Glossostigma elatinoides

Australisches Zungenblatt

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Nano-Aquarium, Vordergrund Gruppe, Vordergrund Bodendecker
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: schnell
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Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Australien einschließlich Tasmanien; Neuseeland


Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Australisches Zungenblatt
  • Glosso

Synonyme [?]: 
  • Tricholoma elatinoides Bentham

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
  • Rhizom oder Kriechspross
Botanischer Name [?]: Glossostigma elatinoides (Benth.) Hook. f.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Lamiales - Lippenblütlerartige
Familie [?]: Phrymaceae - Gauklerblumengewächse
Gattung [?]: Glossostigma

Beschreibung: 

Glossostigma elatinoides ist eine sehr kleine, rasenbildende Aquarienpflanze mit kriechenden Sprossen und spatelförmigen Blättern, die in ihren Heimatgebieten in Australien, Tasmanien und Neuseeland in Sümpfen und überschwemmten Gebieten, an Flüssen und Seen emers bis völlig submers wächst. Takashi Amano wurde im Jahre 1980 auf die damals noch relativ unbekannte Pflanze aufmerksam. Er importierte sie nach Japan über die Wasserpflanzengärtnerei Dennerle und schuf darauf die ersten Naturaquarien mit niedrig wachsenden Glossostigma-Teppichen. Mittlerweile gehört Glossostigma elatinoides zu den beliebtesten Vordergrundpflanzen weltweit.

Das Australische Zungenblatt kann eventuell mit kleinen, submers wachsenden Kleefarnen (Marsilea) verwechselt werden. Die Kriechsprosse von Glossostigma sind jedoch gegenständig beblättert (an einem Stängelknoten sitzen 2 Blätter), die von Marsilea wechselständig (1 Blatt pro Stängelknoten). Außerdem haben die Glossostigma-Blätter eine deutliche Mittelrippe, während die Adern der Marsilea-Blätter fächerförmig, ähnlich wie bei den Blättern des Ginkgo-Baums, angeordnet sind.

Es gibt eine nah verwandte Zungenblatt-Art, Glossostigma diandrum, die sich von G. elatinoides durch Blüten mit zwei anstatt mit vier Staubblättern unterscheidet.

G. elatinoides ist relativ einfach zu halten, wenn ihm genug Licht und CO2 geboten wird. Die Lichtstärke sollte mindestens 0,5 Watt pro Liter betragen. Bei genügender Beleuchtung bildet das Australische Zungenblatt schnell Ausläufer und bedeckt den gesamten Bodengrund; wird es jedoch schlecht beleuchtet, neigt es dazu, in die Höhe zu wachsen. Für ein gutes Wachstum braucht diese Pflanze ausreichend Nitrat (5 mg/l oder mehr), Phosphat (0,5 mg/l oder mehr) und genügend Eisen sowie Mikronährstoffe. Bei zu wenig Nitrat färben sich die Blätter gelblich und die alten Blätter werden vorzeitig abgeworfen, bei zu wenig Phosphat verlangsamt sich das Wachstum erheblich und die Pflanze bekommt ein sehr viel dunkelgrüneres Aussehen. Bei Eisenmangel zeigen sich durchsichtige Flecken auf den Blättern.

Wenn man Glossostigma elatinoides erhält, ist es sehr wahrscheinlich in seiner emersen Form ausgeliefert worden. Beim Einsetzen sollte man Gruppen von drei bis vier Stängeln pflanzen und ca. zwei Wochen auf den submersen Wuchs warten. Die neuen submersen Triebe kann man dann abschneiden und in das Substrat einsetzen. Hierbei pflanzt man die Stängel komplett ein und befreit danach nur die Spitze der Pflanze vom Substrat, bis ein paar grüne Blätter sichtbar werden. Die Pflanze sollte nach dieser Methode des Einsetzens bei genügend Licht, CO2 und Nährstoffen innerhalb von wenigen Wochen den Bodengrund bedecken.

G. elatinoides wird wegen seines niedrigen Wuchses für den Vordergrund verwendet. Es bildet einen dichten Pflanzenteppich, der besonders in Naturaquarien sehr hübsch wirkt.

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