Durchlassregler des Eheim Professional 3

Michael-SG

New Member
Hallo und guten Morgen,
Ich habe einen Eheim Prof. 3 an meinem Becken. Nach 4 Jhren war der Durchlassregler so schwergängig, dass er beim Bewegen gebrochen ist. Der neue Regler (letztes Jahr) war sehr soft gängig. Mittlerweile knarzt er wieder und ist nicht mehr so leichtgängig.
Habt Ihr ähnliche Erfahrung und gibt es Möglichkeiten, das Teil zu pflegen?

Grüße aus Solingen
Michael
 

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nik

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Moin Michael,

ja, gibt es. Geht bei dem Prof 3/4+/5e Anschlussadapter nicht so gut wie beim Prof I, weil man nur an den Kugelhahn rankommt und der sich nicht weiter zerlegen lässt. ist aber bei allen der gleiche.

Wenn du in den Adapter auf der Seite mit den Dichtungen hinein schaust, siehst du beim Öffnen/Schließen die weiße Kugel vom Kugelhahn. Der Widerstand rührt von mangelnder Schmierung der Kontaktfläche her. Du benötigst einen Pinsel mit längeren Borsten und Silikonfett, wie es z.B. für Kaffeevollautomaten verwendet wird. Hahn am Adapter schließen und die Kugel mit Silikonfett bestreichen - von beiden Seiten. Von der anderen Seite sieht man wegen des Knicks die Kugel nicht, deshalb der Pinsel mit den längeren Borsten.
DSC_0011.JPG
Bei der Gelegenheit gleich die Dichtungen des Anschlussadapters mit einschmieren, die Kopfdichtung freut sich ebenfalls über so eine Behandlung, die Dichtung im Vorfilter auch und gut ist.
Den Verschlussclipsen kannst du auch etwas gutes tun. Sie werden leichtgängiger als neue und es reduziert deutlich den Verschleiß. Mit genau dem Pinsel drücke ich mit dem anderen Ende des Stiels die schwarzen Haltebügel der Clipse von unten nach oben ab von der Topfhalterung. Wenn der Clips gelöst wurde, lassen sich die schwarzen Haltebügel in senkrechter Position seitlich herausschieben. Bitte Position für den späteren Zusammenbau beachten. Nun den Abrieb entfernen und alles nur wenig(!) einfetten, Bügel wieder reinschieben und den schwarzen Bügel so im Clips umlegen, dass die offene Seite sichtbar ist. Am offenen Filtertopf (ohne Kopf) gibt es am unteren Ende der geschlossenen Clipsposition eine große Nase. Den Clips passend, dh. wie einen geschlossenen Clips darauf platzieren und oben einfach in die Topfhalterungen drücken. Geht einfacher als die Beschreibung es vermuten lässt.
DSC_0012.JPGDSC_0013.JPG
Auf dem ersten Bild kann man am linken Clips erkennen wie die schwarzen Haltebügel entfernt werden können und am rechten Clips wie der einbaufertig sein muss. Das zweite Bild zeigt die Position wie der vorbereitete Clip angesetzt werden muss, dann muss man den nur noch gegen den Topf drücken bis er hörbar einrastet.

Danach macht das Teil wieder richtig Spaß - und das für für eine optisch sicherlich teure Tube oder Dose Silikonfett. Der Ersatz deines Adapters war teurer.

Nur der Vollständigkeit halber, beim 4+ und 5e kommt noch der Extender als bewegliches Teil hinzu. Kann man auf der Unterseite vom Kopf einfach abziehen um an die zu schmierenden Dichtungen ranzukommen. Zwei an der Achse und eine am Drehknopf.

Die Vorfilterdichtung habe ich vergessen. Die liegt im ersten Bild auf dem Gitter in der Mitte des Tisches. Der Vorfilter liegt dahinter auf einem Korb. Die Dichtung ist in der birnenförmigen Vertiefung des Vorfilters.

Großer Spaß zu kleinen Preisen. Wenn man so einen gepflegten Filter hat, will man gar nichts anderes mehr haben. Viel Spaß mit deinem Prof 3. Ich finde den im Großen und Ganzen ziemlich überzeugend! Ich stehe vor allem auf die Thermoversionen. Mit der eigentlichen Filterung habe ich praktisch idR. nur sehr wenig zu tun.

Gruß Nik

edit: Bilder eingefügt, weil ich sowieso einen 4+ 350T in der Mache hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:

nik

Moderator
Teammitglied
Moin,

updated. Es ist nun eine komplette Wartung für
Prof 3 250(T), 350(T), 600,
Prof 3e 350
Prof 4+ 250(T), 350(T), 600 und
Prof 5e 350
geworden.

Die sind in vielen Bauteilen gleich. Unterschiede gibt es nur in der Anzahl der Körbe, ob es ein Thermo ist und in den Filterköpfen. Die gibt es mit 12 Watt (250/T), 16 Watt (350/T, 600) und den regelbaren "e" mit 10-35 Watt.

Für die größeren Prof 3 1200 XL(T) und 5e ab 450 gilt das im Großen und Ganzen entsprechend.

Auf dem ersten Bild im letzten Beitrag habe ich die Abdeckung vom Kopf entfernt. Dafür und für alle anderen Schrauben am Filter benötigt man einen TX 10 Schraubendreher. Sollte man nur tun, wenn man halbwegs sattelfest im Zusammenbau einer etwas fummeligen Adapterverriegelung ist. Muss man idR. nicht. Es gibt nur einen zwingenden Anwendungsfall, wenn man den inneren Gummi der Keramikachse überhaupt nicht rausbekommt und dann muss man die Ansaughilfe demontieren. Das wird gefährlich frickelig und sollte man ohne Not nicht tun!

Vielleicht noch etwas interessantes. An meinem 45 cm Cube (91 l) läuft ein Prof 3 250T (testweise mit originaler Bestückung). Mit dem den Durchfluss mindernden UV-C und einem Hydor BioFlo ergibt das hinreichend Strömung im Becken um die Ecken "durchzupusten". Statt mit dem originalen 12 Watt Kopf mit 950 l/h Nennleistung habe ich - auch testweise - einen 16 Watt Kopf (350/T mit 1050 l/h, 600 mit 1250 l/h) verwendet. Ich wollte wissen wie die sich in der Lautstärke unterscheiden. Mit Silikonschläuchen sind beide ausgesprochen leise! Normale Schläuche enthalten alle Weichmacher, das kann man auf Dauer vergessen. Verwende ich überhaupt nicht mehr. Strömungsmäßig war der Unterschied geringer als erwartet. Ich könnte also auch einen Prof 4+ 600 an meinen 91 l Cube hängen. Wieso der gleiche Kopf beim 600 mit mehr Filtermaterial mehr Durchsatz als der 350/T hat, ist eines der Mysterien welches nicht einmal Eheim selbst zu erklären vermöchte. Ob soviel Filtersubstrat Sinn macht, ist eine andere Geschichte.

Gruß Nik
 
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