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Postby Lacarotte » 04 Jul 2016 15:49
Hallo,

Ich habe ein 60l Cube mit dichtem Bewuchs und Hölzern, das seit einigen Wochen ordentlich läuft.
Darin sind 12 Neocaridinas Red Fire Sakura und ca 50 total fitte Bloody Marys jeden Alters, die ich alle zusammen für ein paar € bekommen habe. Nun möchte ich eventuell einige von der Größe her passende Fische dazusetzen. Es sollten welche sein, die nicht die Garnelen wegfangen, möglichst nicht einmal die Babys.
Der Boden in dem Becken ist Ada Soil, man sagte mir, dass die kleinen gründelnden Welse diesen Boden zu sehr aufwühlen würden. Außerdem wächst da nette grüne Eleocharis Mini, die nicht ausgegraben werden sollte. Damit scheidet der Tipp, den alle geben - Corydoras - , schon mal aus! Und nun??
Das Wasser hat eine GH von ca 13, es gibt eine Co2 Versorgung mit Nachtabschaltung.

In dem Becken, wo die Marys herkommen, haben etliche unterschiedliche kleine Fische gelebt, und offensichtlich gab es genug Babygarnelen zum Abgeben. Leider wusste der in Vertretung des kleinen Bruders zuständige Garnelensortierer nicht die Namen der Fische und ich bin totale Anfängerin.
Aber ich habe in etlichen Threads zum Thema soooo viele Meinungen zu dem, was an Fischen passt und welche auf Garnelenjagd gehen, gelesen, dass mir der Kopf schwirrt. Und ich möchte ja nicht, dass meine niedlichen roten Garnelen zu Nebendarstellern in ihrem eigenen Becken degradiert werden, weil sie sich nicht mehr aus den Ritzen trauen.

Ich suche nun Vorschläge an Fischen, die vom Verhalten und von der Größe her passen. Bitte antwortet mir ehrlich, ob es eine realistische Chance zur friedlichen Vergesellschaftung gibt oder ob es ein schlimmes Ende mit den Garnelen nehmen wird.

Vielen Dank im Voraus
Doro
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Postby steppy » 04 Jul 2016 16:22
Hallo Doro,
wenn es ausreichend Versteckmöglichkeiten für die Garnelen gibt und du keine besonders räuberischen Fische einsetzt werden die Neocaridina nicht zurück gedrängt werden. Nachwuchs wird gefressen, aber nicht so sehr, dass du weniger Garnelen hast. Das sind zumindest meine Erfahrungen mit einem gut bewachsenen 60L Cube. Durch starke Vermehrung hatte ich zeitweise mehr als 20 Pseudosphromenus Dayi im Cube. Die gehen gerne an Garnelennachwuchs (auch an größere) und dementsprechend haben die Granelen sich sehr versteckt gehalten und es kam wenig Nachwuchs durch. Trotzdem waren die Garnelen nicht "vom aussterben bedroht". Außerdem wirst du wohl kaum solche Fischmengen in den Cube setzen.

Aufgrund deiner hohen GH kann ich dir nicht viele Empfehlungen geben. Ich hatte mal Vietnamesische Kardinalfische (Tanichthys Micagemmae). Die fühlen sich auch bei hartem Wasser wohl und lassen Garnelen ausnahmslos in Ruhe. Bei mir sind die aber in Massen aus dem Wasser gesprungen. Beim Dennerle 60L Cube ist ja neben der Abdeckung noch ein schmaler spalt, auch da sind die immer rausgehüpft wenn sie sich erschrocken haben. Der Cube schien mir auch etwas klein für die recht schwimmfreudigen Fische. Guppies gehen sicher auch.

Von daher: Es gibt eine realistische Chance zur friedlichen Vergesellschaftung.

Gruß
Stefan
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Postby Lacarotte » 04 Jul 2016 16:27
Danke für die Antwort, Stefan,

.....aber ich habe einen Fehler gemacht: 13 ist die GH des Leitungswassers, ich nutze es 1:1 mit Aquadest und habe eine GH von knapp 10!
Aber ich habe die Fischlein aus Deinem Post gerade ge googelt, sie sind reizend und kommen durchaus infrage. Kann man die irgendwo kaufen oder bekommen?
P.s., Hab schon Händler gegooglet und ich werde gleich noch mal private Züchter suchen.

Sorry und danke
Doro
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Postby eheimliger » 04 Jul 2016 17:58
Hallo Doro,
Boraras Brigittae , B.merah, B.urophthalmoides, würden auch gut passen.
Gruß, Frank
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Postby Lacarotte » 05 Jul 2016 05:40
Guten Morgen,

also zur Auswahl an Fischlein ständen jetzt nach meiner Recherche und Euren Tipps:

Corydoras habrosus
Corydoras hastatus
Corydoras pygmaeus
mögl. Problem: Alle könnten den Boden aufwühlen. Vorteil: putzen und fressen eher keine Garnelen

Otocinclus affinis Vorteil: putzt Algen weg und frisst eher keine Garnelen

Tanichthys micagemmae Vorteil:interessantes Schwarmverhalten Nachteil: interessantes Schwarmverhalten braucht Platz, putzt nicht, sondern macht nur Dreck ;), frisst eventuell Garnelen.

Boraras Brigittae und Boraras merah: fressen eventuell Garnelen und putzen auch nicht.


Die drei letztgenannten schwimmen im Becken rum und sind hübsch anzusehen, die Fische für den Bodengrund sind, wer hätte das gedacht, tarnfarben und bieten weniger Action.

Schwierige Entscheidung! Wie sind Eure Erfahrungen mit den Tierchen? Wer frisst wirklich Garnelen und wer nicht?

Danke
Doro
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Postby NickHo » 05 Jul 2016 07:31
Hallo Doro,

dir wurden ja bereits schon ein paar Fische, die passen und mit denen es keine Probleme geben sollte, genannt.
Zu deiner Frage welche Fische wirklich Garnelen fressen, kann ich aus Erfahrung sagen. Fische fressen alles was ins Maul passt und sich fangen lässt(außer es schmeckt nicht). Es gibt keine friedlichen Fische in dem Sinne, dass sie rein vegetarisch leben. Jedoch besteht bei den otos die geringste Gefahr dass diese deine Garnelen fangen und fressen könnten. Dafür sind sie anatomisch nicht ausgestattet. Diese würden sich höchstens an tote oder sehr geschwächte Tiere vergreifen.

Wenn man Fische und garnelen zusammen hält muss man immer einen Gewissen Kompromiss eingehen. Jedoch ist dieser bei den hier schon genannten aufgrund der hohen Vermehrungsrate der Garnelen fast zu vernachlässigen.

Viele Grüße
Nick
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Postby CHL87 » 05 Jul 2016 13:20
Hallo,
Heterandria formosa wäre auch noch sehr klein (zumindest die Männer). Allerdings sind es Lebengebärende, die auch noch recht vermehrungsfreudig sein könnten.

Soweit ich die Beschreibungen der kleinen Corys verstanden habe ist das mit dem Wühlen nicht so tragisch, vielleicht nur bei Sand. Die scheinen sehr oft mit Garnelen und Soil kombiniert zu werden, also gibts da wohl keine Probleme. Hab das auch vor und lese nicht wenig. Bin noch nicht darauf gestossen, dass die einem das Becken umgraben würden. Sogar TDS scheinen da schlimmer zu sein.

Grüße,
Chris
Grüße, Chris.
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Postby Plantamaniac » 05 Jul 2016 13:44
Hallo, Hastatus und Pygmäus schwimmen ehr als das sie gründeln.
Pandawelse fressen Garnelen ehr aus versehen, als mit Absicht.
Hab auch einige mit Neos zusammen.
Bekannte haben sogar Panzerwelse in der Zuchtanlage um unliebsames Kleingetier das in Zuchtbecken überhand nimmt zu eliminieren. Die stehen nämlich auf jegliches Gewürm und Muschelkrebse.
Es stimmt schon das eigentlich fast alle Fische Garnelenbabys als Lebendfutter ansehen.
Da steht und fällt es mit einem dichten Dickicht, bis an die Wasseroberfläche reicht und den Fischen den Zutritt verwehrt. Bei mir kommen die Garnelenjungen meistens erst mit 5-7mm herraus und werden dann von meinen Fischen nichtmehr behelligt.
Ich schick Dir mal einen Link, wo mal Fische in Gruppen eingeteilt wurde, je nachdem wie ihr Fressverhalten gegenüber Fischen war. Vielleicht findest Du dort den entscheidenden Tip?
Chiao Moni
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Postby steppy » 05 Jul 2016 13:49
Soweit ich die Beschreibungen der kleinen Corys verstanden habe ist das mit dem Wühlen nicht so tragisch, vielleicht nur bei Sand


Hallo,
Corydoras Habrosus graben das Becken schon ordentlich um. Einen HCC Teppich lösen sie ganz gern mal komplett vom Boden ab, zumindest die Habrosus. Hastatus und Pygmaeus scheinen weniger zu buddeln, die hatte ich aber nie. Wer die Tiere mal im Sand hat wühlen sehen will sie eigentlich auch nicht mehr auf anderem Grund halten.

Gruß
Stefan
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Postby Plantamaniac » 05 Jul 2016 13:57
Hallo, Pygmäus hatte ich mal als Putzgeschwader für Sand angeschafft und den Job haben sie überhauptnicht gemacht :? . Sie sind nur in der Mitte und zwischen Pflanzen unterwegs gewesen. Habe die putzigen Tierchen trotzdem in mein Herz geschlossen und noch einen Satz Adolfoi dazugenommen :lol: Das klappt besser :thumbs:
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Postby Lacarotte » 05 Jul 2016 17:14
Guten Abend,

So, ich hab's getan!
In meinem Becken sind jetzt sechs bereits ausgewachsene Otocinclus Affinis. Und sie sind keineswegs nur am Boden, sie lutschen Scheiben und Pflanzen ab.
Dazu habe ich 12 noch ganz winzige Boraras Uropthalmoides. Und sie verstecken sich keineswegs im Dunklen, sondern haben sich gleich über das mitgekaufte Staubfutter hergemacht. Die Otocincli -Otocinclusse :? haben kurzerhand auch Babyfutter mitgenommen.
Meine Bloody Marys kommen ja aus einem Becken mit Fischen, sind also gar nicht scheu, sondern wuseln mit.
Habe ich die richtige Menge an Tieren für's 60l Cube gekauft?

Ich danke für Eure geduldige Beratung

LG
Doro
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Postby eheimliger » 05 Jul 2016 18:21
Guten Abend Doro,
Lacarotte wrote:Habe ich die richtige Menge an Tieren für's 60l Cube gekauft?

Die Auswahl finde ich gut und Du wirst bestimmt viel Freude daran haben, finde den Besatz soweit in Ordnung und nicht zu viel, evtl kannst Du die Otocinclus noch etwas aufstocken.
Bin mal gespannt ob die Boraras Garnelennachwuchs erwischen und als Nahrungsquelle ansehen, wovon ich nicht ausgehe.
Kannst ja mal berichten.
Gruß, Frank
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Postby Lacarotte » 05 Jul 2016 20:35
Guten Abend,
Also die Boraras U. sind sogar speziell zu füttern, weil sie ein so winziges Maul haben, das wird auch bei den erwachsenen Tieren klein bleiben. Mal sehen, die werden jedenfalls nicht größer als eine ausgewachsene Neocaridina.
Gruß
Doro
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Postby Nynchen » 08 Feb 2017 19:40
Hallo,

ich nutze den Thread mal, da ich eine ähnliche bzw eigentlich die gleiche Frage habe.

Ich habe mir einen 60er Nano Cube zugelegt und möchte diesen, nach einiger Zeit Einlaufphase auch gerne besiedeln. Hauptsächlich geplant sind Blue Dream Garnelen. Die Bepflanzung wird an einer Stelle sehr dicht sein. Aktuell ist er noch leer, daher kann ich leider nichts genaueres sagen. :-) Der Boden wird sonst hauptsächlich mit HCC beplanzt.

Nun überlege ich, ob ich Fische dazusetzen kann.
Ich würde einen kleinen Schwarm Perlhuhnbärblinge und als Putztrupp noch ein paar Corydoras pygmaeus dazu.
Wie viele Fische kann ich einsetzen, ohne dass es zu viel wird? Und sind Fische überhaupt empfehlenswert?

Ich bedanke mich schonmal recht herzlich

viele Liebe Grüße
Danny
Nynchen
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