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Postby gert » 02 Apr 2015 17:26
Hallo ,

eine Frage zu Mg und Ca - ich möchte dies hier einmal hinterfragen .

Man liest /hört ständig,dass das Ca-Mg Verhältnis bei ca. 3:4 liegen soll .

Ist nun das genannte Verhältnis wichtig oder eben die vorhandenen Menge /L der einzelnen Mineralien .

Dazu zwei Beispiele :
- das Wasser was ich vom Wasserwert bekomme , hat einen Mg von ca. 8mg und Ca von ca. 64mg .
Das bedeutet doch,dass ich Mg auf ca. 16mg erhöhen muss .

Wenn in einen Wasser z.B. 2mg Mg sind und 8mg Ca (Verhältniss 4:1) dann sind doch gegenüber
meines Wassers statt 8mg nur 2mg Mg vorhanden .
Ist es nicht von Bedeutung ,dass eine bestimmte Menge an Mg für die Pflanzen vorhanden sein soll .
Bei Nitrat /Phosphat und Kalium gibt es doch auch bestimmte Mindestmengen die bestimmte Pflanzen
brauchen .

Wenn ich mit meinen "Gedankengängen" falsch liege ,wäre es für mich hilfreich wenn mir jemand
die Zusammenhänge erklären könnte .

MfG

gert
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Postby DJNoob » 03 Apr 2015 09:34
gert wrote:Hallo ,

Man liest /hört ständig,dass das Ca-Mg Verhältnis bei ca. 3:4 liegen soll .


Moin Gert, wo hast du den Tipp bekommen mit dem 3:4 ?Hast du paar Quellen?
Grüße,
Bülent

DJNoob´s 375 Liter
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Postby gert » 03 Apr 2015 11:57
Hallo ,

Tip ist das eigentlich keiner , fand es manchmal auch auf verschiedenen Internetforum ( .... aber wo ? )

Wurde mir hier im Forum bei einer Anfrage auch geraten .


gruß

gert
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Postby Frank1609 » 03 Apr 2015 12:03
Hallo Gert

Ein gutes Calcium / Magnesium-Verhältnis liegt zwischen 3:1 und 4:1.

So kenne ich es nur.
Gruß
Frank
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Postby gert » 03 Apr 2015 12:24
Hallo ,

Frank1609 wrote:Ein gutes Calcium / Magnesium-Verhältnis liegt zwischen 3:1 und 4:1.

So kenne ich es nur.


..... genau das meine ich - viele kennen das so .

Habe aber hier im Forum weiter gestöbert ,dieses Verhältnis wurde schon mehrmals nachgefragt.

Es wird doch bestimmt wichtiger sein , eine bestimmte Menge je Mg und Ca im Wasser zu haben als
ein Verhältnis einzuhalten .

gruß
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Postby fischbock » 03 Apr 2015 12:27
Hallo Gert,

um genau zu sein, das Verhältnis von Mg zu Ca soĺlte bei ca. 1:3 bis 1:4 liegen.

Aber wahrscheinlich meinst Du das auch, denn deine Beispiele zielen ja auf dieses Verhältnis ab.

Wie wichtig dieses Verhältnis ist, möchte ich mal offen lassen. In meinen Becken konnte ich jedenfalls keinen Unterschied bemerken, nach dem ich von ca. 1:9 mittels Osmosewasser auf 1:3 gewechselt bin.

Gleiches gilt für mich für die Aussage, dass Mg > K sein soll.

In manchen Fällen mag es helfen, wenn man diese Verhältnisse einstellt -schaden wird es wohl nie.

Und natürlich spielen auch die absoluten Mengen eine Rolle, spätestens dann, wenn Mg oder Ca relevante Mangelerscheinungen vor liegen.

Bei einer GH von ca. 6-8° und 1:3 bis 1:4 sollte das aber nicht der Fall sein.
Gruß,

Dirk.
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Postby gert » 03 Apr 2015 12:48
Hallo Dirk ,

fischbock wrote:Gleiches gilt für mich für die Aussage, dass Mg > K sein soll.


die kannte ich noch nicht ,wie soll das gehen ?? .... wenn ich z.B. 5 mg Mg habe dürfte K max. 4mg sein > das wäre bestimmt für viele Pflanzen zu wenig K .

Ich sehe das so .... wenn schon Verhältnisse , dann unter der Berücksichtigung einer bestimmten Mindest-
menge der im Verhältnis angegebenen Mineralien .

Was meint Ihr ???

gruß
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Postby Wuestenrose » 03 Apr 2015 13:19
'N Abend...

@gert
gert wrote:Es wird doch bestimmt wichtiger sein , eine bestimmte Menge je Mg und Ca im Wasser zu haben als
ein Verhältnis einzuhalten .

Nein. Calcium und Magnesium werden von den Pflanzen nur wenig aufgenommen. Für die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Kalium ist hauptsächlich deren gegenseitiges Verhältnis wichtig, das in etwa(!) in der Gegend Ca:Mg:K = 1:0,25...0,33:1 liegen sollte.

Die meisten Pflanzen kommen mit sehr geringen Calcium- und Magnesiumgehalten im Wasser aus. Hygrophila dagegen ist eine (beispielhafte) Ausnahme von der Regel.

@fischbock
fischbock wrote:Gleiches gilt für mich für die Aussage, dass Mg > K sein soll.

Ich halte diese Aussage für groben Unfug. Wo hast Du denn das aufgeschnappt?

Grüße aus Fernost,
Robert
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Postby Andreas S. » 03 Apr 2015 13:28
Hallo Gert,
fischbock wrote:Gleiches gilt für mich für die Aussage, dass Mg > K sein soll.


die kannte ich noch nicht ,wie soll das gehen ?? .... wenn ich z.B. 5 mg Mg habe dürfte K max. 4mg sein > das wäre bestimmt für viele Pflanzen zu wenig K .

Was hier "bestimmt", bestimmt der individuelle Pflanzenbestand und nicht die zahlreichen und zu hinterfragenden Forenbeiträge, in denen (unabhängig vom Verhältnis zu Ca & Mg) K- Gehalte von 10mg/l und mehr propagiert werden.
Begriffe wie "hoch" oder "niedrig" gehören in diesem Zusammenhang ebenfalls korrigiert.
Ich propagiere "Verhältnisse". Somit bin ich unabhängig von o.g. Begriffen und v.a.: dem pflanzen-aquaristisch unsinnigen deutschen Waschmittelgesetz, dem ich ca. 34J. aufsaß. Dies macht mit seinen Definitionen "weich", "mittelhart", "hart" und "sehr hart" nur blind und vernebelt die Verhältnisse, die sich häufigst lediglich mit Mg in die (für Pflanzen) richtige Richtung schubsen ließen.
Selbst wenn dir als Mensch K mit 4mg/l "zuwenig" erscheinen (die Pflanzen hingegen müssten dann aber eindeutige K-Mangelerscheinungen zeigen!), könnte man dies kontrolliert solange applizieren, bis der fragliche Mangel behoben ist. Dies stellte aber das geringste Problem dar!
Ich sehe das so .... wenn schon Verhältnisse , dann unter der Berücksichtigung einer bestimmten Mindest-
menge der im Verhältnis angegebenen Mineralien .

Ein interessanter Ansatz.
Mein Vorschlag: mach' Versuche und stelle die Ergebnisse hier vor.
Ansonsten gibt's hier Lesefutter zu dem Thema (übrigens: ein update folgt demnächst):
neue-und-besondere-wasserpflanzen/ludwigia-inclinata-var-verticillata-pantanal-t10610-135.html
Gruß, Andreas
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Postby Biotoecus » 03 Apr 2015 13:45
Hi,
bevor ich mir verlässliche Testbestecke für Mg und Ca besorgt hatte, tappte ich auch lange im Dunkeln und musste mich auf theoretische Abhandlungen von Forenusern verlassen.
Gruß Martin
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Postby fischbock » 03 Apr 2015 13:49
Hallo Robert,


auf die Schnelle habe ich z.B. dies dazu gefunden:

erste-hilfe-wasserpflanzen/kein-erfolg-bei-algenbeampfung-t36766.html?hilit=verhältnis%20kalium%20mg , bin mir aber relativ sicher, dass dies hier auch noch häufiger angesprochen wurde.
Gruß,

Dirk.
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Postby Biotoecus » 03 Apr 2015 13:58
Hi
den Thread würde ich nun nicht als Referenz heran ziehen.
Gruß Martin
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Postby gert » 03 Apr 2015 14:37
Hallo ,

Wuestenrose wrote:Hygrophila dagegen ist eine (beispielhafte) Ausnahme von der Regel.


kannst Du mir das genauer erklären ? ..... die brauchen mehr , oder .....

Andreas S. wrote:Mein Vorschlag: mach' Versuche und stelle die Ergebnisse hier vor.

geht momentan nicht , habe in meinen Diskusbecken 3 Große und in einen abgetrennten Bereich
10 Kleine die ich von seit ca. 30 Tagen von 6.5cm aufziehe .Da kämpfe ich momentan - bei den Futtereintrag -
mächtig mit Bartlalgen (? ) - die immer länger werden .

Wuestenrose wrote:Nein. Calcium und Magnesium werden von den Pflanzen nur wenig aufgenommen. Für die Aufnahme von Calcium, Magnesium und Kalium ist hauptsächlich deren gegenseitiges Verhältnis wichtig, das in etwa(!) in der Gegend Ca:Mg:K = 1:0,25...0,33:1 liegen sollte.

da müsste ich bei meinen Ca ~ 64mg (Wasserwerk) - 16mg Mg und ~ 19mg K im Becken realisieren .
Aus den Wasserhahn kommt Ca 64 ; ~ 8 Mg und K ~5mg , da Ca und Mg nur gering aufgenommen werden ,brauchte ich nur K erhöhen , oder ??

Für mich war eigentlich wichtig , ob meine 8 mg Mg aus der Leitung genug sind ,oder ob ich es auf das Verhältnis
4:1 einstellen sollte . Kalium dünge ich ja auf .


gruß
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Postby Andreas S. » 03 Apr 2015 14:39
Hallo!
den Thread würde ich nun nicht als Referenz heran ziehen.
Gruß Martin

Genau.
Wobei das "Beste" noch der hier war:
(...)"Optimal wären 4:1 oder 3:1. Das ermöglicht eine Problemfreie Aufnahme von Eisen, sonst profitieren nur Algen davon. ..."
Soweit dazu.
Im Hintergrund war allerdings mal wieder zu lesen, dass K höher als Mg war (nebenher hätte man die "KH" auch herunterschrauben können, daber das wäre eine andere Baustelle). In den Subforen "Erste Hilfe" und "Algen" lässt sich beim Querlesen (fast )immer Dasselbe erlesen: K>Mg. Trotz meiner Schreibereien in oben verlinktem thread, kommen dann stets die abenteuerlichsten Ratschläge.
Gruß, Andreas
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Postby Biotoecus » 03 Apr 2015 14:48
Hi,
in Folge der theoretischen Betrachtungen der Leitungswasserwerte scheuen sich ja viele Leute auch davor Kalium, Calcium, Magnesium und Nitrat so zu messen, dass sie verlässliche Ergebnisse erhalten.
Mitunter wird hier aber fröhlich alles vermengt und Leitungswasser, Hörensagen und eigene Unwissenheit vermengt und daraus eine "Empfehlung" geschmiedet.
Pfui!!
Bester Grüße
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