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Beitragvon pema » 21 Jan 2017 16:05
Hallo zusammen,
ich habe mir gestern meine erste CO2-Anlage gekauft. JBL Proflora U504. Für ein 45L Becken.
Dabei ist keine Nachtabschaltung - und bevor jemand schreibt: 'kauf die eine mit Nachtabschaltung'...ich weiß, wäre besser...ist aber nun nicht. (nachrüsten ginge allerdings). Jetzt aber noch nicht :D
Im Becken leben Garnelen und drei Schnecken.
Der O2 Wert liegt bei 8mg - also im grünen Bereich, der PH Wert liegt mit 7,8 eher im hohen Bereich.
Im Geschäft hat mir der Verkäufer geraten, die Anlage - ohne Nachtabschaltung - auf nur 2 Blasen pro Minute einzustellen...statt der eigentlich nötigen 4 Blasen und den CO2 Dauertest im Auge zu behalten.
Ergibt das Sinn?
Ich mache mir eigentlich nur Sorgen um die Garnelen, die ja sehr sauerstoffbedürftig sind.

Hat jemand Erfahrungen mit CO2-Anlagen, die 24Std. am Tag durch laufen?
Wie soll ich das nun einstellen - bisher steht das Teil nur neben dem Becken :pfeifen:
petra
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Jan 2017 21:41
'N Abend Petra...

Eine Nachtabschaltung halte ich nicht für unbedingt notwendig. Ich habe gut anderthalb Jahre lang ein Aquarium mit ungeregelter CO2-Zufuhr betrieben, das funktioniert ganz wunderbar.

Hast Du einen vernünftigen, d. h. mit einer vom Aquarienwasser unabhängigen Testflüssigkeit, CO2-Dauertest? Den halte ich für unabdingbar.

Mal abgesehen davon, daß ich das auch für ein vergleichsweise kleines 45-Liter-Aquarium für zu wenig halte, wirst Du eine Blasenzahl von weder 2, noch 4 pro Minute vernünftig einstellen können. Das ist zu gering für die üblichen Nadelventile. Aber Du wirst eh mehr brauchen.

Gase lösen sich unabhängig voneinander im Wasser. Das CO2 verdrängt den Sauerstoff nicht. Ich kenne mich mit der Physiologie der Garnelen ganz und gar nicht aus. Fische aber bekommen Probleme bei gleichzeitig hohen CO2- und Sauerstoffgehalten, dann werden sie das CO2 im Blut nicht mehr richtig los. Wie es bei Garnelen ist, weiß ich nicht.

Grüße
Robert
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Beitragvon Joka » 21 Jan 2017 22:33
Guten Abend,
wenn zuviel CO2 im Wasser gelöst ist bringen dir die 8mg/l und mehr O2 auch nichts ... Fische werden das CO2 aus dem Blut nicht los weil das Wasser schon mit dem CO2 gesättigt ist und ersticken.

Mach lieber über Nacht Luftpumpe mit Auströmer an.

Schönen Abend

Johann
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Jan 2017 22:42
'N Abend...

Joka hat geschrieben:wenn zuviel CO2 im Wasser gelöst ist bringen dir die 8mg/l und mehr O2 auch nichts ...

Darum schlug ich vor, den CO2-Gehalt per Dauertest zu überprüfen.

Mach lieber über Nacht Luftpumpe mit Auströmer an.

Ohne zu wissen, welchen CO2-Gehalt Petras Aquarienwasser besitzt, ist dieser "Tipp" reichlich sinnfrei! Wie bereits erwähnt, betrieb ich anderthalb Jahre lang ein Aquarium mit ungeregelter CO2-Zufuhr, ohne Nachtabschaltung und ohne Nacht-Luftpumpe. Das funktioniert ganz wunderbar!

Grüße
Robert
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Beitragvon Joka » 21 Jan 2017 22:56
Guten Abend,
der ganze Thread ist sinnfrei :ops:

Warum soll man Nachts CO2 zuführen aus Druckflaschen die nur Energie kosten und verschwenden?

Gruß
Johann
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Jan 2017 23:08
'N Abend...

Weil...
  • ... Eine Nachtabschaltung mehr kostet als ein paar Kilo CO2 und ein fehlerträchtiges Teil mehr am Aquarium ist,
  • ... Messungen im Netz existieren, nach denen pH-Verlauf und CO2-Gehalt bei ununterbrochener CO2-Zufuhr eine größere Konstanz besitzen als mit Nachtabschaltung.

Ganz einfach :D .

In diesem Sinne,
Robert
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Beitragvon Joka » 21 Jan 2017 23:34
Guten Abend,

wie gesagt der ganze Thread ist sinnfrei... man kauft sich keine CO2-Anlage für ein paar Garnelen und drei Schnecken.

Ich weiß nicht wie der energetische Auffand für die Befüllung der Flaschen aussieht..?
Die Pflanzen atmen in der Nacht auch CO2 aus also kann man dann von keiner Konstanz ausgehen.

:?
Johann
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Beitragvon Biotoecus » 22 Jan 2017 00:10
Hi,
ein MV zieht so um die 2W.
Das ist natürlich keine Energieverschwendung wie so alles an einem Aquarium.
Manchmal verstehe ich die Argumente nicht mehr.
Gruß Martin
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Beitragvon omega » 22 Jan 2017 01:03
Hallo Petra,

pema hat geschrieben:Hat jemand Erfahrungen mit CO2-Anlagen, die 24Std. am Tag durch laufen?

hab ich früher so gemacht. Tagsüber fiel der CO2-Gehalt, nachts stieg er. Ich gab so viel CO2 zu, daß der CO2-Gehalt morgens bei ca. 30mg/l lag.
Als ich allerdings die Beleuchtung verstärkte und die Blasenzahl erhöhen mußte, um den höheren Verbrauch durch die Pflanzen zu kompensieren, mußte ich die CO2-Zufuhr nachts abstellen, weil sonst über Nacht der CO2-Gehalt viel zu weit gestiegen wären.

Ich muß dazu erwähnen, daß mein Aquarium kaum CO2 durch Bewegung der Wasseroberfläche etc. austreibt und es eine Kahmhaut bildet, die ich nicht entferne. Nachts, bei heute abgeschaltetem CO2, sinkt der CO2-Gehalt nicht.

Andere rühren ihr Aquarienwasser erheblich stärker um als ich und/oder betreiben einen Oberflächenabsauger, um die Kahmhaut loszuwerden. Das treibt mächtig CO2, weshalb bei solchen Aquarien die CO2-Zufuhr wieder anderes geregelt werden muß, als bei mir früher und heute.

Wie Du das hinbekommst, wirst Du selbst herausfinden müssen.

Grüße, Markus
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Beitragvon pema » 22 Jan 2017 09:30
Joka hat geschrieben:Guten Abend,

wie gesagt der ganze Thread ist sinnfrei... man kauft sich keine CO2-Anlage für ein paar Garnelen und drei Schnecken.

:?
Johann

Guten Morgen zusammen,
ich betreibe keine CO2-Anlage für ein paar Garnelen, sondern für die Pflanzen in meinem kleinen Aquascape-Tank.
(Ich dachte eigentlich, das wäre klar :pfeifen: )


Wenn ich mal zusammenfassen darf:
Den - vom Aquarienwasser unabhängigen - Dauertest im Auge behalten.
Hab' ich und werde ich machen.
Nachts ggf. für Oberflächenbewegung sorgen.
Mach so wie so....da ich diese Kalmhaut nicht mag.
Und wenn zwei Blasen einstellen nicht geht - dann eben mehr....man wird sehen.
Leider kenne ich mich mit der Physiologie der Garnelen auch nicht so wirklich aus. Ich versuche mal, mich schlau zu machen. :besserwiss:
Vielen Dank für die Antworten...und falls noch jemandem etwas einfällt :thumbs: .
petra
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Beitragvon Hooki » 22 Jan 2017 09:32
Hallo Petra

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du eine Nachtabschaltung? Meine Co2-Anlage läuft über eine Zeitschaltuhr. Funktioniert wunderbar!

Gruß Claudia
Hooki
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Beitragvon DJNoob » 22 Jan 2017 11:59
Moin, in meinem nano läuft co2 Tag und Nacht und der Langzeittest bleibt nahezu konstant. Wichtig bei dem feintuning ist die wasser oberflächlenbewegung.
Grüße,
Bülent

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Meine WW: Nitrat: 25 mg/l Phosphat: 0,5 mg/l Kalium: 5 mg/l Calcium: 30 mg/l Magnesium: 10 mg/l
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Beitragvon nik » 22 Jan 2017 12:16
Hallo Petra,

Markus hat den entscheidenden Punkt mit der Lichtmenge schon angesprochen, die Oberflächenbewegung auch. Ist aber auch von Pflanzenmenge und Pflanzenart abhängig. Viel und lange beleuchtet, eine hohe Pflanzenmenge auch noch schnell wachsend, strömungsarm wird bei einer gleichmäßigen CO2-Zufuhr zu hohen Schwankungen führen.

Ein Dauertest für die optische Kontrolle ist sehr wichtig. Ich verwende die Indikatorflüssigkeit für 20 mg/l CO2 und habe zurzeit 3 Druckgasflaschen, mit denen ich 4 Nanos von 10-25 l versorge, meist stark beleuchtet, mittel bis stark bepflanzt und die 4 Nadelventile lassen sich alle ausreichend runterregeln. Bei diesen Größen brauche ich nicht einmal Blasenzähler, orientiere mich direkt am CO2-Diffusor. Das ist dann nicht mehr das von größeren Becken bekannte Perlen über die Fläche des Diffusors sondern nur mehr eine einzelne Perlenschnur. ;)

Man muss ja auch Bedenken, dass die Blasengröße bei den verschiedenen Blasenzählern ziemlich variiert. Der JBL Blasenzähler erzeugt größere und bei einem 72 l Becken brauchte es nur 6-8 Blasen pro Minute.

Gruß, Nik
Konzept eines Pflanzenaquariums
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Beitragvon pema » 22 Jan 2017 17:46
Hallo zusammen,
danke für die Antworten.
Ich habe jetzt als ersten Schritt mal den Dauertest angebracht. Zeigt seit vier Stunden dunkelbau...sprich unter 3ml Co2 und - da er gleichzeitig den PH-Wert messen soll: 7,9 als PH-Wert. Vorher habe ich den KH-Wert gemessen: 6°.
So betrachtet, muss ich schon eine ganze Menge an CO2 einbringen, damit ich vernünftige Werte bekomme.

Morgen früh schaue ich mal, ob der Wert sich über Nacht besonders geändert hat.

Ich habe mich bzgl. der Garnelen mal schlau gemacht. Sie sind genau so empfindlich was hohe CO2-Werte angeht wie Fische (vielleicht sogar empfindlicher). Deshalb muss ich bei Versuchen auch sehr vorsichtig sein :pfeifen: .

Ich habe gelesen, dass man den nächtlichen CO2-Wert im Becken auch dadurch reduzieren kann (bei durchlaufender CO2-Anlage), in dem man den Diffusor einfach weiter nach oben an die Wasseroberfläche rückt. So würde sich weniger CO2 im Wasser lösen. Stimmt das?? Das wäre dann ja eine ziemlich einfache Übergangslösung - denn langsam habe ich doch das Gefühl: die nächste Anschaffung ist wohl eine Nachtabschaltung.
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Beitragvon pema » 10 Feb 2017 16:01
Hallo zusammen,
wenn es jemanden interessiert: meine bisherigen Erfahrungen mit der CO2-Anlage ohne Nachtabschaltung.

Angefangen habe ich mit ca. 11 Blasen/Min. für mein 45L Becken. Dauertest zeigte dann ein helleres grün. Abends habe ich den Filterauslauf so eingestellt, dass die Wasseroberfläche bewegt wurde. Morgens zeigte der Dauertest dann die gleiche Farbe.
Dann habe ich den CO2 Eintrag auf 8 Blasen/Min. reduziert. Aus dem Diffusor kommt nur noch eine einzelne Perlenschnur. Ergebnis: ein dunkleres grün.
Jetzt habe ich die ersten Nächte lang den outflow nicht höher platziert. Ergebnis: Morgens zeigt der Dauertest keine Veränderung der Farbe.
Wenn ich Ph und KH messe, komme ich auf ungef. 15mg CO2 laut Tabelle. Ist etwas zu wenig...aber ich möchte den Ph-Wert nicht noch weiter senken (jetzt bei ca. 7).

Alles in allem klappt die CO2-Zuführung auch ohne Nachtabschaltung.
Jetzt bin ich nur gespannt, wie lange die 500-ter Flasche reicht.

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