hätte nicht gedacht daß das Magnetfeld um eine Pumpe eine solch´ nutzbare Stärke aufweist (sind die denn gar nicht gekapselt ?? So ein Drehfeld macht doch sicher entsprechend empfindliche Tiere mit der Zeit bekloppt, oder oO?). Frage aber : Welche Eheim-Pumpengröße hast Du verwendet für Deinen Versuch ? Ich hatte wie gesagt an das kleinste Modell gedacht. Einmal wegen der Kosten, dann wegen der Baugröße (sollte möglichst auch durch einen Kanisterhals passen) und natürlich auch wegen des Energieverbrauchs und seiner einhergehenden Heizleistung ...

Interessant wäre es wenn Du den Magneten mal am Faden über dem Pumpenkörper aufhängst OHNE ihm wie wie in Deinem jetzigen Bild zu sehen, auf der Pumpe noch ein zusätzliches "Drehlager" zu geben. Wäre interessant zu wissen wie er dann tickt ...

Zu den Magneten :

Die Eisen-Neodym-Bor-Magente (einen solchen hast Du denke ich verwendet) sind sicher sehr problematisch, hängte man sie direkt in´s Wasser oder wie hier angedacht in eine Düngelösung.

Diese Magente sind über dem eigentlichen Magnetsintermaterial welches extrem spröde ist, mit (in billigen Ausführungen) einer Nickel- bzw. Nickellegierungsschicht versehen (das ist die metallisch glänzende Hochglanzoberfläche, das eigentliche Magnetmaterial darunter ist körnig stumpf-grau), die sich in eben diesen Billigausführungen gerne mit der Zeit ablöst und in hochwertigen Ausführungen unter der Nickelschicht noch mit einer zusätzlichen Kupferschicht um der darauf aufgebrachten äußeren Nickelschicht eine deutlich verbesserte Haltbarkeit und dem Magneten insgesamt eine größere Langlebigkeit zu geben.

Das Magnetmaterial selbst ist ebenfalls gesundheitlich bedenklich. Darauf weisen auch die Hersteller hin. Vom Kontakt selbigen mit dem sauren Hautschweiß wird abgeraten. Magnete mit abgeplatzten Schutzschichten sollten nicht mehr verwendet werden.

Man sieht daß in der Summe seiner Inhalts- und Beschichtungswerkstoffe ein solcher Magnet, ist er nicht SICHER ! gekapselt, in Aquarienwasser oder eben einer Düngelösung nichts zu suchen hat.

Als Alternative gibt es aber fertige Rührsteine zu kaufen. AUCH mit eingearbeiteten Eisen-Neodym-Bor-Magenten. Evtl. kann man sich ja so ein Teil über die Apotheke bestellen, wenn man sie sich nicht von den einschlägigen Anbietern im Netz ziehen will ...

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Zu der "Pumpe in Pro-Fito" (hört sich lecker an, oder ? :- ) :

Wenn es wirklich um den Verschleiß geht und der in Pro-Fito heftig sein sollte, dann ist es egal ob die Pumpe intern oder extern betreiben wird, da der Verschleiß ja nicht am Gehäuse stattfindet sondern an der Motor- / Pumpenrad-Kupplung.

Man sollte einfach mal ausprobieren wie lange es das kleinste Heimchen in (verdünnter Profito-Lösung) macht und fällt sie dann aus (kann man Pumpen chelatieren damit sie nicht ausfallen ? *g*) haut man das Teil auseinander und guckt ob es an Verschleiß durch geförderte Substanz lag ...



Ingo
 

Bratfisch

Member
Hallo Fritz.

Extern kann man die kleinen Heimchen nicht betreiben (soweit ich weiß), da sie keinen Einsaugstutzen besitzen auf den man einen Schlauch schieben könnte. Nur einen Ausblasstutzen. :- (

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Zu der Schraube die Archimedes locker hatte :

Ich habe vor einem 3/4 Jahr eine solche Kombi aus Schraube (hier zweidimensional als Schnecke) und einer Hohlwelle gebaut. Das funktioniert ganz gut. Es macht jedoch keine Höhen und das Pumpvolumen gelangt ebenfalls nicht in Hochleistungsbreiche. Dafür aber bis in absolute Kleinstmengenbereiche und das Dings pumpt weitgehend zerstörungsfrei. Hier Bilder des Laufrades, gebaut aus 2 CDs, einer Schnecke, gedreht aus einem ABS-Streifen und einer Hohlwelle aus einem VA-Rohr ...

















Großartig rühren kann man mit einer Schraube ein größeres Vorlagevolumen aber nicht ...





Ingo
 

uwe59

New Member
Hallo Ingo,
der Filter ist ein Eheim Professionel Typ 2327. Also ein Aussenfilter. Für HMF Betreiber ist diese Variante wohl nichts. Mir gefällt daran, dass man ohne viel Aufwand das Gemisch in Wallung bringen kann. Die Energie die der Pumpe entzogen wird dürfte nicht zu merken sein. Wenn ich den Magneten mit den Fingern festhalte, ist da ganz schön Kraft drinn. Wie klein ein Motor sein kann muss man einfach mal probieren. Die Magneten ungeschützt in die Brühe zu hängen ist sicher nicht so gut. Eine Ummantelung mit Kunststoff würde mir da einfallen. Dann könnte man auch noch ein Paar Flügelchen anbringen um die Rührleistung zu verstärken. An einer Schnur aufgehängt sollte der M. auch nicht an die Wände des Behälters schlagen, sonst wird es schnell nervig laut. Einen Rührstein der sich am Boden dreht wird sicherlich Geräusch machen. Da der M. sich am Rand des Feldes befindet, kann auch nicht mit einer sauberen Rotation gerechnet werden, sondern eher mit einem wilden Eiertanz. Aber das ist vielleicht noch besser für eine stetige Durchmischung.

Gruss, Uwe.
 

Fritz

Member
Ich denke dass eine externe Pumpe insoweit sinnvoll ist, da man kein Problem mit der Abwärme hat und die mögliche Korrosion nur die (austauschbare) Fördermechanik betrifft…

…für unseren Hypo-Low-Budget–HMF habe ich eine 500l/h Resu SP-1100 (eine koreanische Powerhead-Kopie) für € 10 auf ebay geschossen, die sich allerdings gut mit einem Ansaugstutzen (16/22 Schlauch) versehen lässt!

Gruß Fritz
 

Thilo

Member
Hallo,

vielen Dank Roger. Solch eine "Dosierpumpe nach Ingo" habe ich immer gesucht. Ich habe das Thema hier und im AiD mit großer Begeisterung gelesen.

Jetzt habe ich mich an das nachbauen einer solchen Pumpe gemacht. Ich kann mir alles das notwendig ist besorgen, nur bei den Federn werde ich leider nicht fündig. Ich habe gestern den ganzen Tag gegoogelt aber noch nichts wirklich passendes oder verständliches gefunden.

Vieleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen und mir einen Federnverkäufer (Baumark, Kleineisenhändler) im Raum Berlin oder einen Internetshop emfehlen. Ein Internetshop sollte auch an Privatpersonen liefern.

Vielen Dank im vorraus

Thilo
 

Hardy

Active Member
Hi Thilo,
ich hab solche Federn zu einem allerdings relativ unverschämten Preis beim Obi gesehen. Gibt's wahrscheinlich in fast jedem Baumarkt, sind nur unauffällig genug, dass es Nachfragen braucht.
(Meist spanne ich bei solchen Sachen lieber ein Gummiband von der Gegenseite, aber da müsst ich mir die Konstruktion noch mal anschauen.)
 

Thilo

Member
Hallo,

danke Hardy. Ich wußte doch das sich einer aus der Nähe hier im Forum befindet und mir hilft.
Obi ist wirklich nicht weit von mir. Ich werde mal sehen, ob die unverschämten Preise noch bezahlbar sind. Dann Testen und wenn nicht verwendbar auch zurückbringen.

Viele Grüße nach München.

Thilo
 

Bratfisch

Member
Hallo Thilo.

Die Federn sind von der Fa. "suki" (suki international). Entwendet dem hiesigen Toom-Klaumarkt. Informationen die dem label der Verpackung zu entnehmen sind : Eine Nummer : 6159060, 4 Stk. Federn 6,2 x 40,9 mm.

Gleiche Information hatte ich auf gleiche Nachfrage einem Foristen im AiD gegeben und der hat sie dann auch gleich gefunden. Im Theoretiker-Klaumarkt. :- )

Wenn Du Dich an der Pumpe versuchst, sei Dir bewußt das Du eine kräftige Membranpumpe benötigst. Die dreiteiligen Spritzen neigen zu einem dickschädligen stick-slip-Effekt, was ganz einfach heißt das sie zu Beginn des Dosierhubes gerne kräftiger angeschubst werden wollen als es im darauffolgenden Gleitfall der Fall ist. Die Schego Mk3 wäre ein solch´kräftiger Antrieb. Sie macht etwas mehr als o.3 bar.

Ich arbeite nebenbei immer wieder mal ein bißchen an Selbstbaukolben die dieses Problem nicht mehr haben. Aber da ich immer an allem möglichen herumbaue, ist da auch noch nix wirklich fertig geworden. *arschtrittmirgeb´*




Ingo
 

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