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Postby RobertS » 21 Dec 2012 11:02
Hi,

aus meinem ersten scapeartigen Becken wächst eine Anubias barteri var. barteri, die im Gegensatz zu den Pflanzen im Soil unter Mangelerscheinungen leidet, aber ansonsten eher unauffällig war. In den letzten Wochen hat sich allerdings am Rhizom ein grauer, schimmliger Belag gebildet der inzwischen die Wasserqualität zu beeinflussen scheint, denn es bildet sich eine starke Kahmhaut. Ich spüle das Holz auf dem die Pflanze sitzt wöchentlich gründlich ab und es hilft auch immer für ca. 3 Tage, aber danach ist der Belag wieder da. Inzwischen habe ich den Belag auch auf dem aus dem Wasser ragenden Teil des Holzes entdeckt, weshalb ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob der Schimmel wirklich von der Pflanze ausgeht.



Mein nächster Schritt wäre den aus dem Wasser ragenden Teil mit EC zu behandeln. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wie stark ich verdünnen soll. Aber vielleicht hat ja jemand einen besseren Vorschlag :smile:
Gruß
-Robert
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Postby Plantamaniac » 21 Dec 2012 15:22
Hallo, das würde ich aussitzen, auch wenn es nicht schön ist.
Wenn nichtsmehr da ist, was schimmeln kann, hört es von alleine auf.
Holzkohlepuder könnte etwas Hilfe bringen. Ob Aktivkohle(der Staub) auch hilft weiß ich nicht. Zumindest werden bei terrestrischen Pflanzen wunden, oder Schnittflächen damit bestäubt um Schimmel und Fäulnis zu bekämpfen.
Evt. hilft auch eine Sprühflasche um es täglich abzuspülen.
Schimmel sollte normal den Unterwasserpflanzen nichts tun.
Mir fällt gerade ein...wie fühlt es sich an? Es ist weiß...könnten das auch Kristalle vom Dünger sein?
Wie fühlt es sich denn an? Weich oder kratzig?
Chiao Moni
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Postby RobertS » 21 Dec 2012 15:40
Hallo Moni,

hab vielen Dank für die Rückmeldung. Mich stört der Schimmel gar nicht so, aber ich vermute er verursacht Kahmhaut wenn ich verdunstetes Wasser nachfülle und falls meine Freundin ihn irgendwann entdeckt habe ich eine Grundsatzdiskussion am Hals :stumm:

Ich hab das eben - etwas widerwillig - berührt und es ist eher glatt. Dünger gebe ich immer in ordentlichem Abstand zur Pflanze ins Wasser. Allerdings bin ich gerade wegen der Anubias vor einem Monat auf EI gewechselt. Die anderen Pflanzen sind über das Soil gut versorgt, aber der Anubias kümmerten die Spitzen fast von Anfang an.

Wenn ich morgens meine Orchideen einsprühe könnte ich natürlich auch das Aquarium mit bedenken, aber sorgt die Feuchtigkeit nicht eher für ein gutes Klima für Schimmel? Das Aquarium steht eh schon im Badezimmer und aus dem Becken verdunstet auch einiges.
Gruß
-Robert
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Postby Plantamaniac » 21 Dec 2012 16:21
Irgendwie finde ich nicht das es wie Schimmel aussieht :?
Schonmal was von Mykorrhiza gehört?
http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... KUBEPwdMA0

Nee, nass mag es Schimmel normal auch nicht.
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Postby RobertS » 21 Dec 2012 17:38
Mykorrhiza sind mir absolut neu und ich mag auch die Theorie (zumindest mehr als ordinären Schimmel), jedoch müssten diese dort vorzufinden sein, wo auch Nährstoffe sind - also eher im Wasser.

Ich hab nochmal zwei Nahaufnahmen gemacht. Leider kann ich mein Stativ an der Stelle nicht aufstellen, weshalb die Tiefenschärfe eher gering ist. Beim zweiten Bild sieht man aber trotzdem, dass auch Holz betroffen ist.



Gruß
-Robert
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Postby Plantamaniac » 21 Dec 2012 18:41
Hallo, hast Du Zugriff auf Holzkohle zum bepudern?
Pilz ja...Schimmel nein, würd ich sagen.
Zumindest hat es noch keine Schimmelartigen Sporenlager gebildet.
Mit Schimmel auf Blumenerde habe ich die Erfahrung, dass er nur auf unvollständig verrotteter, neuer Erde ausbricht.
In alten Blumentöpfen passiert das nichtmehr.
Da fällt mir ein das mein emerser Saurus auch sehr viel weißen Pilz in der Erde hatte. Ich meine auch etwas von Mykorrhiza gelesen zu haben. Ich such mal, wo das war.
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Postby omega » 21 Dec 2012 19:04
Hallo Robert,

RobertS wrote:Mykorrhiza sind mir absolut neu und ich mag auch die Theorie (zumindest mehr als ordinären Schimmel), jedoch müssten diese dort vorzufinden sein, wo auch Nährstoffe sind - also eher im Wasser.

Pilze sind ja keine Pflanzen und versorgen sich völlig anders. Sie ernähren sich von organischem Material (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß) und können auch Minerale (Gestein) aufspalten. Im Wasser schwimmt nicht so viel organisches Material herum, sonst hättest Du ein O2-Problem. Kahmhaut, die auf die Anubie schwabbt, Hausstaub und abgestorbene Pflanzenteile, davon wird sich Dein Pilz ernähren. Daß der Pilz die Kahmhaut verursacht, glaub ich nicht, eher umgekehrt. Kahmhaut besteht aus Bakterien, die sich von Material ernähren, das leichter ist als Wasser.

Grüße, Markus
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Postby RobertS » 30 Dec 2012 15:42
Hallo ihr beiden,

eine späte Rückmeldung - ich war die letzten Tage abwechselnd unterwegs oder in Fressnarkose :D

Ich habe inzwischen die Pflanze etwas tiefer gesetzt und die trockenen Holzstellen rabiat mit EC behandelt. Die Schnecken kommen jetzt höher ans Rhizom und scheinen große Fans zu sein. Pflanzenteile und Holz oberhalb des Wassers sind nicht mehr so stark betroffen. Allerdings ist die Anubias chronisch unterversorgt. Zuletzt bildete sie ein komplett braunes Blatt aus. Falls ich das nicht in den Griff bekomme geht sie mir ziemlich bald ein. Ich werde berichten, sofern sich noch etwas bezüglich Pilz tut.

Ich habe (mehr zur Übung) noch zwei Fotos mit mehr Tiefenschärfe geschossen:




OT: @Moni: Holzkohle habe ich gerade keine da, aber ich werde es im Hinterkopf behalten. Ich habe so ein Paar "Hydro-Kräutertöpfe" jeden Sommer im Einsatz, bei denen sich aufgrund der ständig feuchten Erde weißer Pilz bildet...

Habt nochmals vielen Dank für die Tipps!
Gruß
-Robert
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Postby RobertS » 27 Mar 2013 11:14
Hallo,

kleiner, später Nachtrag: Der Anubias geht es zwar durch die Umstellung auf EI inzwischen wesentlich besser und sie bildet wieder gesunde Blätter aus. Jedoch bildet sich weiterhin zuverlässig Schimmel oder Pilz. Einige wirklich radikale Behandlungen mit EC haben die Neubildung nur verzögert. Wie man auf dem Foto erkennen kann fühlt sich Glossostigma elatinoides zwischen dem Flaum ganz wohl. Aktivkohle habe ich inzwischen besorgt, doch ich finde die Anwendung an der Stelle etwas ungünstig - es würde viel im Becken landen...

Ich bin mir inzwischen überzeugt, dass Nährstoffe im Hardscape Schuld an der Schimmelbildung sind. Das verwendete Holzstück riecht muffig, wenn man es aus dem Wasser nimmt. Ich werde den Zustand bis zum Abbau des Beckens im Herbst so belassen, da anscheinend keine Gefahr für Fische oder Garnelen besteht. Ich frage mich nur, weshalb der Baumarkt meiner Wahl so etwas in der Aquarienabteilung verkauft...
Gruß
-Robert



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