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Postby Michael_01 » 14 Aug 2012 07:50
Hallo erstmal,

mein Name ist Michael und ich komme aus dem schönen Oberösterreich.
Ich habe mich vor einigen Jahren schon einmal mit Naturaquarien beschäftigt und damals bereits ein 240l Aquarium betrieben.
Das Ergebnis sah dann so aus:
18213

Leider kam nach ca. 1Jahr eine Algenplage derer ich nicht mehr Herr wurde und ich habe dann aus Frust alles zum Schleuderpreis verkauft.

Nun sind ja ein paar Jahre ins Land gezogen und ich möchte es noch einmal versuchen. Fehler von damals möchte ich vermeiden. Etwas was mich damals schon sehr gestört hat war der immense Zeitaufwand beim Wasserwechseln. (Kanister mit Osmosewasser) Das soll dieses Mal teilautomatisch ablaufen, also dann auch nur mit Leitungswasser, aber dazu gleich mehr.

Ich möchte euch hiermit kurz die Planung vorstellen und würde mich über Anregungen und Tips freuen und hoffe so etwas von eurem Erfahrungsschatz hier profitieren zu können.

Wie soll das Ganze aussehen (ich starte bei null, noch kann man jede Komponente austauschen):

Becken:
270l (Eheim MP Scubabay)

Beleuchtung:
4*54W (oder eine Alternative, bei T5 - was für Röhren würdet ihr empfehlen)

Filterung:
Aussenfilter Eheim (genaues Modell muss ich erst herausfinden)

UV Entkeimer Dauerbetrieb:
JA

CO2:
JA

Jetzt noch zu meiner Wasserproblematik. Da mein Leitungswasser aus dem Hausbrunnen relativ hart ist (KH12) werde ich nicht darum herumkommen dieses zu enthärten. Aktuell würde ich das über den Bodengrund machen mit Naturesoil von Oliver Knott. Die enthärtende Wirkung ist in diesem Beispiel gut sichtbar (Tabelle unten: http://www.oliver-knott.com/30+M5505d4c1bb1.html) Sobald die KH wieder steigt würde ich den Bodengrund tlw austauschen bzw. NatureSoil dem Aussenfilter zugeben.

Wasserwechsel ca. 30 - 50 % die Woche. Dazu werde ich mittels Eheim Schnellkupplung einen Schlauch an die Druckseite des Filters hängen um so Wasser abzupumpen, bzw. an dieser Stelle auch wieder zu befüllen.
Umkehrosmoseanlage möchte ich nicht mehr, das ist mir einfach zu umständlich. (s.oben)

Besatz: (aus jetziger Sicht)
Crystal Red, Amanos
Otis
Kreuzfleckbärblinge

Hardscape:
Minilandschaft
Wurzeln

Bepflanzung: (nur ungefähr, habe noch keinen Pflanzplan)
Cuba Perlkraut
Riccia (Teichlebermoss)
Pogostemon helferi
Rotala
Narrow

So, ich hoffe ich habe nichts vergessen:
2 Fragen hätte ich dazu:

- Bekomme ich Naturesoil in den Aussenfilter (wird ja notwendig sobald die Wirkung nachlässt), der ist ja grundsätzlich schon mit Filtermaterialien bestückt, wie soll das gehen? Die Idee dazu kam vom Megazoo Leonding, dort wird deren Aquascape ja auch mit Linzer Leitungswasser (KH 14) nur mit Naturesoil enthärtet.

- Bei der Düngung bin ich absoluter Neuling. Ich würde gerne die Mikro- und Makro Nährstoffe fix fertig einbringen, also nicht erst Einzelkomponenten zusammenmischen oder dlg. Ist sowas überhaupt möglich? Aktuell tendiere ich zu Esitmative Index von Aquarebell. ISt das für Einsteiger geeignet?

Danke im Voraus für alle Infos und Anmerkungen von euch, vor allem auch ob das Gesamtkonzept schlüssig ist.

lg
Michael M.

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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 08:25
Hallo Michael,

ich möchte mich jetzt erst mal nur zum Thema WW einbringen da ich an den anderen Stellen selber Probleme habe.

Das Problem was du hast wenn du nur über Soil enthärtest ist : das du rel. große ph und kh schwankungen hast nach WW.
Ich hab das bei mir so gelöst:

200l Tonne in der das Wasser hergestellt wird, direkt alle Werte einstellen, ca. 120-150l Kati Wasser und dann mit Leitungswasser auffüllen,(im Winter warmes Wasser) dann Wasseraufbereiter rein, belüften etwa 5Tage dann PMS rein,
dann lasse ich in meinem Becken 200l Wasser ab. Nun nehme ich eine Tachpumpe und pumpe über einen Schlauch das Wechselwasser durchs ganze Haus in mein Becken.

So kostet mich inkl. Wasserherstellung, Gärtnern und dem Wechsel selber der 50%ige WW etwa 1-1,5H das finde ich für ein
450er recht wenig.
grüße Benedict

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Postby Michael_01 » 14 Aug 2012 08:45
Danke erstmal.
Genau diese Wasseraufbereitung möchte ich eigentlich verhindern. Im Idealfall drehe ich einfach nur an den Absperrhähnen und das Wasser fliesst ab bzw. wird wieder zugeführt. Das wäre dann die fertige Variante mit Einbeziehung des Wirtschaftsraums hinter dem Aquarium (dort befindet sich ein Ab- und Zufluss (Kaltwasser)).

Wäre es vielleicht besser, sofern ich bei meiner Variante bleibe, dann einfach öfter zu wechseln, also 2 x 25% die Woche um diese Schwankungen geringer zu halten? Das wäre mir grundsätzlich immer noch lieber als die Wasseraufbereitung.

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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 09:32
Michael_01 wrote:Danke erstmal.
Genau diese Wasseraufbereitung möchte ich eigentlich verhindern. Im Idealfall drehe ich einfach nur an den Absperrhähnen und das Wasser fliesst ab bzw. wird wieder zugeführt. Das wäre dann die fertige Variante mit Einbeziehung des Wirtschaftsraums hinter dem Aquarium (dort befindet sich ein Ab- und Zufluss (Kaltwasser)).

Wäre es vielleicht besser, sofern ich bei meiner Variante bleibe, dann einfach öfter zu wechseln, also 2 x 25% die Woche um diese Schwankungen geringer zu halten? Das wäre mir grundsätzlich immer noch lieber als die Wasseraufbereitung.


Die schwankung sollte dann geringer sein allerdings hast du sie dann 2x, Osmose würd ich eh lassen, besorg dir für schmales Geld ein 2l stark Sauren Kationentauscher, dann nimm 50:50 und es passt, wenn du keine so großen WW machst brauchst es Wasser auch nicht belüften, aber NIE direkt ins Becken laufen lassen! das Ausgangswasser von meinem Kati hat etwa Ph 3.5!

Ich mein geht tut`s auch ohne ich hab mal ne Zeit mit Torf experimentiert, geht auch super allerdings nimmt dann das Wasser farbe an.
grüße Benedict

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Postby derluebarser » 14 Aug 2012 09:41
Rio-Negro wrote:
Michael_01 wrote:Danke erstmal.
Genau diese Wasseraufbereitung möchte ich eigentlich verhindern. Im Idealfall drehe ich einfach nur an den Absperrhähnen und das Wasser fliesst ab bzw. wird wieder zugeführt. Das wäre dann die fertige Variante mit Einbeziehung des Wirtschaftsraums hinter dem Aquarium (dort befindet sich ein Ab- und Zufluss (Kaltwasser)).

Wäre es vielleicht besser, sofern ich bei meiner Variante bleibe, dann einfach öfter zu wechseln, also 2 x 25% die Woche um diese Schwankungen geringer zu halten? Das wäre mir grundsätzlich immer noch lieber als die Wasseraufbereitung.


Die schwankung sollte dann geringer sein allerdings hast du sie dann 2x, Osmose würd ich eh lassen, besorg dir für schmales Geld ein 2l stark Sauren Kationentauscher, dann nimm 50:50 und es passt, wenn du keine so großen WW machst brauchst es Wasser auch nicht belüften, aber NIE direkt ins Becken laufen lassen! das Ausgangswasser von meinem Kati hat etwa Ph 3.5!

Ich mein geht tut`s auch ohne ich hab mal ne Zeit mit Torf experimentiert, geht auch super allerdings nimmt dann das Wasser farbe an.



wie lange soll der 2 Liter kation bei 270 Liter Beckenvolumen und hoher Ausgangshärte halten..????
da wäre mir die ständige Panscherei mit der Lauge zwecks Regenerierung viel zu aufwendig.....
...dann doch lieber ne UO-Anlage und das Abwasser in Kauf nehmen.
Gruß Stephan

"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht."

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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 10:30
Also ich schaffe bei Kh 20, etwa 400l 0°Kh Wasser, mich stört aber das Regenerieren nicht, dauert etwa 30min. Naja ich war halt mit Osmose unzufrieden.
grüße Benedict

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Postby Michael_01 » 14 Aug 2012 11:46
Also das Abwasser ist mir grundsätzlich nicht so wichtig. Habe ja wie gesagt einen Hausbrunnen und eine Hauskleinstbiokläranlage. Ich möchte aber trotzdem den Weg mit dem NatureSoil von O. Knott versuchen. Wenns gar nicht klappt kann ich immer noch eine UO Anlage anschaffen.

Könnt ihr mir bitte auch Tips zur Beleuchtung geben, die Fülle an Hängeleuchten verwirrt mich da ein bisschen. :smile:

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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 12:28
na 4x54W T5 ist schon ne ansage! da wächst schon was :thumbs:

ansonsten DiY Led könnt ich noch vorschlagen wenn du elektronisch etwas begabt bist.
grüße Benedict

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Postby Michael_01 » 14 Aug 2012 12:57
Irgendwie ist mein Edit vom vorherigen Post verschwunden.

DIY nur im Notfall, bin da nicht so versiert fürchte ich...

Was haltet ihr von den LED Röhren hier. (Link in Teil 2)
http://www.naturaquaristik-live.de/topi ... f168#95570

Könnte man ja in eine Ebay Billighängeleuchte 2x54W einbauen. Gibts da schon Erfahrung?

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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 16:36
Hi, die haben 18W das entspricht ca. 25-30W LSR also hättest weniger, da nimmst lieber LSR.

Led bringt nur wirklich einen Vorteil im Highpowerbereich, also Led die im Regelfall auch einen masiven Kühler bruchen,
das haben diese nicht deshalb können sie auch nicht so viel Leistung haben.
grüße Benedict

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Postby Michael_01 » 14 Aug 2012 19:10
Wie kommst du jetzt auf 25-30W LSR im Vergleich?
Also ich hätte das so verstanden dass die Wattzahl grundsätzlich keine Aussage hat. Wichtig ist nur die Lichtstärke und da auch nur die die im Becken ankommt (bei gerichteten Led wesentlich mehr als bei Röhren, dort versucht man dem ja mit Reflektoren tlw. beizukommen).
1870 lumen (falls das stimmt) sind da schon eine Ansage, würde man hier eine 4x54W Hängeleuchte ausstatten wären das um die 7500 lumen , bzw. 31 lumen pro l. Das ist eigentlich schon viel zu viel des Guten. Ich habe mal gelesen 20 lumen pro l sind mehr als genug selbst für Bodendecker.
Habe ich da jetzt einen Gedankenfehler?

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Postby chrisu » 14 Aug 2012 19:23
Hallo Michael,

die genannten Pflanzen sollten auch bei KH 12 gut wachsen. Ich habe selbst ein Becken mit dieser KH laufen und der Pflanzenwuchs ist spitze!
Mfg Christian
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Postby Rio-Negro » 14 Aug 2012 19:25
Michael_01 wrote:Wie kommst du jetzt auf 25-30W LSR im Vergleich?
Also ich hätte das so verstanden dass die Wattzahl grundsätzlich keine Aussage hat. Wichtig ist nur die Lichtstärke und da auch nur die die im Becken ankommt (bei gerichteten Led wesentlich mehr als bei Röhren, dort versucht man dem ja mit Reflektoren tlw. beizukommen).
1870 lumen (falls das stimmt) sind da schon eine Ansage, würde man hier eine 4x54W Hängeleuchte ausstatten wären das um die 7500 lumen , bzw. 31 lumen pro l. Das ist eigentlich schon viel zu viel des Guten. Ich habe mal gelesen 20 lumen pro l sind mehr als genug selbst für Bodendecker.
Habe ich da jetzt einen Gedankenfehler?


Tja berechtigter einwand. Im Meerwasserbereich sagt man wenn du von T5 auf Led umstellst nimm etwa Wattx0,7 dann kommst wieder aufs gleiche, so ca. natürlich. Ich glaube auch nicht das die tatsächlich 1870lm bringen, denk mal Autohersteller sagt der ******* braucht 7l brauchen tut er aber 8,5, so ähnlich würde ich es mal betrachten. Ich mein letztenendes, selbst wenn du weniger Licht als mit T5 hättest, hast immer noch Strom und Leuchtmittelwechsel gespart.
grüße Benedict

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Postby Michael_01 » 15 Aug 2012 08:36
@chrisu:
Das ist ja mal interessant, bisher habe ich immer nur gehört dass die KH viel zu hoch sei um diese Arten zu pflegen.

@rio-negro:
Jetzt stellt sich nur mehr die Frage ob die Röhren schon jemand in Verwendung hat und welche Erfahrungen er damit gemacht hat. Ich finde leider weder hier noch sonstwo Erfahrungsberichte darüber. Wundert mich eigentlich, wäre ja eine günstige Variante den Gesamtstromverbrauch massiv zu verkleinern.

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Postby Rio-Negro » 15 Aug 2012 09:01
Ja das mit dem Stromsparen ist wohl wahr. Ich denke aber das sich allgemein im Süßwasserbereich anders als in der Meerwasserszene Led noch nicht durchgesetzt hat bzw. noch nicht so stark im kommen ist. Ich denke ebenfalls das diese Röhren wenige einstzten im Aq bereich aus dem Grund, das eine Dimmung schwerer zu realisieren ist. Bei kompletten selbstbau Lampen ist dies anders, zumal du z.B. die Leistung locker 30%-50% höher ansetzten kannst, und so mit der Dimmung eine gute Lichtsimulation erstellen kannst, zuweilen eine Led natürlich fast ewig hält wenn sie im Durchschnitt nur auf 70% oder gar 50% läuft.
grüße Benedict

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