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Beitragvon Lau.ra » 05 Jan 2017 15:20
Hallo Zusammen.

Ich habe leider mit meinem kleinen Becken kein Glück und brauche Tipps, was ich noch tun kann.
Ich habe schon einmal von meinem Becken berichtet und beschreibe ganz kurz noch mal den Werdegang:

Das Aquarium (40Liter) habe ich im April 2016 als eingefahrenes Becken mit einem schönen Stamm Red Fire Garnelen übernommen. Anfangs lief alles gut und ohne Ausfälle. Bis ich auf die Idee gekommen bin eine neue Pflanze einzusetzen. Ich habe sie zwar gewässert über mehrere Tage aber hat nicht gereicht. Die Pflanze ist sofort in der Tonne gelandet und das Wasser sofort mehrfach gewechselt. Hat aber nichts mehr gebracht und der ganze Stamm war dahin. Dann habe ich das Becken erst mal länger stehen gelassen und Wasser gewechselt und mir nach bestimmt 3 Monaten neue Garnelen gekauft (15 Red Fire). Die haben es dann aber auch nicht lange gemacht und ich habe das darauf zurück geführt, dass ich feststellen musste das in unserem Wasser Kupferreste enthalten sind. Ich habe das Wasser kalt entnommen und ablaufen lassen, aber ich konnte dann doch noch Kupfer nachweisen. Dann habe ich direkt auf Osmosewasser umgestellt. Das konnte die Red Fire Garnelen aber auch nicht mehr retten.
Dann habe ich mir gedacht: Na wenn du schon auf reines Osmosewasser umstellst dann mach ichs doch richtig und kaufe Bienensalz und stelle das Becken langfristig auf Bienen um.

Nun habe ich mir letzte Woche (nach nun immerhin mindestens 5 Monaten in denen ich das Wasser mit Osmosewasser ohne Besatz gewechselt habe) 17 Taiwan Garnelen gekauft.
Meine Wasserwerte: KH 1-2, PH 6,0- 6,5, Nitrit 0, Nitrat 0
Ich weiß, dass die Werte noch etwas sinken könnten für die Taiwaner. Ich denke das sind noch allerletzte Rest da die KH ursprünglich mal bei 12 lag und ich das Wasser nicht zu 100% gewechselt habe. Oder es sind die Steine die von Anfang an im Becken drin sind. Kupferreste können ja nun nicht mehr vorhanden sein, da dies ja auch ausfällt.

So nun sterben mir die Garnelen wieder weg und sitzen recht anteilnahmslos rum. Ich sehe meistens nur so ca. 5 Taiwaner. Ich habe die Tiere über 6 Stunden eingewöhnt. Der Leitwert war etwas höher als bei mir aber ich habe langsam angepasst. Und meine Werte passen eigentlich auch besser für die Tiere (ich habe LW 280 (habe ich dann extra noch mal etwas angehoben) und sie kamen aus 350). Eine Heizung habe ich nicht. Das Wasser hat 19 Grad genau wie das Ausgangsbecken. Ich habe keine neuen Pflanzen mehr eingebacht und nichts an der Dekoration verändert. Auch wenn die Wasserwerte noch etwas sinken könnten gehe ich nicht davon aus, dass das Verhalten auf diese zurückzuführen ist.

Nun weiß ich eigentlich nicht mehr weiter. Ich würde ja noch verstehen, wenn die Tiere bei der Häutung über die Zeit sterben und es an den Schwankungen der Wasserwerte liegt, aber diese quasi Totalausfälle kann ich mir nicht mehr erklären. Das Wasser ist reines Osmosewasser aufgesalzen, die Pflanzen alle seit Monaten im Becken, die Wurzel ist auch lange drin und keine Mopani, ich habe keine Anubia im Becken und auch sonst keine Erklärung mehr. Da Nitrit, Ammoniak und Nitrat auch 0 ist weiß ich auch nicht ob was im Boden gammeln könnte. Riechen tue ich auch nichts und Planarien sehe ich auch keine. Wie gesagt, dass ab und zu mal eine Garnele stirbt oder sie sich nicht vermehren ist nicht das Problem, sondern diese Totalausfälle. Das Verhalten deutet ja nach wie vor auf Vergiftung hin, aber ich weiß nicht wodurch.

Ich bin bereit das Becken auszuräumen und mit altem Filter neu aufzusetzen, aber ich weiß nicht ob ich es damit nur noch schlimmer mache und die Hoffnung besteht, dass sich doch alles irgendwie noch einpendelt. Ich tendiere auch zu Soil Boden für die Taiwaner aber den kann ich ja nun schlecht einsetzen, weil das Becken ja dann neu einfahren müsste damit das Nitrat ausgeschwemmt wird. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das natürlich gemacht bevor ich mir die Tiere gekauft habe. Aber ich habe nicht damit gerechnet nach 5 Monaten, die ich extra gewartet habe um kein Risiko einzugehen. Was würdet ihr mir also nun raten?

PS: In meinem 350 Liter Becken fühlen sich nun Amanos und Red Fire Garnelen woh. Auch da nehme ich Osmosewasser mit GH/KH aufgesalzen. Mein kleines Becken kommt mir langsam vor wie verflucht. Nun steht es schließlich schon seit 8 Monaten bei mir uns es ist nur frustrierend.

Viele Grüße, Laura
Lau.ra
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Beitragvon Wasserfloh » 05 Jan 2017 15:47
Hallo
Ein Bild vom Becken wäre hilfreich , Bestückung vom Filter ( nicht das da Kohle drin ist die nun anfängt den Müll wieder abzugeben) , welcher Sand ( Faulgas? ) , welche Steine u.s.w.
mfg. Heiko
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Beitragvon Lau.ra » 05 Jan 2017 16:20


Hallo Heiko,

Ja klar hier ist ein Bild. Filter ist ein Innenfilter bestückt mit einem feinmaschigen Schwamm. Kohle hat der Filter noch nie gesehen. Bodengrund ist schwarzer Kies. Körnung weiß ich nicht, aber auf jeden Fall kein Sand. Steine waren schon drin im Becken. Also weiß ich nicht die Bezeichnung, sind braune Bruchsteine. Kein gedüngter Bodengrund außer ein paar punktuell eingebrachten Düngekugeln (aber auch schon seit Monaten) die nach meinen gesammelten Informationen kein Problem darstellen sollten. Auch keine garnelenunverträgliche Düngung.

Viele Grüße, Laura
Lau.ra
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Beitragvon eheimliger » 05 Jan 2017 17:31
Hallo Laura,
da hast Du ja schon eine Odyssee hinter DIr.
Mir fällt da nur der Kies ein, was ist das für einer?
Wenn es Kunststoffummantelter ist und er heiß gewaschen wurde, können da irgendwelche Stoffe austreten, deshalb steht es aber eigentlich immer auf den Packungen drauf das er nur kalt gewaschen werden darf.
Mehr fällt mir nicht ein.
Gruß, Frank
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Beitragvon Lau.ra » 05 Jan 2017 18:08
Hallo Eheimliger,

Den Kies habe ich damals schon mit den damaligen Garnelen gemeinsam übernommen und da traten noch keine Probleme auf. Heiß gewaschen habe ich den Kies auch nie :/ Ich habe auch den Kies im Visier, weil mir nichts mehr anderes einfällt. Vielleicht irgendwo ein Fäulnisherd, aber ich kann nichts riechen, messen oder sehen. Ja alles total doof. Ich bin jetzt dazu übergegangen einen permanenten Miniwasserwechsel zu machen. Also etwas absaugen und frisches Osmosewasser wieder dazu. Gerade als ich getippt habe, habe ich auch eine Garnele stark zucken sehen. Das war jetzt das erste mal, dass ich das beobachten konnte. War wie ein kurzer Anfall. Auch das deutet ja auf eine Vergiftung hin. Problem ist nur das ich die Ursache nicht finden kann. Becken neu aufsetzen kann ja auch nach hinten losgehen.

Viele Grüße
Lau.ra
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Beitragvon DOS » 07 Feb 2017 00:58
Hallo Laura,

da hast Du schon ein schweres Rätsel zu lösen.
Nach Deiner aktuellen Beschreibung, gehe ich davon aus, daß das Becken aktuell besetzt ist, oder?
Wie lange sind die Garnelen jetzt schon drin?

Ein Bild von der Seite und von oben wäre nicht schlecht.
Kann es sein, das der Filter relativ tief sitzt und so für kaum Oberflächenbewegung sorgt?
Evtl. geht Deinen Tierchen einfach nur die Luft aus.
Gruß Dominik
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Beitragvon mooslos » 07 Feb 2017 22:13
Hallo Laura,
auffällig ist mir das Du nichts über die Fütterung schreibst.
Folgende Möglichkeiten sehe ich:

1.Seemandelbaumblatt,Futtermittel-Blätter-Gemüse Pestizit belastet.
2.Verwendung von Reinigungsmitteln - Insektensprays usw..
3.Schwarzer Kies,eventuell gebrochene Schlacke, kann sporadisch Giftstoffe abgeben(Abfallprodukt aus der Hochofen-Industrie).

Laura,ich hoffe das meine Denkanstöße zur Lösung der Probleme beitragen.

G.G.

Mit bestem Gruß
Gabor



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Beitragvon Lau.ra » 05 Jan 2018 14:00
Hallo liebe Flowgrower,

Nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder zurück von der Problembeckenfront und hoffe weiterhin auch konstruktive Unterstützung. Nachdem ich hier geschrieben habe, habe ich mein Becken noch einmal neu aufgesetzt, um auch wirklich alles auszuschließen. Heißt: alles raus und neu einfahren. Dazu zählte neuer Bodengrund (Amazonia Soil) und ein Bodenfilter und kompletter Wasserwechsel. Dann habe ich das Becken wieder ca. 5 Monate einfahren lassen. Natürlich mit Salty Shrimp aufgesalzenem Osemosewasser... Keine CO2 Anlage.

Derzeitige Werte:
20,5 Grad
KH 1-2
GH 6
PH 5,5 (ich weiß ziemlich niedrig)
Leitwert 229
Ammonium 0
Nitrit 0
Nitrat 0
Phosphat ca. 0,5
Eisen 0

Nun sieht es so aus: Ich habe in meinem großen Aquarium inzwischen eine riesen Population sehr vermehrungsfreudiger Red Fire Garnelen. Sie schwimmen in mit Aquarium GH/KH aufgesalzenem Osemosewasser. Also habe ich nach Monaten mal wieder eine Testgarnele eingesetzt, die ich sehr langsam an das Wasser gewöhnt habe. Natürlich weiß ich, dass der PH Wert recht niedrig ist und die Garnele nun anderen Wasserwerten ausgesetzt ist. Ich möchte daraus in der Zukunft eigentlich ein Becken für Bienengarnelen machen. Aber es ging mir darum das Verhalten einer Garnele zu beobachten, um sicherzugehen.

Direkt nach dem Einsetzen verhielt sie sich anders als in meinem großen Aquarium: Sie saß untätig rum und zupfte nicht mehr. Schwamm zwischendurch ziellos durch das Becken (aber nicht taumelnd). Heute nach 4 Tagen habe ich sie tot aus dem Becken geholt.

Natürlich könnte man jetzt sagen es lag am Umsetzen oder dem PH Wert, aber daran glaube ich nicht mehr. Alle Garnelen sind in diesem Becken bisher gestorben, während in meinem großen Becken die Population nur so explodiert.

Festhalten kann ich: Das Wasser ist in beiden Aquarium aus der gleichen Leitung, nur ein anderes Aufhärtesalz. Der Bodengrund ist ein Soilboden, der kein Ammonium mehr abgibt. Pflanzen kaufe ich nur noch Invitro. Der Bodenfilter wurde neu eingesetzt. Eine Krankheit ist auf unwahrscheinlich, weil die Garnele aus dem großen Becken vorher nicht krank war. Da ich nicht gefüttert habe (da keine Tiere im Becken waren) sind auch gammelnde Stellen ausgeschlossen.
Das EINZIGE was noch nach wie vor im Becken ist, ist die Wurzel. Diese ist aber keine Mopani. Und Anubia habe ich auch keine im Becken. Sauerstoffmangel halte ich auch für eher unwahrscheinlich, da die Pflanzenmenge nicht so groß ist und keine Co2 Anlage angeschlossen ist. Ach gedüngt habe ich auch nicht. Letzte Tage habe ich mir etwas Profito angefangen, da mir die Pflanzen verkümmern wegen des Nährstoffmangels.

Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.

Viele Grüße, Laura


PS: Bei Bedarf kann ich natürlich auch Bilder nachsenden. Boden habe ich ausgetauscht. Das war ja eine genannte Idee und Insektensprays verwende ich nicht. Seemandelbaumblätter hatte ich auch keine mehr im Becken.
Lau.ra
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Beitragvon Thomas1975 » 05 Jan 2018 17:15
Hallo Laura,
interessant wären auch die Wasserwerte aus deinem großen Becken (GH, KH, PH und der Leitwert) und wie lange hast du die eine Red Fire an das neue Beckenwasser gewöhnt? Ich persönlich hätte auch die Wurzel rausgeschmissen um auf nunmal sicher zu gehen, vorallem weil du sonst alles neu im Becken hast.

Lg Thomas
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Beitragvon Lau.ra » 06 Jan 2018 17:09
Hallo Thomas,

Klar die Werte kommen sofort:

25 Grad
KH 4
GH 9
PH 6,5 (mit CO2)
Leitwert 550
Nitrat 0
Phosphat 0,25
Eisen 0,25

Angewöhnt habe ich sie ca. 3 Stunden. Irgendwie kann ich mir das aber nicht mehr vorstellen, weil die Todesfälle davor genauso waren und ich bezweifle das es am Umsetzen liegt. Die Red Fire und Amanogarnelen habe ich ja auch mal mit der gleichen Methode an das große Becken gewöhnt ohne Ausfälle. Wäre irgendwie komisch, wenn es im kleinen Becken immer daran läge. Auch wenn es nicht auszuschließen ist, in dem jetzigen Fall.

Ja von der Wurzel werde ich mich jetzt wohl als nächstes trennen. Wobei das eine ganz normale Morkien Fingerwurzel ist...

Viele Grüße, Laura
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Beitragvon Matz » 06 Jan 2018 17:18
Hallo Laura,
du könntest ja mal noch versuchen, das Wasser im kleinen Becken komplett abzusaugen und mit Wasser aus dem Großen aufzufüllen und dabei gleich zwei, drei Garnelen mitrüber zu setzen. Dann wäre der Punkt "Anderes Wasser/Umgewöhnung" auch ausgeschlossen.
Sollte dann wieder was passieren, würde ich als nächstes dann auch die Wurzel rausnehmen.
Ich drücke die Daumen.
Das ist ja mal echt verzwickt, aber ich hatte das auch schon und bin nicht auf den Trichter gekommen, woran es lag. Habe aber irgendwann einfach aufgegeben und nicht alles so akribisch wie du bis zur letzten Ursache hin verfolgt :thumbs: .
Wünsch' dir noch einen schönen Tag,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Beitragvon unbekannt1984 » 06 Jan 2018 17:39
Hallo Laura,

Lau.ra hat geschrieben:Festhalten kann ich: Das Wasser ist in beiden Aquarium aus der gleichen Leitung, nur ein anderes Aufhärtesalz.

ich denke das Aufhärtesalz ist wahrscheinlich der Knackpunkt: Für das kleine spätere Bienenbecken hast du ein Bienensalz benutzt, entsprechend fehlt dort etwas die KH (Calcium und Magnesium für die Häutung), der pH-Wert ist in Folge der fehlenden KH so niedrig.

Die andere mögliche Ursache ist die Wurzel... Das ist nicht zufällig ein alter Rebstock, der vom Winzer mit Kupfer bepinselt wurde? Den Fall hatten wir auch letztens erst hier (im Forum).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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