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Beitragvon Kalle » 17 Aug 2017 11:35
Hallo,
ich bin 3 Wochen im Urlaub und habe eine automatische Nachfüllanlage, die die Verdunstung im offenen Becken ausgleicht. Nun hatte ich die Idee, im Nachfülltank, der draußen steht und Licht abbekommt (Algenbildung möglich), Daphnien auszusetzen, etwas Futter dazu zu geben und zu hoffen, dass sie sich vermehren. Dann hätten die Fische ab und zu etwas Lebendfutter und was zum Jagen :grow: . Problem - ich nutze dest. Wasser (Osmose-Anlage). Wäre das ein Problem?
Evtl. noch andere gute Tips, die kurfristig umzusetzen sind?
Danke und Gruß
Kalle
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Beitragvon Öhrchen » 17 Aug 2017 11:49
Hi,
ich glaube, die Daphnien kriegen in nicht aufgehärteten Osmosewasser Häutungsprobleme.
Zumindest sind sie in weichem Wasser bei mir immer ziemlich schnell weg.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Plantamaniac » 17 Aug 2017 12:07
Hallo Kalle, mir schwebt etwas ähnliches vor für meine Fische, die nur Lebendfutter fressen.
Und zwar eine Plexiglasbox mit Schlitzen oder Löchern, durch die die adulten Wasserflöhe(Daphina magna sind wohl die
Größten) nicht durchpassen. Wasser das über einen Luftherber in die Kammer läuft und was zum filtrieren für die Wasserflöhe mitbringt. Dadurch das die Adulten nicht durch die Schlitze passen, gibt es hoffentlich immer Nachschub an Jungflöhen Man könnte die Wasserflöhe azusätzlich über einen Rondomat mit Spirulina/Brennesselpulverpulver versorgen.

Probier es doch einfach aus. Osmosewasser ist nunmal nicht gerade nahrhaft.

Den Nauplistar hab ich mir auch aus dem Grund angesehen.
Nur müssen da halt täglich Eier nachgefüllt werden und die Eierschalen entfernt.
So wäre das nur eine Hilfe für etwa 3 Tage. 3 Tage kommen die meisten Fische auch ohne Futter aus.
Bin erst von 10 Tagen Urlaub zurückgekommen. Den Darios und Elassoma hatte ich die Becken mit Wasserflöhen, Moina, Cyclops und Microwürmchen vollgestopft. Alles Leerdgfuttert, bis auf die Cyclops und alle sehen wohlgenährt aus. 2 Wochen Vorher gabs für alle Futter satt, zum Speck anfressen. Mein Fischsitter hat täglich 1/3 der gewohnten Mengen an Trockenfutter gefüttert als Beschäftigungstherapie und damit die Wasserbelastung gering bleibt. Nach der Technik mußte eh täglich gesehen werden. Stromausfall oder defekter Kompressor im Fischkeller ist nicht zum lachen.
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Beitragvon Kalle » 17 Aug 2017 16:44
vielen Dank, ihr beiden. Ich probiere es - Hoffnung habe ich zwar keine, aber viel passieren kann auch nicht. Ich nutze sonst noch einen Eheim Fütterautomaten mit kleinen Steinchen und Mischfutter gefüllt, der hat sich auch für kleinere Mengen bewährt.
Die Technik ist gewartet und sollte 3 Wo durchhalten.....Automatisierung ist besser als jeder Nachbar ... der Rest ist Schicksal...:cool: ...ab in den Urlaub.

VG Kalle
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Zuletzt geändert von Kalle am 17 Aug 2017 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon eheimliger » 17 Aug 2017 16:55
Hallo Kalle,
Ich nutze sonst noch einen Eheim Fütterautomaten mit kleinen Steinchen und Mischfutter gefüllt, der hat sich auch für kleinere Mengen bewährt.

das finde ich ja genial , kannst Du das bitte näher beschreiben.
Gruß, Frank
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Beitragvon Kalle » 17 Aug 2017 17:04
Hi Frank,

kein Ding. Durch den Schlitz kommt normalerweise zu viel feines Futter, aber mit ein paar kleinen Steinchen, die den Schlitz verkleinern, aber das feine Futter durchlassen, kommt man gut zurecht. Einfach ausprobieren, ich nehme Lavasplit.

VG Kalle
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Beitragvon moskal » 17 Aug 2017 17:08
Hallo Kalle,

lass es besser. 3 Wochen sogar ganz ohne Fütterung sind kein Problem. Was zum jagen und fressen finden die Fische auch so im Moos.
Das mit den Daphnien ist nicht ganz einfach, da gehöhrt begleitmikroflora dazu. Und sie sind empfindlicher was umsetzen und fremde Wasserbedingung betrifft als fast jeder Fisch. Wenn man aber eine stabile Daphnienpopulation hat (Stichwort Komposmethode und Gurkengläser) würde sich dein vorhaben einrichten lassen aber ohne wäre mir das zu riskant.

Gruß, helmut
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Beitragvon Kalle » 17 Aug 2017 18:54
Hallo Helmuth,

Danke Helmuth, ich habe auch gelesen, dass es wohl kein Selbstläufer ist. Ich hab die paar Daphnien nun schon drin, das Wasser etwas aufgesalzen und werde ja sehen, ob sie überleben - die Chancen stehen zugegeben schlecht.

VG Kalle
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Beitragvon moskal » 18 Aug 2017 06:54
Hallo Kalle,

was schlimmes wird sicher nicht passieren, bestenfalls klappt es und wennn nicht, auch nicht dranatisch.

Noch kurz zum Verständnis, Daphnien kommen auch in reinem Regenwasser vor, zum Teil bei einer Leitfähigkeit die am untere Ende der Messbarkeit für mich liegen. Aufsalzen ist nicht nötig. Die passende Mikroflora muß da sein. Und die Daphnien müssen sich an die bei dir vor Ort vorhandenen Bakterien gewöhnt haben. Da sind wir wieder bei etwas Kompost, ein wenig Sediment, ein paar Blätter trockenes Laub und so weiter. Die dadurch eingebrachte Mikroflora muß dann in Homöopathischen Mengen z.B. mit winzigen Bruchstücken von Futtertabs alle paar Tage gefüttert und mit Schnapsglasmengen Wasser langsam an die Bedingungen vor Ort gewöhnt werden. Anfangs fällt da nichts zum verfüttern ab. Es dauert 2-3 Wochen bis alles stabil ist, dann sind die Ansätze aber kaum mehr kaputt zu bekommen. Bei mir geht das so weit, daß wenn ich Cyperngras staunass mit Aquarienwasser durch die Erde giese am nächsten Tag die ersten Daphnien im Untersetzer paddeln.

Gruß, helmut
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Beitragvon Kalle » 28 Aug 2017 14:14
Danke Helmut für diese Tipps, ich schau mal, ob ich das mal probieren.
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Beitragvon Öhrchen » 28 Aug 2017 14:28
Hi

moskal hat geschrieben:Bei mir geht das so weit, daß wenn ich Cyperngras staunass mit Aquarienwasser durch die Erde giese am nächsten Tag die ersten Daphnien im Untersetzer paddeln.

Gruß, helmut


:lol:, beneidenswert. So stabil habe ich die Ansätze noch nicht hinbekommen.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Plantamaniac » 28 Aug 2017 15:14
Hallo, das steht und fällt sicher mit dem Ausgangswasser.
Im Moment hab ich bisschen Probleme mit den Moina.
Ich weiß auchnicht, aber mir kippen regelmäßig die Ansätze um. Zum Glück hab ich immer genug laufen.
Aber es nervt schon etwas dauernd neu anzusetzen. Seltsamerweise sind es immer Flaschen mit Schwebealge :irre:
Ich krieg die auch nichtmehr zum laufen und muß sie entsorgen.
Früher hatte ich nur welche mit Schwebealge und die liefen wochenlang sehr ergibig.
Entweder ist im Mom was mit unserm Leitungswasser (steht mind. 24 Std. ab und bei den Wasserflöhen gehts ja auch), oder ich versteh es nicht.
Habe schon an an Sabotage seitens meiner Familie gedacht :sceptic:
Aber so fies sind sie dann doch wieder nicht.

Kalle wie läufts? Schon angefangen?
Meine Wasserflöhe draußen füttere ich im Mom mit besagter Schwebealgebrühe.
Allerdings nur 1cm davon in eine 2 Liter Vittelflasche, mit kaltem Wasser direkt aus der Leitung auffüllen und paar Krümel Hefe rein. Das steht wenige Stunden am Morgen in der Sonne und nach paar Tagen ist das gritzegrün.
Dann verfüttere ich das an die Wasserflöhe bis auf 1cm und es geht von vorne los.
Seit ich das wieder mache, hab ich sehr viel mehr Flöhe zum ernten :grow:
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Beitragvon moskal » 28 Aug 2017 15:45
Hallo,

Seltsamerweise sind es immer Flaschen mit Schwebealge :irre:

Schwebealgen können sich zusammenschließen, das Wasser ist dann immer noch Grün aber die einzelnen Teilchen sind zu groß für Filtrierer. Die Daphnien/Moina verhungern mitten im grünen Wasser. Meine Daphnien stecken das weg da sie Dauerstadien bilden und wenn die Algen keinen "Feinddruck" mehr haben schwimmen sie wieder brav als einzelne Einzeller umher, sind beste Nahrung für Daphnien, die werden dann wieder mehr, dann verklumpen wieder die Algen usw.. Moina stecken das nicht weg.

Gruß, helmut
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Beitragvon Plantamaniac » 28 Aug 2017 16:26
Ok, dann muß ich die eine Flaschen retten, die noch keine Algen hat...
Die läuft aktuell auch am besten...
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Beitragvon Kalle » 16 Sep 2017 21:53
Hallo,

ich wollte kurz berichten, wie es ausgegangen ist, ziemlich interessant.
Wie gesagt, die Idee war, während meines Urlaubs die Wasservedunstung auszugleichen und gleichzeitig das Becken mit etwas Lebendfutter zu versorgen. Ich habe also in einem 30l Kanister mit leicht aufgesalzenen dest. Wasser eine Packung Daphnien eingesetzt. Aus dem wurden während meines Urlaubs pro Tag ca. 1,2 L ins Becken gepumpt. Außerdem habe ich einen halben Tab Trockenfutter, etwas Holz, eine Anubia und Blasenschnecken zugegeben, um etwas Mikrobiologie einzubringen.

Als ich zurück kam, war das Wasser wie berechnet fast vollständig aus dem Kanister gepumpt. Im dem Rest am Boden schwamm eine große Anzahl toter Daphnien. Damit hatte ich nicht gerechnet. Anscheinend hatten sich die Daphnien doch zunächst kräftig vermehrt, und irgendwann war das Ganze gekippt, vermutlich als das Wasser weniger wurde. Ich kann leider nicht beweisen, dass lebende Daphnien über die Pumpe ins AQ befördert wurden, ich war ja im Urlaub, aber im Prinzip halte ich das für eine gute Möglichkeit, den Fischen ein paar Leckerlies während des Urlaubs zu gönnen.

Den Fischen und dem Becken gingen es jedenfalls sehr gut, als ich nach 3 Wochen zurück kam.

VG Kalle
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