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Postby java97 » 24 Mar 2013 11:00
Hallo,
Der JBL Test funktioniert bei mir ganz gut, um Tendenzen und ungefähre Werte zu erhalten, zudem ist er schnell durchgeführt (natürlich sollte er regelmäßig per Referenzlösung überprüft werden).

Zu meiner Überlegung/Frage:
Man verwendet bei der Testdurchführung ja 10ml Testwasser, 2 Löffel Testpulver und 6 Trpf. Testflüssigkeit.
Würde man Testgläser finden, die mit 5 statt 10 ml zur gleichen Höhe wie die Originalgläser gefüllt wären,
könnte man doch theoretisch mit der Hälfte an Testreagenzien, also 1 Messlöffel Pulver und 3 Trpf. Testflüssigkeit auskommen.
Hat das mal jemand ausprobiert? Wenn ja, wo bekommt man passende Gläser?
Die JBL-Gläser haben, wenn ich das richtig gemessen habe, einen Durchmesser von 20 mm.
Müssten die gesuchten Gläser den halben Durchmesser haben, um mit der halben Flüssigkeitsmenge den gleichen Füllstand zu erreichen? Wahrscheinlich nicht, oder? weiß jemand, wie man das berechnet?
schöne Grüße
Volker
java97
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Postby Ebs » 24 Mar 2013 11:34
Hallo Volker,

besser funktioniert evtl. von allem die Hälfte, also Wasser auch 5 ml.
Das Ganze dann ablesen und Ergebnis mal 2.

Da sich der JBL NO3-Test sowieso relativ schwer ablesen lässt, weiß ich nicht, wie das bei halber Dosis dann ist, zumal die Färbung von Gelb nach Rot erfolgt, je nach NO3-Gehalt. Also nicht ein Farbton.

Probiert habe ich es bei NO3 noch nicht, aber beim PO4. Da geht das gut, da die Färbung immer in Richtung Blau erfolgt.
Insbesondere bei höherem PO4-Wert bietet sich das an.

Werde aber auch mal NO3 probieren mit 5 ml. Die gleiche Wasserhöhe wie bei 10 ml braucht es meiner Meinung nach nicht.

Gruß Ebs
Aquarium von Eberhard:ca.100 l Netto, KH 6; GH 13; PH 6,8/6,9; CO2 25/30; NO2 n.n; NO3 10/15; PO4 um 0,5; K um 8; Fe 0,1; Ca/Mg 7 :1; Bel. ca. 5000 Lumen LED; 15 Std. Bel. ; keine sichtb. Algen
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Postby Erwin » 24 Mar 2013 12:14
Hallo Volker,

wenn ich mich recht erinnere ist das wie beim Nitrit auch der Test mit dem grauen Komperator zum ablesen.
Die Wasserstandshöhe muss in beiden Testgläsern gleich sein - stimmt. Wegen der Eigentrübung/färbung, der Farbsättigung und Farbhelligkeit. Je geringer die Durchsichthöhe, umso heller ist die Farbwirkung.
Der Komperator sollte auch benutzt werden, wegen dem sonst veränderten seitlichen Lichteinfall, der auch zu einer anderen Farbtiefe führt.
Schmälere Gläser haben mehr Abstand zur Komperatorfläche. Bewirkt wieder einen anderen Lichteinfall und Farbhelligkeit.

Ausrechnen der Glasgröße über die Volumenfunktion-KreisberechnungxHöhe (ohne Daumen nur mit pi) :wink:
Also anstatt 20mm wären es ca.14,14mm Durchmesser bei gleicher Füllhöhe und halbierter Wassermenge.
Allerdings spielt auch der Radius zwischen Glasboden und Glaswand ne kleine Rolle, sowie der andere "Scheitel" im kleineren Glas :wink:

vg
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Postby java97 » 24 Mar 2013 23:27
Hi Erwin,
Danke für die Antwort.
Den Komperator könnte man ja auch entsprechend verengen, so dass er wieder zum Glas abschließt.
Wie genau lautet denn die Berechnungs-Formel?
schöne Grüße
Volker
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Postby Erwin » 25 Mar 2013 00:58
Hallo Volker,

ich habe leider auch kein passendes Meßmittel für den Glasinnendurchmesser zur Hand. (Messzirkel oder Innenmeßtaster).
Deshalb habe ich mal schnell mein vorhandenes JBL-Meßglas mit 10 Gramm (also 10ml) Wasser befüllt.
Habe dann einen Füllhöhe von 26,5mm.
Um auf 10ml Volumen zu kommen, müsste der Innendurchmesser also theoretisch ca. 22mm betragen.

Was rechnerisch hinkommen würde: (Fehlerquelle ist aber wie heut nachmittag schon geschrieben auch der Übergangsradius von Glasboden zur Seitenwand. Das Glas ist ja nicht scharfkantig/zylindrisch bis zum Boden, die Berechnung allerdings schon).

V = π * r² * h
h = V / (π * r²)
h = 10 / ( π * 1,1²)
h1 = 2,632cm

V1 = 10ml
d1 = 22mm = 2,2cm
h1 = h2 = 26,5mm = 2,65cm
V2 = 0,5 * V1 = 5ml
d2 = ?

V1 = π * r1² * h
V2 = π * r2² * h

10 = π * 1,1² * 2,632
1,1² = 10 / (π * 2,632)
1,1² = 1,21

r2² = 5 / (π * 2,632)
r2² = 0,605
(Wurzelziehen)
r2 = 0,7778
d2 = 1,555cm = 15,5mm

Demzufolge müsste dein Glas für 5ml Inhalt bei gleicher Füllhöhe 15,5mm Innendurchmesser betragen.

Nur für den Fall, dass du den jetzigen Glasinnendurchmesser noch genau ausmessen kannst, multipliziere ihn alternativ mit 0,707 um den benötigten Innendurchmesser des neuen Glases zu ermitteln ;-)

Vg
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Last edited by Erwin on 25 Mar 2013 01:27, edited 2 times in total.
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Postby java97 » 25 Mar 2013 01:12
Hi Erwin,
:tnx:
schöne Grüße
Volker
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Postby Erwin » 25 Mar 2013 01:20
Hallo Volker,

Bitteschön.

Hab oben nur noch ein paar fehlende Rechenklammern gesetzt, falls es jemand nachrechnen will ;-) Deshalb das edit.
Und noch einen "Schmarrn" (Fehler) beseitigt, deshalb das zweite Edit.

Vg
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Postby channaobscura » 25 Mar 2013 22:07
Hallo Volker,

Ebs wrote:besser funktioniert evtl. von allem die Hälfte, also Wasser auch 5 ml.
Das Ganze dann ablesen und Ergebnis mal 2.


Jepp, dass funzt so. Ich hab das vor geraumer Zeit mal mit einem "Insider" besprochen. Keine Namen... :censored:

Teste doch einfach mal diese "Halbierung" mit einer Vergleichslösung bei ansonster unveränderter Testdurchführung (Komparator, Originalfläschchen mit je 5 ml und Farbtafel). Wenn deine Testcharge in Ordnung ist, dann sollte das abgelesene Ergebnis - mit dem Faktor 2 multipliziert - der Vergleichslösung entsprechen. Beim PO4-Test geht das genauso. :D

Blöd ist nur, dass die Farbwerte der NO3-Farbtafel zwischen 10 mg/l und 20 mg/l so dicht beieinander liegen, dass ein exakte Ablesen für viele Menschen nicht so einfach ist. Da spielt schon die Umgebungsbeleuchtung eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt deswegen (schlechte Kalibrierung) kommt mir dieser Test nicht mehr ins Haus. Da lob ich mir den von Machery & Nagel...

Viele Grüße,
Werner
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Postby java97 » 25 Mar 2013 22:53
Hallo Ebs und Werner,
Vielen Dank auch für Eure Anregungen!
Beim PO4 Test habe ich auch schon bei sehr hohen PO4-Werten aus dem fertig ausgefärbten Test die Hälfte abgezogen und das Ergebnis mit 2 multipliziert. Funktioniert sehr gut. Allerdngs kann man da nichts sparen, da sich das kleine Löffelchen mengenmäßig kaum halbieren lässt (aber darum ging es euch ja auch nicht, oder?).

Zum NO3-Test:
Wenn man nur die Hälfte Wasser nimmt und das Testergebnis mit 2 multipliziert, befürchte ich, genau wie Du, Werner, es erwähnt hast, eine zu große Ungenauigkeit beim Ablesen.

PS: Ich werde auch bald zum M&N wechseln, denn mit seinen 110 Tests, 18 Monate Haltbarkeit und preiswerten Nachfüllpacks scheint er wirklich unschlagbar zu sein!
schöne Grüße
Volker
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Postby channaobscura » 26 Mar 2013 00:00
Hai Volker,

beim PO4-Test kann man sehr wohl sparen durch die nun doppelte Reichweite. Glaube mir bitte, dass es bei der Reduktionsmittelzugabe mittels des kleinen Löffelchens gar nicht sooo genau auf die 100 %ig exakte Menge ankommt. Du kannst die halbe Füllmenge des Löffelchens ganz beruhigt abschätzen - und in dem Fläschchen ist sowieso mehr als genug davon drin. Falls dir aber was fehlt, probier mal pulverförmiges "Vitamin C". :wink:

java97 wrote:PS: Ich werde auch bald zum M&N wechseln, denn mit seinen 110 Tests, 18 Monate Haltbarkeit und preiswerten Nachfüllpacks scheint er wirklich unschlagbar zu sein!


Eine weise Entscheidung.

Viele Grüße,
Werner
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Postby java97 » 27 Mar 2013 00:28
Hi Werner,
Das kristalline Pulver ist also Ascorbinsäure? Und die Menge spielt keine so große Rolle?
Alles klar, ich werde das mal ausprobieren.
schöne Grüße
Volker
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