Heiko Muth

Echinodorus horizontalis

Horizontale Schwertpflanze

°C
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: langsam
Siehe auch: Echinodorus tunicatus
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

nördliches Südamerika, Einzugsbereich des Amazonas


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Horizontale Schwertpflanze

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus horizontális Rataj

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus horizontalis ist eine mittelgroße Schwertpflanzenart, die im Amazonas-Tiefland des nördlichen Südamerika verbreitet ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Echinodorus-Arten, die an mehr oder weniger sonnigen Standorten vorkommen, besiedelt diese Art meistens den schattigen Boden von Sumpf- und Überschwemmungswäldern oder die Ufer von Regenwaldbächen. Sie ist dort raschen Wasserstandsschwankungen ausgesetzt und entwickelt bei Überflutung submerse Blätter, die die gleiche Form wie die Luftblätter haben.1 E. horizontalis kommt z.B. im Yasuní-Nationalpark (Ekuador) zusammen mit dem eng verwandten Echinodorus tunicatus vor.

In früheren Jahrzehnten war die Horizontale Schwertpflanze eine verbreitete Aquarienpflanze, die z.B. in großen Mengen zusammen mit Echinodorus grisebachii (wahrscheinlich Typ E. parviflorus) aus der Umgebung von Iquitos (Peru) exportiert wurde (Lehtonen & Arévalo 20052). Heute wird sie nur noch selten gepflegt und ist fast nicht mehr im Handel erhältlich (zuweilen werden andere Arten oder Hybriden fälschlich unter dem Namen E. horizontalis geführt). In der emersen Kultur in Wasserpflanzengärtnereien ist E. horizontalis ziemlich anspruchsvoll, für Pilzkrankheiten anfällig3 und hat eine geringere Vermehrungsrate als viele andere Echinodoren. In Aquarien wächst die Art jedoch gut und bildet auch submers Blütenstände mit Adventivpflanzen. Es hängt von den Bemühungen der Hobbyisten ab, ob diese schöne Pflanzenart in Kultur erhalten bleibt.

Wie der Artname schon andeutet, sind die Blattspreiten von E. horizontalis sowohl emers als auch submers mehr oder weniger waagerecht gestellt. Sie sind länglich-oval mit herzförmiger Basis und zugespitzter Spitze. Die Queradern des Blatts stehen fast im rechten Winkel zu den Längsrippen. Die durchscheinenden Zeichnungen (Milchsafträume) in den Blättern bilden bei dieser Art ein netzartiges Muster. Der Blattstiel ist glatt und im Querschnitt rund. Die Blätter sind hell- bis mittelgrün, beim Austrieb aber oft hell-rotbraun gefärbt. Sie sind relativ fest und starr.

Die emersen Blütenstände haben nur wenige Quirle, legen sich bald nach dem Austreiben nieder und bilden wenige Adventivpflanzen. Die Blüten sind relativ klein und nur für eine kurze Zeit des Tages geöffnet. Nach der Bestäubung vergrößern sich die Kelchblätter stark und umschließen wie eine kugelige Kapsel die sich entwickelnden Nüsschen. Schließlich öffnen sich die Kelchblätter, und die reifen Nüsschen fallen aus.

Während sie in der Landform über 50 cm hoch werden kann, erreicht die Art im Aquarium meistens nur 15-20, maximal 35 cm Höhe, weshalb sie sich gut für niedrigere Becken eignet. Sie wächst unter normalen Aquarienbedingungen auch nicht aus dem Wasser heraus. Allerdings kann die Blattrosette 30-50 cm breit werden, weshalb die Pflanze einiges an Platz benötigt. Wegen ihres eher langsamen Wachstums erreicht sie jedoch erst nach etlichen Monaten ihre volle Größe.

Die Lichtansprüche dieses Echinodorus sind zwar nur mäßig, aber er sollte im Aquarium dennoch frei und unbeschattet stehen. Er bevorzugt weicheres, schwach saures Wasser, gute CO2-Versorgung und nährstoffreiches Substrat. E. horizontalis neigt bei Eisenmangel schnell zu Chlorosen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Kasselmann, C. (2001) Echinodorus. Die beliebtesten Aquarienpflanzen. Dähne Verlag, Ettlingen.
  2. Lehtonen, S. & Arévalo, L.A.R. (2005): Notes on Aquarium Plant Production in Peruvian Amazonia. Ethnobotany Research and Applications 3: 209-214.
  3. http://www.heimbiotop.de (abgerufen Januar 2009)
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