Cryptocoryne longicauda

Langgeschwänzter Wasserkelch

°C
Aquarieneignung: ja
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Wachstum: langsam
Siehe auch: Cryptocoryne fusca
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Borneo (Westen und Osten von Sarawak), Süden der Malaiischen Halbinsel, Sumatra


Höhe: 20 - 50 cm

Populärnamen [?]: 
  • Langgeschwänzter Wasserkelch

Synonyme [?]: 
  • Cryptocoryne caudata N. E. Br.
  • Cryptocoryne johorensis Engl.

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Cryptocóryne longicáuda Becc. ex Engl.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Cryptocoryne

Beschreibung: 

Der Langgeschwänzte Wasserkelch ist im Norden von Borneo, im Süden von West-Malaysia und auf Sumatra gefunden worden. Er kommt emers und submers im flachen Wasser von Waldbächen und -flüssen und auch in Bewässerungsgräben von Kautschukplantagen vor, wo er dichte Bestände auf schlammigem oder sandig-lehmigem Boden bildet.

In den 1950er und 1960er Jahren waren Pflanzen unter dem Namen Cryptocoryne longicauda im Aquarienhobby bekannt. Sie entpuppten sich aber später als eine andere Art, die von H.C.D. de Wit 1970 als Cryptocoryne fusca beschrieben wurde. Die echte C. longicauda, von Odoardo Beccari in Sarawak entdeckt, bekam schon 1879 ihren Namen. Die später beschriebenen Arten C. caudata aus Sarawak und C. johorensis aus Johor (Malaysia) sind als Synonyme von C. longicauda erkannt worden.

Cryptocoryne longicauda ist gelegentlich in den Handel gekommen, aber relativ selten in Kultur und wird von Cryptocorynenliebhabern meistens als emerse Pflanze gepflegt. Sie gilt als aquarientaugliche Art, die aber spezielle Ansprüche stellt (saures Milieu).

Das auffälligste Merkmal von C. longicauda ist die ungewöhnliche Form der Blütenstände. Die Spitze der Spatha läuft in einen bis 20 cm langen Schwanz aus, nach dem diese Wasserkelch-Art ihren Namen hat (longicauda = "langgeschwänzt"). Die geöffnete Spatha-Spreite ist meistens fast wie eine Halbkugelschale geformt, auf der Innenseite runzelig und meist dunkel-purpurn gefärbt. Am Übergang zur Spatha-Röhre ist eine deutliche, heller gefärbte, unregelmäßig geformte Kragenzone. Während des Blühens neigt sich die zuerst aufrechte geschwänzte Spathaspreite nach vorn.

C. longicauda ist eine variable Art, je nach Fundortvariante haben die Blätter eine lanzettliche bis breit-ovale Form mit herzförmiger Basis. Die Blattstiele sind 5 bis 30 cm lang, die Blattspreiten 3 bis 15 cm lang und 3 bis 10 cm breit. Der Blattrand hat einen membranartig dünnen, glatten bis fein gekräuselten Saum. Die Blätter sind glatt bis gehämmert (bullös) und haben olivgrüne bis schwach purpurne Farbtöne. Emerse Pflanzen bleiben mit bis 20 cm Höhe niedriger als die Unterwasserform (bis 50 cm).

(Weiteres siehe unter "Kultur")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Bastmeijer, Jan: The Crypts Pages: Cryptocoryne longicauda. Aktualisiert Januar 2002. (http://crypts.home.xs4all.nl/Cryptocoryne/Gallery/lon/lon.html, abgerufen am 22. Oktober 2013)
  2. Kasselmann, C. (2010): Aquarienpflanzen. 3. Auflage. - DATZ Aquarienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart: 230.
  3. Eichner, Reinhard (2002): Ein Wasserkelch auch für die submerse Kultur. Von einer Wasserpflanze, die gelegentlich im Handel angeboten wird, über deren Verhalten im Aquarium aber kaum etwas bekannt ist. - DATZ 55 (1) (1/2002): 22-23.
  4. Wilstermann-Hildebrand, M. & Hildebrand, C. (2011): Wasserkelche - Cryptocorynen im Aquarium. - Art für Art Süßwasserbibliothek, Natur und Tier - Verlag GmbH, Münster: 57-58.
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