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Postby Frederik3 » 10 Jun 2020 18:27
Hallo miteinander :smile:

hat jemand von euch Erfahrung damit das Pumpenrad bei einem Eheim Classic Filter gegen ein schwächeres Modell zu ersetzen? Ich habe mir gebraucht einen Eheim Classic 2213 (250) gekauft und den Filter als zu laut empfunden, da ich noch einen alten Classic 2211 (150) besitze und der immer sehr leise war, hab ich jetzt einfach das Pumpenrad getauscht. Prompt ist der 2213 auch deutlich leiser, zwar noch nicht so leise wie der 2211, aber ich hoffe das gibt sich die Tage noch.
Weiß jemand wie sich der Tausch auf die Pumpe auswirkt, abgesehen von vermutlich reduziertem Durchsatz? Würde das eventuell sogar bedeuten, dass der Filter eine längere Standzeit entwickelt, da weniger Reibung erzeugt wird?

Ich bin gespannt was ihr davon haltet :besserwiss:
Frederik3
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Postby Submersives_Element » 11 Jun 2020 08:45
Hallo Frederik,

von der technischen Seite betrachtet ist das in erster Linie Energieverschwendung.
Pumpenrad und Pumpengehäuse sind üblicherweise bzgl. ihrer Kontur so aufeinander abgestimmt, daß möglichst geringe Spaltmaße eingehalten werden. Ziel ist ja, mit den Schaufeln des Pumpenrades so leckagefrei wie möglich das Fluid zu fördern. Die Ansaugwirkung dürfte durch diese Maßnahme auch stark reduziert bis nicht mehr vorhanden sein. :nosmile:
Dein Ziel des leiseren Laufens hast Du damit wohl eher zufällig erreicht.
Um Pumpenlautstärke zu reduzieren, würde man technisch versuchen
  • das Pumpengehäuse zu kapseln (Du könntest die komplette Pumpe in einen schallreduzierenden Behälter setzen)
  • Strömungskonturen zu optimieren (das kann nur der Hersteller)
  • falls Resonanzen über die Umgebung entstehen (z.B. Unterschrank), diese durch Schwingungsdämpfer zu entkoppeln (scheint bei Dir nicht der Fall zu sein)

Tut mir leid, daß die Antwort eher negativ erfolgt, aber Du hast gefragt. :bier:
Freundlichst grüßt Euch/Dich

Dirk
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Postby Matz » 11 Jun 2020 09:07
Moin Frederik,
hat das Flügelrad aus dem kleineren Filter nur weniger Flügel?
Wenn ja (und davon gehe ich aus, denn sonst würde es nicht passen, denke ich) sollte das kein Problem darstellen; lediglich die geförderte Menge/der Durchfluß nimmt etwas ab dadurch.
Sollte es aber zwischen der Wand und den Flügeln mehr Abstand geben als vorher, dann würde ich das ähnlich sehen wie mein Vorredner das beschrieben hat.
Aber die Eheim-Flügelräder aus den Classik-Filtern haben m.W.n. alle den gleichen Durchmesser (ausser das des ganz Großen) und unterscheiden sich nur in der Anzahl der Flügel sowie evtl. in der Höhe.
Ich sehe das nicht als problematisch an :-/ .
Bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby Frederik3 » 11 Jun 2020 16:53
Hallo ihr beiden,

danke für die Rückmeldung!! Also der der Unterschied beim Wasserdruck ist minimal und genau das Pumpenrad ist an sich gleich, nur sind es drei Flügel, also weniger. Der Filter ist mittlerweile fast lautlos :D
Habt ihr eine Idee, ob sich theoretisch die Standzeit verlängern sollte? Die Pumpe hat ja aktuell weniger Widerstand, oder? Und dadurch müsste sie doch theoretisch bei ihrer Leistung länger in der Lage sein den Druck zu halten, oder ist das ein Irrtum?
Frederik3
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Postby Matz » 11 Jun 2020 22:09
Hallo,
das ist ein Irrtum, denn der Schmutz, der reinkommt verstopft die Schwämme/das Gewebe/was auch immer genauso schnell oder langsam.
Eine Pumpe zu stressen, damit sie auf Grund etwas höheren Drucks (vielleicht? Halte ich für fragwürdig! :roll: ) mit Gewalt Wasser durch diesen presst :? . Nee!
Von dem Gedanken würde ich mich schnell verabschieden. Wozu auch :?
Filter putzen ist, bei normalen Pflanzenbecken, etwas, was man wirklich nicht oft machen muss.
Wenn du einen so hohen "Schmutz-Anfall" hast, dass du das so oft machen musst, dass es dich nervt, stimmt etwas anderes nicht.
Bis bald,
:bier:
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Postby Frederik3 » 12 Jun 2020 19:07
Hallo Matthias,

mir geht es nur um das theoretische Prinzip. Generell müsste sich der Standfaktor alleine durch den geringeren Durchsatz ja schon entsprechend verlängern, aber ich frage mich eben auch wie es auf der technischen Seite aussieht. Ich vermute das Pumpenrad wird durch mehrere Spulen magnetisch bewegt und der Faktor müsste theoretisch gleich bleiben. Also wie oft sich das Pumpenrad dreht. Ob nun das Rad aus dem 150 oder 250. Aber die Reibung bleibt ja nicht gleich, weil weniger Schaufeln und hier kommt jetzt der Punkt wo ich zu keiner Antwort komme. Der Durchlass im Filter verschlechtert sich, das heißt das Pumpenrad wird weniger Schwung haben. Nimmt sich das dann einfach nichts zwischen 150 und 250 Pumpenrad, weil beide Magneten den gleichen „Schwung“ haben?

Auf jeden Fall erstmal ein schönes Wochenende allen :)
Frederik3
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Postby Matz » 12 Jun 2020 19:35
Hallo Paul,
darauf kann ich dir keine Antwort geben. Mathematik und Physik sind nicht meine Stärke.
Aber möglicherweise antwortet ja noch jemand von den Cracks auf diesen Gebieten.
Auch dir ein schönes Wochenende,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby Neuling » 12 Jun 2020 22:13
Hi,

das was ich jetzt schreibe, ist nur Spekulation meinerseits.
Wenn man sich die Explosionszeichnung beider Filter ( 2211 u. 2213 ) anschaut, sieht man schnell, das einige Komponenten der Rotor Einheit bei beiden Filter gleich sind.
Beide nutzen die gleiche Welle, und auch die gleiche Verriegelung die Welle im Gehäuse festhält.

Ich gehe auch mal davon aus, das Eheim in beiden Filtern denn gleichen Magneten verwendet.
Und einfach nur 2 verschiedene Flügelräder hat, da man diese ja auch abmachen kann.

Werde am Montag mal bei Eheim anrufen, und einfach mal nachfragen. Interessiert mich jetzt selber.

Gruß Daniel
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Postby Wuestenrose » 12 Jun 2020 22:57
'N Abend...

Aquaristischen Kleinpumpenantriebe sind zweipolige, permanent erregte Synchronmotore. Deren Drehzahl ist von der Frequenz der speisenden Spannung abhängig, aber nicht von der Anzahl der Pumpenflügel.


Viele Grüße
Robert
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Postby FiPie » 12 Jun 2020 23:33
Hallo Frederik,

die Pumpe wird jetzt mit dem "schwächeren Impeller" eine andere Kennlinie haben.
Was man mal testen/vergleiche könnte, wäre die Stromaufnahme.
Wenn diese Pumpen lauter werden hat das leider oft mit zunehmenden Verschleiß zu tun.
Möglicherweise würde also schon ein neuer helfen.

VG Frank
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Postby Wuestenrose » 13 Jun 2020 07:59
Morgen…

FiPie wrote:Was man mal testen/vergleiche könnte, wäre die Stromaufnahme.

Das funktioniert nicht, selber schon ausprobiert. Die Wirkungsgrade der aquaristischen Kleinpumpen sind so mies, daß sich eine veränderte Belastung nicht in einem veränderten Stromverbrauch niederschlägt.


Viele Grüße
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Postby Submersives_Element » 13 Jun 2020 13:06
Hallo Zusammen,

wenn man davon ausgeht, daß der Motor in beiden Fällen dieselbe Leistung konstant zur Verfügung stellt, dann ist auch der Volumenstrom konstant (weil proportional zur Leistung). :besserwiss:
Die einzige Änderung findet in der Reduzierung der Anzahl der Schaufeln statt, d.h. bei einer Umdrehung mit drei Schaufeln wird weniger Volumen bewegt, als bei einer Umdrehung mit fünf Schaufeln. Um auf denselben Volumenstrom zu kommen, muß der Impeller mit drei Schaufeln schneller drehen, als der Impeller mit fünf Schaufeln.
Für die Lebensdauer der Pumpe wäre das ungünstiger. Ob diese Größenordnungen bemerkbar sind, kann ich nicht einschätzen. :glaskugel:
Freundlichst grüßt Euch/Dich

Dirk
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Postby Wuestenrose » 13 Jun 2020 14:03
Mahlzeit…

Submersives_Element wrote:Um auf denselben Volumenstrom zu kommen, muß der Impeller mit drei Schaufeln schneller drehen, als der Impeller mit fünf Schaufeln.

Tuter aber ned, weil der antreibende Motor, wie bereits beschrieben, ein Synchronmotor ist. Der dreht immer gleichschnell :besserwiss: . Weniger oder kürzere Schaufeln → weniger Durchsatz.

Auf die Lebensdauer hat das keinen Einfluß.


Viele Grüße
Robert
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Postby Submersives_Element » 13 Jun 2020 19:13
Hallo Robert,

die konstante Drehzahl ist sicherlich der übliche und angestrebte Betriebszustand. Dann würde man bei weniger Last (weniger Schaufeln) Leistung einsparen.
Im umgekehrten Fall kann man die Pumpe aber auch drosseln, indem man den Widerstand gegen die Schaufeln erhöht. In diesem Fall würde die Drehzahl quasi gewaltsam gesenkt - aber die Situation haben wir ja nicht.
Also Einigung auf konstante Drehzahl beim Synchronmotor und damit kein Nachteil für die Lebensdauer. :bier:
Freundlichst grüßt Euch/Dich

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Postby Wuestenrose » 13 Jun 2020 19:19
'N Abend...

Submersives_Element wrote:In diesem Fall würde die Drehzahl quasi gewaltsam gesenkt…

Nein, wird sie nicht. Geht beim Synchronmotor nicht. Wenn du dessen maximal mögliches Drehmoment überschreitest, also versuchst, ihn abzubremsen, bleibt er einfach stehen. Ein Synchronmotor kennt nur zwei Zustände:

1) Lauf mit Synchrondrehzahl und
2) Stillstand.


I.d.S.
Robert
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