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Postby rangersen » 29 Dec 2014 19:44
Hallo,

mein Name ist Wolfgang und ich bin jetzt schon seit einiger Zeit hier im Forum unterwegs und habe mir hier schon viele gute Tipps von euch holen können. Nun war es soweit und Anfang Dezember habe ich mein Becken neu gestaltet. Dies möchte ich euch vorstellen und bin schon auf jeden eurer Kommentare gespannt. Die Betonung liegt auf "jeden", denn kritische Anmerkungen nehme ich auch gerne an, damit ich daraus lernen kann.

Hintergrund:
Ich habe zwar schon seit ca. 10 Jahren mein Becken aber war dies war ein einfaches Gesellschaftsbecken welches mir ständig einen Ärger mit Algen bereitet hat. Mit Aquascaping hatte ich gar nichts am Hut und erst die Diskussionen hier im Forum haben mich entschlossen, dies auch einmal zu versuchen.

Was waren meine wichtigsten Beiträge hier im Forum:

1) Die Pflege der Mikroflora
http://www.flowgrow.de/thema17365.html

2) Die Düngung zur Geringfilterung
http://www.flowgrow.de/naehrstoffe/die-dungung-zur-geringfilterung-t27222.html

3) Geringfilterung
http://www.flowgrow.de/naehrstoffe/geringfilterung-der-thread-t36155.html

4) Der Weg zum optimalen Düngesystem
https://www.flowgrow.de/naehrstoffe/der-weg-zum-optimalen-dungesystem-t17733.html

5) Viele, viele sonstigen Beiträge und perönliche Nachrichten

===> Vielen Dank an alle, die hier ihre Erfahrungen tauschen :blume:

Technik:
1) Becken
Das Becken hat einen Bruttoinhalt von 200 Ltr und einen Nettoinhalt von ca. 110 Ltr nachdem ich den Boden, Steine etc. eingebracht habe. Es ist in meinem Wohnzimmerschrank eingebaut und daher ist es nicht leicht im Becken zu arbeiten. An den Seiten- und der Rückwand ist eine 3D-Strukturwand aus Styropor eingeklebt und im Boden sind verschiedene Plexiglas-Teile eingeklebt, damit man den Sand über Terassenebenen aufbauen kann. Dies war vor meinem Neuaubau schon vorhanden und wurde nicht geändert.

2)Beleuchtung
Für die Beleuchtung nutze ich 3 Stück T8-Lampen mit der Farbe 865 (6500 Kelvin) und diese brennen aktuell 6 Stunden. Beim Ein- und Ausschalten werden die Lampen unabhängig geschaltet, so dass die Ein-/Ausschaltphase jeweils eine halbe Stunde dauert.

3) Heizung
Ich habe einen Innenheizer im Becker aber nur für den Notfall, denn das Becken wird über die Raumtemperatur und den drei Leuchtstoffröhren ausreichend beheizt.

4) Filter
Ich habe nur zwei kleine Innenfilter mit Schaumstoffpatrone im Becken und diese sorgen für eine gewisse Umwälzung nach der Thematik "Geringfilterung".

5) CO2-Einbringung
Hier habe ich eine 2kg CO2-Flasche im Einsatz und diese wird über eine Nachabschaltung betrieben. Das CO2 wird 4 Stunden vor dem Licht eingeschaltet und mit dem Licht ausgeschaltet. Die Einbringung im Becken erfolgt über einen CO₂-Diffusor mit Keramikmembran.

6) Bodengrund
Ich nutze hier einen Quarzkies in der Körnung 0,4 - 0,6mm (Nik => Danke für deinen Tipp)

7) Steine/Wurzeln
Die Steine habe ich während meines Urlaubs in Südtirol gesammelt und sie sind kalkfrei (Test mit Salzsäure gemacht). Beim Holz habe ich zwar verschieden Sorten gesammelt aber am Ende habe ich mir Korkeiche gekauft und eingesetzt, so wie dies Eddy bei seinen Becken gerne macht (z.B. Roca De Plata).

8) Wasser
Ich nutze nur reines Osmosewasser und diese wird mit folgenden Stoffen auf die entsprechenden Werte aufbereitet

Ferrdrakon (Erhöhung Fe auf ca. 0,05mg/ltr)
Eudrakon P (Erhöhung PO4 auf ca. 1,0mg/ltr)
Eudrakon (Erhöhung NO3 auf ca. 20mg/ltr)
(CaSO4).2H2O (Erhöhung Ca auf ca. 45 mg/ltr und Gesamthärte auf ca. 9 - 10)
NaHCO3 (Erhöhung der Karbonathärte auf ca. 2,5)
Bittersalz (Erhöhung Mg auf ca. 15mg/ltr)
DRAK Sealutions Mineralsalz (Spurenelemente)
Special Blend (Mikroorganismen)

Aktuell mache ich wöchentlich einen Wasserwechsel von 30 %. Anschließend messe ich die Werte und berechne die Zugabe nach dem Dosier-Rechner hier im Forum. Beim Phoshat lasse ich immer auf Null absacken und dünge dann erst wieder (Stoßdüngung). Zusätzlich gebe ich noch Special Blend zu, was für den Mirkoorganimus gut sein soll. Das CO2 habe ich den Dauertest (30mg/ltr) von AR im Einsatz und dieser bewegt sich im grünen Bereich.

Bilder:
So nun viel geredet, jetzt mal ein paar Bilder

1) Bei der Einrichtung sieht man noch die eingeklebten Terassen

26446

26445

2) Anschließend die Einrichtung mit den Steinen und Wurzeln

26447

Die linke Seite ist aus meiner Sicht ganz gut. Bei der rechten Seite ist der Ast etwas stark aber ich hoffe dies wächst sich noch schön zu. Allgemein sieht man noch einen grünen Belag auf der Rückwand. Hier hatte ich Pinsel-/Pelzalgen und diese habe ich mit H2O2 gekämpft. Dies könnt ihr in folgendem Beitrag nachlesen.

http://www.flowgrow.de/algen/algenbekampfung-mit-h202-wasserstoffperoxid-t23463.html

3) Einrichtung mit Pflanzen

26448

Einige Pflanzen habe ich von Mitgliedern hier im Forum beschafft und die Qualität war jedesmal super.

4) Nach einer Woche

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5) Nach zwei Wochen

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6) Nach drei Wochen

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Die Aufsetzerpflanzen hatte ich mit einem Baumwollfaden befestigt. Dieser hatte sich bereits nach den 3 Wochen aufgelöst und ich mußte schnell handeln, nachdem die Pflanzen an der Wasseroberfläche waren. Aktuell habe ich es wieder mit einem geglühten Bindedraht befestigt, aber dies werde ich noch ändern.

Momentan habe ich an einigen Pflanzen erste Anzeichen von Bartalgen

26452

Daher habe ich meine FE-Düngung eingestellt und das DRAK Sealutions Mineralsalz habe ich seit der Neubesetzung auch nicht verwendet. Ich hoffe dies pendelt sich noch ein, da an den Gegenständen noch nichts zu sehen ist.

Auf den Steinen sehe ich einen leichten grün/braune Verfärbung. Aber dies macht mir momentan noch keine Sorgen

26453

So, nun bin ich schon auf die Kommentare gespannt und natürlich auf die weitere Entwicklung. Sobald mir ein passender Name für das Becken eingefallen ist, werde ich es auch noch unter dem Bereich "Aquarien" einstellen.

Euch schon einen schönen und feuchten Rutsch ins neue Jahr
Wolfgang
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Postby greenling » 31 Dec 2014 20:59
Wolfgang,

ich finde 20 mg NO3 auf dauer zu hoch , ich bekämpfe Grünalgen mit solchen NO Werten aber ich finde das ist zu hoch 5 -10 mg NO3 ist mehr als genug.....nur meine Meinung

NO 3-10mg
PO: vernachlässigbar oder auf Stoß 1 mg alle 2 Wochen
Fe einfach düngen ...mit allen anderen Spurenelementen

Wenn du mit Osmosewasser arbeitest dann würde ich Preis Diskussalz beigeben (1Esslöffel auf 100 Liter Wechselwasser)

Beste Grüsse
Reinhard
Kommt Zeit ist der Rat meist zu spät!
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Postby troetti » 01 Jan 2015 01:10
Hallo Wolfgang,

den Düngewerten (NO3 und PO4) von Reinhard kann ich mich nicht anschliessen.
Meine "dauerhafte" Empfehlung ist:
NO3 = 20mg/l
PO4 = 1,0 - 1,5mg/l
Mikodünung nach Bedarf

Aber, jedes Becken ist anders. :wink:
Gruß Eddy
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Postby Nickedemius » 01 Jan 2015 11:14
Hi Wolfgang,

Ich kann mich Eddy nur anschließen.

Des Weiteren treten Bartalgen bei zu wenig CO2 und zuviel Spurenelemente auf.

Aber jedes Becken entwickelt sich anders.

Gruß
Sebastian
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Postby rangersen » 01 Jan 2015 19:58
Hallo,

danke für die ersten Anmerkungen.

Vor dem Aufsezten des jetzigen Beckens habe ich schon viel in diesem Forum bzgl. Düngung gelesen und hierbei bin ich besonders über die Becken von Eddy, aber auch von anderen Mitgliedern (z.B. Nik) auf den NO3-Gehalt von ca. 20 mg/ltr (permanente Düngung) und einen PO4-Gehalt von 1,0 - 1,3 mg/ltr (Stoßdüngung) gekommen. Nachdem ich auf diese Vorgehensweise und diese Werte umgestellt habe, lief es in meinem Becken viel besser und ich hatte weniger Probleme mit Algen.

Aktuell sehe ich erste Anzeichen von Pinsel-/Bartalgen und mein Verdacht ist hierbei, dass es an zuviel Spurenelemente (SE) liegen könnte. Hier gehen zwar auch die Meinungen auseinander und ich habe hierzu auch noch keine Endmeinung. Wenn ich z.B. die sehr guten Beiträge von Nik lese, so sollte es eigentlich durch die reichliche SE-Versorgung nicht zu Algen führen, sondern die Ursachen wo anders liegen. Ich habe dies für mich nur noch herausgefunden. Aber ich sehe halt in meinem Becken, dass beim Einbringen von FE (ich verwende DRAK Ferrdrakon) oder von Spurenelementen (ich verwende DRAK Sealutions Mineralsalz) diese Algen stärker wachsen.
Daher habe ich zumindest aktuell die Zugabe von FE und SE eingestellt und warte mal die Entwicklung ab.

Hinweis: Ich habe zu Versuchszwecken anstatt des PMS (Preis Mineralsalz) das SMS (Sealutions Mineralsalz) in Verwendung. Hierzu gibt es auch einen eigenen Beitrag unter:

[anchor= ]http://www.flowgrow.de/naehrstoffe/unterscheid-preis-mineralsalz-und-preis-diskus-mineral-t32571.html[/anchor]

Was mir momentan etwas Gedanken macht, ist die Tatsache, dass ich aktuell eben kein FE einbringe und dieser Dünger für die Pflanzen ja auch wichtig ist. Könnt ihr mir hier Tipps oder Erfahrungen (FE-Zugabe vs. Bart-/Pinselalgen) von eurer Seite geben. Vielleicht sollte ich auch mal an den Wechsel des FE-Düngers nachdenken?

Schönen Abend
Wolfgang
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Postby nik » 02 Jan 2015 08:57
Hallo Wolfgang,

scheint soweit schön, verstehe aber deinen Weg in Wasseraufbereitung nicht. Testweise würde ich das Wasser vollständig wechseln, nur mit Duradrakon aufsalzen und anfänglich mit einem Volldünger, KNO3 und KH2PO4 düngen. Die Dünger hast du ja. Später kannst du mittels Urea-Tagesdüngung den Stickstoffanteil erhöhen, den Kaliumanteil senken. So denn notwendig.

Möglicherweise waren die Pflanzen doch nicht so astrein. Die Rotalgen kann ich mir nicht erklären. Falls die mit den Pflanzen kamen, sollten die eher zügig wieder verschwinden. Wenn's das nicht ist, hätte ich nur mehr einen Verdacht bezüglich der Wasseraufbereitung, den ich bereits ad acta gelegt hatte - deshalb die versuchsweise Aufbereitung mit Duradrakon. Das ist komplett. Auch da gibt es eine Unwägbarkeit, denn Andreas Kremser hatte das Duradrakon mit einem 20%igen PMS-Anteil versehen. Nur das "alte" Duradrakon hatte ich verwendet. Das PMS ist nicht deklariert und auch nicht bei Preis in Erfahrung zu bringen. Das Sealutions Mineralsalz soll das PMS funktional ersetzen. Trotzdem würde ich Duradrakon als nächstes versuchen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 02 Jan 2015 12:54
Hallo Nik,

da ich in dem neu aufgesetzten Becken auch einige Pflanzen aus dem alten Aufbau verwendet habe, kann es natürlich sein, dass ich mir hierbei noch Reste von Rotalgen ins neue Becken eingeschleppt habe. Ich habe zwar die Pflanzen gründlich untersucht aber gänzlich ausschließen kann ich es natürlich nicht.

Mit der Aufbereitung meines Osmosewassers hatte ich ursprünglich auch an das Duradrakon gedacht, nachdem ich hier im Forum einiges davon gelesen habe. Allerdings habe ich mich damals dafür entschieden mal ganz bewußt mit vielen Einzelkomponenten und weniger mit fertigen Mischungen zu arbeiten. Daher habe ich mich damals für den Kauf von:

(CaSO4).2H2O (Erhöhung Ca und Gesamthärte)
NaHCO3 (Erhöhung der Karbonathärte)
DRAK Sealutions Mineralsalz (Spurenelemente)

entschieden. Ich habe beide Alternativen (mit/ohne Duradrakon) als Beispiel mal im Düngerechner eingegeben, um auf meine Zielwerte zu kommen. Die Basis sind 100 ltr. und dies liefert folgendes Ergebnis:

Mit Duradrakon



Ohne Duradrakon, wie ich es aktuell mache:



Zwei Unterschiede fallen mir hierbei auf und zwar der Unterschied beim Sulfat und besonders der beim Natrium. Kann dies ev. negative Auswirkungen haben, da ich den Zielwert von Na nicht kenne

Ansonsten würde ich aktuell bei meiner Vorgehensweise bleiben, da ich hier ganz gezielt die Inhaltsstoffe beeinflussen kann und diese Stoffe nun auch daheim habe. Generell könnte ich mir das Leben vielleicht leichter machen, wenn ich nicht mit so vielen Einzelstoffen arbeiten würde, aber dies wollte ich gerade eben mal probieren.

Habt ihr vielleicht noch einen Tipp für mich, durch was die gründen Beläge auf den Steinen entstehen. Sie stören mich aktuell nicht aber interessieren würde es mich schon.

Viele Grüße
Wolfgang
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Postby nik » 02 Jan 2015 13:50
Hallo Wolfgang ,

das Duradrakon ist schon komplett, auch in SE und Ca/Mg. Du gibst noch zusätzlich Sealutions, Ca, Mg hinzu. Das macht keinen Sinn. Mit Duradrakon aufgesalzt ergäbe KH 2,5 und GH 3,2. Das ist schön, anfänglich eine einfache, komplette Düngung und gut ist.

Gruß, Nik
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Postby rangersen » 02 Jan 2015 14:15
Hallo Nik,

hier mußt du mir bitte nochmals Nachhilfe geben, denn dies mit dem Duradrakon verstehe ich noch nicht.

Wenn ich mein Osmosewasser auf Kh = 2,5 einstellen möchte, so müßte ich 8 gr vom Duradrakon zugeben. Bei dieser Menge erhalte ich einen Ca-Wert von ca. 15mg/ltr. und einen Mg-Wert von ca. 5 mg/ltr. Das Verhältnis wäre 3 : 1 was ja gut ist. Aber wenn ich den Ca-Wert auf ca. 45 mg/ltr und somit den Mg-Wert auf 15 mg/ltr einstellen möchte, ohne die Kh über die 2,5 zu heben, muß ich ja noch mit anderen Stoffen arbeiten um Ca und Mg zu erhöhen, d.h. ich wäre so weit wie heute.

Habe ich hier ev. einen Gedankenfehler und ich brauche Ca und Mg gar nicht auf meine Wunschwerte von 45 und 15 einstellen, sondern eben auf die Ca auf 15 und Mg auf 5 => wie du so schön sagst => und gut ist!!!

Zusätzlich zur Verwendung von Duradarkon verwendest du doch zusätzlich auch noch das PMS mit der Menge 1gr pro 10 ltr. oder habe ich hier noch etwas falsches im Kopf, da du ja das "alte" Duradrakon verwendest, welches noch das PMS beinhaltet?

Gruß
Wolfgang
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Postby kurt » 03 Jan 2015 20:29
Hallo zusammen

rangersen wrote:(CaSO4).2H2O (Erhöhung Ca und Gesamthärte)
NaHCO3 (Erhöhung der Karbonathärte)

@ Wolfgang,
warum die Aufhärtung/Düngung über Sulfat und Natriumbikarbonat?
Calciumcarbonat /CaCO3 wäre passender, die anstehende Trübung ist bei genügend Kohlensäure (CO2) innerhalb kürzester Zeit verschwunden.
Für Duradrakon gilt das gleiche…

Ansatz...Algen.
Erfahrungswerte, reproduzierbar.
Mache kein Wasserwechsel und das Verhalten /reagieren von Algen lässt sich von daher gut beobachten.
NO3 = 10 mg/l..PO4 = 0,5 mg/l
Niedriger = Mangelerscheinungen an Pflanzen und Grünalgengefahr, Verhältnis beachten!
FE gerade nachweisbar/ größer = Bartalgengefahr.
Kaliumwert/ zu hoch = Punktalgengefahr.
Tägliche Düngung, beständige Werte sind in jeder Hinsicht günstig.
Ob und wie Pinselalgen auf Kaliumwerte reagieren muss ich noch herausfinden...
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
http://unterwasserleben.bplaced.net//Homepage%203/index.html
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Postby java97 » 03 Jan 2015 20:51
Hallo Wolfgang,
Ich stelle mein Wasser auch mit Duradrakon auf KH 2-3 ein. Die resultierende Gh ist mir dann auch zu niedrig, weshalb ich mit Drak GH plus und/oder CaSO4 und MgSO4 die GH weiter auf 6-7 erhöhe. Somit komme ich auf ca. Ca 30 mg/l und Mg 10 mg/l. Ob das wirklich unbedingt nötig ist, weiß ich nicht aber da im Idealfall Kalium möglichst immer niedriger als Mg sein sollte, scheint mir ein etwas höherer Mg-Gehalt sinnvoll und ein Mg-Mangel kann somit sicher ausgeschlossen werden (5mg/l wären mir da zu knapp). Schaden tut´s zumindest nicht... :wink:
schöne Grüße
Volker
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Postby java97 » 03 Jan 2015 22:52
Hallo Wolfgang,
Zu den Bart/Pinsel-/Grünalgen: Ich würde, gerade in der Anfangsphase, nicht mit Düngern, wie dem Eudrakon N arbeiten, sondern auf eine urea-/ammoniumfreie Variante ausweichen. Leider gibt es meines Wissens nach keinen Urea-/ammoniumfreien, kaliumarmen Stickstoffdünger auf dem Markt, daher würde ich Dir empfehlen, diesen aus CaNO3, MgNO3 und KNO3 selbst zu mixen, was außerdem billiger ist. Wenn Du den Kalium- und NO3-Verbrauch einmal ermittelt hast, kannst Du Dir Deinen Dünger nach Maß herstellen. Die Zutaten gibt´s z.B. hier:
http://store.deutsche-phytoengineering.de/index.php/produkte/makroelemente/stickstoff-n.html
Im Nährstoffrechner kannst Du Deine individuelle NO3-Lösung konfigurieren.
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 04 Jan 2015 13:57
Hallo Wolfgang,

rangersen wrote:Wenn ich mein Osmosewasser auf Kh = 2,5 einstellen möchte, so müßte ich 8 gr vom Duradrakon zugeben. Bei dieser Menge erhalte ich einen Ca-Wert von ca. 15mg/ltr. und einen Mg-Wert von ca. 5 mg/ltr. Das Verhältnis wäre 3 : 1 was ja gut ist. Aber wenn ich den Ca-Wert auf ca. 45 mg/ltr und somit den Mg-Wert auf 15 mg/ltr einstellen möchte, ohne die Kh über die 2,5 zu heben, muß ich ja noch mit anderen Stoffen arbeiten um Ca und Mg zu erhöhen, d.h. ich wäre so weit wie heute.

Habe ich hier ev. einen Gedankenfehler und ich brauche Ca und Mg gar nicht auf meine Wunschwerte von 45 und 15 einstellen, sondern eben auf die Ca auf 15 und Mg auf 5 => wie du so schön sagst => und gut ist!!!

Ja, das Duradrakon alleine reicht zur Wasseraufbereitung - mit einer evtl., erst mal vernachlässigbaren Einschränkung - aus. Solange ich vollentsalzt hatte, hatte ich nichts weiter zugegeben als das (alte) Duradrakon. Selbst die Makrodüngung funktionierte dauerhaft mit KH2PO4 und KNO3 - auch später mit geringen Wasserwechseln.
Es müsste eine K-Anreicherung gegeben haben, gemessen hatte ich K damals nicht. Nach der Literatur wird K von Pflanzen ungebremst über den Bedarf aufgenommen und es sollte antagonistische Wirkung bei einem auch noch relativ geringen absoluten Mg-Gehalt auf jenes haben. Praktisch gab es manchmal kleine Löcher in alten Blättern, die üblicherweise einem K-Mangel zugeordnet werden. War bei dem Becken unwahrscheinlich bis auszuschließen, ein Mg-Mangel aber nicht, sodass ich diese nekrotischen Punkte auf alten Blättern einem absoluten oder relativen Mangel an Mg zuordnete. Bin da aber unsicher, weil ich das nicht explizit ausgetestet hatte. K-Mangel schließe ich jedenfalls als zu unwahrscheinlich aus. Falls also nekrotische Punkte auf alten Blättern auftauchten, bei mir war es vor allem B. longifolia und H. polysperma, dann wäre eine Erhöhung von (Ca und) Mg meine erste Maßnahme. Das floss aber alles ein in meine Beschreibung zur Düngung zur Geringfilterung - incl. der später K-reduzierten Düngung über Urea-Tagesdüngung. Theoretisch macht es Sinn K niedriger zu halten, machte ich aber vom erst zu erscheinenden Problem abhängig. Bis dahin ist KNO3 in Verbindung mit 50%igen Ww unproblematisch.

Zusätzlich zur Verwendung von Duradarkon verwendest du doch zusätzlich auch noch das PMS mit der Menge 1gr pro 10 ltr. oder habe ich hier noch etwas falsches im Kopf, da du ja das "alte" Duradrakon verwendest, welches noch das PMS beinhaltet?

Nein, nur die späteren Leitungswasserbecken mit KH 5-7 ergänzte ich mit 1gr/10l PMS zur SE-Anreicherung. Leitungswasser bringt ja im Unterschied zum Duradrakon an SE nichts mit.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 06 Jan 2015 19:47
Hallo,

jetzt habt ihr so viele Antworten gegeben und ich hatte die letzten drei Tage keinen Internetzugang. Daher kann ich mich erst jetzt bei euch melden.

Schon mal vielen Dank für die Unterstützung. Durch die vielen Antworten habe ich natürlich gleich wieder Diskussionsbedarf bekommen und daher nun meine Anmerkungen / Fragen

Kurt hat geschrieben:

warum die Aufhärtung/Düngung über Sulfat und Natriumbikarbonat?
Calciumcarbonat /CaCO3 wäre passender


Nachdem ich mich vor ca. einem Jahr entschieden hatte mein Osmosewasser mit Einzelkomponenten bzgl. Gh und Kh zu beeinflussen, habe ich hier im Forum nach der Möglichkeit gesucht wie ich den Ca-Wert und somit die Gh erhöhen kann. Durch einige Beiträge hier im Forum bin ich hier auf das (CaSO4).2H2O gekommen und habe mir dann dieses besorgt. Bei dem CaCO3 erhöhe ich ja sowohl die Kh als auch die GH und beim (CaSO4).2H2O nur die Gh. Was würde aus deiner Sicht dennoch für das CaCO3 sprechen im Vergleich zum (CaSO4).2H2O?

Kurt hat geschrieben:

Mache kein Wasserwechsel und das Verhalten /reagieren von Algen lässt sich von daher gut beobachten.
NO3 = 10 mg/l..PO4 = 0,5 mg/l


Das Verhältnis NO3 : PO4 wäre hierbei 20 : 1 und mit diesem Verhältnis habe ich bisher gute Erfahrung gemacht. Nur dass ich perönlich auf den doppelten Wert, d.h. NO3 = 20mg/l und PO4 = 1mg/l gegangen bin, so wie dies z.B. auch Eddy praktiziert. Ich kann versuchsweise auch mal auf NO3 = 10 und PO4 = 0,5 runter gehen. Den Wasserwechsel vorerst einzustellen kann ich ebenfalls mal probieren. Mein Gedanke war, dass ich in der Einlaufphase einen wöchentlichen Wasserwechsel mache und wenn sich das Becken stabilisiert hat dann auf einen monatlichen WW umzustellen.

Volker hat geschrieben:

Ich stelle mein Wasser auch mit Duradrakon auf KH 2-3 ein. Die resultierende Gh ist mir dann auch zu niedrig, weshalb ich mit Drak GH plus und/oder CaSO4 und MgSO4 die GH weiter auf 6-7 erhöhe. Somit komme ich auf ca. Ca 30 mg/l und Mg 10 mg/l.


Letztendlich mache ich dies ja heute schon, nur dass ich dies komplett mit Einzelkomponenten ohne Verwendung des Duradrakon mache.

Ich möchte hier auch mal einen neuen Gedanken einwerfen. Seit einem Jahr nutze ich in meinem Becken wie beschrieben nur noch Osmose-Wasser. Ich bin jetzt mal hergegangen und habe über den Dosierrechner einen Vergleich aufgestellt.

Aufhärtung nur mit Duradrakon auf eine Kh von ca. 2,5



Verschnitt meines Osmoses-Wassers mit meinem Leitungswasser im Verhältnis von 5 : 1 damit ich auch hier auf eine Kh von ca. 2,5 komme. Folgende Werte hätte ich dann



Da das Verhältnis von Ca : Mg nur bei 1,7 : 1 liegt, würde ich noch 3,5 Gramm des (CaSO4).2H2O und hätte jetzt:



Die Kh wäre wie gesagt bei ca. 2,5 und die Gh bei ca. 4,3. Der SO4 –Wert wäre nicht wie im Bild angegeben bei 19,5, sondern bei ca. 29,5 (Differenz kommt aus dem Leitungswasser). Hört sich erst einmal nicht schlecht an aber jetzt kommt noch der Punkt mit den SE.

Nik hat geschrieben:

Nein, nur die späteren Leitungswasserbecken mit KH 5-7 ergänzte ich mit 1gr/10l PMS zur SE-Anreicherung. Leitungswasser bringt ja im Unterschied zum Duradrakon an SE nichts mit.


Könnte ich beim Verschnitt mit meinem Leitungswasser ja über mein Sealutions Mineralsalz von DRAK machen, aber dann erhöht sich sofort der Mg-Gehalt und das Verhältnis Ca : Mg rückt in Richtung 1 : 1. Um dem entgegen zu wirken müßte ich noch mehr (CaSO4).2H2O (oder CaCO3 wie Kurt vorgeschlagen hat). Somit beginnt sich schon der nächste Kreislauf in Gang zu setzen.

Nik: Bringt Leitungswasser keine Spurenelemente mit sich?

Volker hat geschrieben:

Zu den Bart/Pinsel-/Grünalgen: Ich würde, gerade in der Anfangsphase, nicht mit Düngern, wie dem Eudrakon N arbeiten, sondern auf eine urea-/ammoniumfreie Variante ausweichen. Leider gibt es meines Wissens nach keinen Urea-/ammoniumfreien, kaliumarmen Stickstoffdünger auf dem Markt, daher würde ich Dir empfehlen, diesen aus CaNO3, MgNO3 und KNO3 selbst zu mixen, was außerdem billiger ist.


Dies ist ein Punkt auf den ich auch schon ein Auge geworfen habe ohne zu wissen ob ich auf der richtigen Spur bin. Ich nutze ja den NO3-Dünkger von DRAK welcher sowohl Urea als auch Ammonium enthält. Dies mag in einem gut eingefahrenen Becken auch sehr gut wirken aber für die Einfahrphase. Vielleicht sollte ich hier wirklich mal einen NO3-Dünger ohne diese Inhaltsstoffe verwenden. Nachdem ich zumindest in der jetzigen Phase nicht schon wieder mit neuen Einzelstoffen arbeiten möchte, habe ich im Dosierrechner mal die Stickstoff-Dünger einzeln durchgerechnet und beim AR Basic N kommt keine Angabe bzgl. Urea und Ammonium. Allerdings liefert dieser Dünger dreimal so viel K als der Dünger von DRAK was ich auch nicht möchte. Daher doch auf die Einzelelement umsteigen?????

Volker: Kann man das KNO3 in Pulverform bei uns kaufen oder verwendest du die flüssige Form (sh. deinen Beschaffungslink).

Puuh, dies war jetzt wieder viel Text aber dies macht ja unser Hobby so lebhaft, vor allem der Gedankenaustausch hier im Forum.

Bin schon auf die Antworten gespannt.

Gruß
Wolfgang
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Postby java97 » 06 Jan 2015 20:10
Hallo Wolfgang,
KNO3 kann man nicht (mehr) in Pulverform kaufen.
Du müsstest also auf die Flüssigvariante ausweichen.
Der AR Basic Nitrat enthält ausschließlich KNO3.
schöne Grüße
Volker
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