Ein großer Wasserwechsel oder viele Kleine?

Koala887

New Member
Hallo zusammen,
beim Thema Wasserwechsel wird einem meistens ein Wechsel von bis zu 50% pro Woche empfohlen.
Bei meinem 700l Becken wären das dann bei einem Wechsel aber schon ca.350l. Da meine Osmoseanlage am Tag eh nur 100l schafft, wechsle ich bis jetzt immer ca. 40l jeden Tag (bzw. lasse wechseln :D ).

Mich mürde jetzt mal interessieren wie das andere Mitglieder, welche auch so große Becken haben, handhaben?
Sind die vielen kleinen WW genauso effektiv wie ein Großer?
 

wbeinh

Member
Hallo Koala,

Genau die Frage stelle ich mir auch.

Ich habe auch etwa 700l Wasser (560 Becken | 130 Technikbecken) und wechsle seit einigen Tagen 3x täglich 18l (15 Osmose/3 Leitung) also 54l pro Tag. Mehrmals täglich führe ich "reichlich" Micro- und Macronährstoffe zu.

Ich kann natürlich noch nichts sagen, aber meine Erwartung ist, dass ich "sehr fett" düngen kann, weil ja unverbrauchte Nährstoffe regelmäßig ausgetragen werden. So sollte für die Pflanzen immer genug von allem zur Verfügung stehen ohne Algenplagen zu provozieren; so zumindest meine - vielleicht naive - Annahme.

Mich würden also Erfahrungen und theoretischen Meinungen ebenso wie Koala interessieren...
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied

Koala887

New Member
Hi Tobi,
die WW-Rechner kannte ich schon, hab damit auch schon ein wenig rumgespielt.
Ich denke mal, solange man so wie ich täglich nur die Nährstoffe nachdüngt, welche auch verbraucht werden, macht es keinen Unterschied, solange die Wechselmenge im gleichen Verhältnis steht.
Wie sieht es allerdings beim Estimative Index aus, hier wird ja durch den großen WW ein Reset des Systems erreicht, welcher bei kleinen WW ausbleibt, da sich die Nährstoffe auf einem gewissen Wert einpegeln?

@Werner: Machst du die WW noch von Hand? Ich vermute mal, wenn du täglich "reichlich Nährstoffe" zugibst, du irgendwann Probleme bekommst, da mit den kleinen WW auch weniger Nährstoffe ausgetragen werden.

Ich hab aber auch das Gefühl, wenn ich an einem Tag mehrere WW hintereinander mache, sich das positiv auf das Wachstum auswirkt...

Also für weitere Erfahrungen wurde ich mich auch freuen.
 

wbeinh

Member
@Tobi
Schön, dass sich der Meister einschaltet! :D
Allerdings, so ganz ist die Frage nicht beantwortet. Meine Überlegung ist ja die, dass irgendein Nährstoff immer im Mangel ist. Führe ich alles überreichlich zu, sollte (fast) kein Mangel mehr vorhanden sein. Unverbrauchte Nährstoffe, also jene, die im Überschuss waren, werden dreimal (oder öfter) am Tag (teilweise) ausgetragen. Bei der nächsten Düngung wird zwar wieder ergänzt, aber den Zeitunterschied zwischen Düngung und WW, hoffe ich, soll unerwünschte Nebenwirkungen zu verhindern. Blödsinn? oder ist was drann?

@Koala
WW: Magnetventile und Absaugpumpen angeworfen durch Zeitschaltuhren, geregelt mittels Pegelsensoren. Wahrscheinlich machst Du es genauso, oder?
 

Koala887

New Member
Hallo Werner,
im Prinzip läuft´s bei mir genauso ab. WW mit Profilux übers Technikbecken und das Wechselwasser bereite ich mit einer Siemens Logo auf.
Wollte ja schon lange mal eine Aquariumvorstellung machen, wenn ich mal die Zeit dafür hätte. Im Sommer geht halt der Garten vor...
 

Tobias Coring

Administrator
Teammitglied
Hallo,

bei dem Tool sieht man ja, dass sich ab einer gewissen Zugabemenge auch die Stoffe akkumulieren, wenn man täglich nur ~10% wechselt. Jedoch wird man es wohl trotzdem schaffen, ausreichend Nährstoffe zuzuführen.
So bald natürlich die Grenze überschritten wurde, so dass sich die Stoffe bis ins unendliche anreichern, sollte man über großzügigere WW oder weniger Dünger nachdenken.

Das kann also schon funktionieren mit dem Ergänzen und auch wieder Austragen.

Ich finde durch das Tool sieht man recht gut, dass auch solche kleinen WW recht effektiv sind. Hätte ich persönlich nämlich nicht gedacht ;). Kommt natürlich wie gesagt auf die eingetragenen Nährstoffe an. Bzgl. des EI wird das wohl so nicht funktionieren, da der EI sehr viel Nährstoffe am Tag zuführt.

@Werner
Welche unerwünschten Nebenwirkungen befürchtest du denn? Die Anreicherung von den Düngestoffen oder eher in Richtung "Blockaden" oder sonstige Verunreinigungen gedacht?

Ich gehe davon aus, dass du diese Probleme auch durch die täglichen WW eingrenzen bzw. ausblenden kannst.
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo,

Tobi":311irho7 schrieb:
So bald natürlich die Grenze überschritten wurde, so dass sich die Stoffe bis ins unendliche anreichern, sollte man über großzügigere WW oder weniger Dünger nachdenken.
Tun sie aber nicht. Sobald eine Entnahme stattfindet, und sei sie auch noch so klein, findet eben keine Anreicherung bis ins Unendliche statt. Irgendwann stagniert der Wert, bei geringer Entnahme halt auf einem sehr hohen Level, aber nicht bei Unendlich. Spiel's Dir mit dem Tool halt mal durch.

Viele Grüße
Robert
PS. Die dahinterstehende Mathematik ist sehr einfach. Bei x mg/l Zugabe pro Zeiteinheit und y Prozent Wasserwechsel (oder sonstiger Austrag) in der selben Zeit stagniert der Wert bei (x/y*100) mg pro Liter.
 

wbeinh

Member
Tobi":15pk8daw schrieb:
Welche unerwünschten Nebenwirkungen befürchtest du denn? Die Anreicherung von den Düngestoffen oder eher in Richtung "Blockaden" oder sonstige Verunreinigungen gedacht?
Ich gehe davon aus, dass du diese Probleme auch durch die täglichen WW eingrenzen bzw. ausblenden kannst.

Ja, zum einen Blockaden. Ich habe immer wieder festgestellt, dass meine Farne (etwa Bolbitis, aber auch Microsorum) auf Überdüngung mit verlangsamtem Wachstum und raschem Schwarzwerden reagieren. Und zum anderen habe ich bedenken, dass verschiedene Algen mit dem Überschuss eine Existenzgrundlage erhalten... Deshalb die Frage, ob die Pause zwischen WW's und Nachdüngung einen (erwünschten) Effekt haben könnte.

Ich werde mich jetzt doch intensiver mit dem Tool beschäftigen. Und auch mit Roberts "einfacher Mathematik". :top:

@Robert
Ich habe mir heute von einem Kollegen die chinesische Weisheit in Deiner Signatur übersetzen lassen und ich stimme 100%-ig damit überein! Kurioserweise übersetzt der Google Translater das mit Dieb/Thief sowohl ins Deutsche als auch Englische völlig daneben.
 
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