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Postby moskal » 21 Sep 2018 12:34
Hallo,

heute bekomme ich eine Aponogeton decaryi, der edle Spender ist leider verhindert also bekomme ich sie überbracht. Die Düngeempfehlung zur Pflanze hat er mir gemailt und die will ich euch nicht vorenthalten:
Bodengrund nährstoffreich: Ackerboden, Torf, Sand (1:1:1), gedüngt mit
Osmocot und Pferdedungpellets.

Dazu muß noch gesagt werden: Er weiß absolut was er macht, ist Botaniker und unter Botanikern hoch geschätzt. Und das ist selbstverständlich keine Düngeempfehlung für ein Scape. Aber ich finds trotzdem bemerkenswert.

Gruß, helmut
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Postby Plantamaniac » 21 Sep 2018 17:29
Hihi, Pferdeäppel sind die neuen NPK-Kugeln :lol:
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Postby unbekannt1984 » 21 Sep 2018 17:49
Hallo,

Plantamaniac wrote:Hihi, Pferdeäppel sind die neuen NPK-Kugeln :lol:

ob nun Wels-Scheiße oder Pferdeäpfel, so groß wird der Unterschied nicht sein (abgesehen von der Größe).

Ja Helmut, was soll ich noch dazu sagen: Torf und Ackerboden vermischt mit etwas Sand - dadurch soll der Boden weniger anfällig gegen Verdichtungen sein - wäre doch schon fast ein Boden für ein Walstad-Aquarium.

Osmocote betreibe ich jetzt ein paar Monate, da gibt es wohl keine großen Probleme (auch wenn Robert mir welche einreden wollte). Du erinnerst dich an das Thema im verschollenem Thread zu Werners Proxima?

Bezüglich Tonanteil im Boden gab es keine Empfehlungen?

moskal wrote:Und das ist selbstverständlich keine Düngeempfehlung für ein Scape. Aber ich finds trotzdem bemerkenswert.

Ach, bis auf die Pferdeäpfel kann man das so machen (wenn man nicht gerade Osmocote mit hohem Kupferanteil verwendet).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Wuestenrose » 21 Sep 2018 18:02
'N Abend...

unbekannt1984 wrote:Osmocote betreibe ich jetzt ein paar Monate, da gibt es wohl keine großen Probleme (auch wenn Robert mir welche einreden wollte).

Unsinn, Torsten, ich wollte dir gar nix einreden. Ich habe lediglich auf diesen Hinweis auf der Verpackung

aufmerksam gemacht. Und 3 Monate (das Thema Osmocote hatten wir im Juni) machen noch lange keine Langzeiterfahrung.

Den Bodengrund dieses Aquariums habe ich mit Blaukorn gedüngt. Jahrelang.

I.d.S.
Robert
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Postby unbekannt1984 » 21 Sep 2018 18:19
Hallo Robert,

Wuestenrose wrote:Ich habe lediglich auf diesen Hinweis auf der Verpackung
Osmocote.jpg

aufmerksam gemacht.

und der gleiche Wortlaut findet sich auf Packungen von Bittersalz (oder im entsp. Sicherheitsdatenblatt).

Und 3 Monate (das Thema Osmocote hatten wir im Juni) machen noch lange keine Langzeiterfahrung.

unbekannt1984 wrote:Osmocote betreibe ich jetzt ein paar Monate,...

Wie gesagt: Ein paar Monate :)
Kritisch ist wohl die Zeit direkt nach der Düngung, weil bestimmte Bestandteile nicht durch die Harzhülle ummantelt sind (und entsp. sofort im Wasser landen). Das betrifft wohl gerade Kupfersulfat.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Plantamaniac » 21 Sep 2018 19:53
Hallo, Substal Osmocote für Balkon und Teichpflanzen habe ich im Gartenkübel verwendet im Frühjahr.
Osmocote auf den Boden, 3cm Lehm darauf und dann noch 3cm Sand...geht Techniklos mit Pflanzen sehr gut.
Im August sind dann Medaka eingezogen. Vorher habe ich mich nicht getraut :ops: .
Wasserflöhe waren die Vorreiter.
Das Ding is derart grün...den Medaka gefällt es und im Mom ziehen ich deren Jungen in der grünen Brühe auf.
Wasserflöhe fressen sie die Medaka sofort...aber evt. stell ich noch einen Eimer daneben, das ist prima Wasserflohfutter :lol:
RadixSchnecken waren von Anfang an drin. Die hätten ja Kupfer melden müssen.

Heute hat es endlich mal geregnet. Bin gespannt ob der Pott dann aufklart. Kenne ich vom Gartenteich...muß wohl was mir Redox zu tun haben. Nach Schauern ist der auch schlagartig nichtmehr grün, sondern kristallklar und bleibt es auch. Nur diesjahr gab es keinen ergiebigen Regen seit April :irre:
Und nee, das ist nicht wegen dem Frischwasser...ein Wasserwechsel macht das Ding noch grüner als es eh schon ist
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Postby Wuestenrose » 21 Sep 2018 20:01
'N Abend...

unbekannt1984 wrote:und der gleiche Wortlaut findet sich auf Packungen von Bittersalz...

Nö:


... (oder im entsp. Sicherheitsdatenblatt).

Auch nicht.

Zitat:
12.1 Toxizität
gemäß 1272/2008/EG: Ist nicht als gewässergefährdend einzustufen.


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Postby Biotoecus » 21 Sep 2018 20:25
Moin,

man nimmt einen fetten Boden mit hohem Nährstoffanteil, versandet diesen und säuert diesen mittels Torf an.
Klingt absolut vernünftig. Muss man aber auch erst mal drauf kommen.
Ich nehme an es geht da um eine emerse Haltung.

Beste Grüße
Martin
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Postby Wuestenrose » 21 Sep 2018 20:28
'N Abend...

unbekannt1984 wrote:und der gleiche Wortlaut findet sich auf Packungen von Bittersalz...

Auf der auch nicht:


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Postby unbekannt1984 » 21 Sep 2018 20:42
Hallo Moni,

Plantamaniac wrote:Hallo, Substal Osmocote für Balkon und Teichpflanzen habe ich im Gartenkübel verwendet im Frühjahr. ... RadixSchnecken waren von Anfang an drin. Die hätten ja Kupfer melden müssen.

Ja und nein. Wie viel Osmocote hast du verwendet?
Also mein loses Substral Osmocote für Rosen und Blühsträucher (war das mit dem geringstem Kupferanteil) enthält 0,025% Cu ( 0,017% wasserlöslich), im direktem Vergleich zu z.B. einer älteren JBL Ferropol Version mit 0,009% Cu ist das jetzt nicht so viel stärker (kommt halt auf die verwendeten Mengen an).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Plantamaniac » 21 Sep 2018 20:59
Hm, nicht viel...für einen Lotus nimmt man 6 Kegel pro Topf...
Das hab ich nicht rein, sollte ja kein solcher Fresser rein...
Ich weiß es nichtmehr genau, aber mehr als 2 Kegel sicher nicht.
Hier der Aufbau

Im Juli hat es noch ordentlich geschäumt

Abschöpfen half nichts.
Notfalls wären halt keine Tiere reingekommen...
Teststäbchen zeigten aber da nichts böses an.
Als dann die Pflanzen drin waren, mußte ich Micros und Macros nachdüngen, da sie Mangelerscheinungen zeigten.
Nitrat war auch nicht vorhanden.
Hab einfach alle paar Tage ein paar Tröpfchen rein, bis die Mängel behoben waren.
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Postby unbekannt1984 » 24 Sep 2018 07:56
Hallo Moni,

Plantamaniac wrote:Ich weiß es nichtmehr genau, aber mehr als 2 Kegel sicher nicht.
Hier der Aufbau...

ich erinnere mich dunkel daran, das war der Pflanzenkübel den du in diesem Beitrag beschrieben hattest?

50l und 2 Kegel (mit 4,5 oder 5g pro Stück) sollte ohne Probleme gehen. 5g war auch die Menge, Die ich in meinem 30l Nanocube eingebracht habe - passt also so ziemlich zusammen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Plantamaniac » 24 Sep 2018 09:30
Hei, ja das war genau der Pott...

So sah der aus, als ich ihn im Frühjahr neu gemacht hab :shock: ...
Stand ein paar Jahre so...das will ich auf keine Fall mehr so haben...
Deswegen werden die Pflanzen eingetopft und halt ein Bodendecker mit rein.
Und nieee mehr einen Zyperus Alternifolius mit rein.

Der Pott ist aber immernoch grizzegrün.
Den Medaka gefällt das...mir ehr weniger...
Bei denen darf halt auch nix anderes an Pflanzen im Wasser rumschwimmen, solange man Eier sammeln will.
Aber da die Nächte jetzt teilweise schon 2-4Grad kalt werden sollen, müssen die Fischis eh rein...
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Postby moskal » 29 Sep 2018 11:23
Hallo,

Bezüglich Tonanteil im Boden gab es keine Empfehlungen?

Doch, der Ackerboden hat Tonanteil

ob nun Wels-Scheiße oder Pferdeäpfel, so groß wird der Unterschied nicht sein (abgesehen von der Größe).

Ich denke doch, das es da große Unterschiede außerhalb der Größe gibt

wäre doch schon fast ein Boden für ein Walstad-Aquarium.

Die Veröffentlichungen von Frau Walstad sind umstritten aber interessannt und lesenswert. Nur hat diese Düngeempfehlung nichts mit ihrem System zu tun. Bei ihr geht es darum den Fischbesatz auf die Pflanzenmange abzustimmen, daß die Makronährstoffe per Futter eingetragen werden, die Mikronährstoffe sollen durch ein wenig Erde kommen. Das ist was anderes. Lies ihr Buch "Das bepflanzte Aquarium" doch mal selbst. es lohnt sich auch wenn einiges darin wiederlegt ist.

Osmocote betreibe ich jetzt ein paar Monate, da gibt es wohl keine großen Probleme

bei dem Osmocote handelt es sich nicht um das in Kegel gepresste für Blumenkübel sondern um loses Material das in Großgebinden für gewerbliche Anwender (in dem Fall botanischer Garten) angeboten wird. Das ist wohl was anderes. Versuch wird klug machen.
Ansonsten wird in botanischen Gärten gerne Wuxal verwendet.

Biotoecus wrote:Ich nehme an es geht da um eine emerse Haltung.


So fast. Nur 2-3 fingerbreit Wasserstand. Hier ein Biotopfoto:

Das gilt es nachzubauen

Gruß, helmut
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Postby unbekannt1984 » 30 Sep 2018 09:35
Hallo Helmut,

moskal wrote:
Bezüglich Tonanteil im Boden gab es keine Empfehlungen?

Doch, der Ackerboden hat Tonanteil

Das kommt etwas auf den entsprechenden Acker an. Wenn ich mir da z.B. in der Soester Börde etwas schweren Lehmboden hole, dann ist das etwas anderes als ein Boden aus dem Sauerland (dort gibt es auch manchen Acker, nicht alles nur Tannenbäume).

Die Veröffentlichungen von Frau Walstad sind umstritten aber interessannt und lesenswert. Nur hat diese Düngeempfehlung nichts mit ihrem System zu tun. Bei ihr geht es darum den Fischbesatz auf die Pflanzenmange abzustimmen, daß die Makronährstoffe per Futter eingetragen werden, die Mikronährstoffe sollen durch ein wenig Erde kommen. Das ist was anderes. Lies ihr Buch "Das bepflanzte Aquarium" doch mal selbst. es lohnt sich auch wenn einiges darin wiederlegt ist.

Und du meinst in der Blumenerde stecken keine Makronährstoffe? Mineralisiertes Erdsubstrat (wir haben hier im Forum die Anleitung nach Aaron Talbot) bringt auch einiges an Makros mit und dort wird sogar extra Töpfer-Ton zugesetzt.
Liest du dort dann in dem von Tobias verlinktem Forum weiter, dann kommen Anmerkungen von Tom Barr, man könnte das Erdsubstrat mit Sand mischen (um Verdichtungen vorzubeugen und Reduktion zu verringern)... Genau was dir dein Botaniker auch verschrieben hat :)

bei dem Osmocote handelt es sich nicht um das in Kegel gepresste für Blumenkübel sondern um loses Material das in Großgebinden für gewerbliche Anwender (in dem Fall botanischer Garten) angeboten wird. Das ist wohl was anderes. Versuch wird klug machen.
Ansonsten wird in botanischen Gärten gerne Wuxal verwendet.

Moment...
unbekannt1984 wrote:Also mein loses Substral Osmocote für Rosen und Blühsträucher ...

ist kein Osmocotekegel.

Es gab da einige Überlegungen wegen Kalium und Mikronährstoffen (vor allem Kupfer), die mich zu o.g. Osmocote gebracht haben - weg von den Kegeln. Also die 1,5kg Osmocote (BTW: rund 10€ bei Blumen Risse) würde ich jetzt nicht unbedingt als Großpackung bezeichnen, wobei das für eine Ewigkeit im Aquarium reicht.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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