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Beitragvon Dennis24 » 21 Jan 2019 22:41
Hallo,

ich bin der Dennis.
In einem anderen aquariumforum(.de) wurde mir empfohlen mich hier mal zu melden.

Seit einem Monat fährt mein 1200 Liter Becken ein.



Das Wasser, was aus meiner Berliner Leitung kommt hat einen KH von 10. :nosmile:
Messungen mit Tröpfchentests vom Wasser aus dem Becken zeigen die folgenden Werte:

  • KH 10
  • PH 8,1
  • NO2 0,05
  • NO3 < 0,5
  • NH4 < 0,5
  • CL 0
  • Temp. 24 Grad


Meine CO2 Anlage pumpt seit kurzem 120 Blasen pro Minute in die Pumpe im Filterbecken. Das CO2 löst sich auf dem Weg durch den UV Klärer und Heizung bis ins Becken auf.
Meine 3 Power LED Stribes kommen von JMB Aqua Light laufen tagsüber mit 60%. Pflanzen wachsen sichtbar gut, Algen auch (ist aber normal). Mein Filterbecken hat 80 Liter Hel-X in ständiger Bewegung (Video) mit Sauerstoffzugabe via Sprudelstein.

Bisher nur ein Wasserwechsel mit normalem Leitungswasser gemacht.

Im Becken sind:
  • neben Quarz-Kies von Dennerle und Nährboden drunter,
  • zwei große Moorkienwurzeln,
  • rotbraune Flusssteine aus dem Allgäu (Sonthofen aus der Ostrach)
  • und drei bei 1.200 Grad gebrannte Tonhöhlen.



Ich habe vor die Pumpe im Filterbecken einmal 250ml ph minus von JBL rein gekippt, was nur kurzfristig eine Reduzierung auf KH (7) und PH (7.5) bewirkte. Der Effekt ist wieder weg (einen Tag später). Warum?

Ziel ist es, ein reines Südamerikabecken mit Pflanzen, Skalaren und diversen Welsen zu haben.

Daher möchte ich den PH Wert auf 7,0 dauerhaft bringen.
Wie bitte gelingt mir das? :?

Danke
Dennis

PS: sollte ich eine falsche Kategorie genutzt haben, gebt mir bitte einen Tipp für die bessere Unterbringung meiner Frage.
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Jan 2019 23:03
'N Abend...

... und welcome bei Flowgrow :bier: . Angehängtes Excel-Sheet (quick 'n dirty gestrickt) berechnet dir, was du am CO2-Gehalt und der Karbonathärte drehen musst, um den pH-Wert um einen gegebenen Wert zu senken (oder auch anzuheben, funktioniert in beiden Richtungen, für Anhebung negativen Wert eingeben).

HTH
Robert

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pH-Wert-Senkunge.xlsx
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Beitragvon omega » 21 Jan 2019 23:19
Hi,

Dennis24 hat geschrieben:Mein Filterbecken hat 80 Liter Hel-X in ständiger Bewegung (Video) mit Sauerstoffzugabe via Sprudelstein.

der Sprudelstein und das wohl herunterplätschernde Wasser im Video ganz rechts treibt Dir das CO2 gleich wieder raus aus dem Wasser. Das ist wie Eulen nach Athen tragen.

Ich habe vor die Pumpe im Filterbecken einmal 250ml ph minus von JBL rein gekippt, was nur kurzfristig eine Reduzierung auf KH (7) und PH (7.5) bewirkte. Der Effekt ist wieder weg (einen Tag später). Warum?

Die Mineralsäure (Schwefel/Salz/Salpetersäure) im ph minus zerstört einen Teil der KH. Dabei wird CO2 frei, das den pH senkt (zusammen mit der etwas niedrigeren KH). Das CO2 treibt aus, der pH ist wieder oben.

Ziel ist es, ein reines Südamerikabecken mit Pflanzen, Skalaren und diversen Welsen zu haben.
Daher möchte ich den PH Wert auf 7,0 dauerhaft bringen.
Wie bitte gelingt mir das? :?

Den Filter halte ich mal für massiv überdimensioniert, außer Du würdest z.B. ein stark besetztes Barschbecken damit befiltern wollen. Einen Filter in der Größenordung eines EHEIM professionel 3 1200XL, gedrosselt auf ca. 800l/h und bestückt nur mit Filterschaum und vielleicht eine Lage Watte, wenn's zuviele Schwebstoffe hat, halte ich für angemessener.

Grüße, Markus
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Beitragvon Dennis24 » 22 Jan 2019 22:13
Hallo,

und danke für Eure ersten Antworten.
Ja, mir ist bewusst, wie KH und CO² zusammenspielen und damit der pH-Wert eingestellt werden kann.

Was ich aber nicht weiß, wie ich den KH Wert dauerhaft runter bringen kann? Aktuell denke ich über einen Vollentsalzer (schwach basisch) nach. Das Wasser aus diesem würde ich dann mit dem existierenden Wasser mischen und hoffentlich so einen niedrigen KH Wert bekommen, so dass ich dann mittels CO² den gewünschten pH-Wert treffe.
Kann das funktionieren?

Danke und bis dann
Dennis

PS: lieber einen zu großen Filter als einen zu kleinen.
PS2: das Plätschern habe ich bereits wegbekommen. Der Sprudelstein ist auch aktuell aus, weiß aber nicht ob den Bakterien in den HEL-X das reicht.
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Beitragvon omega » 22 Jan 2019 23:30
Hallo Dennis,

Dennis24 hat geschrieben:Kann das funktionieren?

klar funktioniert das. Die Frage ist nur, ob Du Dir das Gepantsche und Regenerieren der Harze dauerhaft antun willst. Die KH solltest Du dann wenigstens dritteln, um einen deutlich spürbaren Effekt zu erlangen. Das wären dann 8000 Härteliter für eine Aquarienfüllung, die Du wegentsalzen müßtest.
Eine Umkehrosmoseanlage wäre erheblich bequemer.
Beides benötigt seinen Platz, da beide Wässer nicht direkt ins Aq. geleitet werden dürfen: zu kalt, zu langsam, viel zu CO2-reich.

PS: lieber einen zu großen Filter als einen zu kleinen.

Überfilterte Pflanzenaquarien neigen zu Algenproblemen.

weiß aber nicht ob den Bakterien in den HEL-X das reicht.

Der Sauerstoffverbrauch eines Aquariums hängt weit überwiegend vom Futtereintrag ab. In Pflanzenaquarien ist der Sauerstoffeintrag über die Wasseroberfläche eher nicht erwünscht: je höher dieser ausfällt (Plätschern, Sprudelstein, Strömung gegen die Wasseroberfläche), desto mehr CO2 wird ausgetrieben. Sowas funktioniert nur in Schwachlichtaquarien mit recht langsam wachsenden Pflanzen. In anderen Pflanzenaquarien reicht der Sauerstoff, den die Pflanzen produzieren i.d.R dicke. Spudelsteine etc. würde dort eher Sauerstoff austreiben, derart hoch kann die Photosynthese den O2-Gehalt treiben.

Grüße, Markus
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Beitragvon Miral » 30 Jan 2019 10:59
Hallo Dennis,

ich hatte eine ähnliche Konstellation (kH 9, pH > 8 ). Mit Hilfe einer CO2-Anlage war es kein Problem ein ph von ca. 7 zu fahren (über pH-Computer gesteuert). Niedriger geht dann aber nicht, weil sonst zu viel CO2 gelöst wäre.

Um den kH zu senken, habe ich mich aber letztendlich doch für eine Osmoseanlage entschieden und würde dir dies auch empfehlen, wenn du einen niedrigeren kH anstrebst.

Gruß
Ulrike
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Beitragvon Dennis24 » 30 Jan 2019 11:16
Ich danke für Eure bisherigen Antworten.
Nächste Woche treffe ich mich mit ein paar Mitgliedern eines Aquarienvereins hier in Berlin für weitere Diskussionen.

Aktuell bin ich auf dem Trip einen Vollentsalzer zu holen und meine KH damit zu drücken. Die CO2 Anlage bringt mir dann den gewünschten ph Wert.
Bin auch noch am Überlegen, ob auch ein Nitratfilter zusätzlich sinnvoll ist oder nicht.

Bei den Hinweisen zur Osmoseanlage ist mir einfach der Abwasseranteil zu groß. Da nehme ich lieber das Hantieren mit Säure und Co. in Kauf.

Danke
Dennis
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Beitragvon gartentiger » 30 Jan 2019 11:46
Hallo Dennis,

es gibt auch Osmoseanlagen mit einem eher geringen Abwasseranteil. Spätestens mit Kindern im Haushalt ist der Wasserwechsel einfach entspannter.

Wenn du separat Sauerstoff in den Kreislauf eintragen willst, bietet sich ein Oxidator an.

Ansonsten würde ich mal die Steine noch auf Karbonatanteil testen und ggf. gegen silikatisches Gestein austauschen. So schön wie die Flusskiesel aus dem Alpenvorland auch sind, kalkfrei sind die seltenst.

Grüße,
Chris
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Beitragvon Wuestenrose » 30 Jan 2019 18:35
'N Abend...

Dennis24 hat geschrieben:Bei den Hinweisen zur Osmoseanlage ist mir einfach der Abwasseranteil zu groß. Da nehme ich lieber das Hantieren mit Säure und Co. in Kauf.

Überleg Dir das besser nochmal...

Viele Grüße Rob"Nie wieder Vollentsalzer"ert
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Beitragvon nik » 30 Jan 2019 20:38
Hallo und herzlich willkommen Dennis,

Dennis24 hat geschrieben: Aktuell denke ich über einen Vollentsalzer (schwach basisch) nach. Das Wasser aus diesem würde ich dann mit dem existierenden Wasser mischen und hoffentlich so einen niedrigen KH Wert bekommen, so dass ich dann mittels CO² den gewünschten pH-Wert treffe.
Kann das funktionieren?

öhm, ich bin ja in Harzen nicht mehr auf dem Laufenden, aber seinerzeit ging die Beschickung eines basischen Harzes mit einem Kationen enthaltenden Wasser gar nicht! Falls es inzwischen solche basischen Harze gibt, die das vertragen, dann geht das, ansonsten nicht. Stark/schwach saure Harze sind die Alternative, empfiehlt sich aber bei einem Wasser, bei dem KH und GH eher dicht beisammen sind.

Ich kenne das Regenerieren der Harze auch, die Dämpfe der Salzsäure werden dir auf Dauer ganz sicher nicht gefallen, ich ziehe auch eine gute UOA vor. Ist ja auch nix schlimmes.

PS: lieber einen zu großen Filter als einen zu kleinen.

Warum? Hast du das mal in Frage gestellt?
Hast du nicht, denn du denkst offensichtlich ein zu großer Filter kann keine Probleme machen. Lies mal im 1. Hilfe Subforum, das ist voll davon.

PS2: das Plätschern habe ich bereits wegbekommen. Der Sprudelstein ist auch aktuell aus, weiß aber nicht ob den Bakterien in den HEL-X das reicht.

Das reicht denen. Mach dir klar, dass der Sauerstoffverbrauch davon abhängt was (in dem externen Filterbecken) an organischen Stoffen verstoffwechselt wird.
Die Hel-X kannst du ja auch mit einer Pumpe rühren. Ich finde Hel-X prima, die Teichfritzen schwören drauf, dabei ist
es ein vergleichsweise ineffizientes Filtermedium. Das ist teichspezifisch gut, weil es sich nicht zusetzen kann, die scheuern sich selbst frei, ist aber in einem Aquarium kein Gewinn. Du hast den "Abrieb" wieder im Becken. Da kann man in einem Pflanzenbecken größeren Unsinn anstellen.
Mein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar zum Überlauf(schacht) wird dir ebenfalls nicht gefallen, du könntest den CO2 Schlauch von der Flasche gleich ins Zimmer verlegen. ^^
Du gibst dir schon Mühe Pflanzenwuchs zu behindern. Gut, den UV-C kann man ausschalten, bei dem Filter kann ich dir nur zu Markus Vorschlag zuraten! Wenn du nicht irgendwie abartig viel Fische da reinstopfen willst, dann brauchst du das für ein Pflanzenbecken ungeeignete externe Filterbecken nicht. Du unterschätzt den Einfluss von Pflanzen, ein wüchsiges Pflanzenbecken ist sich schon selbst ein ziemlich effizienter, erhebliche Mengen Sauerstoff produzierender Filter. Nur wenn die organische Belastung die Filterkapazität des Beckens übersteigt, dann braucht es zusätzliches Filtersubstrat.

Licht habe ich nicht weiter drauf geachtet, aber auch bei einem so großen Becken sollten es 30-40 lm/l sein.

Gruß Nik
So wenig [füge hier eine beliebige beinflussende Maßnahme ein] wie nötig.

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Beitragvon Dennis24 » 30 Jan 2019 22:29
Danke für Eure Antworten. Ja, über ein paar Dinge werde ich nochmal intensiv nachdenken müssen. Nächste Woche treffe ich mich in Berlin mit ein paar Leuten aus dem Aquariumverein. Da bekomme ich in Diskussion auch noch mehr Dinge mit.

Bitte gebt mir noch ein paar Denkanstöße.

Was bitte ist gemeint mit: "Mein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar zum Überlauf(schacht) wird dir ebenfalls nicht gefallen, du könntest den CO2 Schlauch von der Flasche gleich ins Zimmer verlegen. ^^ "

und mit: "Du gibst dir schon Mühe Pflanzenwuchs zu behindern."


Mein Ziel des Beckens ist: stark bepflanztes Becken mit Pflanzen und Tieren aus Südamerika.
Zielfische sind: 7-9 Skalare, 12 Orangenflossenpanzerwelse, 20 Ohrgitterharnischwelse, 2 Wabenschilderwelse, ein Buntbarschpärchen, ein paar Guppies und ein paar Apfelschnecken.
Den Tieren soll es gut gehen, die Pflanzen sollen wachsen.

Mein Becken heute sieht so aus:


Die ursprüngliche Frage war ja, wie ich meinen KH und ph Wert drücke?
Ich werde auch in Richtung Altwasserbecken nachdenken und somit nur "wenig" Rein-Wasser benötigen, um die Zielwerte zu ermischen. Somit kommt eine "sichere" UOA wieder eher in den Fokus. Auch entwicklen sich die UOA so weiter, dass man bei einem Verhältnis von 1:1 ist.

Und ja, vielleicht bin ich dem Internet und Youtube auf den Leim gegangen, als ein moving Bed Filter als der beste und wartungsfreie Filter angepriesen wurde.
Ich werde mein externes Filterbecken behalten. Die Frage ist halt nur, wie bestücken... Zick-Zack-Wasserfluss einbauen und in die Kammern Filterschwamm und Siporax rein? Oder nur die mittle Kammer mit mehreren Filterschwämmen füllen?

bis dann
Dennis
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Beitragvon omega » 31 Jan 2019 01:40
Hi,

Dennis24 hat geschrieben:7-9 Skalare

hattest Du schon mal Skalare? Solange sie nicht geschlechtsreif sind, schwimmen sie mehr oder weniger im Schwarm. Dannach aber bilden sie paarweise Reviere (sofern Du beide Geschlechter hast), die auf äußerst brutale Weise verteidigt werden, wenn nicht genug Platz da ist. Nimm mal lieber nur zwei Paare oder eher nur eins. Dann mußt Du nicht zusehen, wie sie sich gegenseitig bekämpfen. Ist sonst alles andere als spaßig anzusehen und anzuhören, wenn sie gegen die Scheiben knallen.

Grüße, Markus
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Beitragvon gartentiger » 31 Jan 2019 07:29
Hallo Markus,

die Anzahl Skalare passt schon bei der Beckengröße. Und wenn sich später 2 oder 3 harmonisierende Paare gebildet haben, kann man immer noch reagieren.

Was dagegen nicht vereinbar mit dem Ziel eines stark bewachsenen Beckens ist wären die Wabenschilderwelse. Ich hab mal bei einem Beksnnten ein ausgewachsener Exemplar erleben dürfen. Klar, die meiste Zeit am Tag liegt der faul in der Ecke rum, aber außer Anubien und relativ robuste bzw. schnellwachsende Pflanzen wuchs in dem Becken auf Dauer nicht.

Grüße,
Chris
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Beitragvon nik » 31 Jan 2019 08:35
Hallo Dennis,

Dennis24 hat geschrieben:Danke für Eure Antworten. Ja, über ein paar Dinge werde ich nochmal intensiv nachdenken müssen. Nächste Woche treffe ich mich in Berlin mit ein paar Leuten aus dem Aquariumverein. Da bekomme ich in Diskussion auch noch mehr Dinge mit.

na dann wünsche ich dir viel Glück, dass da nicht nur wissende Pflanzenaquarianer sind, sondern dich auch noch an die Hand nehmen und du dich an die Hand nehmen lässt! Ist schon eine Weile her. Ich hatte mich bei den näheren Aquarienvereinen umgesehen. Das Fazit war gleich, ich wäre als intensiver Pflanzenaquarianer ein totaler Exot gewesen! Extrem fischlastig.

Bitte gebt mir noch ein paar Denkanstöße.

Tut mir ja leid, die werden dir nicht gefallen.

Was bitte ist gemeint mit: "Mein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar zum Überlauf(schacht) wird dir ebenfalls nicht gefallen, du könntest den CO2 Schlauch von der Flasche gleich ins Zimmer verlegen. ^^ "

Liest du das nicht, was dir mind. Markus und ich geschrieben haben? Der Überlauf treibt eine Menge CO2 aus. Aber wenn dir nicht mal die Selbstverständlichkeit klar war, dass ein Sprudelstein das CO2 austreibt, dann frage ich mal gezielt nach: Ist das dein erstes Aquarium?

und mit: "Du gibst dir schon Mühe Pflanzenwuchs zu behindern."

UV-C, CO2 austreiben, Riesenfilter und es geht weiter! Zwei Pterygoplichthys gibbiceps, Siporax.

Mein Ziel des Beckens ist: stark bepflanztes Becken mit Pflanzen und Tieren aus Südamerika.
Zielfische sind: 7-9 Skalare, 12 Orangenflossenpanzerwelse, 20 Ohrgitterharnischwelse, 2 Wabenschilderwelse, ein Buntbarschpärchen, ein paar Guppies und ein paar Apfelschnecken.
Den Tieren soll es gut gehen, die Pflanzen sollen wachsen.

Zu den Skalaren hat sich Markus schon deutlich geäußert, ich denke auch, mehr als max. zwei harmonisierende Paare funktionieren nicht. Man kann solche bereits harmonisierenden Paare kaufen, die sind nicht ohne Grund erheblich teurer als Singles. Zwei L165 müssen so stark gefüttert werden, dass du eine starke Filterungen brauchen wirst. Klappe mal den Spoiler in meiner Sig auf. Das hilft dir bei Pflanzenaquaristik weiter. Ist nicht der einzige Weg, aber ein gangbarer.

Die ursprüngliche Frage war ja, wie ich meinen KH und ph Wert drücke?
Ich werde auch in Richtung Altwasserbecken nachdenken und somit nur "wenig" Rein-Wasser benötigen, um die Zielwerte zu ermischen. Somit kommt eine "sichere" UOA wieder eher in den Fokus. Auch entwicklen sich die UOA so weiter, dass man bei einem Verhältnis von 1:1 ist.

Die KH ist dein geringstes Problem und gelöst.
Sorry, ich kriege wieder Zweifel, wenn du mit zwei L165 auch noch an Altwasser denkst.

Als ich Mutters runde Blumenvase mit Guppies besetzte, das ist 45 Jahre her, habe ich danach bis heute noch allen möglichen Blödsinn anfangs unwissend, später mit Absicht getrieben, aber deine Vorstellungen sind schon so, dass ich mir eine solche Nummer nicht mehr antun würde. Du hast da Unvereinbarkeiten drin und es sieht schon so aus als willst du das mit aquaristischen Gadgets lösen. Das sind nur Hilfsmittel, deshalb kann man ein Aquarium trotzdem nicht aufsetzen wie man will. Es ist schwer und viel unübersichtlicher als du das vermuten wirst.
Ich habe einfach nicht den Eindruck, dass du dein angestrebtes schönes Aquarium in der Zusammenstellung, den Wirkungen und dem Aufwand einschätzen kannst. Mein Tipp, mache wenigstens langsam und versuche dir die aquaristischen Zusammenhänge klarer zu machen.

Meine Einschätzung: Verzichte auf die L165, dann kannst du das Filterbecken durch einen Außenfilter ersetzen, dann wird das rund und hat immerhin Chancen auf pflegeleicht. Die werden steinalt, 50-60 cm groß, einfach eine extreme Belastung für ein Pflanzenaquarium. Für die wird dein Aquarium zur Pfütze.

Gruß Nik
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Beitragvon Dennis24 » 02 Feb 2019 00:09
Hi Nik, Hallo alle anderen,

nik hat geschrieben:Hallo Dennis,
Ist schon eine Weile her. Ich hatte mich bei den näheren Aquarienvereinen umgesehen. Das Fazit war gleich, ich wäre als intensiver Pflanzenaquarianer ein totaler Exot gewesen! Extrem fischlastig.

Nächsten Dienstag Abend weiß ich mehr.

Liest du das nicht, was dir mind. Markus und ich geschrieben haben? Der Überlauf treibt eine Menge CO2 aus. Aber wenn dir nicht mal die Selbstverständlichkeit klar war, dass ein Sprudelstein das CO2 austreibt, dann frage ich mal gezielt nach: Ist das dein erstes Aquarium?

Mein letztes "eigenes" Aquarium ist vor 15 Jahren eingestellt worden. Nun, mit bald 44, möchte ich wieder beginnen und Dinge anders machen, die damals nicht liefen.
Dazu zählte damals die Größe (250 Liter), der zu kleine Eheim-Außenfilter, Pflanzen- und Fisch-Mix aller Kontinente, kein CO2, das sehr umständliche Handtieren im Unterschrank,...

Deshalb habe ich mich im Internet informiert. Und ja, ich gebe zu und bin ehrlich, ich habe das Thema CO2 offenbar nicht richtig verstanden. Meine Annahme war: ich schicke CO2 angereichertes Wasser links ins Becken rein, die Pflanzen konsumieren es und auf der rechten Seite des Beckens, wenn das "dreckige" Wasser aus läuft, ist kein CO2 mehr drin. Nun weiß ich aber, dass das nicht stimmt und das Wasser mit CO2 gesättigt werden muss und jede unnötige Bewegung des Wassers, diese Sättigung wieder zu Nichte macht.

Die zweite Annahme war, dass das was bei einem Teich (beim Nachbar) funktioniert, genauso im AQ funktionieren sollte. "Der UVC-Klärer tötet halt alle Keime und Algen ab und sorgt für klares Wasser." Warum sollte das im AQ nicht funktionieren?
Dem ist scheinbar nicht so... Warum?

Ich habe einfach nicht den Eindruck, dass du dein angestrebtes schönes Aquarium in der Zusammenstellung, den Wirkungen und dem Aufwand einschätzen kannst. Mein Tipp, mache wenigstens langsam und versuche dir die aquaristischen Zusammenhänge klarer zu machen.

Meine Einschätzung: Verzichte auf die L165, dann kannst du das Filterbecken durch einen Außenfilter ersetzen, dann wird das rund und hat immerhin Chancen auf pflegeleicht. Die werden steinalt, 50-60 cm groß, einfach eine extreme Belastung für ein Pflanzenaquarium. Für die wird dein Aquarium zur Pfütze.

Gruß Nik


Ok, machen wir. Wir werden die L165 weglassen. Es sind halt wunderschöne Tiere. Eine Alternative werden wir sicherlich finden.

Ich mache ja langsam. Deswegen sind bis auf die Ohrgitterwelse und Apfelschnecken noch nichts im Becken.
Ich möchte nicht auf das Filterbecken im Technik-Zimmer nebenan verzichten. Das kann ich doch umbauen, so dass es für meine Zwecke funktioniert. Ich werde auch den Überlaufschacht nicht aufgeben wollen, sondern eher so optimieren, dass das Wasser beruhigt in den Filter kommt.
Was ich nach wie vor möchte, ist ein funktionierendes System mit Pflanzen und ein paar Fischen aus Südamerika als Altwasser-Becken. Und da brauche ich bitte "Nachhilfe".

bis dann
Dennis
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