© Heiko Muth (2014)

Echinodorus inpai

INPA-Schwertpflanze

Aquarieneignung: eingeschränkt
Siehe auch: Echinodorus decumbens , Echinodorus subalatus
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Brasilien: Mato Grosso, Rio Aripuanã


Verfügbarkeit [?]: 
  • gelegentlich im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • INPA-Schwertpflanze

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus ínpai Rataj

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus inpai ist eine mittelgroße Schwertpflanze, die bisher nur am Rio Aripuanã im Norden von Mato Grosso (Brasilien) gefunden worden ist. Sie wurde 1981 von Karel Rataj als Art beschrieben. Der Artname bezieht sich auf das brasilianische staatliche Forschungsinstitut INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia).

E. inpai ist seit 1987 in Kultur und kommt gelegentlich in den Handel, ist aber im Aquarienhobby wahrscheinlich wenig bekannt. Nach den Erfahrungen von Christel Kasselmann (2001) wächst diese Art im Aquarium nicht gut.

Die INPA-Schwertpflanze hat große Ähnlichkeit mit der Geflügelten Schwertpflanze (Echinodorus subalatus), die in Mittel- und Südamerika weit verbreitet ist. Nach Haynes & Holm-Nielsen (1994) ist der Artstatus von E. inpai unsicher, und die Pflanze zählt möglicherweise zu E. subalatus. Lehtonen (2008) akzeptiert sie mit Vorbehalt als eigene Art.

Echinodorus inpai ist nicht nur mit E. subalatus, sondern auch mit E. palaefolius und E. decumbens eng verwandt. Diese vier Arten haben einen charakteristisch längsgerieften, auf der Oberseite rinnigen Blattstiel und relativ kleine Blüten mit 12 Staubblättern gemeinsam. E. inpai unterscheidet sich von E. subalatus unter anderem durch das Profil der Blütenstands-Achse zwischen den Quirlen: Sie ist zwar bei beiden Arten dreikantig, aber bei E. subalatus sind die Kanten geflügelt (alat) und bei E. inpai nicht geflügelt. E. inpai hat durchscheinende Zeichnungen (Milchsafträume) in den Blättern in Form von Linien, die länger als bei E. subalatus sind.

Die Blätter sind bis 60 cm gestielt, die Blattspreiten sind schmal-lanzettlich und 6-25 cm lang und 3-9 cm breit. Die Blütenstände sind aufrecht und überragen nicht die Blattrosette. Die Blüten sind fast sitzend (sehr kurz gestielt) und haben einen Durchmesser von 0,8-1,2 cm. Die weißen Kronblätter überlappen einander nicht. Die Früchte sind kugelige Sammelfrüchte mit vielen Nüsschen, die eine Drüse auf beiden Seiten und einen langen Schnabel haben. Am Blütenstand entwickeln sich Adventivpflanzen.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Kasselmann, Christel (2001): Echinodorus. Die beliebtesten Aquarienpflanzen. - Ettlingen: Dähne Verlag GmbH: 135.
  2. Haynes, R.R. & Holm-Nielsen, L.B. (1994): The Alismataceae. - Flora Neotrop. Monogr. 64.
  3. Lehtonen, S. (2008): An integrative approach to species delimitation in Echinodorus (Alismataceae) and the description of two new species. - Kew Bulletin 63: 525–563.
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