© Heiko Muth (2015)

Echinodorus opacus

Dunkle Schwertpflanze

°C
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: langsam
Siehe auch: Echinodorus 'Apart' , Echinodorus portoalegrensis
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Südost-Brasilien: Paraná und Santa Catarina


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Dunkle Schwertpflanze

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus opácus Rataj

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Die Dunkle Schwertpflanze stammt aus schnell fließenden, relativ kühlen Flüssen in Süd-Brasilien (Bundesstaaten Paraná und Santa Catarina) und ist nur von wenigen Fundorten bekannt. Echinodorus opacus wurde im Jahr 1970 von Karel Rataj als Art beschrieben. Die Pflanze hat viel Ähnlichkeit mit Echinodorus portoalegrensis, der ebenfalls in Südbrasilien in rasch fließendem Wasser gefunden wurde.

E. opacus ist zwar schon lange im Aquarienhobby bekannt, aber nie häufig gewesen und dürfte heute erst recht eine Rarität darstellen. Anders als viele handelsübliche Echinodorus-Arten und -Sorten wächst und vermehrt sich diese eigentümliche Schwertpflanze nur langsam. In Kultur sind einige Formen von E. opacus mit unterschiedlicher Wuchshöhe und Blattform bekannt.

Echinodorus opacus ist wahrscheinlich keine "gute" Art, sondern eine Naturhybride. Dies wird schon lange vermutet, unter anderem weil die Pflanze triploid ist (einen dreifachen Chromosomensatz hat). Zudem haben Lehtonen & Falck (2011) mit DNA-Analysen belegt, dass der ähnliche E. portoalegrensis sowie eine opacus-ähnliche Pflanze (von ihnen Echinodorus cf. opacus genannt) Hybriden sind. Die wahrscheinlichen Eltern dieser Pflanzen gehören zur Verwandtschaft von Echinodorus grandiflorus und E. longiscapus.

Die verschiedenen Formen von Echinodorus opacus haben ein kriechendes, walzenförmiges Rhizom, vergleichbar mit Echinodorus uruguayensis und E. osiris. Die Blätter sind sehr lederig und starr, sicherlich eine Anpassung an starke Wasserströmung im natürlichen Lebensraum. Die Blattstiele sind glatt mit ungefähr halbrundem oder fast rundem Querschnitt und etwa so lang oder etwas länger als die Blattspreiten. Die Blattspreite ist eiförmig, teilweise mit leicht herzförmiger Basis. Die Unterwasserblätter sind dunkelgrün und etwas transparent. Die Längs- und Quernerven sind heller gefärbt als die übrige Blattfläche. Blütenstände erscheinen eher selten und überragen die Blattrosette. An ihnen entwickeln sich nur wenige Adventivpflanzen. Die Blüten bleiben meistens geschlossen bzw. verkümmern als Knospe.

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Kasselmann, Christel (2001): Echinodorus. Die beliebtesten Aquarienpflanzen. - Ettlingen: Dähne Verlag GmbH: 130-132.
  2. Lehtonen, S. & Falck, D. (2011): Watery Varieties: aquarium plant diversity from aesthetic, commercial, and systematic perspectives. In: Aquino, J. C.: Ornamental Plants: Types, Cultivation and Nutrition. - Nova Science Pub Incorporated, 2011.
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