Echinodorus macrophyllus

Großblättrige Schwertpflanze

In Kultur: Wahrscheinlich nicht in Aquarienkultur, Name wird irrtümlich für eine andere Pflanze verwendet
Aquarieneignung: unbekannt, siehe Beschreibung!
Siehe auch: Echinodorus sp. "macrophyllus"
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Verfügbarkeit [?]: 
  • wahrscheinlich nicht in Aquarienkultur und auch nicht im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Großblättrige Schwertpflanze

Synonyme [?]: 
  • Alisma macrophyllum Kunth

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus macrophýllus (Kunth) Micheli

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Der Name Echinodorus macrophyllus ist seit langem vielen Aquarianern bekannt, aber genau genommen ist es nicht klar, welche Pflanze im Aquarienhobby damit gemeint ist. Vermutlich werden mehrere unterschiedliche Echinodorus-Formen mit großen, herzförmigen Blättern "Echinodorus macrophyllus" genannt.

Die Art Echinodorus macrophyllus im ursprünglichen Sinn ist nach Samuli Lehtonen (2008)1 im südlichen Atlantikküstengebiet von Brasilien verbreitet. Echinodorus scaber ist von Haynes & Holm-Nielsen im Jahr 1986 zu E. macrophyllus gestellt worden (als Unterart E. macrophyllus ssp. scaber), stellt aber nach Lehtonen (2008) eine eigene Art dar und ist nicht enger mit E. macrophyllus verwandt.

Es ist unklar, ob der echte E. macrophyllus als Aquarienpflanze kultiviert wird. Eine Echinodorus-Form, die in der Aquaristik "E. macrophyllus" genannt wird, hat Merkmale, die eher zu E. cordifolius als zur Beschreibung von E. macrophyllus nach Lehtonen (siehe unten) passen. Zu dieser Pflanze siehe Echinodorus sp. "macrophyllus".

Nach Lehtonen (2008) ist E. macrophyllus wahrscheinlich am engsten mit Echinodorus bracteatus verwandt und hat unter anderem die folgenden Merkmale:

  • Blattstiele glatt bis sternhaarig, 20-45 cm lang und 5 mm breit, im Querschnitt rund, mit Längsriefen,
  • Blattspreiten eiförmig mit tief herzförmiger Basis, 8 bis 25 cm lang, 7 bis 26 cm breit, mit 7 bis 11 Längsnerven, keine durchscheinenden Zeichnungen (Milchsafträume) sichtbar,
  • Blütenstand aufrecht, die Blätter überragend, unverzweigt oder rispenartig verzweigt, insgesamt bis 110 cm hoch (wahrscheinlich auch mehr), ohne Blütenstängel 25 bis 40 cm lang, bis 20 cm breit, gelegentlich mit Adventivpflanzen, mit 6 bis 9 Quirlen, jeder Quirl mit 5 bis 13 Blüten,
  • Blütenstängel und Blütenstands-Achse im Querschnitt rund, glatt bis sternhaarig,
  • Hochblätter (Brakteen) kürzer als die Blütenstiele, lanzettlich, 1-2 cm lang und 4-7 mm breit, mit 11-19 Nerven, spitz bis zugespitzt,
  • Blütenstiele während des Blühens und Fruchtens abgespreizt, 1,5-2,5 cm lang, 0,6 mm breit,
  • Blüten 1,5-2,5 cm im Durchmesser, Kelchblätter 6 mm lang und 4 mm breit, mit 14-17 Nerven, diese ohne Papillen, Kronblätter überlappend, ca. 8 mm lang und 6 mm breit, 20-24 Staubblätter, Antheren 1 mm lang, Staubfäden ca. 1,5 mm lang,
  • Nüsschen verkehrt-lanzettlich, mit ca. 4 Rippen auf jeder Seite, ca. 2,5 mm lang und 1 mm breit, mit ca. 4 runden Drüsen zwischen den Rippen.

Die Art unterscheidet sich vom ähnlichen, aber nicht näher verwandten Echinodorus floribundus unter anderem durch eher glatte (nicht stachelig behaarte) Blattstiele und durch das Fehlen von durchscheinenden Zeichnungen (Milchsafträumen) in den Blättern.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Lehtonen, S. (2008): An integrative approach to species delimitation in Echinodorus (Alismataceae) and the description of two new species. - Kew Bulletin 63: 525–563.
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