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Postby Stefan76 » 04 Jun 2010 08:50
Guten Tag,

ich habe in meinem AQ (360 Liter) deutlich zu viel Kalium drin (ich mache das an den Grünen Algen auf der Scheibe sowie den grünen Punktalgen ebenfalls auf der Scheibe fest). Gemessen habe ich mit dem Test von A. Gabriel, der bei 20 mg/L endet. Ich würde die angezeigte Trübung auch bei mind. 20 mg/L sehen - eher mehr.
Nun habe ich gestern rd. 60% des Wassers getauscht und mit Osmose-/Leitungswasserverschnitt wieder aufgefüllt (ich verschneide von KH 9,68 auf KH 3). Habe direkt danach wieder Kalium gemessen, könnte bei ca. 10 mg/L sein.
Aktuell habe ich noch kein Photometer und die Trübung des Tests deuten ist nicht gerade sehr leicht. :?
Aktuell dünge ich auf Tagesbasis Eudrakon N (enthält Kalium, was mir bei Kauf nicht bewusst war), Ferrdrakon und EasyCarbo.
Den Makrodünger werde ich nach dem Rezept von Roger umstellen, womit immer noch Kalium eingetragen wird (über den Anteil Kaliumnitrat).
Da mich die ca. 10 mg/L Kalium nach dem großzügigen WW etwas geschockt haben, vermute ich, dass die Makrodünerumstellung nicht reichen wird. Das bringt mich zur Frage

Ferrdrakon vs. Daydrakon.

Im Ferrdrakon sind

3.000 mg/l Kalium, 1.000 mg/l Eisen, 750 mg/l Magnesium, 400 mg/l Mangan, 60 mg/l Bor, 20 mg/l Kupfer, 20 mg/l Molybdän, 20 mg/l Zink, 10 mg/l Nickel, 10 mg/l Kobalt, 4,6 mg/l Iodid, EDTA, HEEDTA, DTPA, NTA, Methylparaben, Ascorbinsäure

Im Daydrakon

1.300 mg/l Eisen, 500 mg/l Kalium, 200 mg/l Iodid, 65 mg/l Mangan, 50 mg/l Bor, 20 mg/l Lithium, 10 mg/l Aluminium, 10 mg/l Fluorid, 5 mg/l Vanadium, EDTA, HEEDTA, DTPA, NTA, Methylparaben, Ascorbinsäure

Die Tendenz zu Daydrakon kommt auch daher, weil ich in Rogers Rezeptur Magnesiumnitrat habe, womit ich mir den Mg-Anteil im Ferrdrakon doch sparen kann, oder?

Was mich irritiert sind die ganzen anderen Spurenelemente, die dann nicht mehr zugeführt werden. Darüber hinaus ist natürlich auch die Frage, was bei meiner aktuellen Düngung mit Stoffen wie Aluminium, Flurid, Lithium etc. ist. Die gebe ich derzeit nicht ins AQ, wären bei Daydrakon dann aber dabei.

Da ich keine Mangelerscheinungen feststellen kann, könnte ich nahelegen, dass Aluminium & Co nicht den Stellenwert haben...dann aber bliebe die Frage nach dem Sinn dieser Stoffe im Dünger.

Vielleicht kann jemand ein paar erleuchtende Tipps geben inkl. Wechsel von Ferrdrakon zu Daydrakon oder besser nicht.

@Roger: Falls Du das auch liest: Wenn ich den Anteil Magnesiumnitrat zu Lasten Kaliumnitrat erhöhe, wirkt sich das doch auf die Härte aus, oder? Wie gravierend könnte das werden?

Viele Grüße
Stefan

P.S. Einen weiteren Tagesdünger kann ich nicht mehr aufnehmen, weil kein Platz mehr für eine weitere Dosierpumpe habe :(
Viele Grüße
Stefan
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Postby Roger » 04 Jun 2010 12:22
Hallo Stefan,

zunächst kannst Du den Ferrdrakon nicht einfach durch Daydrakon ersetzen! Im Ferrdrakon sind alle essentiell für die Pflanzen notwendigen Spurenelemente wie Eisen, Bor, Mangan usw. enthalten. Der Daydrakon stellt nur eine Möglichkeit der Zusatzdüngung zur Verfügung um auch die nicht zwingen von den Pflanzen benötigten Spurennährstoffe einbringen zu können. Als alleiniger (Voll)dünger ist der Daydrakon ungeeignet!
Wenn Du den Ferrdrakon als Volldünger benutzt ist der Kaliumeintrag in der Woche eine vernachlässigbare Größe und das ist eigentlich relativ sinnfrei über den Volldünger den Kaliumeintrag zu reduzieren. :wink:

Ich empfehle Dir den kaliumfreien Stickstoffdünger nach meinem Rezept anzurühren und in nächster Zeit mal festzustellen wie hoch denn der tatsächliche Kaliumbedarf in Deinem Becken ist. Sollte K zu weit absinken düngst Du einfach ein paar Tage mit KNO3 um ihn wieder anzuheben.

In einem Liter dest. Wasser werden
15gr. Urea
und
23gr. Magnesiumnitrat (Mg(NO3)2x6H2O)
gelöst.

Bei Zugabe von 1ml dieser Lösung werden folgende Nährstoffmengen zugegeben:
Vorausgesetzt das Urea wird vollständig mineralisiert, entstehen aus
0,015gr. Urea => 0,227mg/L Ammonium =>0,7725mg/L Nitrat

0,023gr. Magnesiumnitrat ergeben => 0,2781mg/L Nitrat und => 0,0546mg/L Magnesium


Wenn ich den Anteil Magnesiumnitrat zu Lasten Kaliumnitrat erhöhe, wirkt sich das doch auf die Härte aus, oder? Wie gravierend könnte das werden?

Magnesium ist in den meisten Leitungswässern eh zu wenig und diese kleine zusätzliche Dosis ist da nicht von Nachteil. Mg wird ja auch in geringem Maß von den Pflanzen verbraucht. Eine geringe Aufhärtung ist natürlich durch das Mg-Nitrat möglich, aber bei einer täglichen Düngung und regelmäßigen Wasser wechseln vernachlässigbar.
Für eine Stoßdüngung in größerem Umfang würde ich diesen nitratfreien Dünger ohnehin nicht verwenden!
Gruß
Roger
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Postby channaobscura » 04 Jun 2010 13:09
Hallo Stefan,

Daydrakon soll nicht als alleiniger Spurenlementdünger verwendet werden, da die Rezeptur schlicht und ergreifend nicht dafür ausgelegt ist. Lies nochmal genau die Beschreibung bei Doc Kremser nach; das steht im Grunde alles geschrieben. Ich hab auch mal vorübergehend nur Daydrakon gedüngt und das ging voll in die Hose. Einige Tage mag das vielleicht gutgehen, aber nicht Wochen und Monate. Ich würde entschieden davon abraten und weiterhin beim Ferrdrakon bleiben + täglich die empfohlene Tropfenzahl Daydrakon. Kann man beide Düngerlösungen nicht sogar passig mischen? :idea:

Kaliumanhäufung kannst du recht einfach mit vorübergehender N-Düngung allein durch Magnesiumnitrat und gehäufte Wasserwechsel in den Griff bekommen. Der Kaliumeintrag durch Ferrdrakon ist doch vergleichsweise lächerlich gering und sollte bei gut wachsender und reichlicher Pflanzenmasse schnellstens verschwinden. Kalium kann angeblich blockierend wirken (auf Ca- und Mg-Aufnahme), wenn es den Magnesiumanteil und/oder den Calciumanteil im Wasser übersteigt. Von daher wird der zusätzliche Magesiumanteil sicher nicht schaden. Allerdings wird gerade dieses Thema ziemlich kontrovers diskutiert, weil die wenigsten Kalium messen und dementsprechend Erfahrungen bereitstellen können - ich eingeschlossen (noch). :roll:

Viele Grüße,
Werner
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Postby Stefan76 » 04 Jun 2010 13:13
Hallo Roger,

da bin ich ja froh, dass ich noch nicht losgemixt habe. Ich wollte die Variante nehmen, bei der auch KNO3 enthalten ist.

Ich stehe aktuell aber etwas auf der Leitung, was die Berechnung der zuzugebenden Menge angeht.
Ich strebe 10-15 mg/L Nitrat an. Das Becken hat Brutto 360, ich würde mal Netto 300 annehmen. Nitratverbrauch ist (noch) unbekannt. Düngen möchte ich tgl.

Noch zum Volldünger nebst Kaliumeintrag: Beim Ferrdrakon ist der Name ja etwas irreführend. Eisen kommt ja erst an 2. Stelle. Hauptbestandteil ist Kalium. Was wird da wohl erst im Ferrdrakon K drin sein :wink:

Vom Daydrakon lasse ich dann mal die Finger. Dann müssen die Pflanzen wohl ohne Aluminium & Co auskommen.

Viele Grüße
Stefan
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Postby Roger » 04 Jun 2010 13:23
Hallo Stefan,

wenn Du das vorgenannte Rezept nutzt, würde ich auf Deine 300 Liter etwa 16ml dieser Lösung täglich geben.
Das entspräche einer täglichen NO3-Menge von 2mg/L. Mußt halt ein wenig probieren ob sich damit der Nitratgehalt im Becken aufrecht erhalten läßt. Gegen eine Verdopplung oder Halbierung der vorgeschlagenen Menge wäre auch nichts einzuwenden wenn es dem Bedarf entspricht.
Gruß
Roger
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Postby Stefan76 » 04 Jun 2010 13:24
Hallo Werner,

das mit den gehäuften Wasserwechseln ist so eine Sache :)

Aber die Idee mit dem Vermischen von Ferrdrakon und Daydrakon scheint interessant. Das ist dann aber vermutlich eine riesen Eisenkeule.
Auf http://www.drak.de gibt es dazu keine Hinweise.

Viele Grüße
Stefan
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Postby Roger » 04 Jun 2010 13:29
Hi!

Noch zum Volldünger nebst Kaliumeintrag: Beim Ferrdrakon ist der Name ja etwas irreführend. Eisen kommt ja erst an 2. Stelle. Hauptbestandteil ist Kalium. Was wird da wohl erst im Ferrdrakon K drin sein :wink:


Mit der vom Hersteller empfohlenen Düngermenge gelangen bei Ferrdrakon (10ml/100L) 0,3mg/L und beim FerrdrakonK (10ml/100L) 3mg/L Kalium ins Becken. In einer Woche!!!
Da beide Dünger immer nur im Zusammenspiel benutzt werden ergibt sich vermutlich ein Mittelwert von etwa 2mg/L und ist damit recht vernachlässigbar! :wink:
Gruß
Roger
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Postby channaobscura » 04 Jun 2010 13:56
Hallo Stefan,

hast Recht, in der Produktbeschreibung steht leider nix. AAAber im Drak-Forum hab ich es gefunden: Daydrakon und Ferrdrakon sind "in jedem Verhältnis mischbar" (Zitat Doc Kremser; Drak-Forum Bereich Wasserpflanzendünger, Seite 39 "Düngermischen"). In Sachen Mischungsverhältnis setzt du einfach die Zugabemengen an, mit denen du bislang die besten Ergebnisse hattest. Alles weitere ist simple Mathematik. Musst ja auch nicht gleich 5 Liter anrühren... :D

Viele Grüße,
Werner
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