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Postby Daczy » 05 Jan 2011 12:15
Hallo an alle Flowgrower!

Erst einmal möchte ich mich vorstellen, bin ja ganz neu hier, hab aber schon VIEL gelesen. Danke schon mal für die Anregungen!

Im August habe ich mit einem 60er Sera-Biotop Becken angefangen und seitdem hat mich das Aquarienfieber gepackt, wo bei die Pflanzen bei mir im Vordergrund stehen. Im Becken leben sonst noch 3 CPOs, Red Fire, PHS und 2 Amanos. Läuft mit Leitungswasser.

Nebenbei habe ich noch ein 12 Liter Schnecken-überschüssige-Pflanzen-Auffang-Becken an einem kalten Nordfenster stehen. Techniklos, kein Dünger, keine Algen und die Pflanzen wachsen trotzdem ;-))

Soo, nachdem das aber nicht so toll aussieht, wollte ich mich da mal mit ein bisschen Aquascaping versuchen. Jaaa, ich weiß, vielleicht etwas zu ambitioniert für einen blutigen Anfänger, aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich und es kommen ja keine Tiere zu schaden, da kein Besatz rein soll. Ich habe also folgendes vor - bitte korrigiert mich, wenn ich irgendwo einen groben Denkfehler drin hab.

Also,
12 Liter Becken,
Hardscape aus Dennerle Nano-Kies und weißem Quarzsand (soll eine Flusslandschaft werden, die gefallen mir soooo gut)
Kiesel
1 Morkienwurzel als "Baum"
blaue transluzente Folie von außen aufgebracht als Rückwandfolie

Bepflanzung:
Java-Moos an die Wurzel binden (soll wie eine Trauerweide aussehen)
2 x Perlkraut als Bodendecker
1/2 Mooskugel, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie irgendwo unterbringe
Außerdem habe ich die fixe Idee einen Ableger vom indischen Wasserfreund so zu stutzen, dass er irgendwann Bonsai-Blätter entwickelt. Gibt es hierzu schon Erfahrungen?

Düngung:
Über Wassersäule mit Microbelift für das Moos
Für den Bodendecker wollte ich Düngetabletten (S**a Florenette) gleichmäßig im Substrat verteilen (zerbröseln)
Da keine Tiere vorhanden sind: Ich denke, da brauch ich noch einen NPK-Dünger, richtig? Könnte ich da einen normalen Blumendünger in einer extrem kleinen Dosis verwenden? (Holzstäbchen eintauchen und im AQ umrühren oder so...)

Wasser:
Leitungswasser (Beton)
GH um die 17
KH ca. 7
PH 6,8 (bereits eingestellt durch CO2, normal KH10, PH7,2)
nicht beheizt
Spurenelemente weiß ich leider nicht, aber mit einem Teststreifen ist kein Nitrat nachweisbar

Mini-Innenfilter für die Wasserbewegung (extrem wenig 3 Liter / h)
Mini-Eigenbau-Hefe-CO2 Anlage mit Flaschendeckel als Paffrathschale

Beleuchtung - eigentlich keine, reicht ein heller Raum? Hab gelesen, das Perlkraut braucht viel Licht, wieviel ist denn viel? Reicht ein heller Raum ohne direktes Tageslicht?

Soo, das wars erst mal. Ich wäre echt dankbar für Tipps und Anregungen. Allerdings bitte nichts nach dem Motto "lass es gleich, ist zu schwierig für einen Anfänger" Ich bin da relativ ehrgeizig und glaub erst dann, dass es nicht funktioniert, wenn es nicht funktioniert....

Danke!!!!
Liebe Grüße,
Dani
Daczy
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Postby Gast » 05 Jan 2011 13:04
Hallo Dani,

willkommen auf Flowgrow!
Lass dich nicht gleich entmutigen, wenn mal was nicht klappen wollte, hier wird dir ohnehin auch keiner von dem Hobby abraten! ;)

Wie du schon richtig bemerkt hast brauchst du warscheinlich noch etwas NPK Dünger, zumindest wenn du schnellwachsende wie das Kubaperlkraut mit ausreichend Licht (Ne Dennerle 11W / 9 W Funzel dürfe reichen) halten willst. CO2 scheint ja schon in Benutzung wenn ich das richtig rausgelesen habe, könnte allerdings auch was knapp werden wenn du Bio-CO2 verwendest => dann entweder größere Paffrathschale oder Druckgas-Anlage. Ausserdem solltest du bei genügend Licht auch einige schnellwachsende Pflanzen einsetzen um den Algen Konkurrenz bieten zu können.
Vorallem aber wären mal die wichtigen Wasserwerte interessant, sprich NO3, Phosphat und Kalium, auch Calcium, Magnesium und Eisen. Dazu schau am besten mal auf die Homepage deines Wasserversorgers oder frag dort mal telefonisch an, die geben dir sicher gerne auskungt.
Wenn du es ohne Licht versuchen willst, wird das Kubaperlkraut warscheinlich nichts werden, allerdings könnte es dann sein, dass du nicht zudüngen musst, sofern denn die Wasserwerte deines Leitungswassers genügend Nährstoffe mit sich bringen. Ein- bis zweimal pro Woche 10l Wasserwechsel und vielleicht etwas Mikrodünger würden dann reichen, da der Nährstoffverbrauch nicht so hoch sein wird.

Von Topfpflanzendünger rate ich dir vorerst als Anfänger ab, das kann zwar prinzipiell funktionieren, da aber oft Ammonium und hohe Phosphatkonzentration in diesen enthalten sind, führt es schneller zu Algenwachstum als zu Pflanzenpracht, wenn man nicht weiß was man macht. Ohnehin hab ich das bisher auch noch nicht hier gesehen, dass jemand derartige Dünger verwendet. Gute Dünger sind z.B. die AquaRebell Dünger von Tobi.

Ansonsten viel Spaß beim wachsen lassen! ;)
Gast
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Postby Daczy » 05 Jan 2011 13:35
Hallo Daniel, (wie witzig, gleich ein Namensvetter...)

danke für die schnelle Antwort, aber äääh, ich hab eine 12 Liter-Pfütze, da wirds mit schnellwachsenden Pflanzen, nem 10-Liter-WW pro Woche ein bisschen eng, meinst du nicht??

Ich hab mal gelesen, dass man bei 100 Liter 60 cm² Kontakt-Fläche für Bio-CO2 braucht, da bräuchte ich ja bei 12 Liter nur ca 10 cm² und das schaffe ich mit einem größeren Schraubdeckel locker. Oder vertu ich mich da grad bei meinen Berechnungen.

Hab grad die Wasserwerte gefunden:
Calcium 80 mg
Magnesium 25 mg
Natrium 63 mg
Kalium 10,2 mg
Nitrat 9 mg

Also, im 60er Becken läuft es ohne Düngung nicht, trotz des Besatzes. Da sind die Pflanzen dann stagniert und es haben sich etwas die Algen ausgebreitet. Beleuchtet wird dort mit 18 Watt. Maße ca. 40 x 40 x 40 cm (also recht hoch) Hier gedeiht jetzt eigentlich alles, hab nur leichte Pflanzen (Cabomba, egregia densa, Javamoos, Wasserfreund, und am Boden zwei Büschel Neuseelandgras, das sich allerdings überhaupt nicht ausbreiten will, trotz Düngetablette....

Liebe Grüße,
Daniela
Daczy
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Postby Gast » 06 Jan 2011 15:20
Hallo Daniela,
Namensvetter wirst du hier noch reichlich antreffen. ^^

Warum sollten 10l Wasserwechsel und schnellwachsende Pflanzen eng werden?
10 ltr sind einmal schnell mit nem Haushaltseimer gewechselt.
Schnellwachsende Pflanzen? N büschel Rotala rotudifolia oder Hemianthus micranthemoides, Hemianthus callitrichoides cuba, vielleicht was Riccia fluitans als akzent oder was Eleocharis parvula und du hast vernünftige Pflanzen, die allesamt zumindest mittelschnell wachsen. Kann man n richtig schniekes Iwagumi z.B. draus machen: nano-aquarien/nano-cube-10l-iwagumi-t7910.html

CO2...
"CO2 ist nicht alles, aber ohne CO2 ist alles nichts." - um es in einer Adaption eines Aphorismus Schopenhauers auszudrücken.
:D Das ist vielleicht was hoch gegriffen, aber will sagen: CO2 ist wichtig, unterschätz das nicht.

Das Problem mit Bio-Co2 ist die richtige Dosis - wenn du dein Becken richtig gut beleuchten willst, wird das schwierig, ein normaler Schraubdeckel könnte zumindest was klein ausfallen.
Die Hefepilze produzieren halt nicht immer gleich viel CO2, das ist Temperaturabhängig, abhängig davon wie oft du den Ansatz erneuerst und und und...
Besorg dir am besten mal einen CO2 - Dauertest, der kann dir recht zuverlässig anzeigen, ob du ausreichend CO2 zuführst (z.B. bei Aquasabi mit ner KH3 Lösung). Wenns zu wenig ist kannst du ja eine größere Schale anlegen.

Dein Wasser ist eigentlich ziemlich angenehm, was noch wichtig ist zu wissen: Phosphat!
Wenn das im Ausgangswasser vorhanden ist könnte es selbst bei angemessener Beleuchtung reichen mit KNO3 basierten Makrodüngern täglich den Verbrauch nachzudüngen. Dann musst du dir nur noch einen guten Volldünger zulegen: z.B. Profito, Mikro Basic ...
Es kommt eigentlich ganz darauf an, wie du dich entscheidest das Becken zu führen. Wenn du jetzt ein Aquascape mit ausreichend Licht machen willst, musst du am besten schnellwachsende Pflanzen (siehe oben) einsetzen und musst gucken, dass diesen genug CO2 und Makro + Mikronährstoffe zur Verfügung stehen.
Wenn du jetzt aber ein Becken ohne viel Licht betreiben willst, reicht es glaube ich wenn du ein paar anspruchslose Pflanzen (Javamoos, Javafarn, vll. ne kleinbleibende Cryptocoryne und vll. n Wasserfreund oder so) einsetzt, häufig und reichlich das Wasser wechselst und - da dein Wasser eigentlich alles mitbringt (Phosphat?) - vielleicht ein bisschen Mikrodünger verabreichst. Durch das wenige Licht und die verhältnismäßig leicht haltbaren Pflanzen werden keine Mängel auftreten.

Bei deinem 60er Becken könnten dir die Pflanzen auch an Lichtmangel eingegangen sein - oder CO2.
Und Besatz sollte man nicht überschätzen was Dünger angeht, der kann zwar mal bei viel Frostfutter viel PO4 produzieren, aber gute Dünger und gutes Ausgangswasser ersetzt der nicht. ;)
Aber der Thread soll ja von deinem neuem und nicht deinem altem Becken handeln...
Gast
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Postby Daczy » 07 Jan 2011 10:15
Hi!

Und schon wieder so eine ausführliche Antwort! :top:

Also, hab jetzt mal bei den Wasserwerken nachgefragt und krieg die Werte heute im Laufe des Tages.

Habs gestern schon fertig gemacht, ein Bild ist im Anhang. Hab schon HHC drin, einen kleinen Stengel Wasserfreund, eine halbe Mooskugel und einiges an Java-Moos.

Aber bei 10 Liter WW ist doch dann das AQ leer?? :shock:

14545

Beleuchtung ist im Moment recht heftig, hab ne 25 Watt Schreibtischlampe drüber, allerdings nur 2 x 3 Stunden im Moment. Hab sie schon recht weit weg stehen (ca. 30 cm von der Wasseroberfläche). Wieviel Licht kommt da noch unten an?

Tja, mein Bio-CO2 will noch nicht so richtig, war aber auch alte Hefe, muss ich heut mal neue besorgen.

Eigentlich gefällt mir das schon, aber die Tiefenwirkung ist nicht so richtig da, irgendwas fehlt, aber ich komm nicht drauf was, für Anregungen wäre ich dankbar!!

Als Dünger verwende ich im Moment noch den D***le Nano Tagesdünger, lässt sich auf 10 Liter am einfachsten dosieren. Wenn der alle ist, werde ich auf verdünntes Mi**lift umstellen. Der ist der Hammer im 60er Becken...

Liebe Grüße,
Dani
Daczy
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Postby Daczy » 07 Jan 2011 21:17
Hallo nochmal!

So, jetzt hab ich die Wasserwerte:

Nitrag: 4 mg
Nitrit <0,02 mg
PH 7,48
Natrium 36 mg
Eisen <0,02 mg
Ammonium <0,02 mg
Kalium 13,6 mg
GH 15,75
KH 14,57 (glaub ich aber nicht, liegt lt. Test bei mir bei ca. 7-9
Phosphat <0,03 mg

Was sagen jetzt die Experten?

Grüßle,
Dani
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