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Beitragvon Godzilla » 12 Sep 2017 15:53
Hallo zusammen,

Ich habe bei mir im Haus eine Wasser Enthärtungsanlage. Die Regenerierung funktioniert über Salz Wasser.

Als Ausgangswasser Messe ich 6Gh und 17Kh.

Seitdem ich das Aquarium habe, betreibe ich die Anlage nicht mehr. Ich mische unser Leitungswasser (17Gh, 17Kh) mit Osmosewasser, um für das Aquarium Wasser auf einen Härtegrad von ca. 7-8Kh zu kommen.

Kann ich die Anlage im Hinblick auf die Fische und den Pflanzen wieder in Betrieb nehmen?

Würde heißen, dass ich dann eine Kh von 7-8 hätte und aber eine Gh von ca 2.

Geht das? Ausschlaggebend ist ja die Kh oder?

Gruß,
Daniel
Godzilla
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Beitragvon Wuestenrose » 12 Sep 2017 18:12
'N Abend...

Neutraltauscher


Grüße
Robert
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Beitragvon Godzilla » 12 Sep 2017 20:42
Perfekt! Genau das was ich gesucht hab... Dann heißt es wohl Leitungen verlegen

Gruß,
Daniel
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Beitragvon copalethri » 13 Sep 2017 14:27
Godzilla hat geschrieben:Perfekt! Genau das was ich gesucht hab... Dann heißt es wohl Leitungen verlegen

Gruß,
Daniel


Hallo Daniel,
das mit Leitungen verlegen kannste ja nochmal überdenken. Ich hab auch eine Enthärtungsanlage in Betrieb und man hat sich die nicht ganz so "billige" Einrichtung aus guten Gründen installiert...Also an das Ding, Du schützt Heizungsanlage und Deine Wasserinstallation, verbrauchst weniger Reinigungsmittel, Kaffee und Tee schmecken besser etc.
Da Du ja schon eine Osmose-Anlage hast kannst Du theoretisch Dein komplettes Wasser damit entsalzen(im Unterschied zu "enthärten") und bereitest Dein Wasser halt mit Preis oder Duradrakon auf und gut ist :smile:
Für Verdunstungswasser benötigst Du eh nur reines Osmosewasser und Wechselwasser halt wie beschrieben wieder aufsalzen - wo ist dann noch das Problem? Ich geh mal davon aus, dass Du auch eine Hochleistungs-Osmoseanlage Dein Eigen nennst - sonst macht das bei größeren Wassermengen sicherlich keinen Spaß, ich hab deshalb auch eine VE-Anlage mit integrierter Verschneideeinrichtung...
Im Übrigen hast Du bei Deinen Enthärtungswerten auch nur ca. 90mg/l Natrium-Ionen + die vom Rohwasserverschnitt vorliegen - der Grenzwert in der Bunten Republik Deutschland liegt bei 200mg/l...mal so am Rande...
Ich versteh die "Enthärtungsanlagen-Panik" eh nicht so richtig... :eek:
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Biotoecus » 13 Sep 2017 17:12
Moin,

da es um Pflanzenaquaristik geht sind die errechneten 90mg/l Na schon zu viel.
Die Trinkwasserverordnung hat übrigens auch nichts mit Pflanzenaquaristik zu tun.
Von daher sind die 200mg/l Na eh obsolet.,
Ich kenne keinen Pflanzenaquaristiker der Natrium in sein Becken kippt.
Einige Brackwasserbotaniker berichten aber über Natriumtolerante Pflanzen. :D

Und Doppel-Gemoppelt mit Neutraltauscher plus UOA ist irgendwie totaler Quatsch.
Man kauft Salz damit man das in der zu ersetzenden UOA Membran wieder entsorgen kann.

Es ist auch schön das man Waschmittel spart und nun endlich per Duradrakon Geld aufgeben kann. :lol:

Manches verstehe ich einfach nicht. :D

Gruß Martin
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Beitragvon copalethri » 13 Sep 2017 17:42
Hallo Martin,
Biotoecus hat geschrieben:Manches verstehe ich einfach nicht. :D
Gruß Martin


...genau den Eindruck habe ich auch, ist ja auch kein Wunder in einer Republik, wo man beim ABI Fächer abwählen kann, Chemie zu Bsp. darum kann man ja auch nicht wissen, dass es einen Unterschied zwischen Na und NaCl gibt - ach so, NaCl = Kochsalz...aber nur für Leute, die auch das nicht verstehen... :pfeifen:
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Biotoecus » 13 Sep 2017 17:51
Moin,

soweit ich das überblicke wird von Neutraltauschern NaCl verbraucht.
Oder gibt es Natrium bereits als Pellets in Reinstform? :D

Schönen Gruß
Martin, der von der Baumschulenfraktion :lol:
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Beitragvon Wuestenrose » 13 Sep 2017 18:47
'N Abend...

copalethri hat geschrieben:Im Übrigen hast Du bei Deinen Enthärtungswerten auch nur ca. 90mg/l Natrium-Ionen + die vom Rohwasserverschnitt vorliegen - der Grenzwert in der Bunten Republik Deutschland liegt bei 200mg/l...mal so am Rande...

Pflanzen stellen andere Ansprüche ans Wasser, in dem sie leben, als Menschen an das, was sie trinken, mal so am Rande. Die "Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren" gemäß § 11 der TVO läßt Phosphate bis 2,2 mg Phosphat pro Liter zu, was umgerechnet 6,7 mg PO4 pro Liter entspricht. Trotzdem käme niemand auf die Idee jemandem zu empfehlen, jetzt 6,7 mg Phosphat pro Liter ins Wasser zu kippen, nur weils die TVO zuläßt.

Ich versteh die "Enthärtungsanlagen-Panik" eh nicht so richtig... :eek:

Versuch doch einfach mal, ein paar empfindlichere Pflanzen als Sumpfschrauben zu pflegen, vielleicht verstehst du es dann.

copalethri hat geschrieben:...genau den Eindruck habe ich auch,

Das schreibt ja der Richtige... Natrium und Kalium machen in der Zelle, na, was?

[nuhr]Wenn man keine Ahnung hat, ...[/nuhr]

In diesem Sinne,
Robert
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Beitragvon copalethri » 13 Sep 2017 18:51
Hallo Martin,
richtig ist, dass NaCl als Regenerierungsmittel eingesetzt wird, bei der Regeneration werden die hauptsächlich am Harz gebundenen Ca- und Mg-Ionen vom Natrium verdrängt und gemeinsam mit den Chlorid-Ionen im Abwasser "entsorgt". Falls das nicht so wäre, würde ja die Leitfähigkeit erheblich ansteigen - passiert aber nicht, er bleibt nahezu konstant - "Neutraltauscher" halt, bei mir sind's zb ca 460 mkrS/cm vor und nach der Enthärtungsanlage... :roll:
Wie man hier in einem der unteren Absätze zu u.a. Na lesen kann, Zitat: "Zu den „nützlichen Elementen“ zählen zum Beispiel Natrium (Na, als Na+-Kation) und Silicium (Si, als Kieselsäure H4SiO4)."
Selbstverständlich macht auch hier die Menge das "Gift" - davon ist man aber bei den gängigen Werten, auch nach der Enthärtungsanlage weit entfernt.
Ich bin zwar noch recht neu hier, aber bei fast allen "Erste-Hilfe" Fäden, erschein Na nicht mal bei den Wasserwerten der Betreffenden...
Was mich betrifft bin ich diesbezüglich recht entspannt - kann selbstverständlich jeder anders sehen - bissel Rationalität kann aber nie schaden... :wink:
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Biotoecus » 13 Sep 2017 18:59
Moin Kai,
Du bist mächtig auf dem Holzweg.
Ich klinke mich hier nun aus.
Deine Beleidigungen in Richtung meiner Schulbildung reichen mir dann auch aus.
Tschö Martin
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Beitragvon Thumper » 13 Sep 2017 19:01
Wuestenrose hat geschrieben:Die "Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren" gemäß § 11 der TVO läßt Phosphate bis 2,2 mg Phosphat pro Liter zu, was umgerechnet 6,7 mg PO4 pro Liter entspricht.


Moin Robert, kannst du mir erklären, wie du das umgerechnet hast?
Grüße,
Bene


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Beitragvon Wuestenrose » 13 Sep 2017 19:16
'N Abend...

copalethri hat geschrieben:Wie man hier in einem der unteren Absätze zu u.a. Na lesen kann, Zitat: "Zu den „nützlichen Elementen“ zählen zum Beispiel Natrium (Na, als Na+-Kation) und Silicium (Si, als Kieselsäure H4SiO4)."

Dann mach dich bitte mal schlau, bis zu welchen Konzentrationen diese Elemente zu den Beneficials gehören.

Ich bin zwar noch recht neu hier, aber bei fast allen "Erste-Hilfe" Fäden, erschein Na nicht mal bei den Wasserwerten der Betreffenden...

Weil Natrium in natürlichen Leitungswässern so gut wie keine Rolle spielt. Bei den Natriumgehalten von Neutraltauscherwasser dagegen tun sich die meisten Pflanzen schwer. Neutraltauscherwasser war bereits Thema eines Erste-Hilfe-Threads hier!

In hydroponischen Nährlösungen toleriert man Natriumgehalte bis rund 15 mg/l, fährt aber gleichzeitig Kaliumgehalte in der Gegend 100...200 mg/l. Auch dort hemmt Natrium das Wachstum. In unseren Aquarien mit deutlich geringeren Kaliumgehalten wird Natrium auch deutlich früher zum Wachstumshemmer.


Grüße
Robert
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Beitragvon Wuestenrose » 13 Sep 2017 19:41
'N Abend...

Thumper hat geschrieben:Moin Robert, kannst du mir erklären, wie du das umgerechnet hast?

Phosphor hat eine Atommasse von 31 u, Phosphat eine Molekülmasse von 1 × Phosphor (31 u) + 4 × Sauerstoff (16 u) = 95 u.

Also entsprechen 2,2 mg/l Phosphor 2,2 × 95/31 = 6,7 mg/l Phosphat.

Q.e.d :D
Robert
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Beitragvon copalethri » 13 Sep 2017 20:17
Hallo Robert,
ich glaub Dir gerne, dass in hydroponischen Nährlösungen ein solcher Wert sinnvoll ist, allerdings kann man das so eher nicht mit dem i.d.R. vorliegendem Ausgangswasser für ein Aquarium in Kontext setzen. Ich weiß auch nicht, was Du meinst, wenn Du behauptest, dass "Natrium in natürlichen Leitungswässern keine Rolle spielt" - das ist bestenfalls eine qualitative Behauptung - oder kannst Du einen konkreten Wert vorweisen?
Durchaus normal ist ein Wert um die 50mg/l im Leitungswasser und erst ab einen Wert von weniger als 20mg/l spricht man von "natriumarmen" Trinkwasser - selbstverständlich sind regionale Schwankungen möglich. Da wirken auf mich die 90mg/l nicht mehr so überhöht...
Vielen Dank auch für Deinen Link im Link(zu einer Studie, an die man nicht so einfach rankommt...) aber ok, dass zieh ich mir auf jeden Fall rein, ich lerne gerne dazu.
Dir noch einen schönen Abend!
Viele Grüße, Kay.
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Beitragvon Wuestenrose » 13 Sep 2017 20:33
'N Abend...

copalethri hat geschrieben:ich glaub Dir gerne, dass in hydroponischen Nährlösungen ein solcher Wert sinnvoll ist, allerdings kann man das so eher nicht mit dem i.d.R. vorliegendem Ausgangswasser für ein Aquarium in Kontext setzen.

In der Hydroponik stehen Pflanzen nur mit den Wurzeln im Wasser, in der Aquaristik aber die ganze Pflanze. Aquaristisch betrachtet ist Natrium noch deutlich kritischer als in der Hydroponik.

"If your water contains a lot of carbonates, sodium, fluorides or other substances they can also cause significant problems within your hydroponic crop.

"I recently wrote a post about the effect of sodium ions in hydroponics and how it is important to keep an eye on sodium levels due to the potentially negative effects they can have on plants.

Reicht dir das für's erste?

Ich weiß auch nicht, was Du meinst, wenn Du behauptest, dass "Natrium in natürlichen Leitungswässern keine Rolle spielt" - das ist bestenfalls eine qualitative Behauptung - oder kannst Du einen konkreten Wert vorweisen?

Ja, nicht nur einen :D .
Mein Wohnort: 5,7 mg/l
Die nächstgrößere Stadt: 5,0 mg/l
Die Stadt, in der ich den bislang größten Teil meines Lebens verbracht habe: 4,9 mg/l

Durchaus normal ist ein Wert um die 50mg/l im Leitungswasser...

Für dich vielleicht. Für mich und für die meisten Wasserpflanzen nicht.

In diesem Sinne,
Robert
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