Erfahrungsberichte von -serok-

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"Caridina simoni simoni" ist in meinen Augen eine sehr unauffällige, leicht zu haltende, vermehrungsfreudige Garnele die sich fürs Aquascaping ausgezeichnet eignet. Ihre geringe Größe von max. 3cm und die fast nicht vorhandene Färbung (bestenfalls bräunliche Querstreifen) machen sie eigentlich schon fast zur Idealgarnele fürs Aquascaping, da sie durch diese Eigenschaften voll und ganz in den Hinergrund tritt und nicht den Blick vom Scape ablenkt. Zudem ist sie ein guter "Putzer". Die Zucht ist bei dieser Garnele so einfach wie es eigentlich nur sein kann. Bei mir haben sich die Tiere sowohl in weichem, leicht saurem Wasser, als auch in sehr hartem Wasser mit pH-Werten um ca. 7 bis 7,5 vermehrt. Sie lässt sich also problemlos in Becken mit Minilandschaft & Co halten. Pro Wurf kann man mit ca. 20-30 fertig entwickelten Jungtieren rechnen. Ernährungstechnisch ist diese Garnele anspruchslos und verspeist fast Alles was ihr vor die Nase kommt. Bei mir wird hauptsächlich pflanzliches Futter für die Tiere gereicht.

Fazit: Bis jetzt habe ich noch keine anspruchslosere Garnele gepflegt, die zudem auch noch schlicht auftritt und sich problemlos vermehren lässt. Wenn man in seinem Scape den Schwerpunkt auf das reine Layout legen möchte und die Bewohner nicht zuviel Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollen, dann ist diese Garnele meinerseits eine Empfehlung wert.

Haltung
CO2-Verträglichkeit bis 30 mg/l
Gesamthärte 6 bis 20 °dGH
Karbonathärte 3 bis 8 °dKH
pH-Wert 6,5 bis 7,5 
Temperatur 20 bis 26 °C
Zucht
Gesamthärte 6 bis 20 °dGH
Karbonathärte 3 bis 8 °dGH
pH-Wert 6,5 bis 7,5 
Temperatur 20 bis 26 °C
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Micranthemum sp. "Montecarlo" ist eine in der Aquaristik relativ neue, gutwüchsige, bodendeckende Pflanzenart, die sich in meinen Augen durch ihre positiven Eigenschaften gegenüber anderen Bodendeckern schnell zu einem Liebling im Aquascaping entwickeln kann. Nennt man diese Vorzüge beim Namen, sind das vor allem der langsamere Wuchs, die geringeren Lichtansprüche und die allgemein einfachere Handhabe dieser Pflanze gegenüber HCC oder Glossostigma. Bei HCC oder Glossostigma wachsen Ausläufer bei geringer Beleuchtung gerne schon mal in die Vertikale, nicht so bei M. sp. "Montecarlo". Diese Pflanze wächst auch unter wenig Licht trotzdem kriechend, sie scheint sich sogar zum Boden hin zu neigen. Die Nährstoffansprüche sind ebenso moderat wie der Hunger nach Licht. Bei mir wächst sie unter viel Licht und bei guter Nährstoffversorgung genau so gut wie unter wenig Licht mit begrenztem Nährstoffangebot. Die emerse Kultur ist problemlos möglich, ihr Erscheinungsbild ist über als auch unter Wasser gleich. Die Umstellungsphase von submers auf emers (und auch andersrum) funktionierte bei mir problemlos und schnell, wodurch diese Pflanze sicherlich ideal für die Verwendung in Paludarien / Riparien geeignet ist.

Das Erscheinungsbild von M. sp. "Montecarlo" hebt sich gegenüber der restlichen Bodendeckerpflanzen ab. Auf den ersten Blick ähnelt sie HCC stark, doch wenn man genauer hinsieht erkennt man Unterschiede. Ihre Blätter sind etwas größer als die von HCC, etwas kleiner als von Glossostigma, wobei die Blattgröße einzelner Blätter sehr unterschiedlich sein kann. Bei mir liegt der Durchmesser der Blätter dieser Pflanze zwischen ca. 2 und 6mm. Farblich ist sie meines Erachtens einen Tick heller und grün-/blaustichiger als HCC. Ein großer Pluspunkt im Vergleich mit HCC ist das stärkere Wurzelwerk. Wenn M. sp. "Montecarlo" wächst, dann wächst sie. Ein abhebender "Montecarlo-Teppich" sollte so schnell nicht vorkommen, auch wird es mit Sicherheit lange dauern bis sich die Pflanze selber so stark überwuchert, dass die unteren Pflanzenschichten verkümmern.

Alles in allem habe ich persönlich in Micranthemum sp. "Montecarlo" eine neue Lieblingspflanze entdeckt, die ich sicherlich noch in vielen, weiteren Becken verwenden werde. Sie ist eine ausgezeichnete, leicht zu kultivierende Alternative zu HCC, Glossostigma, Marsilea & co. die zudem schöne, dichte Pflanzenteppiche bilden kann und vielseitig einsetzbar ist.

Kultur-Parameter
Licht ab gering 
Temperatur-Toleranz 20 bis 25 °C
Karbonathärte 3 bis 8 °dKH
Kohlendioxid (CO2) 15 bis 30 mg/l
Nitrat (NO3-) 10 bis 40 mg/l
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Diese Zwergbarschart aus der Familie der Badidae ist, genau wie alle anderen Dario-Arten, ein Hingucker in jedem Becken, wobei diese Art die farblich unauffälligste unter den Darios ist. Die Männchen dieser Art zeigen bei der Balz und bei Revierkämpfen ein ausgeprägtes, geschecktes Rot auf der Rückenpartie, die Brustregion bleibt farbloser. Weibchen sind eigentlich immer beige/gräulich. Diese starke Farbausprägung ist jedoch nicht immer vorhanden, so daß auch Männchen schonmal einen eher beigen Grundton annehmen. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen zu fast jeder Zeit eine "Gesichtsmaske", sprich eine Anordnung mehrerer, bräunlicher Flecken im Kopfbereich. Einziges immer geltendes Merkmal zur Unterscheidung der Geschlechter sind die beim Männchen stärker ausgezogenen Brustflossen, welche zudem einen gut erkennbaren, bläulich schimmernden Saum aufweisen. Auch die Rückenflosse kann stärker ausgeprägt sein als bei Weibchen, dies ist jedoch nicht immer leicht zu erkennen.

Bei artgerechter Haltung, sprich starker Randbepflanzung und genug Unterschlüpfen zum verstecken, zeigt dieser Fisch ein ausgesprochen interessantes Verhalten. Barschtypisch neugierig durchstreift dieser kleine Fisch von max. 4cm das Becken, beobachtet Unbekanntes aufmerksam, sucht und stöbert ständig nach Fressbarem und bestreitet den innerartlichen Alltag, wozu Revierkämpfe oder die Balz zählen. Männchen besetzen kleine Reviere von ca. 20x20cm. Ein Pärchen bzw. 1M/2-3W lassen sich also auch in Nano-Aquarien halten.

Gegenüber anderen Fischarten ist dieser Barsch sehr friedlich, auch mit Garnelen gibt es keine größeren Probleme. Wenn man es jedoch darauf anlegt Garnelen zu züchten, sollte man auf diesen Fisch verzichten, da Junggarnelen ein willkommener Snack sind. Sogar vor Fühlern von Schnecken wird nicht zurückgeschreckt. Vielfach fand ich "verstümmelte" Schnecken vor, denen die Fühler abgebissen wurden. Womit auch gleich der eigentlich einzige Knackpunkt dieses absolut wunderbaren Fischs genannt wäre, er nimmt ausschliesslich Lebendfutter zu sich. Nach etwas Eingewöhnungszeit nimmt er zwar auch Frostfutter an, wird aber nicht mit der gleichen Inbrunst verputzt wie Lebendfutter.

Die Zucht ist bei mir durch Zufall geglückt. Die Wasserparameter waren zu diesem Zeitpunkt bei ca. Temp.: 23°C , pH: 6,8 , KH 7 , GH 16. Bei mir konnte ich die Beobachtung machen, daß sich besonders die Weibchen vor dem ersten Auftreten von Jungtieren vermehrt in dichten Moospolstern und Pflanzenbeständen aufhielten. Nach allem was ich gelesen habe und durch eigene Beobachtung in Erfahrung bringen konnte, scheint dieser Fisch für eine erfolgreiche Zucht unbedingt eine dichte Bepflanzung, insbesondere Moose, zu benötigen. Scheinbar ist die Temperatur maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung der Jungtiere. Je wärmer das Wasser, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß sich Männchen entwickeln. Die Schwelle, ab wann sich Männchen entwickeln ist mir nicht bekannt, jedoch war das Geschlechterverhältnis bei mir bei ca. 23°C ungefähr 3:1 M/W.

Haltung
CO2-Verträglichkeit bis 30 mg/l
Gesamthärte 10 bis 18 °dGH
Karbonathärte 5 bis 8 °dGH
pH-Wert 6,5 bis 7,5 
Temperatur 20 bis 24 °C
Zucht
pH-Wert ab 6,8 
Gesamthärte ab 16 °dGH
Karbonathärte ab 7 °dGH
Temperatur ab 23 °C
von -serok- »

Diese Zwergbarschart aus der Familie der Badidae ist, genau wie alle anderen Dario-Arten, ein farblicher Hingucker in jedem Becken. Die Männchen dieser Art zeigen bei der Balz und bei Revierkämpfen ein stark ausgeprägtes, flächendeckendes, dunkles Rot, Weibchen sind eigentlich immer beige/gräulich. Diese starke Farbausprägung ist jedoch nicht immer vorhanden, so daß auch Männchen schonmal einen eher beigen Grundton annehmen. Einziges immer geltendes Merkmal zur Unterscheidung der Geschlechter sind die beim Männchen stärker ausgezogenen Brustflossen, welche zudem einen gut erkennbaren, bläulich schimmernden Saum aufweisen. Auch die Rückenflosse kann stärker ausgeprägt sein als bei Weibchen, dies ist jedoch nicht immer leicht zu erkennen. D. hysginon hat eine innerartliche Besonderheit des Farbkleids der Tiere. In wenigen Fällen kann es sein, daß die Tiere (sowohl Männchen, als auch Weibchen) ein mehr oder weniger dezentes Streifenmuster ausbilden. In seltenen Fällen ist diese Ausprägung so prägnant, daß bei Männchen ein sehr schönes rot/braunes Streifenmuster entsteht, ausserdem wirkt dann die Rücken- und Kopfpartie etwas dunkler als sonst. Bei dieser seltenen Form (als Wildfang schon öfters importiert, erfolgreiche, hochwertige Zuchtformen sind mir nicht bekannt) spricht man dann von der Farbvariante "Black Tiger".

Bei artgerechter Haltung, sprich starker Randbepflanzung und genug Spalten und Unterschlüpfen zum verstecken, zeigt dieser Fisch ein ausgesprochen interessantes Verhalten. Barschtypisch neugierig durchstreift dieser kleine Fisch von max. 4cm das Becken, beobachtet Unbekanntes aufmerksam, sucht und stöbert ständig nach Fressbarem und bestreitet den innerartlichen Alltag, wozu Revierkämpfe oder die Balz zählen. Männchen besetzen kleine Reviere von ca. 20x20cm. Ein Pärchen bzw. 1M/2-3W lassen sich also auch in Nano-Aquarien halten.

Gegenüber anderen Fischarten ist dieser Barsch sehr friedlich, auch mit Garnelen gibt es keine größeren Probleme. Wenn man es jedoch darauf anlegt Garnelen zu züchten, sollte man auf diesen Fisch verzichten, da Junggarnelen ein willkommener Snack sind. Womit auch gleich der eigentlich einzige Knackpunkt dieses absolut wunderbaren Fischs genannt wäre, er nimmt ausschliesslich Lebendfutter zu sich. Nach etwas Eingewöhnungszeit nimmt er zwar auch Frostfutter an, wird aber nicht mit der gleichen Inbrunst verputzt wie Lebendfutter.

Die Zucht ist bei mir durch Zufall geglückt. Die Wasserparameter waren zu diesem Zeitpunkt bei ca. Temp.: 23°C , pH: 6,5 , KH 5 , GH 15. Anders als z.B. bei Dario "Jaintia Hills", welcher nach meiner Erfahrung eher Zuflucht in dichten Moospolstern sucht und wahrscheinlich auch darin sein Brutgelege versteckt, versteckt sich D. hysginon eher in Spalten und Lücken in und unter Gestein / Holz. Deshalb habe ich den Verdacht, daß dieser Fisch für die Zucht nicht nur Moospolster / dichte Bepflanzung benötigt, sondern auch Verstecke und Höhlen.

Haltung
CO2-Verträglichkeit 10 bis 30 mg/l
Gesamthärte 10 bis 16 °dGH
Karbonathärte 3 bis 8 °dGH
pH-Wert 6,4 bis 7 
Temperatur 22 bis 25 °C
Zucht
pH-Wert bis 6,5 
Gesamthärte bis 15 °dGH
Karbonathärte bis 5 °dGH
Temperatur bis 23 °C
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Sehr schönes, feines, langsam wachsendes Moos. Durch den dezent dunkleren Farbton gegenüber den meisten Laubmoosen und der sehr charakteristischen Wuchsform ist dieses Moos im Bereich des Aquascapings sehr vielseitig einsetzbar, gerade im Nano-Bereich. Wenn man das Moos regelmäßig beschneidet, so dass es flach bleibt und keine zu dicken Polster bildet, erreicht man einen sehr natürlich anmutenden, kriechenden Wuchs. Es haftet gut an rauhen Oberflächen von Hölzern und Steinen an, teilweise so gut, daß man später Probleme hat, das Moos restlos zu entfernen.

Das Moos ist relativ anspruchslos und lässt sich unter beinahe allen Umständen kultivieren, eine Grundversorgung der Hauptnährstoffe sollte jedoch vorhanden sein. Die Beleuchtung kann, je nach Intensität, Einfluss auf die Wuchsform des Mooses nehmen. Bei weniger Licht wirken die Polster weniger dicht und die Ausläufer strähniger. Zu hohe Temperaturen toleriert das Moos nicht, ab 28°C wächst es nicht mehr vernünftig und kann sogar eingehen.

Aus meiner Sicht ein einzigartiges Moos, welches sehr vielseitig einsetzbar ist. Durch den kompakten und langsamen Wuchs ist es für die Verwendung in Nano-Becken geradezu geschaffen.

Kultur-Parameter
Licht gering bis hoch 
Temperatur-Toleranz 20 bis 28 °C
Karbonathärte 2 bis 8 °dKH
pH-Wert 6,2 bis 7 
Kohlendioxid (CO2) 15 bis 30 mg/l
Nitrat (NO3-) 15 bis 40 mg/l
Eisen (Fe) 0,05 bis 0,2 mg/l
von -serok- »

Bolbitis heteroclita "difformis" ist eine kleine, ansprechende Pflanze, mit der sich in kleineren Scapes wunderbar Akzente setzen lassen, da die Pflanze emersen Farnen, wie man sie aus heimischen und tropischen Wäldern kennt, ähnelt und eine extravagante Blattform hat. Jedoch ist das allgemein bekannte Erscheinungsbild dieser Pflanze die emerse Wuchsform, submers bildet sie nach langer Umstellungsphase sehr viel zierlichere Triebe, die leicht brechen können. Beim Pflanzen bzw. Befestigen des Farns ist also ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, da man sich einen schön gewachsenen, dichten Farn leicht zerbrechen kann, was bei der sehr langsamen Wuchsrate der Pflanze ärgerlich ist. Auf Grund des schmalen Rhizoms lässt sich die Pflanze aber leicht in kleinen Spalten und Lücken festklemmen; bis die Pflanze festgewurzelt ist, vergehen mehrere Wochen.

Emers lässt sich die Pflanze wesentlich leichter kultivieren als submers. Unter Wasser wächst sie langsamer und weniger üppig bei ausreichender Nährstoffversorgung (Durchschnittswerte bei mir NO3:15mg/l, Fe:0,1, Temp.: 23°C, CO2:ca 20mg/l), über Wasser ist sie mit feuchtem Grund, warmer Luft und Luftfeuchtigkeit von ca. 80-85% zufrieden. Ausserdem wächst sie an Luft schneller und üppiger, zumal sie hier auch die prägnante Blattform ausbildet.

Von meiner Seite ist die Pflanze zur Gestaltung von Wald- und Landschafts-Layouts sehr empfehlenswert, da sie bei gekonnter Platzierung einen sehr natürlich Eindruck vermittelt. Jedoch ist die Pflanze wegen ihrer emersen Handelsform und der damit verbundenen, sehr langsamen Umstellung auf die submerse Wuchsform nicht unbedingt als Anfängerpflanze zu betrachten.

Kultur-Parameter
Licht gering bis hoch 
Temperatur-Toleranz 22 bis 26 °C
pH-Wert 6,2 bis 7 
Kohlendioxid (CO2) 20 bis 30 mg/l
Nitrat (NO3-) 15 bis 40 mg/l
Eisen (Fe) 0,05 bis 0,1 mg/l