Cryptocoryne retrospiralis

Gedrehter Wasserkelch

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Siehe auch: Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Indien: hauptsächlich Südwesten, auch Südosten und Nordosten


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Gedrehter Wasserkelch

Synonyme [?]: 
  • Ambrosina retrospiralis Roxb.
  • Cryptocoryne dalzellii Schott
  • Cryptocoryne roxburghiana (Voigt) Schott
  • Cryptocoryne unilocularis (Roxb.) Schott

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Cryptocóryne retrospirális (Roxb.) Kunth

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Cryptocoryne

Beschreibung: 

Der Name Cryptocoryne retrospiralis ist im Aquarienhobby und Wasserpflanzenhandel seit langem bekannt. Aber bei den so bezeichneten Aquarienpflanzen handelt es sich wohl fast nie um die die echte, aus Indien stammende C. retrospiralis, sondern um Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia aus Südostasien. Das hat sicherlich einen geschichtlichen Grund: Vor ungefähr 50 Jahren wurden verschiedene südostasiatische Cryptocorynen, die heute zu C. crispatula und C. albida gezählt werden, als Varietäten oder Unterarten von C. retrospiralis angesehen.

Es gibt auch eine lang- und schmalblättrige Pflanze, die in den 1970er Jahren als "C. retrospiralis" in den Handel kam, aber anhand ihrer Blütenstände von Jan Bastmeijer als eine Form von Cryptocoryne spiralis var. spiralis identifiziert worden ist. Also können sich unter dem Namen "Cryptocoryne retrospiralis" ganz verschiedene Pflanzen verbergen.

Die echte, nur in Indien verbreitete Cryptocoryne retrospiralis hingegen ist in der Aquaristik wenig verbreitet. Sie ist selten im Handel erhältlich und wird nur von wenigen Hobbyisten kultiviert. Der Name "Gedrehter Wasserkelch" bezieht sich nicht etwa auf gedrehte Blätter, sondern darauf, dass das Blütenstands-Hochblatt (die Spatha) spiralig gedreht ist. Die Pflanze blüht nur in der Landform.

Diese schmalblättrige Cryptocoryne-Art ist hauptsächlich im Gebiet entlang der Westküste von Indien verbreitet (im selben Gebiet wie C. spiralis), aber auch im Südosten und Nordosten des Landes gefunden worden. Die Art kommt an Flussufern vor und bildet dort teilweise dichte grasähnliche Bestände, die während der Regenzeit überflutet werden und in der Trockenzeit emers wachsen und blühen.

Cryptocoryne retrospiralis gehört zur Artengruppe um Cryptocoryne crispatula und ist der Varietät C. crispatula var. crispatula besonders ähnlich. Sie unterscheidet sich von ihr nur durch wenige Details der Blütenstände. Die Spreite des Hochblatts (Spatha) von C. retrospiralis hat auf der Innenseite rötliche Flecken auf gelblichem bis grünlichem Grund, während bei C. crispatula eher Linien und Flecken zu sehen sind. Die Spatha-Spreite ist eng spiralig zusammengedreht, wie auch bei C. crispatula.

Die Unterwasserblätter und normalen emersen Blätter sind bei C. retrospiralis linealisch, 15 bis 40 cm lang und 1 bis 10 mm breit, mit glattem bis schwach welligem Rand. Diese Art legt in der Natur und bei Tageslicht-Kultur regelmäßig eine Ruhezeit ein, während der sie kurze und pfriemförmige (spitze und im Querschnitt rundliche) "Winterblätter" bildet. Sie stellen möglicherweise eine Anpassung an Überflutung dar. Solche Blätter sind auch von anderen Pflanzen aus der C. crispatula-Verwandtschaft bekannt. Bastmeijer (The Crypts Pages) erwähnt aber, dass es vielleicht auch Klone von C. retrospiralis ohne Ruhezeit gibt.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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