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Postby SvenD73 » 24 Jun 2010 22:51
Hallo erstmal liebe Community,

ich bin seit vielen Jahren wieder in die Aquaristik eingestiegen und habe folgendes Problem/folgende Frage:

Doch erst mal n bissl :mrgreen: Vorgeschichte.
Becken (85l netto, 80x35x40)) läuft seit 8 Wochen, NO2-Peak lange vorbei. Besatz: 1 LDA67, 16 Rote Neon und 11
Corydoras Habrosus (mal abgesehen von ein paar TDS und Blasenschnecken). Bepflanzt ist das Ganze mit folgenden
Pflänzchen:

Limnophila sessiliflora (ca. 15 Stengel)
cryptocoryne becketti (1x)
hygrophila polysperma (ca. 15 Stengel)
Maraschinos tropica (3x)
eleocharis parvula (3x kleine Büschel)
microsorum pteropus (1 relativ großer)
taxiphyllum barbieri (1 Büschel)
anubias barteri nana (3x)
Ludwigia repens 'Rubin' (5 Stengel)

An Technik habe ich Druckgas-CO2 mit NA, 3x18W T8 mit JBL-Reflektoren (2x865, 1x840 von 9-20 Uhr) und HMF mit 5cm
Filtermatte grob. Letzte Wasserwerte: GH 8; KH 3,5; PH 6,6, NO2, NH4, NO3 und PO4 = 0; Fe = 0,15, LW 480 µS
und 25,5° warm.

Ich hatte auf diversen Seiten und Foren im I-Net gelesen, man solle die ersten Wochen gar nicht und dann sehr langsam mit
dem Düngen anfangen soll beim Einfahren. Genauso habe ich es auch gemacht, doch leider stellte ich fast keinen
Fe-Verbrauch fest, dafür war aber NO3 und PO4 nie nachweisbar, trotz 3ml Eudrakon N und 3,5ml Eudrakon P täglich.
Das da ein entsprechenden Ungleichgewicht der Nährstoffe existierte ist mir mittlerweile klar. Was kam, klar, Algen :evil:
Alle die dazu gehören hatte ich (Cyanos, Kieselalgen, Fadenalgen und Punktalgen). Ich machte erst mal gar nix, da ich
dachte, ist ja Einfahrphase, das wird schon, denn die Pflanzen wuchsen und assimilierten gut.

Allerdings wuchsen die Grünalgen-Arten auch hervorragend. Dies war nach kürzester Zeit so schlimm, dass ich um meine
Pflanzen bangen musste. Ich habe dann aus Verzweiflung und der Meinung des schnellen Handlungsbedarfes P*****-707
eingesetzt. Die Kieselalgen waren zwar vorher schon weg, aber der Rest nicht. Durch das P****** sind mittlerweile keine
Cyanos und auch keine Punktalgen mehr zu sehen, aber die Fadenalgen sind noch reichlich da. Sind sind zwar deutlich heller
geworden und verklumpen irgendwie, aber halt noch nicht weg. Ich habe während der Algenkur jegliche Düngung inkl. CO2
eingestellt, wie es der Hersteller empfiehlt. Der Hersteller empfiehlt zwar auch ggfls. eine Wiederholung der Kur, aber das
möchte ich nicht. Die Kur, die ich machte, sollte den Algen kräftig einschenken, und jetzt möchte ich dem Rest durch
optimalen Pflanzenwuchs (demzufolge ideales bis gutes Nährstoffangebot) den Garaus machen.

Am Montag war die letzte Gabe des Algenmittels und ich werde am Sonntag morgen zuerst die noch verbliebenen
Algen so gut es absammeln und dann einen 50%-WW machen. Das WW ist VE-Wasser mit Duradrakon und etwas PMS
aufgehärtet. So, nun aber endlich zu meiner Frage :mrgreen:

Wie starte ich die Düngung optimal? CO2 bin ich mittlerweile langsam wieder am Hochfahren, damit am Sonntag genug zur
Verfügung steht. Eudrakon N habe ich durch eine KNO3-Lösung (meine Apothekerin war so freundlich :twisted: ) ersetzt, da
ich denke, dass nun durch den Besatz genug NH4 und Harnstoff ins Becken kommt und daher KNO3 idealer als Eudrakon N ist.

Ich hatte eigentlich vor, direkt nach dem WW die Werte für Fe, NO3 und PO4 zu checken und gleich auf folgende Werte
aufzudüngen: NO3 = 10mg/l; Fe = 0,1mg/l und PO4 = 1mg/l (entspricht 17ml Eudrakon P als Einzeldosis :!: ). Ist das so
in Ordnung, oder sollte ich doch lieber wieder langsam starten?, wobei ich davon nicht überzeugt bin, denn beim ersten
Mal gings mit Algenwuchs in die Hose und ich bin der Meinung, dass ich die restlichen Algen nur durch sehr guten
Pflanzenwuchs weg bekomme. Damit die Pflanzen auch gleich voll durchstarten können, wollte ich ihnen halt gleich
ordentlich was gönnen.

Ich freue mich sehr auf Eure Meinungen zum Thema, aber bitte keine Grundatzdiskussion über den Einsatz von
Algenmitteln, ich weiss, dass es nur der letzte Ausweg sein sollte und ich persönlich sah leider keinen anderen :( .

Bilder brauchts denke ich keine, aber wenn Ihr drauf besteht, liefere ich natürlich :mrgreen:
Fertisch, war ja auch lang genug :bier: :mrgreen:

Liebe Grüße Sven
Gruß Sven
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Postby Roger » 26 Jun 2010 17:10
Hallo Sven,

eigentlich brauchst Du gar keine Hilfe, denn Du bist schon auf dem richtigen Weg! :D

Ich hatte eigentlich vor, direkt nach dem WW die Werte für Fe, NO3 und PO4 zu checken und gleich auf folgende Werte
aufzudüngen: NO3 = 10mg/l; Fe = 0,1mg/l und PO4 = 1mg/l (entspricht 17ml Eudrakon P als Einzeldosis :!: ).

Mach das mal so und versuche die Werte dort zu halten.

Jetzt nach der Algenmittelanwendung ist die bestehende Bepflanzung u. U. geschwächt oder geschädigt, so das ein wenig frische, schnellwachsende Pflanzenmasse nicht schaden würde. Damit sich die Mikroflora im Becken leichter erholen kann, würde ich Dir raten die Beleuchtungszeit auf 6 Stunden täglich zu reduzieren und nur langsam wieder zu erhöhen (+1 Stunde pro Woche).
Gruß
Roger
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Postby SvenD73 » 26 Jun 2010 17:58
Hallo Roger,

erst mal vielen Dank für Deine Antwort.

Roger wrote:eigentlich brauchst Du gar keine Hilfe, denn Du bist schon auf dem richtigen Weg!


Danke, aber ging nur durch dieses Super-Forum :beten: habe halt schon viel gelesen und wollte aber nur noch mal in
meinem speziellen Fall eine Bestätigung. Ich habe allerdings in meinem Nanobecken selbst diese Beobachtung gemacht.
Als die NS ziemlich reichlich vorhanden waren hatte ich nur ein paar Bartalgen. Als ich die NS ein bisschen zurück gefahren
hatte (etwa wie Doc. Kremser es vorschlägt) kamen wieder Fadenalgen dazu und die anderen wuchsen auch etwas verstärkt.

Roger wrote:Jetzt nach der Algenmittelanwendung ist die bestehende Bepflanzung u. U. geschwächt oder geschädigt, so das ein wenig frische, schnellwachsende Pflanzenmasse nicht schaden würde.


Das mit der neuen Pflanzenmasse ist im Moment ein kleines Problem finanzieller Art und bekomme ich hier in der
Gegend nix gescheites und das noch überteuert. Hatte meinen Erstbestand bestellt in super Qualität. Allerdings wächst
zur Zeit noch fast alles sehr gut. Javafarn treibt aus wie blöde und bekommt ein haufen Ableger. Polysperma und
Sessiliflora haben bereits fast die gesamte Oberfläche bedeckt. Allerdings muss ich das größtenteils zurückschneiden,
da an der Oberfläche veralgt. Die ludwigia wächst noch recht gut. Ich hoffe, dass das langt. Werde es
versuchen und hoffe die Pflänzchen bekommen durch den Rückschnitt und die Nährstoffe genug Power.

Die Haupt-Algen-Masse befand/befindet sich in der Mitte, wo ich genau mein Mondlicht hatte. Dieses ist zur Zeit aus.

Roger wrote:Damit sich die Mikroflora im Becken leichter erholen kann, würde ich Dir raten die Beleuchtungszeit auf 6 Stunden täglich zu reduzieren und nur langsam wieder zu erhöhen (+1 Stunde pro Woche).


Muss das wirklich sein :cry:

Hatte so auch angefangen beim Einfahren und war heilfroh, als ich endlich Vollzeit beleuchten konnte :mrgreen:
Was könnte denn passieren, wenn ich die Beleuchtung doch so lasse?
Im Anhang noch mal ein akuelles Bild.
Danke schon mal im Voraus :bier:

Gruß Sven

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Gruß Sven
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Postby Roger » 26 Jun 2010 18:11
Hi Sven!

Durch diese Algenmittel werden ja meist auch wichtige Bakterien vernichtet und das Becken muß erst wieder in ein biologisches Gleichgewicht kommen. Unter verringerter Beleuchtung wird die Chance erhöht das ohne neue Probleme zu schaffen. :wink:
Gruß
Roger
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Postby SvenD73 » 26 Jun 2010 18:13
Hallo Roger,

alles klar, vielen Dank. Dann werde ich das mal so machen.
Was hälst Du für besser, morgens später an, oder abends früher aus.
Das Zimmer ist morgens etwas dunkler als Nachmittags, bzw. Abends.
Sonnenlich fällt aber zu keiner Zeit ins Zimmer ein (Nordseite).

Liebe Grüße Sven
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Postby Roger » 26 Jun 2010 18:23
Hi Sven,

ich denke das spielt dann keine Rolle. Mach es so, das Du möglichst viel von Deinem Becken zu sehen bekommst.
Gruß
Roger
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Postby SvenD73 » 26 Jun 2010 18:26
Hallo Roger,

Alles klar, mach ich. Ich danke Dir und wünsche noch einen schönen Abend :bier:

Gruß Sven
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Postby SvenD73 » 05 Jul 2010 22:23
N'Abend :mrgreen: ,

wollte nur mal nen Zwischenstand durchgeben. Nachdem ich die flutenden Stengelpflanzen recht kurz (ca. 10cm)
abgeschnitten hatte um auch entsprechend Algenmasse los zu werden, entdeckte ich erst mal, das eine Anubias nana
ne Blüte geschoben hatte.

So, ich hatte wie unten geschrieben aufgedüngt, die Beleuchtung auf 6h reduziert und am nächsten Tag gemessen.
Verbrauch war wie folgt: NO3 = 8mg/l, PO4 = 0,2 mg/l, Fe = 0,0 mg/l. Der PO4-Verbrauch hat sich auch die ganze
Woche über bei 0,2 mg/l am Tag gehalten. Was mich etwas stutzig macht ist, dass ich innerhalb der folgenden 3 Tage
insgesamt 0,02 mg/l Fe zugedüngt habe (Per Ferrdrakon), aber nach den 3 Tagen nun 0,15 mg/l gemessen (okay,
etwas Schätzen war auch dabei :D ) habe. Rechnerisch ist das aber etwas komisch erst FE = 0, dann auf 0,1 aufgedüngt,
innerhalb von 3 Tagen + 0,02 ist bei mir gleich 0,12 :?: Ich hatte dann die Fe-Düngung mal eingestellt und nach weiteren
4 Tagen hatte ich immer noch 0,15 mg/l, also Fe-Verbrauch gleich 0 :shock: Mir ist dann noch aufgefallen, dass der
Nitratverbrauch konstant abgenommen hat. Wie gesagt, am ersten Tag warens noch 8 mg/l/Tag, nach einer Woche nur
noch 2,5 mg/l/Tag. Meine CO2-Anlage musste ich auch noch etwas aufdrehen, da hier das D******-Ei immer dunkler
wurde. Ich habe seit heute abend die Ferrdrakon-Düngung wieder aufgenommen, um festzustellen, wie weit der Fe-Wert
ansteigt, sich die Pflanzen verhalten und auch den NO3-Verbrauch will ich dabei beobachten, ob der bei erhöhter
Fe-Zugabe auch wieder ansteigt. Ich dünge nun täglich die Makros morgens und die Mikros abends um eventuellen
Ausfällungen aus dem Weg zu gehen, obwohl ich diesbezüglich noch nix festgestellt habe (z.B. noch nie Trübungen
gehabt).

Zu den Pflanzen kann ich sagen, dass sie das Wachstum aufgenommen haben, aber noch nicht allzu gesund aussehen
(Nach dem Stress, auch kein Wunder :P ). Die Algenbeläge auf den Pflanzenblättern von Ludwigia und Wasserkelch
gehen deutlich zurück, die Algenreste auf Javafarn und Anubias Nana wechseln ihre Farbe wie andere ihre
Unterhosen :D :shock: . Zuerst Hellgrün, dann weiss und jetzt immer dunkler über grau bis schwarz. Erste kleine
Neuansätze von Fadenalgen habe ich bereits wieder gesehen, hoffe aber, dass durch die Nährstoffoptimierung diese
wieder verschwinden.

Einzig und allein ein herrlich grüner Algenrasen an der eingeklebten Strukturrückwand bleibt unverändert. Dieser
stört mich allerdings auch nicht allzu sehr, die bald einziehenden Amanos werden sich freuen :twisted: .

Das war's von meiner Seite erst mal wieder. Ich melde mich am nächsten Sonntag wieder, dann ist erneute
Nährstoffprüfung und WW angesagt. Bin mal gespannt, wie das mit dem Eisen ausgeht. Vielleicht bringt mein
Beitrag dann auch für andere was. Würde mich sehr freuen, auch mal etwas an das wirklich sehr gute Forum zurück
geben zu können.

Wünsche Euch bis dahin eine schöne Zeit.

Gruß Sven


PS. @ Tobi. Hast Du den Fehler im Nährstoffrechner wegen dem neuen Eudrakon N und Mg bereits korrigiert?
(falls Du das rein zufällig liest :mrgreen: )
Gruß Sven
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Postby Japanolli » 05 Jul 2010 23:34
Hallo Sven,

ich würde vorerst nur mit Deiner KNO3 Lösung und Voldünger in geringer Dosierung fahren.
Eisenmangel ist sehr leicht festzustellen und zu korrigieren.
PO4 kann auch eine Weile nicht nachweißbar sein, ohne Probleme.
Dein Becken muss sich ja erstmal wieder fangen.
Das ermitteln des Tagesverbrauchs ist so eine Sache, vor allem ohne Fotometer.
Und selbst damit schwierig, da der Verbrauch nicht konstant ist.
Die Pflanzen speichern ja auch Nährstoffe.

Ich würde wie gesagt beim Wasserwechsel mit Deiner KNO3 Lösung aufdüngen und vor dem nächsten Wasserwechsel kontrollieren was messbar ist, um evtl mit Eudrakon N den Tagesverbrauch auszugleichen.
Volldünger evtl täglich gering dosiert.

Der HMF ist natürlich auch nicht optimal für ein Pflanzenbecken.
Gruß
Olli

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