Neocaridina davidi "Red"

Red Fire-Garnele

Nano-Aquarium geeignet?: Ja
Benötigt Artenbecken?: Nein
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Herkunftsland: Taiwan

Optische Wirkung: 
  • besonders farbenfroh / auffällig

Typ: Süßwassergarnele

Populärnamen [?]: 
  • Red Fire-Garnele
  • Red Cherry-Garnele

Stamm: Arthropoda - Gliederfüßer
Unterstamm: Crustacea - Krebstiere
Klasse: Malacostraca - Höhere Krebse
Ordnung: Decapoda - Zehnfußkrebse
Unterordnung: Pleocyemata - Bauchtragende Krebse
Familie: Atyidae - Süßwassergarnelen
Gattung: Neocaridina

Beschreibung: 

Das Becken für die Red Fire Garnele sollte mindestens 10 l fassen, bei dieser Größe kann man schon einen kleinen Trupp halten, wegen der schnellen Vermehrung kann es aber schnell zu klein werden.

Der Bodengrund sollte feinkörnig gewählt werden, damit die Garnelen einzelne Körnchen aufheben und abweiden können, auf schwarzem Bodengrund kommen die Farben besser zur Geltung.

Was die Bepflanzung betrifft hat man die freie Auswahl, Moos wird gerne abgeweidet und dient als Versteck. Neu gekaufte Pflanzen sollte man ausreichend wässern, da Pestizide ins Wasser gelangen könnten.

Gerüchte, dass die Garnelen negativ oder gar mit dem Tod auf Pflanzen wie Cryptocoryne, Anubias oder Javafarn reagieren sind nicht bestätigt.

Allerdings werden in Phasen, in denen nichts oder nur wenig gefüttert wird gerne Pflanzen wie Limnophila sessiliflora gefressen.

Der Speiseplan für die Red Fire Garnele kann sehr bunt aussehen, vom Spinat über Hokkaido und anderem Gemüse (nicht zu lange im Wasser lassen!!) bis hin zum industriell gefertigtem Futter ist fast alles möglich. Frostfutter wird gerne genommen und verstärkt die Farben ein wenig, bei zu häufiger Fütterung treten allerdings Häutungsprobleme wegen zu vielen tierischen Proteinen auf.

Es sollte immer sehr sparsam gefüttert werden, in einem gut eingefahrenem Becken finden die Garnelen viel Mulm, den sie gerne fressen. Deshalb sollte beim Wasserwechsel auf Mulmabsaugen verzichtet werden.

In keinem Garnelenbecken sollte Laub fehlen, getrocknete Blätter wie Walnuss, Eiche, Buche und Seemandelbaum reichern das Wasser mit Huminsäuren an und dienen als gesunde Futterergänzung, vor allem für Jungtiere.

Die Aufzucht der Jungtiere stellt kein großes Problem dar, wenn keine Fressfeine wie Fische mit im Becken leben und genug Mulm und Laub im Becken ist wird man sich an Nachwuchs in hoher Stückzahl erfreuen können.

Die Vergesellschaftung mit Salmlern oder Lebendgebärenden stellt kein Problem dar, allerdings sollten ausreichende Versteckmöglichkeiten für Jungtiere vorhanden sein. Garnelen vertragen sich hervorragend mit Panzerwelsen.

Die meisten Volldünger werden von den Tieren gut vertragen.

Schlüsselmerkmale: 

Rote Färbung

Erfahrungsberichte

2 Erfahrungsberichte
von Nunduun » 02 Feb 2015 21:09

Kleine Ergänzung zum vorigen Bericht (habe unsere seit 5Jahren).

Die auffälligsten "Silberrücken" dürften i.d.R. Weibchen sein. Hier tritt jedenfalls bei meinen Tieren der Rückenstrich (Rückenstrichgarnele!) besonders stark hervor, da die Weibchen z.T. deutlich dichter/stärker gefärbt sind. Er wirkt wie weiße Pigment/Einschlüsse noch über der roten Farbschicht. Meine Jungs zeigten meist nur einige dünne rote Streifen, wirkten rund 3 mm kleiner und der Rücken weniger hoch (v.a. bei den Ausgewachsenen zu erahnen). Die Mädels dagegen zeigen meist ein mehr oder weniger flächendeckendes Rot, teils wie bei Sakuras, teils als roter Punktteppich auf dem sonst transparenten Tier.

Ein Zufüttern finde ich ratsam, wenn:

-viele Tiere auf wenig Raum leben, v.a. wenn hier nicht gescapet wird sondern bei normaler Beleuchtung kaum gedüngt wird.

-eine intensivere Farbe gewünscht ist, hier lässt sich mit Algenpulver wunderbar nachhelfen- und auch die restlichen Fische bekommen mehr oder weniger freiwillig mal eine vegetarische Kost zwischendurch.



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von Eichi » 27 Mär 2013 16:04

Bei der Red Fire Garnele handelt es sich um eine sehr unaufwändig zu haltende Zwerggarnele, welche sehr gut im Handel und durch andere Aquarianer zu erhalten ist. Ein Zufüttern der Tiere entfällt gänzlich, da sie sich sehr gerne von Algen und kleinen Sporen ernähren. Zwar sind sie nicht so gute Algenfresser wie die Amanogarnele. Doch in großen Stückzahlen bilden auch sie eine effektive Anti-Algen-Crew.

Die Zucht der Tiere ist sehr einfach und bedarf keinerlei besonderer Dinge. Meiner Beobachtungen zufolge tragen die Weibchen alle paar Wochen mehrere Eier unterm Bauch, welche sehr gut als weiße Kügelchen zu erkennen sind. Auch die Kleintiere benötigen keine extra Fütterung - sie fressen, was sie kriegen können. Gestartet mit 20 Red Fires hat sich meine Population innerhalb von einem Jahr auf gut 300 erhöht.

Obgleich die Jungtiere noch recht blass gefärbt sind, erreichen erwachsene Tiere eine intensivere Rotfärbung. Die älteren - und vermutlich männlichen - Tiere bilden einen etwas weißlichen Streifen am Rücken. Ich nannte sie immer nur "Silberrücken". Wer nur intensiv gefärbte Tiere halten möchte, kommt um ein "Herausmendeln" nicht vorbei, da die Farbintensivität unter anderem auch durch Inzucht nachlässt. Gegebenenfalls kann es auch von Interesse sein, keine sehr intensiv gefärbten Tiere zu halten, um den "Rote Kuh auf der grünen Wiese"-Effekt zu vermeiden.

Die Red Fire Garnele ist summa summarum eine Garnelenart, die jeder einmal gehalten haben muss.

Haltung
CO2-Verträglichkeit bis 35 mg/l
Gesamthärte bis 12 °dGH
Karbonathärte bis 10 °dKH
pH-Wert bis 7 
Temperatur bis 25 °C
Zucht
Gesamthärte bis 35 °dGH
Karbonathärte bis 10 °dGH
pH-Wert bis 7 
Temperatur bis 25 °C


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